Manna

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Vorfreude ist die schönste Freude - oder?

06. September 2014, marcus - Mannablog

Wer kennt nicht den Spruch „Vorfreude ist die schönste Freude“? Die Vorfreude soll schöner sein, als der Moment selbst, aber ist das wirklich immer so?

 

Sich auf etwas zu freuen ist meiner Meinung nach wesentlicher Bestandteil des Lebens. Die Vorfreude darauf, dass etwas Bestimmtes eintritt bedeutet, dass man die Zukunft im Blick hat und auf etwas hinarbeitet beziehungsweise –wartet. 

 

Vorfreude, aber auf was eigentlich?

Die Freude auf etwas zukünftiges kann verschiedener Natur sein. Man kann sich freuen, einen lieben Menschen endlich einmal wieder zu sehen, den wohlverdienten Urlaub in einem unbekannten Land endlich machen zu können oder den Lieblingsmusiker live zu erleben. Vielleicht ist es auch das neue iPhone, das am 9.9.14 vorgestellt wird, auf dass Du Dich freust oder irgendein anderes Objekt deiner Begierde. Egal was es auch immer sein mag – bereits die Vorfreude lässt in uns unglaubliche Motivations- und Glücksgefühle aufkommen.

 

Der große Moment ist da!

Das Kribbeln im Bauch und das Adrenalin, welches Dein Herz im schneller schlagen lässt nimmt stetig zu, bis er endlich da ist, der große Moment. Wenn Du dann endlich den Menschen im Arm hast, Deinen Fuß zum ersten Mal auf neuen Boden setzt, Deinen Musiker zum ersten mal aus nächster Nähe live erlebst oder dein iPhone aus der Verpackung schälst, dann weißt Du es ganz genau: Das ist der beste Moment überhaupt!

Allerdings dauert es meistens nicht lange, bis dieser erste Moment des allumfassenden Glücksgefühls einer etwas moderateren Stimmung platz macht. Meistens erfüllt sich die Vorfreude dennoch trotzdem und beschert einem viele weitere tolle Momente am Objekt der Freude. Sehr selten kommt es aber auch vor, dass das iPhone nur noch in der Ecke liegt und kaum beachtet wird oder man schon bald den Umstand beweint, dass man nicht das noch neuere Gerät hat.

 

Anhaltende Freude und Zufriedenheit

Langanhaltende Freude hat also auch etwas mit Zufriedenheit zu tun. Nur wer sich seine Wünsche gut überlegt und nicht ständig irgendwelche „unnötigen“ Dinge auf dem Schirm hat, der wird auch nach langer Zeit noch Freude an seinen Erlebnissen und Einkäufen haben. Genauso gehört an dieser Stelle auch Dankbarkeit mit zum Freude-Wohlfühl-Paket, damit dieses schöne Gefühl lange erhalten bleiben wird.

 

Das Beste kommt zum Schluß

Ob nun also die Vorfreude tatsächlich immer die schönste Freude ist sei dahingestellt, diese Frage muss jeder für sich von Fall zu Fall entscheiden. Aber eines weiß ich mit Sicherheit: Das Beste kommt erst noch. Denn anders als irgendwelche Sachen die wieder kaputt gehen und Beziehungen, bei denen man sich vielleicht wieder aus dem Auge verliert, hat Gott versprochen, dass er eine Lösung für unsere Sehnsucht parat hat, die ewig hält. Er hat versprochen, dass er, wenn diese Erde einmal zu Ende geht, er bereits mit Wohnungen an einem Ort auf uns wartet, den wir nie wieder verlassen müssen. Darauf dürfen wir uns jetzt schon freuen, aber eines ist sicher: 

 

Keine Vorfreude wird das Gefühl dieser einst eintreffenden Realität jemals übersteigen können.


Das gute Gefühl des Erfolgs

08. Juni 2014, marcus - Mannablog

Wechsel der Bremsblöcke.
Wechsel der Bremsblöcke.
Die neuen Bremsblöcke sind gut zu erkennen.
Die neuen Bremsblöcke sind gut zu erkennen.

Erfolg ist ein gutes Gefühl, und die meisten von uns haben es hoffentlich schon wenigstens einmal gehabt. Aber was macht Erfolg aus, was ist das eigentlich?

