Manna

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Gute Zeit

27. August 2015, claudia - Mannablog

Die Frage: Was ist für dich eine gute Zeit?

Was ist für dich eine gute Zeit? Das war die Frage die wir gestellt haben. 

Als Alex und ich mit Kamera und Mikro bewaffnet los zogen, war es schon etwas aufregend. Noch nie hatte ich jemanden ein Mikro hingehalten und um eine Antwort gebeten. Es bewegte mich die Frage, werden die Menschen antworten und wenn ja was? 

Wir stellten uns und modobonum vor und stellten die Frage, ob wir die Antwort filmen dürfen. Dann ging es los:

Die Antworten:

Was nicht im Video ist

Immer wieder wurden wir nach unseren Beweggründen für die Frage gefragt. Mit der Zeit entstand der Eindruck, dass unsere Gesprächspartner ihre Antworten für uns passend machen wollten. 

Da muss ich an einen jungen Mann denken. Er formulierte sofort und ganz spontan seine Antwort. Dann schaute er uns an und fragte, ob er das überhaupt so sagen dürfte und ob die Antwort im Ordnung ist. Im ersten Ansatz war es die natürliche und ehrliche Antwort, um danach im nächsten Moment durch ein unsichtbares Rastes geprüft zu werden.

Immer wieder bewegte die Frage: Kann ich mit meinen Antworten etwas falsch machen.

Ein anderer Teil wollte nicht in der Kamera erscheinen und gab deshalb keine Antworten.

Was bleibt?

Gute Zeit ist in den meisten Fällen eine Zeit mit anderen Menschen. Gute Zeit verbringt man miteinander. Wir können die Antworten gut verstehen, sprechen sie uns doch aus dem Herzen.

Doch egal wie deine gute Zeit aussieht, ob es Zeit allein ist oder mit Freunden. Wichtig ist, dass es diese Zeiten gibt und sie ein Teil unseres Lebens sind. Eine gute Zeit, sollte nie die Ausnahme im Kalender sein. 

Deshalb wünschen wir dir heute eine gute Zeit!


gute Zeit

30. März 2015, claudia - Mannablog

Foto: Steve Bidmead& Diverse, CC0 Public Domain, Pixabay

Was ist eine für dich eine gute Zeit? Immer wieder beschäftigt uns diese Frage.

Was ist eine gute Zeit?

Wir haben uns dazu Gedanken gemacht und sind zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen gelangt. Nun wollen wir eine Umfrage starten und wollen von dir wissen was für dich eine gute Zeit ist.

Weil es manchmal einfacher ist ein Foto zu schicken als etwas zu beschreiben, wünschen wir uns Fotos. Fotos darüber was für dich eine gute Zeit ist.

Zur Anregung haben wir ein paar Fotos dazu gesetzt, die für uns eine gute Zeit zum Ausdruck bringen. 

Wir freuen uns auf viele Bilder, die für dich gute Zeit darstellen.

An: kontakt[at]modobonum.de


My Goodness

11. Juli 2014, Mannablog

Ein Studium kann so viele Vorträge und Präsentationen enthalten, dass man wirklich Zeitmanagement betreiben muss. Und das beginnt nicht erst, wenn man sich mit der Recherche zum Thema befasst, sondern schon an dem Tag, an dem die Termine verteilt werden. Man kann es drehen und wenden, wie man will – in diesem Semester hätte ich es wahrscheinlich nur schlecht einteilen können. Aber Fakt ist, dass ich jetzt zum Ende hin noch mal ordentlich was tun musste und dass im Endeffekt etwa 80 Prozent der Arbeit zu Hause am Schreibtisch getan wird und die restlichen Prozente werden vor Ort abgeliefert und in die müden Gesichter, wenn sie denn überhaupt erschienen sind, propagiert.

Wenn es nicht schon in der Schulzeit anfing, so muss man sich spätestens in der Studien- und Ausbildungszeit ein dickes Fell aneignen, was den Umgang mit Kritik betrifft. Es ist ja dabei erst mal zweitrangig, ob der Kritiker etwas persönlich meint oder nicht. Fakt ist, dass irgendwo Bedarf für eine Veränderung besteht. Und die Kritik, die reinkommt, kann man immer auch durch den eigenen Filter laufen lassen. War das der Situation geschuldet, einmalig, entspricht das meiner Persönlichkeit? Definiert mich der Fehler oder ist es vielmehr eine Chance voran zu kommen?

