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Liebe heißt ...

05. September 2014, claudia - Mannablog

In der Regel gibt es nicht so viele Kinder in unserem direkten Umfeld. Um so interessanter ist es Eltern und Kinder miteinander zu erleben. So hörten wir auch folgende Geschichte: Das kleine Mädchen wollte nicht aufhören am Daumen zu lutschen und egal was die Mutter versprach, am Daumen lutschend ging es in den Kindergarten. Die Versprechungen wurden immer größer hatten aber keine Auswirkungen auf das eigene Verhältnis zum Daumen. Irgendwann ging die verzweifelte Mutter zur Kindergärtnerin und bat um Unterstützung. Diese daraufhin zum kleinen Mädchen, wenn du aufhörst mit Daumen lutschen, dann schenke ich dir eine Kleinigkeit. Besagtes kleines Mädchen liebte ihre Kindergärtnerin heiß und innig. Nur um ihr einen kleinen Gefallen zu tun hörte sie sofort damit auf.

Liebe geht nur im Zweierverhältnis zueinander. Liebe ist keine Einbahnstraße. Du bist geliebt und du liebst gehören zusammen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie einfach es ist. So wie ich jemanden anders liebe, um so mehr ist er in der Lage zu lieben. Willst du geliebt werden, dann musst du auch lieben! Das ist kein Kuhhandel, sondern gehört zum Prinzip der Liebe.

Die gute Nachricht ist, du kannst lieben. Weil: du bist geliebt!

Liebe heißt: über den eigenen Schatten springen, jemanden recht geben und nicht widersprechen.

Liebe heißt: einen anderen so nehmen, wie er ist und keine Bedingungen zu stellen.

Liebe heißt: jemanden eine Freude machen und keine Gegenleistung erwarten.

Liebe heißt: nicht immer recht haben wollen, und dem anderen zu vertrauen.

Liebe lohnt sich reichlich zu verschenken. Es gibt nichts was so viel Freude macht. Wenn du das nicht glaubst, dann schaue in die leuchtenden Kinderaugen, wenn sie ihre Liebe verschenken.


Wie entstehen Lebensträume?

24. Juli 2014, Mannablog

In der letzten Woche hat mich das Thema Träume beschäftigt. Nicht die Nachtträume, auch wenn die einen manchmal auch ganz schön ins Grübeln bringen können, sondern Träume fürs Leben. Wie entstehen Lebensträume und wie kann man Kindern und Jugendlichen eine Umgebung bieten, in der sich gesunde und altruistische, also nicht nur egoistische Lebensträume entwickeln können?

 

Was ist, wenn jemand Träume nie entwickelt, weil er nichts von den Möglichkeiten weiß? Steckt so ein Empfinden für die Sehnsucht nach etwas in uns oder wird es von außen geweckt? Oder hat Gott es in jeden hineingelegt? Müssen wir danach in uns graben oder vielleicht ganz genau zuhören?

 

In der Bibel sagt Gott, dass er jeden unserer Tage und Schritte bereits im Voraus weiß und dass er in die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat. Also muss ja zumindest in jedem irgendwo die Sehnsucht nach Ewigkeit stecken. Und dann, kombiniert mit den Begabungen und den Dingen, die den eigenen Präferenzen nach reizvoll scheinen, kann sich ein Traumplan entwickeln, der auf irgendeine Weise der Ewigkeit und Erfüllung des Herzens zustrebt.

 

Aber ich glaube, viele Menschen können ihre Träume nicht so richtig fassen, in Worte vor anderen oder ins Auge für sich selbst. Sodass sie fokussiert und anvisiert werden können. Wahrscheinlich verändern sich Träume auch mit den wachsenden Erfahrungen. In „Comfort Trap“ (http://www.youtube.com/watch?v=hyaDYqitp78) von House of Heroes geht es darum, dass Träume auch verschüttet werden können: Wenn ich in der Bequemlichkeitsfalle stecke – darauf bedacht, mich glücklich und erfolgreich zu machen und dem gängigen Lebensentwurf zu folgen – und dabei sozusagen meinen Traum, der über das Irdische hinausgeht, vergesse, weil hier alles so profan ist.