Wenn Du an Erfolg denkst, dann kommt Dir wahrscheinlich etwas anderes in den Sinn als deinen Freunden oder mir. Manche sehen den Erfolg im prallgefüllten Bankkonto eines Businnessmans, andere in den vollgefüllten Konzerthallen eines Superstars und manche in der abgeschiedenen, einsamen Bezwingung des eigenen Körpers auf einem der höchsten Berge der Erde. Bedeutet das jetzt aber wiederum, dass wir kleinen Normalos keinen Erfolg haben können? Ist uns das gute Gefühl des Erfolgs nicht vergönnt?

Ich wachse über mich hinaus

"Soll ich es machen? Ach, ich weiß nicht. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Ich traue mich nicht." So oder ähnlich klingt es, wenn ein Mensch es nicht wagt, etwas zu tun, was er vorher noch nie getan hat. Die Angst vor dem Ungewissen, vor dem Versagen und vor den spottenden Blicken anderer ist ein großer Faktor in dieser Unsicherheit. Ebenso mit von der Partie sind mangelndes Selbstvertrauen und manchmal auch Bequemlichkeit. 

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe noch keinen Menschen mit dieser Einstellung gesehen, der das Gefühl von Erfolg annähernd sichtbar an sich trägt. Wer auch immer Erfolg erlebt hat, konnte diesen mit Sicherheit nicht vor dem Abendprogramm des Fernsehers mit einer Tüte Chips in der Hand erreichen. Wer Erfolg hat, wächst über sich hinaus, wagt etwas und gewinnt dabei. 

Das Ziel vor Augen erreichen

Erfolg haben heißt laut Definition, selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Jetzt kommen wir der Sache also schon näher. Echter Erfolg hat also primär nichts mit Geld oder Berühmtheit zu tun. Denn es gab auch reiche Leute die sich das Leben genommen haben oder berühmte Leute, die lediglich durch zweifelhaftes Betragen auffielen. Erfolg haben kann also nur, wer sich selbst Ziele steckt und dann alles daran setzt diese zu erreichen. Das müssen auch gar keine weit entfernten Ziele sein. Es reicht ja schon, wenn Du vornimmst, heute fünf Kilometer zu laufen und dies dann auch schaffst. Natürlich kann es auch sein, dass Du Dir ein größeres Ziel vornimmst, für das Du dann Zwischenerfolge verbuchen kannst. Kein Marathonläufer wird anfangs daran gedacht haben, sofort     die ganze Strecke auf einmal zu laufen. Aber eines hat mit Sicherheit keiner von Ihnen: Das Ziel vor den Augen verloren. 

Mut, etwas zu schaffen

Es stimmt, es kostet Mut etwas neues schaffen zu wollen. Aber ich kann Dir nur Mut zusprechen. Fang mit kleinen Dingen an. Kleine Erfolge machen Lust auf mehr und öffnen Potenziale in Dir, die Du Dir vorher niemals hättest erträumen können! Mein letztes Erfolgserlebnis, war z.B. die Reparatur meines Autos, welche Wechsel der Scheinwerferanlage inklusive Frontblinker und Wechsel der Bremsblöcke umfasste. Für manch andere ist so etwas vielleicht alltägliche Arbeit, aber für mich erhielt für diesen "Mut" das tolle und lang andauernde Gefühl des Erfolgs. 

Egal was es ist, was Du eigentlich schon lange gerne machen würdest, was hält Dich zurück? Zeig deinem inneren Schweinehund, dem ewigen Angsthasen und Couchpotato die Zähne! Ich wünsche Dir alles was Du vielleicht dazu brauchen könntest: Mut, Begeisterung, Durchhaltevermögen und Kraft. Und natürlich wünsche ich Dir dabei letztendlich viel Erfolg! 