Ich denke, viele können mir da zustimmen: oft ist es wirklich eine Chance. Zu sehen, wie man von Mal zu Mal kleinere oder größere Erfolge verzeichnen kann. Sich darüber wirklich mal zu freuen. Ich meine, man kann ja immer sagen: Ja, das hätte sowieso mein Standard sein müssen, was soll ich da stolz auf mich sein?! - Aber das ist eben nicht immer so. Jeder Mensch geht von einer anderen Grundlage aus in eine Richtung, die er für gut und gesund hält und da ist jeder Schritt in diese Richtung ein Erfolg, den man feiern kann. In Maßen.

Ich persönlich habe mein fast fertiges Semester mit einem Café-Date gefeiert und es war einfach schön, zu wissen – das ist jetzt fast geschafft und meine Mühe hat sich gelohnt. Ich habe beobachtet, dass man als Student auch ganz schön schnell von einer Etappe zur nächsten springen kann und sich dabei gar nicht richtig Zeit lässt, um mal eine geschaffte Sache sacken zu lassen. Wie schon öfter gesagt: der Mensch braucht das, weil er nicht nur wie eine Maschine mechanisch arbeiten will. Davon gehe ich mal aus.

Ich habe mir also Gedanken über Feedback und Ratschläge gemacht und bin dabei auch auf Gott gekommen. Wie ist das eigentlich in dem Bereich? Gott gibt uns eine Menge Ratschläge, die wir befolgen sollen. Wenn ich mir überlege, was alles unter „Götzendienst“ fallen kann (und dass wir Gott lieben sollen und nicht menschengemachte Dinge), dann würde ich mich am liebsten unter meinem Schreibtisch verkriechen und mein Tablet gleich mitnehmen. Und eine Schoki und ein Buch und … wahrscheinlich ein paar Stunden später wieder hervor kommen und wie Garfield gegenüber der Lasagne zu Gott sagen: „Könnte ich noch etwas mehr bekommen?“ Etwas mehr, das mir wirklich das gibt, was ich brauche.

 

Mit dem Anspruch Gottes zu leben, bringt uns ständig in die Misere: Ich kann das nicht halten. Und sobald dieser Gedanke gedacht ist, kommt die Beruhigung, dass Jesus ja für die Menschen gestorben ist, - weil – sie es nicht selbst gebacken kriegen. Das schlechte Gewissen bleibt trotzdem, weil mir dann bewusst wird, dass ich wieder in die Falle getappt bin: Mein Gott ist ein guter Gott, grundgütig sozusagen. Was verspricht er nicht alles in der Bibel, das er uns schenken möchte. Er erhält gerade – dein – Leben! Und ja, er nimmt auch. Aber in der Zwischenzeit von Geburt und Tod ist er unser lebensspendender Atem, das, was uns zum Menschen gemacht hat. Und was mache ich? Ich erstelle mir wieder ein Gedankenbild von ihm, das mich mehr bestraft als er es je in meinem Leben wirklich getan hat. Stattdessen konnte ich so viel Segen erleben und oft hat er fiese Lebensphasen gewendet, wie es mir nicht im Traum eingefallen wäre.

 

Was bleibt ist der Wunsch nach Liebe. Den Nächsten, sich selbst, Gott, die Feinde. Und Gott schießt sie vor: eine Liebe, die erwidert werden möchte. Eine Liebe, die uns Grenzen aufweist, die wir selbst austesten dürfen. Aber wie oft habe ich erlebt, dass die Grenzen – Gottes konstruktive Kritik, wenn man so will – so gut gemeint waren und die Freiheit dahinter nach dem Überschreiten unattraktiv und hässlich zu sein schien. Die Freiheit, nach meinem Gutdünken zu entscheiden, was gut für mich und andere ist – nach Laune und Tagesform, nach Kontext und Gegenüber. Wie froh bin ich da eigentlich, dass ich einen Gott als Gegenüber habe, der eine Kontinuität in das Konzept des Gutseins bringt, die beeindruckt und gleichzeitig ihresgleichen sucht.