 

Und gleichzeitig sagt Jesus uns in der Bibel indirekt: Ich bin in das Profane gekommen und habe darin gelebt. Das Leben wird nicht weniger sinnvoll, wenn du im Alltag lebst. Aber wirkliches Leben, die Qualität, die in dem Ganzen steckt, kriegst du nur bei mir und über das Sichtbare hinaus.

 

Ich denke, das was mich hier beschäftigt – mein Job, Essen, meine Beziehungen zu Menschen – sind alles Geschenke Gottes. Aber um wirklich tief zu graben und an den Kern von Gottes Traum für mich zu kommen, muss ich ihm im Gebet nachjagen. Wie die Band Memphis May Fire in ihrem Song „Divinity“ (http://www.youtube.com/watch?v=IVkILaATTQI) es ausdrücken: „Destiny is different than a dream, despite our failures and our shortcomings. We all have divine purpose to be nothing short of a miracle story.“

Gott kann uns einen klaren Blicken geben auf seinen Traum, die Bestimmung für unser Leben. Sei das hier mitten im Studium, mitten im Job, mitten im Familienchaos oder abstrakter, irgendwo im Urwald.

 

Der Kern eines Traums lässt sich, glaube ich, immer auf gewisse Motive festmachen. Wenn ich den Traum verfolge, eine große Familie zu gründen und zu versorgen, dann möchte ich Wachstum und Geborgenheit fördern. Elternschaft leben. Wenn ich etwas Kommunikatives machen möchte – Kunst, Werbung, Film, Fotografie, Schreiben etc. - dann ist meine Funktion so eine Art 'Auge' im Reich Gottes. Ein Sicht- oder Sprachrohr zu sein, das zwischen Mensch und Mensch und Gott und Mensch vermittelt, das ausdrücken kann, was unbewusst im Raum steht.Wenn dein Traum ist, Naturwissenschaft zu entdecken, dann ist der Hintergedanke vielleicht, dass du das Werk des Lebens ergründen willst, die Faszination aufdecken und das Potential des Schöpfers in der Schöpfung für den Menschen nutzbar machen möchtest. Wie ein Archäologe gräbst du die Schätze Gottes aus und befreist sie von der Erde. Trifft wahrscheinlich auch auf Betreuer, Seelsorger und

Psychologen zu.

Jeder hat also so seine Art, Potential in den verschiedensten Formen freizulegen. Es ist wie ein Kreislauf des Dienens untereinander: die Verkäuferin, der Fitnesstrainer, der Ingenieur, der Pastor, der Informatiker, der Bauarbeiter, die Bloggerin. Alle investieren. Nutzen wir das Potential, um wiederum in andere zu investieren?

Gott schenkt den Menschen viel Gnade und er erhält uns und unsere Lebensträume. Er sieht diese Symbiose der Lebensträume und er sieht, wo wir im Kreis laufen und erst einmal suchen müssen: Was ist mein Traum und wo ist mein Platz? Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder mehr danach suchen, was für gute Motive Gott in ihre Sehnsüchten hineingelegt hat und schlichtweg danach fragen. Dass diese Träume und Tätigkeiten wieder organisch statt mechanisch sind. Dass wir nicht die ganze Welt gewinnen und dabei unsere Seele verlieren.

 

Denn wenn man es mal nach dieser Theorie betrachtet, dann ist jeder Mensch, der seine Träume egoistisch verfolgt, nur scheinbar ein Teil dieser Symbiose aus Geben und Nehmen. Vielmehr ein Steinchen in einer klaren Welle. Er hat wenig Halt und er trägt auch nicht die Welle in sich mit.

 

Was ist dein Traum? Was denkst du, wie Träume entstehen?


Berufstätig oder nicht - Mütter sind Frauen mit Kindern

21. März 2014, gastbeitrag - Mannablog

Auf die Frage, ob Mütter erwerbstätig sein sollten, gibt es keine richtige Antwort. Demzufolge aber auch keine falsche. Trotzdem wird seit Jahren in den Medien – in der Gesellschaft überhaupt – heftig über sie diskutiert. Hat eine Frau ihre beruflichen Wünsche, ihren Drang zur Selbstverwirklichung, gefälligst zurückzustellen, sobald sie sich für Kinder entscheidet? Oder ist sie dann das „Heimchen am Herd“?

