Manna

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Was die Natur, die Wilhelma und das Kreuz miteinander zu tun haben

18. Juni 2017

Rob Bell - Everything is spiritual

Vor einigen Jahren waren Alex und ich in den USA unterwegs. In einem Buchladen fanden wir eine DVD mit einem Vortrag von Rob Bell "Everything is spiritual" und nahmen diese mit nach Deutschland. Immer wieder haben wir den Vortrag fasziniert gelauscht.

Darin erzählt er von der Größe und Vielfalt dieser Erde. Er setzt ganz große Dinge wie unser Sonnensystem ins Verhältnis zu kleinen Dingen wie dem Quarks

Dabei ist sein Redestil unterhaltsam und anschaulich. Für uns als naturwissenschaftliche Laien ist mit dem Vortrag dann auch noch gleiche eine Nachhilfestunde in Bezug auf unsere Natur verbunden.

Gegen Ende dieses Vortrags kommt er auf das Geschenk vom Kreuz zu sprechen. Er redet von dem erstaunlichen Opfer Jesus am Kreuz.

Entweder ist dort mein Englisch ausgestiegen, hm ich weiß es nicht. Denn wie er zu Jesus kommt, konnte ich nicht genau erklären was die Natur und der Tod Jesus miteinander zu tun haben. 

Er redet von der Liebe Gottes, aber für mich war sein Vortrag an dieser Stelle unbefriedigend. Für mich fehlte ein Bindeglied, zwischen den Wundern der Erde und Jesus.

... und so vergingen die Jahre

Die Wunder und die Liebe

Die Familie von Alex lebt in der Nähe von Stuttgart. Immer wieder erzählte Alex von der Wilhelma und wie schön es dort sei

Doch am Wochenende, wenn das Parkhaus bereits vor Öffnungsbeginn überfüllt ist, wollten wir nie hin. So hat es 15 Jahre gedauert bis ich das erste Mal in die Wilhelma hinein kam. Aus Anlass eines runden Geburtstages gab es Urlaub und die Wilhelma war dran. 

Obwohl wir nicht bei den Erdmännchen waren, was einen neuerlichen Besuch innerhalb der nächsten 15 Jahre rechtfertigt, war es ein sehr schöner kurzweiliger Nachmittag.

Die Anlage mit der Mischung von zoologischem und botanischem Garten läßt jeden Besucher seine persönlichen Favoriten finden.

Während wir so von den Pflanzen zu den Vögeln, Fischen, Insekten zu den Seepferden und großen Raubkatzen gingen, erstaunte mich die unendliche Vielfalt auf unserer Erde.

Wenn wir uns von unserem Alltag gefangen nehmen lassen, dann fällt jegliche Vielfalt unserer Natur schnell hinten runter. Da geht es nur um eine schnelle Internetleitung, reibungslose Prozesse und wenig Verkehr auf der Straße. Doch Natur, die Vielfalt um uns herum fällt dabei komplett aus unserer Wahrnehmung.

So stand ich staunend im Zoo und fragt mich, was sich Gott wohl dabei gedacht hat. Hat er lachend da gestanden, als der Elefant seinen langen Rüssel bekam. Was hat er sich überlegt als er die Hummel schuf, ein Tier was aus menschlicher Sicht nicht fliegen können sollte. 

Während wir so von Tier zu Tier gingen, wurden mir zwei Dinge neu bewußt:

1. Gott liebt! Sonst wären die Tiere nicht so kreativ. Nur Liebe läßt Kreativität wachsen und gibt Raum zum Entfalten.

2. Gott kann Dinge tun von denen wir weniger als keine Ahnung haben. YHWH der Gott der Bibel läßt sich von uns Menschen nicht in unser Denkschema pressen. Er ist anders, weil er liebt.

3. Die Natur dieser Erde besteht auch heute noch aus einer Unmenge an nicht erklärbaren Wundern. Egal wie sehr wir Menschen uns auch bemühen und wie viel wir auch versuchen zu erklären und zu bestehen, Wunder werden bleiben und neue Wunder werden dazu kommen.

Riesenschmetterling
 

Das Wunder am Kreuz

Kannst du jemanden in einfachen Worten erzählen, wieso der Tod Jesus am Kreuz alles gut macht?