Kommen wir dort an, die Liebe dieser „Korrektur“ zu erwidern, in der Erkenntnis ihres Senders?


Zu gut für dich

09. Juni 2014, Mannablog

Ist dir schon mal aufgefallen, dass wir andere Leute an den Stellen kritisieren, die uns selbst am leichtesten fallen? An den Stellen, die bei uns ganz gut aussehen?

 

Mir ist heute ein Mädchen aufgefallen, das mit einer sehr grellen Haarfarbe durch die Stadt lief. Dazu passte auch das gleichfarbige Outfit, das schon etwas extravagant wirkte. Jedenfalls würde man das so nicht in einem Katalog finden. Die Trägerin schien sich aber doch ganz wohl damit zu fühlen, zumindest lief sie recht selbstbewusst herum. Mir fiel aber auf, dass sie sich gleichzeitig mit einem Blick umsah, der eher nach Krawall als nach Sonnenschein aussah. Und das, obwohl das Wetter wunderschön war. Ihr Blick graste also ihr Umfeld ab, wohl in dem Bewusstsein, dass sie mit ihrem Aussehen irgendwelche abschätzigen Blicke auffangen und sofort zurückgeben müsste.

 

Die Version der Situation ist meine eigene Interpretation. Ich weiß natürlich nicht, was wirklich in ihr vorging oder was in so einigen Menschen vorgeht, die sich schnell wegen ihrer Andersartigkeit verletzlich machen und zurück pieksen, sobald ein Gedanke darauf kommen könnte. Ich weiß von meinen eigenen Schwachstellen, dass man nicht mit jedem Aspekt seiner selbst so resistent umgeht und mit sich selbst im Reinen ist. Modische Abweichungen von der Norm oder Übergewicht – so etwas kann nicht jeder mit echtem Selbstbewusstsein tragen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es da doch viele Unsicherheiten gibt, weil der Betroffene sich zu viel aus dem Vergleich mit anderen macht. Dann werden die, die anders als er sind, schnell als böse abgestempelt, obwohl da kein Signal kam oder dieses missverstanden wurde.

 

Da gibt es also zum Einen die Unsicherheit, die uns dazu bringen kann, dass wir über andere Menschen negativ urteilen, die uns anzweifeln (könnten). Zum Anderen ist da aber auch ein Stolz in den vermutlich meisten Menschen verankert, der sich auf ganz bestimmte Lebensaspekte bezieht. Da gibt es eine Frau, die ihren Haushalt immer tiptop führt und gastfreundlich ist. Der Student, der sehr extravertiert und niemals um ein Wort verlegen ist. Ein Mann, der super einparkt und sein Auto in und auswendig kennt. Das Mädchen in der Grundschule, das immer für seine künstlerischen Fähigkeiten gelobt wird. Die Frau, die auf jeder Feier ihren Gesang zum Besten gibt. Ein Mensch, der zu jedem nett und hilfsbereit ist.

 

Vielleicht findest du dich in der Aufzählung wieder oder kannst dir mal einen Moment Zeit nehmen, um diese bestimmte Stelle in deinem Leben zu identifizieren, die du selten bis nie anzweifelst. Vielleicht siehst du sie ja sogar als gottgegeben und freust dich darüber. Vielleicht steckst du sehr viel Ehrgeiz und Anspruch an dich selbst dort hinein und weißt genau, dass man es mit dem nötigen Ehrgeiz schaffen kann. Trotzdem kann es, denke ich, dazu kommen, dass wir uns unsere Steckenpferde zu sehr zu Herzen nehmen und sie wie eine vergoldete Medaille hinter die Glaswand unseres Herzens stellen.

 

Die erste Folge von solch einem Verhalten ist, dass wir kritikresistent werden und meinen, in unserer Disziplin nur uns selbst als Berater zu brauchen. Wir haben das und das erreicht, das sollen uns die anderen erst mal nachmachen. Kritikunfähigkeit macht einsam, weil andere natürlich ungern mit uns zusammen sein und arbeiten wollen, wenn wir meinen, unsere Meinung wäre die einzig wahre.