Meine Erfahrung ist: Die größten Feinde von Müttern, die mit dieser Problematik zu tun haben, sind nicht die Arbeitgeber, ist nicht „die Gesellschaft“ – es sind wir Mütter selbst, untereinander. Unglaublich, mit welcher Bösartigkeit da getuschelt wird: „Wusstest du? Die x hat ihr Kind mit einem halben Jahr in die Krippe gegeben! Das ist doch unmöglich!“ – „Verstehst du das, dass y nicht endlich wieder anfängt zu arbeiten? Die muss doch zu Hause vor Langeweile sterben mit ihrem Kind!“

Die fiktiven Briefe einer berufstätigen an eine nicht berufstätige Mutter (und umgekehrt) der Ärztin Dr. Carolyn Ee sind darum so anrührend wie utopisch. Wenn wirklich eine solche Achtung und Wertschätzung unter uns herrschen würde, gäbe es deutlich weniger Gerede und dafür viel mehr tatkräftige gegenseitige Unterstützung.

Dabei ist das Aufeinander-Herumhacken aus meiner Sicht ziemlich leicht zu durchschauen: Es drückt nichts anderes aus als die Unsicherheit bezüglich der eigenen Entscheidungen und des eigenen Lebenskonzeptes. Eine Mutter, die sich gut überlegt hat, wie sie das mit dem Beruf und den Kindern regeln will, was zu ihr und ihrer Familie passt, und die auch dazu steht, hat es nicht nötig, einen anderen Lebensentwurf schlecht zureden.

Ich für mich persönlich habe herausgefunden, dass ich ohne Job nicht zufrieden sein kann. Und ich bin übrigens auch fest davon überzeugt, dass Gott sich freut, wenn ich mit Elan und Spaß meiner Arbeit nachgehe. Andererseits möchte ich mich auch in angemessener Weise um meine wunderbaren Kinder kümmern. Beides klappt nicht ohne Kompromisse, aber es klappt. Ich möchte es nicht anders haben. Das heißt jedoch nicht, dass für eine andere Mutter nicht etwas völlig anderes gelten kann.

Hören wir doch auf, einander die Fähigkeit zu sinnvollen eigenen Entscheidungen abzusprechen und konzentrieren wir uns lieber darauf, uns gegenseitig zu respektieren und zu unterstützen!


Faszination und Staunen

08. Februar 2014, Mannablog

Bis eben war mein Fenster zu. Es ist draußen noch etwas kühl, nachdem der Schnee von neulich wieder weggeschmolzen ist. Zumindest kommt es mir kalt vor im Gegensatz zu der Heizungsluft, die mich umgibt.

Das Fenster ist jetzt offen, weil ich trotz der recht guten Abdichtung Gepiepse gehört habe. Draußen unterhalten sich lautstark kleine Vögel. Gezwitscher füllt die Atmosphäre, die sonst von den Autos dominiert wird, die ihre Fahrer ins Wochenende bringen. Diese Freude, die die kleinen Geschöpfe ausdrücken, ist total ansteckend. Sie sind aufgeregt und eigentlich weiß ich nicht warum. Aber es weckt so eine Sehnsucht nach dem Sommer in mir, naja, Frühlingsgefühle wahrscheinlich. Vielleicht haben die Tiere keinen besonderen Anlass, aber scheinbar verschwenden sie großzügig ihre Zeit um ein Liedchen nach dem anderen zu trällern.

 

Das Wetter ist in den letzten Tagen echt ein Phänomen. In Kombination mit dem endenden Semester hat der strahlend blaue Himmel und die warme Sonne, die in die Uni geschienen hat, wirklich Wunder gewirkt. Na gut, vielleicht schiebe ich das jetzt einfach darauf. Aber ich konnte mich kaum dagegen wehren, dass ich mich unweigerlich gefreut habe, wenn der Tag angefangen hat. Heute Morgen war ich noch ziemlich müde, aber beim Blick aus dem Fenster hat mich der rosa Sonnenaufgang einfach begeistert. Als würde Gott mich mit einem Blumenstrauß begrüßen und Farbe in den Tag gießen.