Auswüchse der Pubertät: Was mein lila Pixie mich gelehrt hat

18. Mai 2014, Mannablog

„Hotter Than My Daughter“ heißt das neue RTL-Format, bei dem Guido Maria Kretzschmer erneut Mädels und Frauen zu einer optischen Veränderung behilflich ist. Nein, ich bin eigentlich kein großartiger Fan von solchen Formaten, auch wenn ich hin und wieder den Leerlauf im Gehirn mag, der sich bei „Shopping Queen“ einstellt. Mich hat die neue Sendung heute wohl auf dem richtigen Fuß erwischt, ich lag jedenfalls nicht nach 10 Minuten lachend in der Ecke. Stattdessen saß ich Kartoffeln raspelnd - wie bezeichnend - vor dem Laptop und habe mich mit den Kandidatinnen tatsächlich mitgefreut.

Wenn mich am Anfang der Sendung so jemand anschaut, der mit über 50 extrem ausgeflippt aussieht, dann macht das was mit mir. Ich schalte vermutlich auf eine Mischung aus Mitleid, Fremdschämen und Abwärtsvergleich – vielleicht nicht immer, ich will dem Format ja auch nicht komplett auf den Leim gehen. Aber wenn Guido sich so geduldig um jede einzelne Kandidatin bemüht und verspricht, dass er ihre Vorzüge hervorheben und etwas Tolles kreieren wird, dann bin ich gespannt auf das Ergebnis.

Und ich finde, das kann sich sehen lassen. Als ich das erste Mal die ungeschminkten Augen von der einen Kandidatin gesehen habe, fand ich es richtig rührend, wie man da nicht das „Ich will auffallen und das um jeden Preis“ gesehen hat, sondern herzliche Blicke, die hinter die Fassade blicken lassen. Ebenso hat mich berührt, wie ihre Tochter sich erst verstecken wollte und nach der Veränderung geradezu gestrahlt hat. Da stand in meinen Augen eine wunderschöne Frau, so wie Gott sie sich gedacht hat!

Wie traurig und tragisch ist es, dass so viele Menschen nach Wegen suchen, um sich entweder zu verstecken oder besonders in den Vordergrund drängen zu können. Es gibt so Tage, da sehe ich auf der Straße nicht einfach nur die Menschen in ihren Hipsterklamotten, im Businessanzug oder mit Turnschuhen und Jogginghose. Ich sehe die Gesichter, die unsicher aussehen, besorgt, genervt und gestresst, wütend, verliebt, stolz. Besonders sensibel hat mich der Film „Finding Vivian Maier“ (Pressevorführung; Kinostart: 26.06.14) dafür gemacht. Die zu Lebzeiten unbekannte Fotografin hat Menschen in den unterschiedlichsten Situationen auf Fotos gebannt, mit den vielseitigen Facetten einer Gefühls- und Erlebenswelt, die sich in so einem menschlichen Gesicht abzeichnen kann.

Ich selbst habe auch schon eine lange Geschichte hinter mir, in der ich versucht habe, mich auszudrücken, zu finden und vielleicht auch zu verstellen. Wenn ich da so an die Anfänge der Pubertät denke – strubbeliger Pixie Cut, lila und Haargel ein Muss – muss ich gleichzeitig lachen, aber auch den Kopf schütteln. Als Mensch ist man auf der Suche und man sucht an sehr vielen Stellen. Wenn man an seine Grenzen gekommen ist, geht es im Umfeld weiter. Was kann mir mein Freund geben, wie macht er mich komplett? Wie kann ich meinen Traum so perfektionieren, meine Anstrengungen intensivieren, dass sie mir das geben, wonach meine Seele in den Momenten schreit, wenn all das nicht verfügbar ist? Wenn ich schlaflos im Bett liege, das Smartphone aus, nur der Mond wach ist und meine Fragen spiegelt?

Einen Ausdruck für deine einzigartige und wunderbare Persönlichkeit zu finden, das kann ein Ziel deines Lebens sein. Aber ich bin überzeugt davon, dass dieser Ausdruck eine natürliche Folge davon ist, dass man seine Lebensaufgabe Tag für Tag erfüllt und Leben weitergibt. Ich muss mich nicht hervorheben, um mich zu finden. Es reicht, dass ich den, der mich gemacht hat, besser kennen lerne und mit ihm zusammen entdecke, wie ich gemeint war. So kann ich über das Bild, das ich und andere von mir haben, hinauswachsen, ohne dass es ein Krampf wird. So kann ich eine gefundene Persönlichkeit werden, die nicht nur einzigartige Klamotten, Stil und Make-Up verkörpert, sondern ihre Bestimmung mit Leben füllt, die Tag für Tag von Bedeutung ist. Und das egal, ob diese groß und schillernd erscheint oder nicht.


