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Augensalbe für die Blinden

10. November 2013, marcus - Mannablog

Das Auge. Ein echtes Wunder.
Das Auge. Ein echtes Wunder.

Wie wichtig das Auge und das Sehen sind, würde man wahrscheinlich erst merken, wenn man es nicht mehr könnte. Allerdings gibt es gegen eine besondere Art Blindheit ein Hilfsmittel: Augensalbe.

Die meisten der geläufigen Lebewesen auf der Erde haben mindestens zwei davon: Augen. Neben dem Hören und Fühlen dürfte das Sehen wohl eine der meist gebrauchten Eigenschaften sein. Ich schreibe mich hier, im wahrsten Sinne des Wortes, relativ leicht als Sehender. Viele Menschen haben diesen großen Segen nicht, sie wurden entweder bereits blind geboren oder haben durch einen Unfall oder eine Krankheit ihr Augenlicht verloren.

Ich war gestern beim Augenarzt nach einer Augenverletzung und Symptomen, die im schlimmsten Fall bis zur Erblindung führen könnten. Gott sei Dank scheint nichts Schlimmeres passiert zu sein, das Auge scheint in Ordnung und benötigt nur noch etwas Ruhe. Die verspürte Angst um das Augenlicht wird mir trotzdem noch eine Zeitlang im Gedächtnis bleiben und auch die Bedenken, dass sich die Sache evtl. doch noch verschlechtern könnte.

Blinde gab es zu allen Zeiten und auch in den biblischen Berichten wird uns von Menschen erzählt, die nicht sehen konnten. Ein paar wenige gab es, die das Glück hatten, Jesus zu begegnen und von ihm das Augenlicht geschenkt zu bekommen. Er heilte sie und machte sie sehend. Sie waren fortan an nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen und konnten sehen, wo es lang ging.

Blindheit wird von den biblischen Schreibern allerdings noch in einem ganz anderen Zusammenhang erwähnt: geistlich oder gedanklich blind sein. Eine besondere Art von Blindheit, an der alle Menschen leiden, egal welchen Geschlechts oder Alters. Wenn man sich die Folgen einer körperlichen Blindheit vor Augen stellt (so viele Wortspiele heute...), dann kann man vielleicht ansatzweise erkennen, wie schlimm diese "gedankliche Blindheit" sein muss. Gedanklich oder geistlich blind sein bedeutet soviel wie: Nicht wissen, wer und wie Gott eigentlich wirklich ist.

Das Gute ist, dass es für diese Art der Blindheit ein Heilmittel gibt, eine "Augensalbe". Jesus hat damals Blinde sehend gemacht und er kann das auch heute noch. Wer sich mit seinem Leben befasst und sieht, wie er gehandelt hat und mit den Menschen umgegangen ist, der kann erkennen, wie Gott wirklich ist. Und man, tut das gut: Zu wissen wie Gott wirklich ist.


Probleme einfach überhören

24. März 2013, marcus - Mannablog

Ich habe letztens ein Programm einem Test unterzogen, das dafür gut ist Knacken, Rauschen und andere Störgeräusche aus Aufnahmen zu entfernen. Man kann das Ganze zum Beispiel auch verwenden, um Schallplatten zu digitalisieren und anschließend von unschönen Geräuschen zu befreien. Da ich weder Plattenspieler noch Platten habe, machte ich mir mit Hilfe eines Audio-Werkzeugs einfach welche: Es fügt Knacken, Kratzen, und andere Störgeräusche in beliebiger Intensität zu Aufnahmen hinzu. Nachdem ich meine „Schallplatten“ fertig hatte, testete ich die Software auf Herz und Nieren und verglich die Ergebnisse mit den Originaldateien. Ich war wirklich zufrieden mit der erbrachten Leistung des Programms und malte mir schon aus, ein durchweg positives Review zu schreiben.
Zuhause angekommen wollte ich es allerdings nochmal genauer wissen und nutzte zum Abhören diesmal mein Audio-Interface und meine guten alten Beyerdynamic DT770 Pro Kopfhörer. Was sich mir damit dann offenbarte, konnte ich anfänglich kaum glauben. Ich hatte das Gefühl, die Dateien überhaupt gar nicht bearbeitet zu haben. Da waren sie wieder, die Störgeräusche! Anscheinend hatte ich die Geräusche mit der eingebauten Soundkarte und den kleinen Kopfhörern einfach nicht wahrnehmen können. Und so musste ich meine Meinung noch einmal revidieren….

Die Geschichte hat mich wieder einmal gelehrt, dass man manchmal schon etwas genauer hinsehen bzw. -hören muss, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Oft sind wir Menschen sehr schnell dabei, ein Vorurteil zu fällen, dass dann auch andere noch beeinflusst. Und meistens haben wir von der ganzen Sache überhaupt keine Ahnung, sonst wäre es ja auch kein Vorurteil. Und hätten wir die Sache näher betrachtet, dann hätten wir sogar noch Verständnis und würden das dumme Gerede gleich sein lassen.