 

Die zweite Folge ist weniger traurig für uns selbst als für die anderen: wir nehmen uns heraus, in unserer Königsdisziplin Richter über jeden beliebig anderen zu sein, der darin schlechter ist oder einen Fehler macht, den wir selbst (noch) nicht gemacht haben. Wie immer ist das nicht zu verallgemeinern und sicherlich gibt es bei vielen Leuten, die eine Expertise über Jahre erworben haben, auch eine große Toleranzschwelle für Fehler von anderen und Respekt gegenüber der vielleicht weniger guten Leistung von anderen. Ich würde diese zweite Folge vor allem auf Charakterzüge und „das Gute im Menschen“ beziehen. Die Anteile meiner Persönlichkeit und meines Verhaltens, die ich im Griff habe.

 

Und da kriegt die sonst so runde Sache ihren Knick – wenn ich mir herausnehme in meinem „Gutsein“ andere beurteilen und abschätzend betrachten zu müssen, dann ist das „Gutsein“ vielmehr eine Selbstrechtfertigung und basiert mehr auf persönlichem Stolz als auf wirklicher Herzensgüte. Nichts gegen einen Rat unter Freunden, aber ich denke, das ist ein Punkt, an dem man schnell mal eine Grenze, wenn auch nur gedanklich, überschreiten kann. Ich wünsche mir und euch gute Erfahrungen damit, alles Gute, was wir empfangen haben und weitergeben dürfen, alles Gute, was wir im Laufe des Lebens entwickeln und was wir auf dem Herzen haben, in Dankbarkeit anzunehmen und damit treu umzugehen. Und das ohne, dass es wieder zum Werkzeug wird, das andere degradiert. 


Improvisieren wie ein Profi

29. Mai 2014, Mannablog

Unsere Großelterngeneration wusste noch, wie man sich zu helfen wusste. Wenn was kaputt war, dann haben sie es repariert und irgendwie improvisiert. Bis zu einem bestimmten Grad ist das wie bei vielen solchen Aussagen natürlich nicht wahr oder auf jeden Menschen zu verallgemeinern. Aber es gibt dennoch die Tendenz dazu, dass wir heute viel mehr Dinge austauschen und ersetzen, wenn sie nicht mehr funktionieren, wie wir das gewohnt waren oder wenn sie nicht mit dem Zeitgeist und unserem Belieben mitgehalten haben.

Das klassische Beispiel, auf das man das beziehen kann, sind wahrscheinlich Beziehungen. Das ist aber bei jedem anders und darauf will ich jetzt auch nicht näher eingehen. Ob du dich von deinen Partnern regelmäßig trennst und warum – oder ob du das mit deinen „Freunden“ so machst, das ist deine Sache und deine Frage an dich selbst. Aber wir machen das ja auch mit den ganz alltäglichen Dingen so. Zumindest weiß ich, dass es viele Leute gibt, die sich ständig neue Geräte kaufen, weil es ein Upgrade gibt. Dann kommt das alte halt weg oder wird verschenkt und man stellt sich auf das neue ein. Das alte war deshalb ja nicht schlecht, hat nur im Vergleich nicht mehr so gut abgeschnitten.

Ich lese zur Zeit ein paar Bücher zum Thema Kreativität. Darin wird beschrieben, wie man Probleme lösen kann, indem man um die Ecke denkt und improvisiert. Wenn man schon oft Erfolge verzeichnen konnte, fällt es einem leichter, sich selbst kreative Lösungen zuzutrauen. Und der Erfolg stellt sich dann auch leicht wieder ein. Ich merke das auch in meinem Nebenjob. Da funktioniert irgendeine Sache in der Adobe-Palette nicht und ich muss es manuell lösen oder mir Sachen ausdenken, über die ich noch nie nachgedacht habe. Das ist herausfordernd, aber macht auch richtig viel Spaß. Danach freue ich mich, dass ich den Dingen nicht hilflos ausgeliefert bin, sondern auch mal auf Umwegen zu einem Ergebnis komme.