Freude ins Gesicht geschrieben

11. Mai 2014, marcus - Mannablog

Freude im Gesicht
Freude im Gesicht

Wenn wir Freude empfinden, dann schlägt unser Herz schneller, es kribbelt in den Armen und Beinen und unsere Gefühle stehen uns ins Gesicht geschrieben.

 

Freude ist eines der schönsten Gefühle, die man als Mensch spüren kann. Wer kennt nicht den Moment, in dem das Herz schneller zu schlagen beginnt, die Augen anfangen zu leuchten und man die Welt einfach nur umarmen möchte? Der geliebte Mensch, den man schon so lange nicht mehr gesehen und furchtbar vermisst hat. Das beruhigende Rauschen des Baches, untermalt vom durchdringenden Zirpen der Grillen einer Sommerwiese. Oder die wunderschöne Melodie des Lieblingsliedes, das einen zum mitsingen bringt und die Welt um einen herum vergessen lässt. 

 

Gefühle entstehen im Kopf

Gefühle sind nüchtern betrachtet eigentlich nur innerliche Gedanken oder externe Reize, die bestimmte Vorgänge im Körper auslösen. Je nachdem, welche Gedanken, Erinnerungen oder Ereignisse um uns herum gerade präsent sind, lösen diese bestimmte Reaktionen aus. Erleben wir etwas, das uns Freude bereitet, so veranlasst unser Gehirn, dass zum Beispiel, dass der Puls schneller geht, die Durchblutung gesteigert wird und unser Gesicht eine bestimmte Mimik bekommt. Das was wir dann in unserem Körper "fühlen", erleben wir wiederum als "Gefühl". Wir fühlen uns glücklich, aufgeregt und lebendig. Dieses Erleben führt oft sogar dazu, das sich das Gefühl noch verstärkt.

 

Freude steckt an

Es allerdings nicht nur so, dass ein Gefühl bzw. bestimmte Gedanken oder Ereignisse eine körperliche Reaktion auslösen. Andersherum funktioniert das genauso. Du hast bestimmt schon einmal einen anderen Menschen erlebt, der so gelacht hat, dass Du unweigerlich mitlachen musstest. Oft hast Du dabei nicht einmal gewusst, warum er überhaupt so lacht!

Das hat damit zu tun, dass wir in unserem Kopf Spiegelneurone haben, also Nervenzellen, die den Gesichtsausdruck anderer Menschen erkennen und in uns selbst spiegeln, also nachahmen. Wir müssen auch lachen. Und dadurch ist es uns erst möglich, selbst zu spüren, wie sich der andere gerade fühlt. Gefühle funktionieren also auch rückwärts. Das kannst Du selbst ausprobieren: Lächle doch jetzt einfach mal, grins so richtig breit. Und dann schau ernst, wütend. In deinem Kopf entsteht sofort das entsprechende Gefühl. Du wirst es nicht schaffen, bei einem wütenden Gesicht gleichzeitig Freude zu spüren.

 

Tu Dir und anderen etwas gutes

Natürlich hat auch Trauer und Wut seine Berechtigung. Aber wenn Du einfach mal nicht so gut drauf bist, und Du weißt eigentlich gar so genau warum, dann lächle einfach. Hol dir ein besseres Gefühl in die Brust. Und wenn Du dabei anderen begegnest und sie dich sehen und Deine freudige Stimme hören, dann tust Du dabei nicht nur Dir selbst etwas gutes, sondern auch Deinen Mitmenschen, denn wie schon oben erwähnt: Freude steckt an.

 

Gott lächelt uns an

In der Bibel gibt es einen Segensspruch, den damals vor vielen tausend Jahren sozusagen die Pastoren ihrer Kirchengemeinde mitteilen sollten. Und in diesem kam folgende Aussage vor: "Der Herr blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe! Der Herr wende euch sein Angesicht zu und gebe euch Glück und Frieden!" Gott, der uns Menschen samt unseren Gefühlen geschaffen hat, weiß am besten, wie er uns glücklich machen kann: Er lächelt uns an, damit wir uns gut fühlen und ihm endlich glauben, dass er es gut mit uns meint. Auch wenn Du Gott nicht sehen kannst, darfst Du ihn Dir ruhig so vorstellen: Als jemanden mit einem lachenden, wohlwollenden Gesicht. Spürst Du schon wie Du zurücklächeln musst?