Ich möchte dich ermutigen, alles, was dir begegnet, erst einmal zu hinterfragen und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Es könnte sein, dass du etwas Wichtiges übersehen hast. Es gibt nur einen, der alle Details kennt, und selbst obwohl er das tut, behandelt er jeden Menschen so, als würde es nur Gutes zu berichten geben. Gott macht das so, und wir sollten es wenigstens versuchen. Wir haben in dieser Hinsicht noch sehr viel zu lernen. Also Kopfhörer auf und genau hinhören. 


Informationsverarbeitung oder "Hörst du mich?"

15. Januar 2013, gastbeitrag - Mannablog

Kennst du das auch? Die Information ist einfach weg. Du willst das zu mir gesagt haben? Nicht mehr zu finden in meinem Kopf, kann ich mich nicht daran erinnern. Einfach so.

Das geht schon am frühen Morgen los: Der Wecker klingelt und will mir vermutlich damit sagen, dass es Zeit zum Aufstehen ist. Doch diese Information wird sofort rausgefiltert und als unwichtig abgetan. Noch im Schlaf bewegt sich meine Hand zum Wecker und stellt ihn aus. Wenn ich dann einige Stunden später aufwache und mich wundere warum es so spät ist, wird dann der Wecker beschuldigt nicht richtig zu funktionieren. Klingt ja auch logisch oder?

Ein anderes Beispiel, wie wir Informationen einfach mal rausfiltern habe ich erlebt, als ich meinen Onkel besuchte. Wir standen auf einem S-Bahnhof in Berlin und unterhielten uns. Wann unsere Bahn kommen müsste hatten wir bereits gecheckt und somit war eigentlich alles geklärt. Doch mit im Gespräch unterbrach uns eine junge Frau und fragte, was denn auf dem Bahnsteig durchgesagt wurde. Um ehrlich zu sein hatte ich nicht einmal mitgekriegt, dass etwas durchgesagt wurde, geschweige denn was.

So oft tun wir Dinge einfach als unwichtig ab, bevor wir sie überhaupt richtig wahrgenommen haben. Ich glaube, oftmals verfahren wir auch so, wenn Gott mit uns reden möchte. Viele Menschen sagen, sie hätten Gott noch nie zu ihnen reden hören. Aber der Hase läuft genau anders herum. Gott versucht ununterbrochen mit uns Kontakt aufzunehmen. Während wir diese Information ohne weiteres rausfiltern. Was genau soll Gott tun, dass du ihm zu hörst? Versuche doch mal ganz bewusst an diesem Tag darauf zu achten, wo Gott versucht zu dir zu sprechen und dies nicht einfach bloß herauszufiltern sondern darüber nachzudenken und ihm zu antworten.


Einschlafen bei Titanic

26. April 2012, Alexander - Mannablog

Gestern habe ich es mir tatsächlich angetan: drei Stunden Überlängenkino in 3D. Titanic stand auf dem Programm und dem pärchenüberlasteten Kinosaal ins Gesicht geschrieben. Und wenn teilweise auch erst danach.

Auch 15 Jahre nach Produktion des Films und beim 4. Sehen geht er mir immer noch nahe. Die Szene, in der die Musiker auf dem Schiff weiterspielen, bis zum wirklich bitteren und kalten Ende. Die, in der eine Mutter ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt, bevor sich der Raum, in dem sie schlafen, mit Wasser füllt. Und zahlreiche weitere Szenen – sie regen bei den meisten Frauen (und vielleicht auch vereinzelten Männern?!) die Tränenproduktion an.

Als die Titanic schon fast zerbrochen war, kamen immer noch Leute aus den unteren Stockwerken gerannt bzw. wurden heraus geschwemmt. Ich habe mich gefragt, wieso sie erst so spät nach oben gekommen sind, wo doch schon einige Zeit viel Aufruhr und Chaos geherrscht hatte.
„Die haben einfach zu tief geschlafen...“, war die einfache Antwort meines Freundes. Und das mit fatalen Folgen.

Irgendwie hat mich das weiter beschäftigt. Als Student ist es so leicht, mal etwas zu verschlafen. Eine Vorlesung, wie ich heute fast. Oder man schläft so tief, dass man die Nachbarn beim Feiern nicht mehr hört. Aber auch metaphorisch gesehen, kann es doch passieren, dass ich zu tief „schlafe“, um mitzubekommen, dass Andere um mich herum Hilfe brauchen. Oder dass ich selbst in der Schieflage bin und mein Untergrund zu schwanken beginnt. Oder ich hole mir so viel Schlaf, dass ich keine Zeit dafür finde, darauf zu hören, ob der Kapitän etwas sagt. Was er sagt. In dem Zusammenhang kann schlafen vieles bedeuten – sprichwörtlich die Augen vor Dingen zu verschließen oder sie nur für Dinge zu öffnen, die eher irrelevant sind, zum Beispiel.

Gibt es auch in deinem Leben Schlafphasen, die dich unaufmerksam werden lassen? Wie wachst du auf?
ak


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