Kann es sein, dass wir uns manchmal mit unseren hohen Ansprüchen und selbstgefertigten Schablonen selbst das Leben vermiesen? Ich meine solche Aussagen wie „Das Wochenende ist gelaufen – schau dir mal den Haufen Arbeit an!“ oder „An dem Tag kann ich doch niemals alle meine Freunde zu meiner Geburtstagsfeier einladen, irgendwer kann da garantiert nicht!“. Nachvollziehbar sind sie natürlich, ich rühre manchmal ganz gerne mit in dem Selbstmitleidstopf. Aber im Prinzip verbaue ich mir damit alle Umwege. Ich mache einfach zu und will nicht weiter über eine Lösung nachdenken. Ich weiß nicht, auf wen sich meine Enttäuschung richtet – nach Belieben auf mich, meine Aufgaben, andere Menschen, das Wetter. Wer schuld ist, ist in solchen Sachen nicht wirklich wichtig.

Ich habe zur Zeit viel zu tun und deshalb schreibe ich auch selten einen Blogbeitrag. Vielleicht könnte ich öfter etwas schreiben, aber dann wäre es vielleicht nicht so gut durchdacht oder würde mir nicht wirklich auf dem Herzen liegen. Heute habe ich mich aber doch mal dazu durchgerungen. In den letzten Tagen habe ich außerdem überlegt, wie ich meinen Geburtstag feiern könnte und ob überhaupt. Die Uni-Aufgaben gehen mir gerade nicht aus, da wusste ich einfach nicht, wann es mal klappen sollte. Aber mal ehrlich – ich studiere nicht, um später zu bereuen, dass ich nicht mal Zeit dafür hatte, meinen Geburtstag zu feiern! Also habe ich kurzerhand beschlossen, doch zu feiern und das in dem Rahmen, der mir gerade möglich ist. Wir können in so vielen Lebensbereichen improvisieren und werden uns darüber wohl mehr freuen als über eine Anleitung aus dem Bilderbuch, die ohne Probleme in unser Leben passt.

Gott hat uns die Gabe gegeben, Dinge zu kreieren, kreativ zu sein, umzudenken. Lasst uns das nutzen und damit auch anderen dienen. Perspektivlosigkeit macht sich nirgendwo gut. Egal ob auf dem Lebenslauf, in der Teamarbeit oder der persönlichen Planung. Sie zeugt davon, dass wir Gott nicht wirklich vertrauen, der uns doch aber versprochen hat, uns alles zum Besten dienen zu lassen.


Light oder Premium

07. März 2014, Mannablog, Empfehlung Buch

Ich möchte an der Stelle Schleichwerbung vermeiden, deshalb etwas abstrahiert ausgedrückt: vielleicht bist du auch Nutzer des grünen Musikstreaminganbieters. Für mich ist das liebe Programm wirklich ein Geschenk des Himmels und dass es jetzt sogar gratis auf Smartphone und Co nutzbar ist, hat dem Anbieter von meiner Seite gleich ein paar Sympathiepunkte mehr eingebracht.

Wie dem auch sei – ich bin zugegebenermaßen ein durchschnittlicher Nutzer der Gratisversion. Das heißt, ich muss mit Werbung leben. Ist okay. Besonders unaufdringlich sind dabei die Banner, die sich tonlos über die Playlisten schieben. Umso ausdrucksvoller sind für mich die präzisen Botschaften wie „Premium klingt besser“.

So schlecht klingt die kostenlose Version doch gar nicht, dachte ich mir bei der ersten Konfrontation mit dieser Werbebotschaft. Eigentlich sogar ziemlich gut, nach meinem Empfinden! Ich weiß sozusagen gar nicht, was ich verpasse, bis ich mal in den unfassbar phänomenal guten Hörgenuss der Premiumversion eingeweiht werde. Danach werde ich wohl immer den Aufwärtsvergleich im Hinterkopf haben. Oder so ähnlich.