Heute geht’s mir schlecht. Basta.

31. Januar 2014, Mannablog

Gefühle folgen Taten. Das klingt für mich teilweise wie verkehrte Welt und vielleicht ist es das auch, weil ich dieses Denken nicht gewöhnt bin. Viel zu oft sind Gefühle der Antreiber, und ich sage „Heute ist ein guter Tag!“, weil mich die Sonne wach gekitzelt hat, das Wasser warm genug war und ich mir nicht beim Teetrinken die Zunge verbrannt habe. Aber wehe, wenn dieses zarte Gebilde an Erwartungen wankt.

Gut, nicht jeder Tag weckt im Menschen das Sensibelchen und wirkt wie ein Reiz in die Blackbox mit einer absehbaren launischen Reaktion unsererseits. Aber es gibt eben diese Tage, da lassen wir mit unseren Gefühlen machen, was „wer auch immer“ will. Wir lassen sie und damit uns gehen und kümmern uns nicht richtig um unser seelisches Wohl.

Vielleicht klingt das abgedroschen – auf sich achten, schön mit Samthandschuhen anfassen und so. Nein, ich meine damit, dass es wichtig ist, sich nicht das (paradoxerweise oft erhobene) Privileg zur miesen Laune erkämpfen zu wollen. Oder besser gesagt: sich ihm geschlagen zu geben. Ja, jeder Tag ist gut – bis auf den einen und da darf ich machen, was ich will. Da esse ich meinen kompletten Schokoladenvorrat auf, ich darf meine Familie anmotzen und meinen Freund anschweigen und wenn ich gestern versprochen habe, dass ich mich um das und das kümmere – na und? Heute geht’s mir schlecht! Basta.

Ich geb ganz ehrlich zu: natürlich kenne ich viele Tage, an denen ich merke, dass ich launisch etwas abdrifte. Solange ich schön vor mich hinarbeite, kriege ich davon nicht so viel mit. Aber dann kommt der Härtetest, der Kontakt mit anderen. Bäm. Da steht die Spannung plötzlich und ich weiß nicht – soll ich mich jetzt fragen, was heute mit mir los ist? Ich grabe in meinem Gedächtnis nach Gründen, suche in meinem Umfeld nach Entschuldigungen. Ja, ich hatte heute nicht mein Koffein, oder vielleicht war es der rutschige Weg in die Uni oder … puh. Findet sich schon was.

Aber solche Suchereien machen mich nicht glücklicher. Ich leide darunter, dass ich mit anderen oder Dingen nicht so umgehe wie sonst. Und ich denke, gerade an solchen Tagen bekommen wir von Gott eine wertvolle Chance serviert, um seine etwas andere Logik abzustauben und anzuwenden.

Positiv denken ist schön und gut. Aber positives Denken gründet sich allein auf einem Wunschdenken und nicht auf Fakten oder einem Versprechen. Fakten wären „Es werden heute Nachmittag 30° C und Bombenwetter.“ – was für einige Leute ein größerer Grund zur Freude wäre als das Versprechen einer Person „Ich verspreche dir, dass ich dir helfen werde heute nicht hinzufallen und ich bringe dich bei diesem Wetter heil nach Hause.“ Das Eis bleibt und vielleicht sollte man nicht rennen, um das Hinfallen zu provozieren. Aber das Versprechen hat statt der Fakten eine andere Komponente: die persönliche Zuwendung und Liebe.