Wir verstehen, dass wir jemanden brauchen der den ganzen Schmutz und alles Versagen heilt. Wir können beschreiben, das Jesus das am Kreuz getan hat. Wir können aus unserem eigenen Leben erzählen, wie er Neues schafft. Doch ganz am Ende geht es darum, dass was die Bibel über Jesus schreibt zu glauben oder nicht. Ganz am Ende ist es einfach eine Entscheidung: JA oder NEIN.

In der Bibel wird immer wieder davon geschrieben, dass wir Menschen Gott durch die Natur erkennen können. Und damit sind genau die Wunder in der Natur gemeint. Lassen wir uns auf die Vielfalt und die Kreativität Gottes ein, dann können wir ihm begegnen. 

Sehen wir seine Größe, dann fällt es uns leichter JA zu sagen zu dem was wir nicht verstehen können.

Doch es gibt noch mehr, aber das ist ein anderer Blog.

claudia

Rückblick Esoterikmesse Mai 2015

04. Mai 2015

Am vergangenen Wochenende war ein Teil unseres Teams in München auf der Esoterikmesse. Eine intensive Vorbereitungszeit fand in diesen 2,5 Tagen ihre Umsetzung. 

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich für die viele Unterstützung bedanken. 

Vielen Dank an Daja, Delia und Sepp, die Teil des Standteams waren. 

Vielen Dank an Peter und seinem, sehr guten, Vortrag zu den sieben Siegeln der Apokalypse. Die Reise durch die Jahrhunderte war sehr anschaulich und gut verständlich.

Vielen Dank an alle, die durch ihre Fürbitte-Gebete mit uns auf der Messe waren.

Vielen Dank für die Unterstützung bei der Vorbereitung, bei den vielen kleinen Handgriffen.

Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung. 

Ohne Euch alle wäre eine Teilnahme nicht möglich gewesen.

So wie die Vorbereitungszeit war auch die Messe selbst: intensiv.

Wir haben die vielen Gespräche und Gebete nicht gezählt. Es war zu viel los, als das eine Strichliste funktioniert hätte. Es war immer etwas los.

Es wurden über 600 Bücher verschenkt. Doch nicht nur einfach verschenkt, es waren 600 Momente in denen Menschen sich einfach freuten. Mancher drückte sein Erstaunen darüber aus, dass etwas einfach verschenkt wurde. Doch ist es nicht so? Die guten Dinge im Leben lassen sich in den wenigsten Fällen kaufen.

So blicken wir mit Freude und Dankbarkeit auf die vergangenen Tage zurück. Gott ist groß!

claudia

Ein Baby - Wunder des Lebens

30. November 2014

Große und kleine Hand.
Große und kleine Hand.

Wir haben in der Familie seit etwa sechs Wochen ein neues Baby. Auch wenn jeder von uns einmal eines gewesen ist, jedes einzelne ist ein Wunder des Lebens. 

Sie können noch nichts, sie brauchen bei allem Hilfe und machen auch nich jede Menge Dreck. Trotzdem lieben wir sie einfach so wie sie sind. Bedingungslos, ohne irgendeine Erwartung überhäufen wir sie mit unserer Liebe und drücken Sie ganz fest an uns - Babies.

Ein Wunder des Lebens

Obwohl Babies etwas ganz natürliches sind und jeden Tag auf dieser Welt zu Tausenden ins Leben gebracht werden, ist jedes einzelnes etwas ganz besonderes. Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der nicht zugeben würde, dass im Körper einer Frau heranwachsendes Leben das größte Wunder überhaupt ist.

Der Ursprung der Wunder

Über den Ursprung dieses Lebens wird viel diskutiert. Für die einen ist es, obwohl wahnsinnig komplex, durch reinen Zufall entstanden. Für die anderen gibt es eine höhere Macht, die in der Entwicklung des Lebens ihre Finger irgendwie im Spiel hatte. Für mich ist jeder Mensch nach der "Vorlage" Gottes gemacht. Wir sind nach seinem Aussehen und seiner Wesensart gemacht. 

Die Liebe Gottes in uns

Die Liebe, die wir einem Neugeborenen Baby gegenüber empfinden fühlt sich wohl am ehesten so an, wie Gott seine Liebe uns gegenüber fühlt. In der Bibel werden Menschen als Kinder Gottes bezeichnet. Gott liebt uns mit der Liebe einer Mutter und eines Vaters. Er hat soviel von dieser Liebe, dass er jeden einzelnen Menschen ohne Probleme sogar noch von dieser Liebe abgeben kann! Die Bibel geht sogar soweit zu behaupten, dass Gott die Liebe selbst ist. Kein Wunder, dass sein Vorrat an echter Liebe unerschöpflich ist. 

