Manna

f  |   t  |   m
Gefiltert nach Tag probleme Filter zurücksetzen

Eine bessere Gelegenheit

27. April 2014

Eine bessere Gelegenheit gibt es meistens nicht mehr, um endlich zu handeln. Wir Menschen sind Meister darin, Dinge aufzuschieben und auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Leider dauert es oft sehr lange, bis dieser besondere Moment kommt. Oder er kommt überhaupt gar nie mehr, denn es lässt sich immer eine Ausrede finden, warum man noch warten sollte. Das schlimme am Aufschieben ist, dass man so mit dem jedem Tropfen Zeit aus kleinen Rinnsalen irgendwann reißende Flüsse macht. Und mit jedem Tropfen wird es schwieriger und schwieriger den Fluss zu überqueren und heil an das andere Ufer zu gelangen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, wie sich dieses Prinzip auf so gut wie alle Bereiche unseres Lebens anwenden lässt. Da ist der Vorsatz für das neue Jahr ist, den man nun doch nicht einhält (ich fange Morgen damit an, ganz bestimmt!) Da ist die Gitarre, die schon seit Wochen ungespielt in der Ecke steht. Da ist das Buch, das du eigentlich schon viel zu spät anfängst zu lesen in Vorbereitung auf den Test. Da ist der Mensch, den du verletzt hast, und dem du mit jedem Tag der vergeht weniger in die Augen sehen kannst. 
Die Gute Nachricht ist, dass es nicht so sein muss. Wenn du bereits solche Flüsse in deinem Leben hast, dann nimm dir einen nach dem anderen vor. Der erste ist der Schlimmste, er kostet dich am meisten Überwindung. Der Zweite wird schon leichter, denn du weißt jetzt bereits wie gut es tut, wenn die Last abfällt. Mit jeder Brücke, die du baust, entrümpelst du gleichzeitig deine Seele ein klein wenig mehr. Und am Besten lässt du es gar nicht mehr soweit kommen, denn du bist nicht dafür gemacht mit Last und Schuld durch dein Leben gehen zu müssen. 
Die Menschen Früher waren allerdings auch nicht schlauer in dieser Hinsicht, denn sogar ihnen hat Jesus schon damals den Tipp gegeben, Probleme noch am gleichen Tag zu lösen:
"Wenn du zum Altar gehst, um Gott deine Gabe zu bringen, und dort fällt dir ein, dass dein Bruder oder deine Schwester etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuerst hin und söhne dich aus. Danach komm und bring Gott dein Opfer?." (Matthäus 5:23,24)
Und auch Paulus, ein Freund von Jesus hat den Lesern seiner Briefe schon diesen Rat gegeben:
"Versündigt euch nicht, wenn ihr in Zorn geratet! Versöhnt euch wieder und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." (Epheser 4:26)
Das ganze scheint also ein uraltes, menschliches Problem zu sein. Der Rat unsere Probleme zeitnah zu lösen scheint mir heutzutage allerdings aktueller als jemals zuvor. Ich wünsche uns, dass wir uns diesen Tipp zu Herzen nehmen und danach handeln. Es würde uns manchmal eine Menge Kummer ersparen. 

marcus

Einen Schritt voraus ...

30. Oktober 2012

Im ganzen Universum gibt es nur ein einziges Wesen, das die Zukunft kennt. Nicht die Engel, kein Mensch mit seinen "miesen Tricks", nur Gott allein kennt das, was morgen und danach passiert. Wenn ich mehr darüber nachdenke, bin ich auch echt froh, dass es so ist und nicht anders. Zur gleichen Zeit gibt es mir auch ein Gefühl von Sicherheit und Schutz. Schau, Gott, der nur mein Bestes will, kennt die Zukunft. Er weiß, bevor es soweit ist, dass ich ein Problem mit irgendetwas haben werde. Darum trifft er auch schon Vorbereitungen, dass wir es nicht schwerer haben als es sein muss.

Genau das habe ich in der vergangenen Zeit mehrfach erlebt. Dinge, die ich nicht einfach so neben bei mal abarbeite und sagen kann 'ist schon okay', könnte ich viel gelassener hinnehmen, weil Gott mich irgendwie schon auf die Themen hingewiesen hatte und ich so darüber nachdenken musste, auch wenn mir der Sinn dahinter nicht wirklich in diesem Moment klar war.