Also, welche Logik Gottes meine ich? Ich meine, dass er uns viele, viele ermutigende Worte sagt, die unser Fokus sein können. Praktisch gibt mir das die Motivation, nicht durchzudrehen, wenn ich meine Teetasse aus Versehen runter geschmissen habe (ja, so was ist mir schon öfter passiert…) oder die Person, die sich heute irgendwie grummelig verhält, so zu behandeln, wie ich es von ihr heute vermisse. Ich weiß, man tendiert doch oft dazu, ungerechtes Verhalten ebenso zurück zahlen zu wollen. Das ist auch einfach bequem, man muss sich dazu nicht anstrengen. Aber ich kann aus eigener Erfahrung der letzten Zeit sagen, dass es sich lohnt sich genau so zu verhalten, wie man es eigentlich gerade nicht tun wollte: nämlich im positiven Sinne. Als ich vor Kurzem so ein Problem hatte, ist die Person selbst darauf gekommen, dass etwas anders ist. Gott zeigt Leuten manchmal Dinge eher, wenn wir dafür beten und sie weiterhin respektvoll behandeln.

Ich hatte vor etwa einem Jahr eine ziemlich eindrückliche Begegnung mit Jesaja 58 (Verse 6-10). Erst hat mir Gott unabhängig von der Bibel beim Beten erzählt, warum etwas in meinem Leben falsch läuft und was ich machen soll und am nächsten Tag habe ich dann das Kapitel aufgeschlagen und das hat für mich das Bild geschlossen. Jetzt nach einem Jahr mit etwa einer Woche Differenz taucht es durch eine Bekannte, die für ein Wort für mich dieses Jahr gebetet hat, wieder auf. Nur geht es im Fokus einen Vers weiter:

 

Der Herr wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle niemals versiegen.“ Jesaja 58,11 

Das war ein kleiner Flash, ich wollte es fast nicht glauben. Aber bei Gott gibt es keine Zufälle. Und ich glaube, dieser Vers unterstützt auch das Thema von oben: lass dich von Gott durch die Wüste leiten, die dich umgibt. Lass deine Seele von ihm satt machen und zieh das Wasser aus seiner Quelle.

Diese Aussagen scheinen eine ziemliche Autorität zu haben. Die Standhaftigkeit einer uralten Eiche, ein stabiles Haus mit 24/7-Stromversorgung. Interesse? Probieren kann man es ja mal und ich selbst will auch nicht das Paradebeispiel darstellen. Jeder kann selbst langsam daran wachsen und das hat dann ganz bestimmt auch Auswirkungen auf eine Gemeinschaft.


Das Glück ist im Eimer

09. September 2013, marcus - Mannablog

Das Leben ist manchmal wie ein Glückskeks. Man weiß nicht, was für einen drin ist und oft ist es nur von kurzer Dauer.

Glück ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Wir wünschen uns gegenseitig viel Glück, sind am liebsten glücklich, strahlen vor Glück und haben manchmal einfach Glück gehabt. Für manche ist es eine Art Lebenseinstellung, andere warten ihr ganzes Leben darauf. Und so schnell wie es kommt, ist es oft auch gleich wieder weg.

Wenn verschiedene Menschen definieren, was Glück eigentlich ist, bekommen wir die verschiedensten Antworten. So unterschiedlich die Antworten auch sein mögen, etwas Gemeinsames haben sie alle: dieses ganz bestimmte Gefühl in der Brust, das sich im ganzen Körper ausbreitet und das wir am liebsten nie wieder loslassen möchten.

Wie gut, dass wahres Glück mehr ist, als ein Keks mit einem Stück Papier mit Spruch darauf, eingepackt in Folie, welche anschließend sofort im Mülleimer landet.

Auf dieser Welt ist wahres Glück eine Utopie, weil alles, und auch wenn es noch so schön ist, irgendwann einmal zu Ende ist. Spätestens mit dem Tod. Wahres Glück ist nur möglich in einer perfekten Welt, die niemals endet. Wie gut, dass uns Gott genau so eine versprochen hat! 


Gefühle wie Regenwolken

20. Juni 2013, Mannablog

Gefühle sind manchmal wie Gewitter, wie Regenschauer, die schnell vorbeiziehen. In diesen Tagen merken wir, wie sehr sich Starkregen und Höchsttemperaturen abwechseln können. Viele Menschen neigen dann dazu sich aufzuregen, dass es sich die Zustände ewig nicht ändern und so unangenehm sind.