Als Kind bin ich viel draußen gewesen und habe Natur auf ganz andere Weise wahrgenommen als heute. Ich weiß noch, dass ich im Garten herumgerobbt bin, Gras ausgerupft und darauf gepfiffen und Sauerampfer probiert habe. Ich habe Kränze aus Blumen geflochten, meiner Mama Fliederblüten gebracht, damit sie sie ins Wasser stellt. Mit meinen kleinen Freunden habe ich Regenwürmer aus der Erde gegraben, Marienkäfer auf der Hand krabbeln lassen, habe bunte Raupen bestaunt und bin vor Ohrwürmern abgehauen. Im Wald habe ich Bäumen die Rinde abgeschält und konnte das frische Holz riechen.

Ich bin über tauende Eisflächen auf Feldern und Wiesen gelaufen, habe schöne Steine auf Wegen aufgesammelt und Gräser von unten nach oben abgezogen. Im Herbst konnten wir Kastanien und Eicheln sammeln und für wenige Pfennige pro Kilo beim Förster abgeben. Wenn wir auf Bäume geklettert sind, hatten wir Harz an den Fingern und die Äpfel aus dem Garten waren sauer und hatten braune Stellen. Barfuß ging es im Sommer über den warmen Asphaltboden, um dann in die trockenen Straßengräben zu rutschen.

Ich glaube, die Beispiele reichen aus, damit man mir glaubt, dass ich ein Dorfkind war. Ziemlich witzig, dass man nach so vielen Jahren, in denen das Dorf auch so langweilig war, das alles doch so einen nostalgischen Charme bekommt. Es brauchte damals nicht viel, um glücklich zu sein. Die Welt war spannend und total reich an Möglichkeiten. Wenn uns Kindern langweilig war, haben wir im Garten Suppe aus Gräsern „gekocht“ und fantasievoll überlegt, was wir sonst mit dem anfangen, was wir zur Verfügung hatten. Durch den Rasensprenger zu laufen war cooler als jedes Schwimmbad.

Dieses Staunen und das damit verbundene Lebensgefühl kann man verlieren. Man kann Bildschirme und Smartphones vor den Augen haben, oder den Terminplan oder – du weißt bestimmt selbst, was alles. Ich vermute, wenn jemand Kinder hat, wird er wieder mehr mit dem Staunen konfrontiert und mit der Frage, ob man sich noch mal darauf einlassen möchte. Ich denke, sich von der Schöpfung faszinieren zu lassen, ist der simpelste Weg Gottes, unser Herz zu erreichen und zu berühren. Eine Reinform von Anbetung für den Schöpfer.

Mir ist klar, dass das Leben eines Erwachsenen im seltensten Fall so ist wie das eines Kindes. Das soll auch überhaupt nicht so sein. Aber wenn dir das Staunen fehlt und du vielleicht auch denkst, dass es deiner „erwachsenen“ Welt fehlt, dann fang doch langsam wieder damit an. Du kannst dir die Kamera schnappen und die Natur fotografieren, die dadurch eine besondere Plattform bekommt. Schau dir mal einen Naturbildband an, wenn du in der Bahnhofsbuchhandlung auf den Zug wartest. Oder steh früh auf und schau dir den Sonnenaufgang an. Für ein Picknick ist es wahrscheinlich noch zu kalt, aber Valentinstag steht ja vor der Tür. Vielleicht will sich ein Pärchen mal warm einpacken und dann auf eine Grünfläche setzen? Natur macht kreativ, denke ich, weil sie selbst total kreativ gemacht ist. Und es gibt sicher viele kreative Wege, die uns das entdecken lassen.