Gottes Liebe für dich 

Wenn es Momente gibt, in denen du nicht glauben kannst, dass Gott dich liebt, dann denk einfach daran, wie sehr wir die Babies unserer Welt lieben. Wie klein und hilflos sie sind, wie sie nur Dreck machen und bei allem Hilf brauchen. Und dann sei dir gewiss, dass Gott dich noch unendlich viel mehr liebt, als die Liebe einer Mutter oder eines Vaters jemals sein könnte. 

marcus

Die neue Unabhängigkeit

09. November 2014

Freiheit und Unabhängigkeit
Freiheit und Unabhängigkeit

Dieses Wochenende habe ich bemerkt, von wie vielen Sachen man sich abhängig machen kann. Dabei ist Unabhängigkeit und die damit verbundene Freiheit viel besser.

Unabhängigkeit ist ein Zustand der in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert besitzt. Wir wollen unser Leben gerne selbst bestimmen, und in den Bereichen, in denen wir das Sagen haben, tun wir das auch. Unabhängigkeit bedeutet Freiheit. Abhängigkeit verbinden wir mit angekettet sein, süchtig nach etwas sein, eingesperrt und fremdbestimmt. So möchte mit Sicherheit freiwillig niemand leben.

Man, sind wir froh.

Wir schauen sie an und sind froh, dass wir nicht so sind wie sie, die Süchtigen. Abhängig. Die Raucher mit ihren Glimmstengeln im Mund und den gelben Nikotinfingern. Die Fixer, die auf dem Straßenstrich anschaffen um sich ihre Sucht zu finanzieren. Die Saufbrüder in der Bahnhofsspelunke mit der roten Nase und dem glasigen Blick. Mensch sind wir froh, dass wir nicht so sind wie sie, die von der Abhängigkeit gezeichneten.

Frei und doch nicht.

Wenn Du denkst, dass Du frei bist und dich nicht von irgendetwas abhängig gemacht hast, dann muss ich dich wahrscheinlich enttäuschen. Obwohl wir denken, dass wir total unabhängig sind, machen wir uns jeden Tag freiwillig abhängig. Um da drauf zu kommen, brauchte es bei mir allerdings erst ein zweitägiges Seminar über Beziehungen. Nicht dass man darauf nicht selber kommen könnte, aber wie es im Leben oft so ist, braucht es manchmal jemanden, der einem die Nase in die richtige Richtung drückt.

Wir machen uns abhängig von Gegenständen, Meinungen, anderen Personen, Gedanken, Stimmungen und vielen anderen Dingen. Wir messen unseren Selbstwert an Autos, Klamotten und Aussehen. Wenn die Stimmung in der Arbeit schlecht ist, machen wir beim allgemeinen murren mit, denn wir wollen ja nicht aus der Reihe tanzen. Wenn jemand grantig ist und uns schlecht behandelt, handeln wir genauso zurück. Wenn die Kinder bockig sind, zucken wir aus und begegnen ihnen entsprechend. Die Liste könnten wir ewig fortsetzen und bestimmt fällt dir die ein oder andere Begebenheit ein, wo ein Umstand dein Denken über dich oder dein Handeln beeinflusst oder sogar bestimmt hat.

Wahre Unabhängigkeit.

Wie wäre es, wenn Dein Selbstwert nicht von unzuverlässigen Quellen kommen muss wie Dingen oder anderen Menschen? Wenn du gut drauf sein kannst, auch wenn alle anderen miese Stimmung haben und deine fröhliche Visage schon nicht mehr sehen können? Wenn deine Kinder oder Eltern gerade unausstehlich sind und du sie trotzdem lieb haben und in den Arm nehmen kannst, weil sie eigentlich eine Umarmung brauchen? 

Wahre Unabhängigkeit und Freiheit muss sich nicht von Gefühlen, Umständen oder Dingen abhängig machen. Vielleicht geht es dir jetzt wie mir und du denkst dir: Eigentlich will ich das auch, hört sich voll super an. Aber wie soll ich das denn bitte schaffen?!?

