Manna

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Wann endlich bricht das Eis?

26. März 2015

Heute bin ich froh, kein Journalist zu sein. Ich muss nicht Worte für etwas finden, für etwas das mich mit Entsetzen füllt. Und ich muss diese meine Wahrnehmung von mir selbst nicht mit anderem Inhalt überdecken.

Der Absturz der Germanwings Maschine, mit all den Informationen die jetzt bekannt werden, macht es mir unmöglich. Als ob das nicht schon genug wäre, habe ich mich in den letzten Stunden mit der Situation der syrischen Christen befasst. 

Wann endlich bricht das Eis in den Herzen von uns Menschen?

 

 

Foto: PublicDomainPictures, CC0 Public Domain, Pixabay

claudia

Ich bin traurig, bitte sprich mich an!

25. Mai 2014

Menschen, denen es schlecht geht, machen es uns oft schwer sie anzusprechen. Das geht aber nicht von Ihnen aus, sondern von uns - weil wir zuviel denken. 

So gut wie jeder hat irgendwann mal in seinem Alltag mit Menschen zu tun, denen es gerade nicht gut geht. Wir erkennen sie am traurigen Gesicht, an ihrer Stille und manchmal auch an ihrer beklemmenden "Stimmung", die zwischen ihnen und uns in der Luft liegt. Meist sind uns die Stille, die unausgesprochnen Fragen und das erdrückende Gefühl so unangenehm, dass wir uns scheuen diese anzusprechen. Stattdessen weichen wir aus oder versuchen eine Unterhaltung auf Banalitäten aufzubauen, die uns Sicherheit in einer Art Unverfänglichkeit zu bieten scheint. Aber ist das wirklich richtig?

Ich bin traurig...

Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit kann viele Ursachen haben: Schwere Krankheit eines selbst oder eines lieben Menschen, der Verlust des Partners oder generell einfach eine schwierige Lebensphase. Manche versuchen dieses Gefühl vor uns zu verstecken und setzen eine Maske des Lächelns auf, die aber meist nicht ausreicht, die lähmende Betroffenheit in Ihnen zu verstecken. Sie haben Angst davor, nicht verstanden, übergangen oder unschön angeredet zu werden. Vielleicht fühlen sie sich auch momentan einfach nicht nach reden, geschweige denn ihre Gedanken zu äußern. Wir können das gut nachvollziehen, denn es gibt Momente in denen es uns ganz genauso geht. 

 

...bitte sprich mich an!

Da ich beruflich viel mit Menschen zu tun habe die krank sind, ist die Konfrontation mit schweren Lebenslagen für mich keine Seltenheit. Dennoch geht es mir fast jedes mal wieder so: Sprichst du ihn auf sein Leid an oder lässt du es sein und sprichst nur das nötigste? Denn "Small-Talk" funktioniert auf Anhieb nicht - nicht mit einem Menschen der momentan mit "riesigen" Dingen beschäftigt ist. Mein Gespür hat mich den richtigen Weg einschlagen lassen und ich habe den Menschen einfach angesprochen - er hatte eine schwere Krebserkrankung. 

Meine direkte Frage auf seine Krankheit hat die unsichtbare Mauer zwischen uns gebrochen und Menschlichkeit, Verständnis, Nähe und Wärme in sein Leiden gebracht. Ich konnte seine Traurigkeit verstehen und ihm mein Mitgefühl und meine Hoffnung mitteilen. Durch meine Frage, selbst auf die Gefahr einer Ablehnung hin, wurde eine Beziehung aufgebaut zwischen uns, während Schweigen die Mauer nur größer gemacht hätte. 

 

Der direkte Weg

Leider lassen wir Menschen uns immer einreden, dass es besser ist uns wahnsinnig viele Gedanken zu machen und uns tausend Möglichkeiten zu überlegen, was passieren könnte wenn wir etwas tun. Nicht dass Überlegen generell schlecht ist, aber wenn es um das Aufbauen von Beziehungen geht, dann sollten wir nicht zögern. Im Fall eines traurigen Menschen kann eigentlich nicht viel passieren. Im schlimmsten Fall kann uns derjenige sagen, dass er jetzt nicht mit uns darüber reden möchte. Im Zweifelsfall ist es immer gut, seine Frage als Option zu formulieren: "Darf ich Sie fragen, wann sie ihre Krankheit das erste Mal bemerkt haben?" Man kann auch zusätzlich denjenigen noch versichern: "Sie müssen mir nicht antworten wenn Sie nicht wollen." In den wenigsten Fällen wird ein Mensch jedoch eine Unterhaltung über sein Leid verneinen. Und wenn doch, dann hast Du nichts dabei verloren, ganz im Gegenteil: Die Mauer des Schweigens wird trotzdem ein Stückchen kleiner geworden sein.  