Mich hat das an unsere Welt erinnert. Wir leben eindeutig nicht in einer Welt, die grenzenlos und endlos ist. Ein mal um die Welt und dann kommt da nichts mehr. Und nicht nur reisetechnisch kommen wir an unsere Grenzen. Jeder einzelne Mensch wird nach einem ereignisreichen Tag müde und muss seinen Energietank mit Schlaf neu aufladen. Konzentration braucht Zucker, der Magen was zu essen. Und so weiter. Wir wissen selber, welche Grenzen wir haben, auch wenn wir uns vielleicht was anderes vormachen wollen.

Nehmen wir mal an, diese Welt ist nicht alles und diese Lightversion gefällt uns eigentlich trotz mancher Mängel ganz gut. Könnten wir den Gedanken wagen, dass wir uns damit zufrieden geben, weil wir nicht wissen, was besser ist? Ich meine damit nicht das unterdrückte Bedürfnis nach Revolution, nicht die Illusion, dass wir die Welt, wie sie ist, einfach mal umkrempeln können.

Ich meine den festen Glauben und die Hoffnung darauf, dass diese Welt nur der Anfang ist und einen Ausblick auf das Premiumpaket geben soll. Aber wie kommen wir an das vollkommene Leben, in Ewigkeit, Fülle, eben „all inclusive“ ran? Gott bietet uns an, das Ticket dafür bei ihm abzuholen. Und nicht nur das – er möchte nicht nur namenlose Gäste auf dem himmlischen Traumschiff, er möchte jeden seiner Gäste wie einen VIP behandeln. Darunter zählt eine enge Beziehung, eine Festanstellung im Personal, Notrufmöglichkeiten, Body Guards und Care-Pakete. Freier Zugang zum Boardbuffet.

Premium klingt besser. Premium lebt sich besser, aber man muss halt was dafür bezahlen. Aber wie ist das mit den guten Dingen? Was nichts kostet, ist auch nichts wert. (Im Fall von dem gratis Musikstreaming muss ich da allerdings vorsichtig widersprechen…) Interessante Denkanstöße zu diesem Thema, eine sehr spannende, lebensnahe und gleichzeitig verwirrende Story hat sich der Autor Thomas Franke für seinen neuen Roman„Der Spiegel des Schöpfers“ überlegt. Lies doch mal rein – ich kann es kaum aus den Händen legen.


Das Böse ist immer hässlich

22. Dezember 2013, marcus - Mannablog

Das Böse – hässlich dargestellt. Bild: Antoine Glédel, Wikipedia Commons
Das Böse – hässlich dargestellt. Bild: Antoine Glédel, Wikipedia Commons
Das Gute – schön dargestellt.
Das Gute – schön dargestellt.

In Filmen oder Geschichten allgemein geht es oft um den Kampf zwischen Gut und Böse. In den meisten Fällen wird das Böse hässlich dargestellt. Ist das so?

Der Kampf zwischen Gut und Böse ist in Filmen oder Bücher oft der Treibstoff für eine gelungene, spannende Geschichte. Interessant ist dabei allerdings, wie das Böse und auch das Gute dabei dargestellt werden.

Es hat schon im Mittelalter angefangen, als der Teufel von der Kirche als ein rotes stierähnliches Wesen mit Hörnern, Hufen und Dreizack in der Hand dargestellt wurde. Moderne Interpretationen greifen auch zu rasiermesserscharfen Zähnen, zerfurchtem Gesicht ohne Haut und drakonisch, abnormal veränderten Augen. 

Auch in Fantasy-Romanen wie z. B. „Herr der Ringe“ sind die bösen Zeitgenossen eigentlich immer als „Monster“ dargestellt, hässliche Kreaturen wie z.B. Orks, denen man im Dunkeln nicht begegnen möchte. Die guten Wesen hingegen sind entweder normal oder als besonders schön dargestellt, im obigen Beispiel z. B. als Elben.

In Geschichten oder Filmen, in denen nur reale Menschen vorkommen, sind die „weniger guten“ oft an ihrem finsteren Blick oder fiesen Aussehen für den Zuschauer leicht zu erkennen.

Diese Art der Darstellung scheint logisch und ist für uns auch nachvollziehbar. Denn missmutige, mürrische Menschen festigen im Laufe ihres Lebens oft tatsächlich eher uneinladende Gesichtszüge und Verfall spiegelt sich meist in Verfremdung und üblem Gestank wieder.