Die einzige Lösung, die auf Dauer ansatzweise eine Chance hat zu funktionieren ist, dir die nötige Kraft und Liebe schenken zu lassen, wo du selbst keine (mehr) hast. Gott hat Kraft und Liebe im Überfluss. Er bietet dir tatsächlich an, dir so viel von seiner Kraft und Liebe zu geben, dass du genug hast für den ganzen Tag. Du musst ihm lediglich dein Herz öffnen.

marcus

immer noch lieben

01. November 2014

Bei mir in der Kirchengemeinde gibt es ein Ehepaar was letzte Woche diamantene Hochzeit hatte. Das haben wir jetzt erst erfahren und wollen ihnen morgen eine Überraschung bereiten.

Daraufhin haben wir unseren Gottesdienstablauf umgestaltet. 60 Jahre Ehe mit dem gleichen Partner, für manchen unvorstellbar, für mich ein begehrenswertes Ziel.

Für mich heißt das einander kennen lernen. Die Eigenheiten, den Charakter und auch die Veränderungen die das Altern mit sich bringt miteinander erleben. Gemeinsam alt werden, ist selbst wachsen. Den eigenen Charakter verbessern und nicht den des Partner. Ich glaube, das ist Liebe.

Die Beiden, um die es morgen geht, haben genau das getan. Sie sind miteinander und aneinander gewachsen. Darin sind sie mir ein großes Vorbild. 

Als ich so beim Vorbereiten war, fand ich ein Video was, meiner Meinung nach, sehr gut die Liebe und Sehnsucht nach Gemeinschaft beschreibt.

claudia

Erotik und Phantasie

27. Oktober 2014

Michael Gindner, CC0 Public Domain

"Du bist gewachsen wie ein Lustgarten", " Deine Brüste gleichen den Weintrauben", "Da will ich dir meine Liebe schenken", " Wende deine Augen von mir, denn sie verwirren mich"

Mitten in der Bibel gibt es ein sehr erotisches und rätselhaft Liebeslied. Bezeichnet wird es als das Hohelied (der Liebe). Mitten drinnen steht es und dokumentiert seinen festen Platz. Die Liebeserklärung von zwei Menschen. Ich finde es erstaunlich. Hättest du diese Vers im Buch der Bücher vermutet, geschweige denn aufgenommen? 

Unsere Väter vor mehr als Zweitausend Jahren waren wohl offener als mancher in heutiges Zeit. Wie sonst kann es sein, dass sie diese Erotik und Phantasie im Hohenlied aufnahmen in die Bücher der Bibel. Im Bibelkommentar der Wuppertaler Studienbibel wird die Besonderheit folgendermaßen erklärt.: "Gerade die Kombination wissenschaftlich hochgebildeter Welterfassung mit der herrlichsten Poesie trägt zum Reiz des Hohenliedes bei." 

Suchst du Anregungen und Gedanken für deine Liebeserklärung, dann schaue dort im Hohenlied nach. Auch wenn es in deutscher Sprache nicht so kunstvoll formuliert ist, wie im Original, so ist dies Liebeslied auch heute noch eine Herausforderung an uns. Es fordert uns in unseren persönlichen Beziehungen heraus, auf dass auch wir uns auf die Suche danach begeben. Zu finden ist Erotik und Phantasie, benötigt wird Kreativität und Zeit zum darauf einlassen.

Doch das Hohelied ist noch mehr. Es fordert unseren Blick auf den Herrn der Bibel heraus. Kann es sein, dass wir in unserer Vorstellung von ihm keinen Platz für erotische Liebeserklärungen haben?

Alex und ich haben uns darüber hergemacht und lesen es gemeinsam. Schon alleine die Verse des Liebesliedes zu lesen, sorgt für lächelnde Lippen und blühende Phantasie.

claudia

Es ist dein Tag

25. September 2014

Es gibt Tage, die irgendwie nicht so laufen wollen, wie mann/frau selbst es will. Kennst du das auch? Du hast eine Vorstellung und schon am morgen läuft alles anders.

Bei mir ist heute so ein Tag. Eigentlich, ja eigentlich ist ein schönes Wort. Heute nützte es mir nur wenig. Mein Tag begann mit einem klingelnden Telefon und Menschen, die von meinem Tag etwas abhaben wollten. So ist es bis jetzt geblieben. Viele Menschen haben sich in eine Reihe gestellt und jetzt ist Abend.