 

Ich wünsche Dir Mut, deine Mitmenschen auf ihre Trauer und ihr Leid anzusprechen. Aber nicht nur auf Trauer und Leid, sondern auch auf ihre Freuden, Hoffnungen und Leidenschaften! Du wirst sehen, es lohnt sich.

marcus

Die Bibel, wir Menschen und unsere Erde oder was steht in der Bibel?

10. Dezember 2013

Manchmal bin ich mir nicht so sicher, ob es nur eine Version der Bibel gibt. Immer mal wieder höre und erlebe ich erstaunliche Dinge. Manchmal schüttele ich dann den Kopf und gelegentlich bin ich einfach nur entsetzt.

Das Buch, die Bibel erzählt die Geschichte der Erde. Es beginnt mit der Entstehung unserer Erde und endet mit der Entstehung einer neuen Erde. In der Bibel geht es also um uns Menschen und um unsere Geschichte.

In der Bibel erfahren wir, warum es Leid und Schuld gibt und sie zeigt den Weg, wie Schuld und Leid gelöst werden können. Die Ansätze sind dabei ganz erstaunlich. Für manchen klingt es zu schön um wahr zu sein, sind die Maßnahmen, die beschrieben sind doch so einfach. Das war wohl auch der Grund, warum die Menschen dieses als gute Nachricht bezeichneten. Denn in der Tat es sind gute Nachrichten, die dort stehen.

Das Ganze wird illustriert mit Berichten von Menschen und was sie mit Gott (der die Erde geschaffen hat) erlebten. Wir bekommen einen kleinen Blick hinter die Kulissen unserer Erde. Jeder der im Buch Bibel liest, findet Antworten.

Erstaunlich finde ich, dass dieses Buch aber immer das beantwortet, was darin gesucht wird. Suchst du Frieden, dann findest du ihn mit Hilfe dieses Buches. Suchst du aber Krieg, wirst du auch diesen darin finden....

Und das obwohl die Botschaft der Bibel sagt: Lasst euch versöhnen mit dem, der euch das Leben und diese Erde gab.

Alles andere sind nur Schleifen die zu diesem Punkt hin bringen wollen.

claudia

Alle Kleider dabei?