Dennoch frage ich mich, ob diese Art der Darstellung von Gut und Böse immer der Wahrheit entspricht. Ist es nicht so, dass wir im wirklichen Leben oft nur sehr schwer erkennen können, wer uns etwas  Böses will? Versteckt sich das Böse nicht auch hinter Dingen, die wir primär nur sehr schwer durchschauen können? Kann sich nicht vieles, was für uns Menschen am Anfang noch gut aussieht, in Zukunft als schlecht herausstellen? 

Viele Geschichten und Filme haben diese viel subtilere Darstellung des Bösen aufgegriffen und zeigen es in einem schönen Gewand. Erst wenn dieses abgelegt ist, lassen sich die wahren Ausmaße der Katastrophe erkennen.

Wie lässt sich aber erkennen, ob es etwas gut für uns ist oder nicht, oder ob wir einem Menschen vertrauen können oder nicht? Leider funktioniert es oft nur so, dass wir uns ansehen, was das Ergebnis ist, was dabei herauskommt. Die Bibel nennt das „an den Früchten erkennen“. Vieles erkennen wir leider erst am Ende, wenn sich die Frucht voll entwickelt hat.

Ich wünsche dir für dein Leben, dass du ein waches Auge dafür hast, was gut für dich ist und was nicht. Sehr oft schaffen wir das auch nicht alleine, sondern brauchen jemanden, der uns einen gut gemeinten Rat oder eine eindringliche Warnung ausspricht. Menschen können das, aber sie wissen leider auch nicht alles.

Ich bin froh, dass ich Gott in meinem Leben habe, denn es gelingt mir seitdem zumindest die größten Katastrophen zu umschiffen. Außerdem habe ich mit ihm jemanden an meiner Seite, der stärker ist als ich, sollte ich mich doch einmal in einer wiederfinden.


gute Zeit

23. August 2013, claudia - Mannablog

Morgen starten wir das erste Mal mit einer eigenen Veranstaltung: gute Zeit. Es ist so eine Art Pilot und Probelauf. Nichts großartiges, sondern einfach eine gute Zeit miteinander.

Kennst du das auch? Ein paar Freunde treffen sich, einfach so. Es ist nichts besonderes geplant, gibt keine große Agenda. Man trifft sich, jeder bringt etwas mit. Am Ende, wenn man auseinander geht, dann war es einfach eine gute Zeit. 

So stellen wir uns gute Zeit vor. Ein paar Freunde sind eingeladen und wenn du willst, dann komme doch auch vorbei. 

Start ist morgen am 24.8. um 16 Uhr in der Amalienstr.1 in Landshut. 

Bitte bringe etwas mit, entweder was zu essen oder einen Beitrag zur Unterhaltung. Du kannst ein Lied singen oder ein Lied zum gemeinsamen singen mitbringen, du kannst eine Geschichte erzählen, oder .... 

Ein Beitrag soll nicht länger als 5 Minuten dauern. Doch egal was du mitbringst, es soll Freude machen.

Wir freuen uns auf gute Zeit, auf dich und viel (neue und alte) Freunde.


Umfrage: was ist "nur das Gute"? Antworten gesucht

10. Juli 2013, claudia - Mannablog

Nur das Gute, was heißt das eigentlich? Was stellen wir uns darunter vor, wenn jemand nur das Gute verspricht? Wir wollen deshalb eine kleine Umfrage starten.

Ein paar Antworten, als eine Art Appetizer vorne weg.

Nur das Gute tun (zu wollen) ist ein heftiger Anspruch. Gibt es überhaupt einen Menschen, der diesem Anspruch gerecht werden kann? Jeder Mensch mit diesem Anspruch, an sich und seine Umwelt, kann nur daran scheitern.

Nur das Gute, also Empfehlungen. Kann eine Plattform wirklich nur das Gute empfehlen? Können Produkte überhaupt gut sein? Und da gibt es dann ja auch noch den Handabdruck für unsere Erde? Die Produktionskette ist inzwischen so komplex und über die ganze Erde verteilt, dass dies schier aussichtslos erscheint.