Nun gibt es zwei Varianten, ich kann frustriert davon ziehen und über diesen Tag jammern. Die Option gefällt mir nicht, was kann der Tag denn dafür. Ich habe mich für die das Akzeptieren entschieden. Ich könnte das auch so nennen: Ich habe mich entschieden diesen Tag zu lieben. Mein Tag läuft also anders, als geplant. Deshalb werde ich einige Themen nach morgen schieben und eine neue Tagesplanung in Angriff nehmen. Mal sehen was daraus werden wird.

Ich wünsche dir (auch morgen) einen guten Tag, mit Freude im Herzen und dem Willen sich diese nicht rauben zu lassen. Auch, und vor allem dann, wenn es nicht so läuft wie gewollt.

Atme tief durch, mache einen Moment Pause und dann entscheide dich dafür den Tag zu lieben.

claudia

Liebe heißt ...

05. September 2014

In der Regel gibt es nicht so viele Kinder in unserem direkten Umfeld. Um so interessanter ist es Eltern und Kinder miteinander zu erleben. So hörten wir auch folgende Geschichte: Das kleine Mädchen wollte nicht aufhören am Daumen zu lutschen und egal was die Mutter versprach, am Daumen lutschend ging es in den Kindergarten. Die Versprechungen wurden immer größer hatten aber keine Auswirkungen auf das eigene Verhältnis zum Daumen. Irgendwann ging die verzweifelte Mutter zur Kindergärtnerin und bat um Unterstützung. Diese daraufhin zum kleinen Mädchen, wenn du aufhörst mit Daumen lutschen, dann schenke ich dir eine Kleinigkeit. Besagtes kleines Mädchen liebte ihre Kindergärtnerin heiß und innig. Nur um ihr einen kleinen Gefallen zu tun hörte sie sofort damit auf.

Liebe geht nur im Zweierverhältnis zueinander. Liebe ist keine Einbahnstraße. Du bist geliebt und du liebst gehören zusammen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie einfach es ist. So wie ich jemanden anders liebe, um so mehr ist er in der Lage zu lieben. Willst du geliebt werden, dann musst du auch lieben! Das ist kein Kuhhandel, sondern gehört zum Prinzip der Liebe.

Die gute Nachricht ist, du kannst lieben. Weil: du bist geliebt!

Liebe heißt: über den eigenen Schatten springen, jemanden recht geben und nicht widersprechen.

Liebe heißt: einen anderen so nehmen, wie er ist und keine Bedingungen zu stellen.

Liebe heißt: jemanden eine Freude machen und keine Gegenleistung erwarten.

Liebe heißt: nicht immer recht haben wollen, und dem anderen zu vertrauen.

Liebe lohnt sich reichlich zu verschenken. Es gibt nichts was so viel Freude macht. Wenn du das nicht glaubst, dann schaue in die leuchtenden Kinderaugen, wenn sie ihre Liebe verschenken.

claudia

My Goodness

11. Juli 2014

Ein Studium kann so viele Vorträge und Präsentationen enthalten, dass man wirklich Zeitmanagement betreiben muss. Und das beginnt nicht erst, wenn man sich mit der Recherche zum Thema befasst, sondern schon an dem Tag, an dem die Termine verteilt werden. Man kann es drehen und wenden, wie man will – in diesem Semester hätte ich es wahrscheinlich nur schlecht einteilen können. Aber Fakt ist, dass ich jetzt zum Ende hin noch mal ordentlich was tun musste und dass im Endeffekt etwa 80 Prozent der Arbeit zu Hause am Schreibtisch getan wird und die restlichen Prozente werden vor Ort abgeliefert und in die müden Gesichter, wenn sie denn überhaupt erschienen sind, propagiert.

Wenn es nicht schon in der Schulzeit anfing, so muss man sich spätestens in der Studien- und Ausbildungszeit ein dickes Fell aneignen, was den Umgang mit Kritik betrifft. Es ist ja dabei erst mal zweitrangig, ob der Kritiker etwas persönlich meint oder nicht. Fakt ist, dass irgendwo Bedarf für eine Veränderung besteht. Und die Kritik, die reinkommt, kann man immer auch durch den eigenen Filter laufen lassen. War das der Situation geschuldet, einmalig, entspricht das meiner Persönlichkeit? Definiert mich der Fehler oder ist es vielmehr eine Chance voran zu kommen?