25. Juni 2013

Endlich ist der Anlass da, auf den du dich das ganze Jahr gefreut hast. Einfach irre genial, die Vorfreude darauf hat dich die letzten Tage schon kaum noch schlafen lassen! Du hast dir abends schon alle Sachen eingepackt und alles zurechtgelegt, damit es dann am Morgen gleich losgehen kann. Nach einer weiteren “aufregenden” Nacht frühstückst du noch und los geht die Reise. Deine Sachen finden ihren Platz im Kofferraum, für dich ist hinter dem Lenkrad reserviert. Die Autofahrt vergeht wie im Flug und trotzdem immer noch viel zu langsam für deinen Geschmack. Du möchtest endlich da sein, endlich alte Freunde wieder treffen, eine gute Zeit verbringen und das kommende Wochenende genießen. Ein Highlight ist ja auch der Abend, für den du dir extra die neue Abendgarderobe zugelegt hast. Alle werden da sein, richtig gut angezogen, und du mittendrin. Es wird ein toller Abend werden.
Das Schild deiner Ausfahrt reißt dich abrupt aus den Träumen, du blinkst und verlässt die Autobahn. Nach einigen wenigen Kilometern mehr bist du endlich am Ziel deiner Reisen angekommen. Du parkst das Auto und legst die letzten Schritte zurück zum Haus deiner Freunde. Du klingelst, die Türe wird dir aufgetan und deine besten Freunde stehen dir gegenüber, besser gesagt liegen dir nicht mal eine Sekunde später in den Armen!
Du wirfst deine Sachen erstmal in die Ecke und ihr unterhaltet euch ausgelassen über die Dinge, die ihr im Leben des anderen verpasst habt. Die Zeit vergeht wie im Flug, und langsam wird es Zeit euch fertig zu machen für den Abend. Deine Freunde bringen dich auf dein Zimmer und besprechen noch ein paar Kleinigkeiten mit dir. Ein echt schönes Zuhause haben sie hier, und das Gästezimmer in dem du untergebracht bist ist wirklich sehr nett. Du lässt dich aufs Bett fallen, schließt die Augen und geniesst jeden Moment. Es ist ein herrliches Gefühl das sich in dir breit macht. In nicht einmal zwei Stunden ist es soweit, der große Abend ist endlich da....
Es ist Zeit deine Sachen in den Schrank zu räumen und dann langsam das Bad aufzusuchen um dich bereit zu machen. Der Koffer ist schnell geöffnet und....nein....das kann nicht sein....du hattest doch....mist.
Du hast tatsächlich deine Abendklamotten vergessen. Dabei warst du doch ganz sicher, sie aus der anderen Tasche in den Koffer gelegt zu haben. Plötzlich verkrampft sich dein Magen und dir wird ganz schlecht. In deiner Jeans und dem Sweatshirt kannst du unmöglich zu diesem Abend aufkreuzen. Alle werden da sein, und du wirst dermaßen fehl am Platz aussehen, nein das geht gar nicht, so eine Dummheit! Du fühlst dich als ob sich der Fußboden unter dir wegzieht, als ob alles zerbrochen ist, was jemals wert hatte.

Größer könnte der Unterschied zwischen zwei Situationen kaum sein. Zuerst bist du im Himmel, als ist wunderschön. Und plötzlich, keine fünf Minuten später zerbricht deine Welt in tausend Scherben. Vielleicht habe ich das ganze etwas verblümt und auch übertrieben dargestellt, aber ich glaube, dass du sehr wohl weißt, was ich damit herausstellen will. Jeder von uns kennt sie, diese Situation. Du hast etwas Wichtiges vor, du triffst dich mit Leuten zu einem besonderen Anlass, und irgendetwas ist schief gegangen. Das Kleid fehlt, der Anzug ist zu klein geworden, das Hemd hat unerklärlicherweise einen Gelbstich, dein Abendkleid macht gleich zu Beginn des Abends Bekanntschaft mit dem Inhalt des Saftglases eines weiteren Gastes. Die Liste ließe sich fast endlos fortführen. Und nun bist du von einer Sekunde auf die andere völlig deplatziert. 

Egal wie schlimm diese Situation, an die du jetzt gerade denkst, auch gewesen sein mag, es wird in deinem Leben noch einmal eine solche Situation geben. Und diese wird sozusagen “die Mutter” aller dieser Situationen sein.

“Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet! Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte; und er sprach zu ihm: Freund , wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.” (Matthäus 22:8-12)

Vielleicht sagst du jetzt ja: Auf welche Hochzeit soll ich denn bitte eingeladen sein? Es ist Gottes Hochzeit mit den Menschen, es ist der Zeitpunkt, wenn er uns endlich wieder zu sich in seine Welt holt. Allerdings brauchen wir dafür die Eintrittskarte. Und diese Karte ist ein passendes Gewand für dieses grandiose Ereignis. Nicht nur, dass wir ohne dieses nicht teilnehmen könnten, wir würden uns ohne es auch dort nicht wohlfühlen. 
Wie können wir es bekommen? Vielleicht wäre es an der Zeit dir darüber Gedanken zu machen, damit du nicht eines Tages sprachlos sein wirst, wie der Mensch in der obigen Geschichte.

marcus

Klamotten für die Sorgenkinder

11. Mai 2013

Ich war diese Woche shoppen. Ich steh dem grundsätzlich etwas kritisch gegenüber, weil ich weiß, dass mir manches nicht gefällt und nicht alles passt und steht. Daher war ich jetzt überrascht, dass ich nach nicht zu langer Zeit zwei Hosen gefunden hatte, die mir im Gegensatz zu den restlichen gefallen haben – und gleichzeitig auch noch verbilligt waren. Ich hätte mich auch damit abgefunden, etwas Teureres zu kaufen, aber natürlich war ich umso zufriedener mit dieser Lösung. Statt noch länger mit sinkender Laune durch die Geschäfte zu rasen, konnten mein Freund und ich uns stattdessen noch eine Weile in ein Eiscafé setzen – viel bessere Gesellschaft als mit Hosen und T-Shirts!