Ich bin heute aus einem sehr warmen Unitag nach Hause gekommen und mir war einfach nur heiß, wie frisch aus dem Ofen gezogen, und das Wetter hat mich ziemlich müde gemacht. Da ich gerade in der ebenfalls heißen Phase meiner Abschlussarbeit stecke, könnte ich gut und gerne durchdrehen und mich sofort an den Laptop hängen und schreiben. Aber das wäre unvernünftig – genauso wie einfach seinen Gefühlsregungen und Stimmungen nachzugeben. Ja, wir fühlen uns manchmal vernachlässigt, enttäuscht, wütend, traurig.

Aber diese Situation wird nicht für immer anhalten. Ich habe mich nach der Uni erst mal für ein paar Minuten hingelegt und das neue Album „Zion“ von Hillsong United gehört – sehr empfehlenswert zum Entspannen. Jetzt geht es mir viel besser und ich kann Schritt für Schritt weitere Aufgaben angehen. Der Wind weht durch das offene Fenster und bringt meine grauen Zellen auf Trab und die verzweifelten Gedanken von Konzentrationslosigkeit werden weggepustet.

Ich möchte jedem von euch Mut machen, nicht sofort auf die Gefühle zu hören, sondern abzuwarten und zur Ruhe zu kommen. Unser Gott des Friedens möchte uns wieder ordnen. Dann können wir unseren Verstand einschalten, bevor wir handeln. Dann können wir uns, bevor wir reden, fragen, ob die Worte, die auf unserer Zunge liegen gut, wahr und notwendig sind.

Also: durchatmen und los!


Nur ein kleines Lächeln

03. April 2013, gastbeitrag - Mannablog

Hast du dich schon mal gefragt, warum wir eigentlich lachen? Es wird Frühling, die Sonne scheint, eigentlich sollten alle glücklich sein und das tun, aber...?
Manchmal lacht man vor Freude, manchmal weil es lustig ist, manchmal um andere aufzumuntern, manchmal auch, wenn man sich über jemanden auslacht, es soll auch Leute geben, die lachen, wenn sie traurig sind, ein gefälschtes Lächeln schmerzt auch im Gesicht,...
Diese Ausführungen könnten vermutlich noch endlos weitergehen. Aber warum um alles in der Welt hat Gott sich entschieden uns mit Gefühlen und Emotionen zu machen? Wäre es nicht manchmal viel einfacher ohne?
Als ich noch ein Kind war, was ich eigentlich immer noch bin, habe ich gelernt, dass ein einzeiges Lächeln die Welt verändern und verbessern kann. Mit einer Freundin habe ich dann vor gut 2 Jahren ein Spiel gemacht. Wir sind durch Berlin gelaufen und haben versucht so viele wie möglich Leute zum Lachen zu bringen ohne dabei was zu sagen. Auf alle Fälle hatten wir viel Spaß und am besten funktioniert hat es, wenn man mit einer roten Schaumstoffnase die Leute angelächelt hat...
Versuch doch heute mal, 10 Leute zum Lachen zu bringen, sie glücklich zu machen und schreib deine Erfahrung hier auf!


Vorfreude

10. März 2013, marcus - Mannablog

Vorfreude ist etwas wirklich Schönes. Manchmal ist die Vorfreude sogar noch schöner als das Ereignis, das man voller Spannung erwartet. Wenn ich etwas intensiver darüber nachdenke, könnte es sogar sein, dass man manche Ziele einzig und allein wegen der Vorfreude hat. Ich kann mich noch sehr gut erinnern an die Weihnachtsabende, als ich noch ein Kind war. Wenn ich eine Vermutung hatte was ich bekommen könnte, dann habe ich mich schon Wochen vorher auf den Moment gefreut, an dem ich mein Geschenk in den Händen halten würde. Und es war ein richtiges Glücksgefühl, als es endlich soweit war. Doch dieses Glücksgefühl war einfach nicht bereit für immer in mir anwesend zu bleiben. Langsam aber sicher verschwand es.