Glück im Päckchen

03. Dezember 2013, Mannablog

Was gibt es Schöneres, als die alljährlichen Geschenke zu Weihnachten? Wie viel schöner muss es ein, das erste Weihnachtsgeschenk in seinem Leben zu bekommen! In den Ostblockländern gibt es eine Menge Großfamilien, Kinderheime, Krankenhäuser, Rehabilitationszentren für misshandelte Kinder, Notunterkünfte für Wohnungslose und vieles mehr, die ihre erste schöne Bescherung erleben dürfen.

Die Hilfsorganisation ADRA unterstützt seit vielen Jahren mit der Aktion „Kindern helfen Kindern“ bedürftige Kinder und erfreut sie mit einem Päckchen voller Geschenke.

In Deutschland gibt es viele Aktionsgruppen, die Mitte September mit dem Packen der Päckchen beginnen. Seit zwei Jahren darf ich aktiv als Helferin dabei sein. Mein Mann ist schon etwas länger bei dieser Aktion dabei. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine große Freude ist, die Aktion in Schulen; Kindergärten und der Nachbarschaft bekannt zu machen. Die Freude ist noch größer, wenn positive Resonanz entspringt und gefüllte Päckchen bei uns abgegeben werden.

Die Richtlinien für so ein Päckchen sind leicht einzuhalten. Es gibt fünf Kategorien und von jedem sollte etwas eingepackt werden. So legen wir Wert darauf, dass in jedem Päckchen ein Kuscheltier, etwas zum Naschen, Schreib- und Malartikel, Spielwaren, Zahnbürste, Mütze, Schal und Handschuhe sind. Das wichtigste beim Packen eines Päckchens ist das Leuchten der Kinderaugen vor sich zu haben und ein wenig Glück in die Herzen der Kinder zu bringen.

Mit den Päckchen wird nicht nur den Kindern eine Freude gemacht, sondern auch der ganzen Familie, dem ganzen Dorf, der kompletten Einrichtung und den Ehrenamtlichen die es verteilen, denn sie werden alle von der Begeisterung angesteckt.

Ich habe mich über die Vielzahl der gepackten Päckchen und Spenden gefreut. Ich bin ganz sicher, die Kinder werden ihr Herz springen lassen und ein Dankeschön an alle senden, die ihnen dieses Glück im Päckchen ermöglicht haben.

Wer mehr über diese Aktion erfahren möchte, darf gerne die Seite www.kinder-helfen-kindern.org besuchen.

Vielleicht bist auch du im nächsten Jahr dabei und machst ein Päckchen für ein Kind, das noch nie zuvor ein Weihnachtsgeschenk in den Händen hielt.

 

 


Weihnachten im Schuhkarton – viel geben und viel bekommen

08. November 2013, Mannablog

Ich bin diese Woche durch sämtliche Läden gezogen, in denen es Dinge gibt, die Kinderherzen höher schlagen lassen. Rosa Handschuhe, bunte Sticker, viele verschiedene Mützen, Süßigkeiten und Zeichenutensilien haben mich angelacht und es teilweise über den Ladentisch geschafft.

Es ist wieder soweit: Weihnachten im Schuhkarton, eine Aktion, die ich schon einige Jahre sehr gerne mitmache, geht in eine neue Runde.

Weißt du noch, wie es war, als Kind seine Weihnachtsgeschenke zu öffnen? Da war man gespannt und hibbelig und wollte den ganzen Abend damit spielen. Das Papier wurde zerrissen und im Wohnzimmer verteilt. Und dann saß in dem ganzen Wust aus Papier und Geschenken ein Kind mit leuchtenden Augen

Ich finde es toll, dass ich als Studentin die Möglichkeit habe, an so einer Freude mitschuldig zu sein. Weihnachten im Schuhkarton ist verhältnismäßig günstig und spricht eben in der Vorweihnachtszeit ganz bestimmt mehr Menschen an als im restlichen Jahr.

Ich kann mir überlegen, welches Kind ich überraschen möchte – zumindest was Angaben wie Geschlecht und Altersspanne betrifft. Die meisten in Geschenkpapier verpackten Schuhkartons landen in Osteuropa. Eine schöne Vorstellung, dass ein frierendes Kind sich die flauschigen Handschuhe überzieht und stolz sein neues Kuscheltier herumzeigt, oder?