Zum Leben braucht der Mensch einiges. Essen, Kleidung, möglichst ein Dach über dem Kopf. Dass wir uns auch darum kümmern müssen, wusste auch Jesus, als er auf der Erde war. Er hat sich mit Leuten zum Essen getroffen, welches zubereitet werden musste. Die Füße wurden gewaschen, nachdem sie den Tag auf den staubigen Straßen verbracht hatten. Zwischen all der Geschäftigkeit der alltäglichen Bedürfnisse machte Gottes Sohn dennoch einen feinen Unterschied: er vermehrte Brot und Fische, er nahm sich selbst ausgiebig Zeit, um seinen Jüngern die Füße zu waschen, er macht aus Wasser Wein und er ließ sich von einer Heidin zu trinken geben.

Es scheint erst einmal so, als würde er ebenso wie wir konsumieren und Alltägliches leben. Doch bei einem genaueren Blick sehen wir, dass er die selbstverständlichen Dinge nutzt, um Gespräche zu beginnen, um Sorgen zu vertreiben, um Prioritäten zu setzen, um zu dienen. Er nimmt sich Zeit für das Wichtige und er beschleunigt die Dinge, die seinen Nachfolgern und den Menschen, denen er begegnet, die Zeit und den Blick für das Wesentliche stehlen.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, waren seine Worte. Und: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?“ Gott weiß, dass wir Menschen das alles brauchen, er hat uns so geschaffen. Jesus sagt: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.“ (Matthäus 6,32)

Ich glaube, dass Gott uns ganz praktisch helfen möchte, die alltäglichen Dinge zu nutzen, die uns zu guten Begegnungen führen können und die, die wir überbewerten, unbesorgt an ihren Platz zu stellen. Was bringt ein perfektes Essen, wenn die Leute sich nichts zu sagen haben? Was bringt ein perfektes Outfit, wenn die Person sich mehr darauf konzentriert als auf den Umgang mit ihren Mitmenschen? Manchmal ist es dran, wie Maria zuzuhören anstatt in der Küche herum zu wuseln oder zu feiern, anstatt sich Sorgen um den ausgehenden Wein zu machen. Es gibt in der Bibel zahlreiche solche Geschichten zu entdecken – welche gibt es in deinem eigenen Leben?

Das Leben

08. Juni 2012

Gestern wurde mir wieder vor Augen geführt, dass Freud und Leid, Leben und Tod so eng beieinander sind.
*Eine liebe Nachbarin hat ihr erstes Kind bekommen, eine Tochter, beide wohl auf.
*Eine Freundin meiner Mom hat sich versucht das Leben zu nehmen, mit 270 Tabletten.
*Eine Beziehung vertieft sich. Wird herzlicher.
*Eine Beziehung wurde wegen EINER Entscheidung zerstört.
*Eine Mutter muss ihre Tochter ein Stückweit loslassen, weil sie überraschend und mit grad so 18 Jahre auszieht.

„Tja, so ist das Leben!“ hört man immer wieder von Leuten.
Das stimmt schon, aber ich könnte auf so vieles echt verzichten. Vor allem wenn es so geballt kommt.
Sehne mich nach … JA „Friede-Freude-Eierkuchen“. Ich habe diese Zankereien, diese Ungerechtigkeit, Krankheit und den Tod so satt.
Wie gut, dass ich Christ bin, denn als Christ darf man die Gewissheit haben, dass all dies mal ein Ende hat. Und darauf freu ich mich und sehne mich nach diesem LEBEN.
Aber ob es dort auch „Eierkuchen“ gibt? Auch wenn es in der Bibel so nicht drin steht, für Gott ist doch alles möglich! Also mein Eierkuchen wird mit Apfelmus und Zimt&Zucker belegt!
Und deiner?