Heute, als erwachsener Mann ist es immer noch genauso. Ich habe Vorfreude auf viele verschiedene Dinge. Momentan freue ich mich darauf, dass ich im Frühjahr einen Raum im Dachboden ausbauen werde und diesen dann für mich nutzen kann. Dort kann mein Zeug dann auch endlich mal liegen bleiben (im Gegensatz zum Rest der Wohnung). Ich freue mich auf das Audio-Interface, dass ich vorbestellt habe. Ich freue mich auf den Frühling und den Sommer und die Wärme, die er mitbringt. Und ich kann alle diese Dinge kaum erwarten. Das ist so, obwohl ich genau weiß, dass die extreme Freude abflauen wird und einer gewissen Art von „Normalität“ Raum machen wird, sobald das Ziel erreicht ist. Und das ist wahrscheinlich auch gut so. Wenn sich alle Freuden für immer festsetzen würden und kumulieren, dann würde ich wahrscheinlich irgendwann explodieren....
Die Tatsache, dass es nicht nur mir so geht, zeigt mir, dass wir Menschen so gemacht wurden. Wir sind dazu bestimmt, uns auf immer neue Sachen freuen zu können.

Ich weiß nicht auf was du dich gerade freust. Ich wünsche dir aber, dass du - selbst wenn du diese Sache dann bekommen hast - auch immer dafür dankbar sein kannst. Sei dir jeden Tag bewusst, dass alles ein Geschenk ist. Nichts ist selbstverständlich. Nimm dir jeden Tag Zeit, für das was du hast und für die Freude darüber zu danken. Es wird deinem Herz gut tun.


Und plötzlich war es Liebe statt Bitterkeit

05. September 2012, Mannablog

Ich gebe zu, ich bin zur Zeit emotional etwas durch den Wind. Ich hab mich in einer Freundschaft ziemlich verrannt und weiß menschlich gesehen nicht mehr, wie ich sie retten könnte. Es sind so viele Worte gefallen, so viele Missverständnisse und so viele bewusste Verletzungen. 
Ein Neuanfang hat es nur für eine Weile getan, dann kam es wieder zum Rückschlag.
Jetzt habe ich eines Abends das Gefühl gehabt, ich würde auf all die Scherben sehen, verursacht durch uns beide. Und als würde ich total mittellos sein, weil ich nicht über jemand Anderen entscheiden kann. Als mir das so bewusst geworden ist, hat mich plötzlich eine totale Welle von Liebe erfasst. Ich kann es wirklich kaum anders beschreiben – ich musste losheulen und konnte der Person nicht mehr das nachsagen oder in Gedanken mit Bösem verbinden, was ich ihr vorher immer vorgehalten habe. Ich konnte in den Momenten nur denken „Ich habe die Person lieb! Wie kann das sein?!“ Gott hat irgendwie einen Damm gebrochen und meine Hilflosigkeit in Liebe verwandelt. So was hab ich schon mal erlebt, aber noch nicht sehr oft.
Ich glaube, dass es auch damit zusammen hängt, was Gott mir schon Ende der letzten Woche gezeigt hatte. Nachdem ich am PC fertig war, habe ich auf meinem Schreibtisch ein Buch vorgekramt. Darin hat jemand Lobpreis aufgeschrieben – jeden Tag Gottes Wahrheiten gesammelt. In dem Moment hatte ich wirklich nicht meine kaputte Freundschaft im Kopf, aber während ich die zufällig aufgeschlagene Seite las, wurde mir eine Art Schleier von den Augen genommen.
Es stand da in etwa: "Danke für Menschen in meinem Leben, die mir mehr Schmerz als Freude zu bereiten scheinen, denn ich glaube, dass du uns aus einem bestimmten Grund zusammengeführt hast. Danke, dass ich durch deine Gnade entscheiden kann, jede bittere Wurzel, die in mir wächst, herauszureißen und diese Menschen mit einem Herzen anzusehen, das sagt: „Du schuldest mir gar nichts mehr. Ich darf in Dir ruhen, während sich Deine guten Pläne in diesen Beziehungen entfalten – zu Deiner Zeit.“ (nach „31 Tage Lobpreis“ von Ruth und Warren Myers)
Das hat mich total geflasht. Und was ist jetzt – ein paar Tage später? Genau das, was ich gelesen habe, beginnt in meinem Herzen, in meinen Gedanken zu einer Wahrheit zu werden und zu einer reellen Annahme. Ich bin Gott so dankbar dafür! Und ich wünsche dir genau so, Heilung zu erfahren und Bitterkeit für die Liebe Gottes aufzugeben.


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