Nur das Gute. Das "nur" lässt keinen Raum, es ist so ausschließlich. Auf dominante Weise, wird das Gute zu einer zwingenden Ausschließlichkeit gebracht.

Nur das Gute. Warum so kompliziert? Wenn ich eine Party mit Freunden mache, dann gibt es ein Buffet, auf dem sich nur das Gute befindet.

Was verbirgt sich deiner Meinung nach hinter: nur das Gute? Woran denkst du? Was würdest du dir wünschen, wenn du diese drei Worte hörst?

Schreibe uns über deine Gedanken, Wünsche, Meinungen und Träume zu "Nur das Gute".

 

 


Kekse von meinem Papa

06. Juni 2013, Mannablog

Diese Woche durfte ich erleben, dass unser Vater ein Versorger ist. Von wie vielen Männern hört man, dass sie in ihrer Familie als der Versorger dastehen wollen und für die Kosten, die anfallen, aufkommen möchten. Aber nicht jeder menschliche Vater ist wirklich so fürsorglich.

Gott zeigt mir immer wieder, dass er mir bedingungslos schenkt, was ich brauche. Ich könnte die guten Dinge, die ich bekomme, die ich kann, die mir über den Weg laufen, auch als Zufall einordnen. Aber ich weiß, dass wenn ich sie als Liebesgeschenke sehe, ich deutlich dankbarer bin und auch weiß, wem gegenüber ich meinen Dank äußern kann. Einem anonymen Geber nicht danken zu können, ist doch nicht gerade das leichteste. Wenn man von einem Geschenk begeistert ist, dann möchte man doch den Dank am liebsten direkt zur Quelle zurückgeben!

Ich habe in dieser Woche meinen Geburtstag gefeiert und konnte vorher nicht so gut einkalkulieren, wie viele Getränke ich dafür kaufen muss. Die Rechnung schoss ziemlich weit nach oben, aber im Endeffekt ist so viel von der Feier übrig geblieben, plus Schokolade und Kekse, dass ich davon Wochen überleben kann. Und das mit dem Überleben war ja für zumindest ein paar Tage wirklich so eine Sache: das Hochwasser hätte auch schlimmer werden und die Zufahrtswege für Lebensmittel versperren können.

Dass Gott sich um mich kümmert, habe ich auch in Bezug auf meine Gesundheit gemerkt. Während ich letzte Woche noch durch die Gegend humpeln musste, weil ich mir den Rücken gezerrt hatte, war an meinem Geburtstag fast nichts mehr zu spüren. Jetzt ist nach etwa zwei Wochen grauem Himmel ohne ein Fünkchen Blau auch endlich wieder die Sonne draußen! Wenn ich diese Geschenke, und es sind noch ein paar mehr, wirklich persönlich nehme, dann stellt sich mir die Frage nach dem „Warum?“. Und die Antwort auf dieses 'warum' kann ich nicht bei mir finden. Ich habe wirklich nichts getan, was irgendeinen Bonus verdient hätte. Habe in letzter Zeit viel sinnlos fern gesehen und an meiner Bachelorarbeit auch durch das Wetter bedingt nur wenig gearbeitet. Hab nicht mehr gebetet als sonst oder sonstwas. Eher weniger.

Aber darin zeigt sich mir eben Gottes Wesen: seine Liebe besteht auf Gnade. Punkt. Und ich glaube, dass meine Reaktion, wenn mich das glücklich macht, genau das ist, was er damit bezwecken will: dass ich diese Liebe weitergebe und sie nicht wegschließe.

Und ich glaube, dass Gott uns noch mehr schenken möchte, direkt in der Begegnung mit ihm. Er lädt uns ein, dass wir Zeit mit ihm verbringen, mit ihm reden und lesen und hören, was er zu uns sagen will. Er liebt uns, er will uns damit aufbauen! Aber wir können diese Geschenke annehmen oder ablehnen wie einen Spaziergang durch die Sonne, wenn wir lieber drinnen hocken und keine Pause von unserer Geschäftigkeit machen wollen.

Entscheide selbst, was dir lieber ist.


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