Wenn sich schon Kinder in reichen Ländern über Geschenke freuen, dann muss ein kleiner Karton voller Kleinigkeiten wie Schokolade, Bälle, Buntstifte, Malbücher, Armbänder und Zahnbürste doch erst recht abenteuerlich sein für ein Kind, das diese Dinge nicht gewöhnt ist. Ich wüsste manchmal gern, ob die Päckchen der vergangenen Jahr das Leben von diesen Kindern positiv geprägt haben und ob es ihnen Hoffnung gegeben hat. Ich hoffe es jedenfalls!

 

Wenn du auch an der Aktion teilnehmen willst, dann informiere dich am besten auf http://www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/so-gehts/ und schau dir das Video an. Noch eine Woche lang können Päckchen an den Sammelstellen abgegeben und Geld für den Versand gespendet werden. In der Gruppe zu packen ist besonders schön, weil man sich dabei die Geschenke aufteilen und z.B. ein gemeinsames Foto oder eine Karte mit in den Karton legen kann.

Überzeugt? Dann packe doch am besten ein Päckchen für einen Jungen, denn ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leute eher an die süßen kleinen Mädels denken und viele Frauen auch lieber aus der großen Auswahl der Mädchengeschenke die für „ihr Kind“ wählen.


Kinder handeln anders oder ein Blog über Risikobereitschaft

28. September 2012, claudia - Mannablog

Erwachsen werden hat wie alles im Leben Vor- und auch Nachteile. Immer wieder wird mir das durch meine beiden großen Kinder deutlich.

Auf der einen Seite kann man unabhängig von den Eltern handeln. Geld ausgeben ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, sich die Nächte um die Ohren schlagen, etc.

Es gibt aber auch viele Nachteile. Eine wurde mir gestern plastisch vor Augen geführt. Kinder handeln, sie haben eine Idee und die wird umgesetzt. Da gibt es keine langen Analysezeiten. Es wird nicht überlegt, ob das sinnvoll ist. Manchmal noch nicht mal ob das richtig ist. Je älter Kinder werden, um so mehr bringen wir ihnen bei, nachzudenken und sinnvoll zu handeln. Sie wägen ab nach Aufwand und Nutzen.

Während sie so analysieren und Entscheidungen treffen, fehlt immer öfter die Risikobereitschaft der Kindertage.

Ob wir als Erwachsene auch so sind? Wieviel Spontaneität haben wir noch? Erstreckt sie sich auf Blumen für die Frau und einen Pizzeriabesuch? Ich wünsche uns jedenfalls mehr Spontaneität, Ideen einfach mal umzusetzen und nicht erst auf das nächste Jahr zu warten.


Bitte gib Geld, habe 5 Kinder

15. September 2012, claudia - Mannablog

Es klingelte an der Tür von Freunden, draußen stand ein südländisch aussehender Mann mit einer Plastiktüte in der Hand und einem kleinen Zettel. Sein einziger Satz war: "Bitte gib Geld, habe 5 Kinder."

Dieser Satz und seine inhaltliche Verbindung blieben bei mir hängen. Wo sind wir nur angekommen, dass 5 Kinder als Grund zum Betteln verwendet werden. Anscheinend funktioniert es auch noch.

Betteln ist nichts anderes als eine besondere Art von Verkaufen. Der Bettler verkauft, i.d.R. gegen Geld, dem Spender ein gutes Gefühl. Der Bettler nutzt dazu alle erfolgreichen Marketing- und Vertriebsmöglichkeiten die ihm zur Verfügung stehen.

Ein Mensch, der bettelt, wird also nur dann 5 Kinder als Grund seines Bettelns angeben, wenn es auch funktioniert. Warum meinen wir 5 Kinder seien ein Grund um betteln zu müssen. (Stimmt, ich habe gut reden, wo wir es noch nicht mal bis zu Einem geschafft haben.) 

Für mich heißen 5 Kinder eine knappe Haushaltkasse. 5 Kinder heißen für mich auch, andere Werte zu leben. Eines aber sind 5 Kinder in Deutschland auf keinen Fall - ein Grund um betteln zu gehen. 


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