Ich denke, viele können mir da zustimmen: oft ist es wirklich eine Chance. Zu sehen, wie man von Mal zu Mal kleinere oder größere Erfolge verzeichnen kann. Sich darüber wirklich mal zu freuen. Ich meine, man kann ja immer sagen: Ja, das hätte sowieso mein Standard sein müssen, was soll ich da stolz auf mich sein?! - Aber das ist eben nicht immer so. Jeder Mensch geht von einer anderen Grundlage aus in eine Richtung, die er für gut und gesund hält und da ist jeder Schritt in diese Richtung ein Erfolg, den man feiern kann. In Maßen.

Ich persönlich habe mein fast fertiges Semester mit einem Café-Date gefeiert und es war einfach schön, zu wissen – das ist jetzt fast geschafft und meine Mühe hat sich gelohnt. Ich habe beobachtet, dass man als Student auch ganz schön schnell von einer Etappe zur nächsten springen kann und sich dabei gar nicht richtig Zeit lässt, um mal eine geschaffte Sache sacken zu lassen. Wie schon öfter gesagt: der Mensch braucht das, weil er nicht nur wie eine Maschine mechanisch arbeiten will. Davon gehe ich mal aus.

Ich habe mir also Gedanken über Feedback und Ratschläge gemacht und bin dabei auch auf Gott gekommen. Wie ist das eigentlich in dem Bereich? Gott gibt uns eine Menge Ratschläge, die wir befolgen sollen. Wenn ich mir überlege, was alles unter „Götzendienst“ fallen kann (und dass wir Gott lieben sollen und nicht menschengemachte Dinge), dann würde ich mich am liebsten unter meinem Schreibtisch verkriechen und mein Tablet gleich mitnehmen. Und eine Schoki und ein Buch und … wahrscheinlich ein paar Stunden später wieder hervor kommen und wie Garfield gegenüber der Lasagne zu Gott sagen: „Könnte ich noch etwas mehr bekommen?“ Etwas mehr, das mir wirklich das gibt, was ich brauche.

 

Mit dem Anspruch Gottes zu leben, bringt uns ständig in die Misere: Ich kann das nicht halten. Und sobald dieser Gedanke gedacht ist, kommt die Beruhigung, dass Jesus ja für die Menschen gestorben ist, - weil – sie es nicht selbst gebacken kriegen. Das schlechte Gewissen bleibt trotzdem, weil mir dann bewusst wird, dass ich wieder in die Falle getappt bin: Mein Gott ist ein guter Gott, grundgütig sozusagen. Was verspricht er nicht alles in der Bibel, das er uns schenken möchte. Er erhält gerade – dein – Leben! Und ja, er nimmt auch. Aber in der Zwischenzeit von Geburt und Tod ist er unser lebensspendender Atem, das, was uns zum Menschen gemacht hat. Und was mache ich? Ich erstelle mir wieder ein Gedankenbild von ihm, das mich mehr bestraft als er es je in meinem Leben wirklich getan hat. Stattdessen konnte ich so viel Segen erleben und oft hat er fiese Lebensphasen gewendet, wie es mir nicht im Traum eingefallen wäre.

 

Was bleibt ist der Wunsch nach Liebe. Den Nächsten, sich selbst, Gott, die Feinde. Und Gott schießt sie vor: eine Liebe, die erwidert werden möchte. Eine Liebe, die uns Grenzen aufweist, die wir selbst austesten dürfen. Aber wie oft habe ich erlebt, dass die Grenzen – Gottes konstruktive Kritik, wenn man so will – so gut gemeint waren und die Freiheit dahinter nach dem Überschreiten unattraktiv und hässlich zu sein schien. Die Freiheit, nach meinem Gutdünken zu entscheiden, was gut für mich und andere ist – nach Laune und Tagesform, nach Kontext und Gegenüber. Wie froh bin ich da eigentlich, dass ich einen Gott als Gegenüber habe, der eine Kontinuität in das Konzept des Gutseins bringt, die beeindruckt und gleichzeitig ihresgleichen sucht.

Kommen wir dort an, die Liebe dieser „Korrektur“ zu erwidern, in der Erkenntnis ihres Senders?