Lange schon bevor wir überhaupt nur mit Gott reden, weiß er bereits was wir sagen wollen. Dennoch wartet er voller Geduld und Liebe bis wir alles zu ihm gebracht haben. Doch zu beantworten beginnt er unsere Anfragen schon viel eher. Probier es doch heute einmal aus. Bitte ganz konkret wie Gott dir in einer Situation helfen soll. Und dann denk darüber und schau zu, wann er bereits damit begonnen hat.

gastbeitrag

Ja, es ist alles (nicht) okay!

05. Juli 2012

Ich habe diese Woche den Film „2:37“ geschaut. Darin geht es um eine Handvoll Jugendlicher an ihrer Schule. Sie alle haben Probleme und Geheimnisse. Sie trauen sich nicht, damit ans Licht bzw. die erschreckend beängstigende Öffentlichkeit ihrer Schule zu gehen oder ihre Probleme sind sowieso schon für jeden offensichtlich, aber keiner fragt nach den tieferliegenden Gründen. Jeder der Jugendlichen lebt vor sich hin, leidet und steht gleichzeitig im ständigen Abwärtsvergleich mit seinen Mitschülern. „Siehst du den da?!“ fällt, nachdem gerade ein eigenes Problem angesprochen wurde. Im Stillen werden die Kämpfe mit der eigenen Identität und dem geheimen Schicksal ausgetragen und es wird keine Hilfe von außen gesucht oder angenommen. Jeder antwortet auf die Frage nach seinem Ergehen mit „Es ist alles okay!“ und keiner hinterfragt diese schwammige Antwort. 
 Wir sind nicht Gott, dass wir hinter jede Maske unserer Mitmenschen schauen könnten. Aber Gott kann uns auf die Menschen hinweisen, die unsere Hilfe brauchen. Auf die, die sich nicht trauen mit ihren Problemen klar Schiff zu machen und auf die, denen keiner zuhört und ihre tieferen Beweggründe hinterfragt, weil sie nie den Mund aufmachen würden. Nicht nur für Andere ist es aufbauend und vielleicht wirkliche Hilfe, wenn wir unsere Augen für IHRE Situation öffnen lassen. Es hilft auch uns selbst! Oft bin ich selbstzentriert und meine Gedanken kreisen um meine Probleme. Wenn mir dann bewusst wird, dass die Welt gefüllt ist von Menschen, die ebenso ihre Lasten mit sich tragen, relativiert sich mein eigenes Problem. Egoismus wird zu Mitgefühl und Aktivismus in Richtung der Anderen. Gott bekommt eine Plattform, auf der er sich um die Wunden der Anderen kümmern kann und gleichzeitig überlassen wir ihm unser eigenes Feld. Schau dich um und lass dir von Gott die Augen öffnen! 

Manchmal hilft schon einfach mal reden

13. Mai 2012

Die Probleme hängen in der Luft, und zwar richtig dick. Es herrscht Unzufriedenheit, und das nicht zu knapp. Umstände, Missverständnisse, unbeabsichtigte Fehler, Ärger. Die Summe der Dinge, die schief laufen, ist offensichtlich groß, aber wie schon das Sprichwort sagt:
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.” So ist es auch hier, die Stimmung brodelt ordentlich, und es ist endlich soweit, dass darüber gesprochen werden muss.
Die Situation selbst bringt die Leute zusammen, jeder wünscht sich, dass endlich alles auf den Tisch kommt, dass mit offenen Karten gespielt und nicht mehr hintenrum geredet wird. Alle finden sich fast spontan zusammen und alles wird gesagt. Worte fallen, Probleme werden angesprochen, Verständnis zeigt sich, Erleichterung macht sich breit. Dinge werden in einem neuen Licht gesehen.
Die Probleme sind immer noch da, es hat sich daran noch nichts geändert. Aber es wurde endlich darüber gesprochen, es ist endlich alles offenbar geworden. Auch wenn noch viel zu tun ist, so ist das wichtigste schon passiert: Beziehungen sind gelebt worden, Menschen haben einander gesagt, wie sie denken und fühlen. Sie haben sich einander anvertraut und sich verletzlich gemacht bis zu einem gewissen Grad.
Endlich geht es allen wieder besser, es hat richtig gut getan.

Warum lassen wir Menschen es eigentlich überhaupt erst soweit kommen? Es wäre nicht nötig. Geht es dir auch so in deiner Familie, an deinem Arbeitsplatz, in deinem Verein, in deiner Kirche? Dann mach mit und verändere etwas. Sprich die Dinge an. Zuerst ist es hart, aber dann werden alle dankbar dafür sein.

me

marcus