Manna

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Komm Schatz, wir hören uns ein paar Geräusche vom letzten Urlaub an!

11. Januar 2015

Sonnenschein am Chiemsee.
Sonnenschein am Chiemsee.

Urlaubsfotos kann jeder. Mit einem kleinen Trick werden sogar die akustischen Erinnerungen an den letzten Urlaub wieder lebendig.

Wenn meine Frau und ich in Urlaub fahren, dann darf eines ganz bestimmt nicht fehlen: eine Kamera, um schöne Erinnerungen einzufangen und mit nach Hause zu nehmen.

Fotoalbum

Vor ein paar Jahren hat Emma auch damit begonnen, Fotobücher zu gestalten. Auf diese Weise fristen die besten Bilder auch kein unbeachtetes Dasein auf irgendeinem elektronischen Datenträger. Und wenn jemand die Bilder sehen möchte, kann man das Album herumreichen, wie in den guten, alten Zeiten.

Geräuschealbum

Auf der Suche nach einem kleinen Aufnahmegerät für unterwegs bin ich im Internet beim Stöbern nach Testberichten auf Leute gestoßen, die im Urlaub Geräusche aufnehmen. Neben den Bildern, was so ziemlich jeder macht, nehmen diese Menschen sich also Erinnerungen in Form von Geräuschen an ihr Urlaubsland mit. Ich muss zugeben, dass mich diese Idee wirklich fasziniert hat. Im Nachhinein kommt es mir sogar sehr komisch vor, dass ich noch nie selber auf diese Idee gekommen bin. Vor allem, weil ich ja Hobby-mäßig ohnehin schon ein sehr akustischer Mensch bin.

In meinen nächsten Urlaub wird mich also neben meiner Frau und dem Fotoapparat auch ein kleines Aufnahmegerät begleiten. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Geräusche mir vor das Mikrofon laufen werden. 

Welche Geräusche würdest du in deinem Lieblingsurlaubsland aufnehmen?

marcus

My Goodness

11. Juli 2014

Ein Studium kann so viele Vorträge und Präsentationen enthalten, dass man wirklich Zeitmanagement betreiben muss. Und das beginnt nicht erst, wenn man sich mit der Recherche zum Thema befasst, sondern schon an dem Tag, an dem die Termine verteilt werden. Man kann es drehen und wenden, wie man will – in diesem Semester hätte ich es wahrscheinlich nur schlecht einteilen können. Aber Fakt ist, dass ich jetzt zum Ende hin noch mal ordentlich was tun musste und dass im Endeffekt etwa 80 Prozent der Arbeit zu Hause am Schreibtisch getan wird und die restlichen Prozente werden vor Ort abgeliefert und in die müden Gesichter, wenn sie denn überhaupt erschienen sind, propagiert.

Wenn es nicht schon in der Schulzeit anfing, so muss man sich spätestens in der Studien- und Ausbildungszeit ein dickes Fell aneignen, was den Umgang mit Kritik betrifft. Es ist ja dabei erst mal zweitrangig, ob der Kritiker etwas persönlich meint oder nicht. Fakt ist, dass irgendwo Bedarf für eine Veränderung besteht. Und die Kritik, die reinkommt, kann man immer auch durch den eigenen Filter laufen lassen. War das der Situation geschuldet, einmalig, entspricht das meiner Persönlichkeit? Definiert mich der Fehler oder ist es vielmehr eine Chance voran zu kommen?

Ich denke, viele können mir da zustimmen: oft ist es wirklich eine Chance. Zu sehen, wie man von Mal zu Mal kleinere oder größere Erfolge verzeichnen kann. Sich darüber wirklich mal zu freuen. Ich meine, man kann ja immer sagen: Ja, das hätte sowieso mein Standard sein müssen, was soll ich da stolz auf mich sein?! - Aber das ist eben nicht immer so. Jeder Mensch geht von einer anderen Grundlage aus in eine Richtung, die er für gut und gesund hält und da ist jeder Schritt in diese Richtung ein Erfolg, den man feiern kann. In Maßen.

Ich persönlich habe mein fast fertiges Semester mit einem Café-Date gefeiert und es war einfach schön, zu wissen – das ist jetzt fast geschafft und meine Mühe hat sich gelohnt. Ich habe beobachtet, dass man als Student auch ganz schön schnell von einer Etappe zur nächsten springen kann und sich dabei gar nicht richtig Zeit lässt, um mal eine geschaffte Sache sacken zu lassen. Wie schon öfter gesagt: der Mensch braucht das, weil er nicht nur wie eine Maschine mechanisch arbeiten will. Davon gehe ich mal aus.

Ich habe mir also Gedanken über Feedback und Ratschläge gemacht und bin dabei auch auf Gott gekommen. Wie ist das eigentlich in dem Bereich? Gott gibt uns eine Menge Ratschläge, die wir befolgen sollen. Wenn ich mir überlege, was alles unter „Götzendienst“ fallen kann (und dass wir Gott lieben sollen und nicht menschengemachte Dinge), dann würde ich mich am liebsten unter meinem Schreibtisch verkriechen und mein Tablet gleich mitnehmen. Und eine Schoki und ein Buch und … wahrscheinlich ein paar Stunden später wieder hervor kommen und wie Garfield gegenüber der Lasagne zu Gott sagen: „Könnte ich noch etwas mehr bekommen?“ Etwas mehr, das mir wirklich das gibt, was ich brauche.

 

Mit dem Anspruch Gottes zu leben, bringt uns ständig in die Misere: Ich kann das nicht halten. Und sobald dieser Gedanke gedacht ist, kommt die Beruhigung, dass Jesus ja für die Menschen gestorben ist, - weil – sie es nicht selbst gebacken kriegen. Das schlechte Gewissen bleibt trotzdem, weil mir dann bewusst wird, dass ich wieder in die Falle getappt bin: Mein Gott ist ein guter Gott, grundgütig sozusagen. Was verspricht er nicht alles in der Bibel, das er uns schenken möchte. Er erhält gerade – dein – Leben! Und ja, er nimmt auch. Aber in der Zwischenzeit von Geburt und Tod ist er unser lebensspendender Atem, das, was uns zum Menschen gemacht hat. Und was mache ich? Ich erstelle mir wieder ein Gedankenbild von ihm, das mich mehr bestraft als er es je in meinem Leben wirklich getan hat. Stattdessen konnte ich so viel Segen erleben und oft hat er fiese Lebensphasen gewendet, wie es mir nicht im Traum eingefallen wäre.

 

Was bleibt ist der Wunsch nach Liebe. Den Nächsten, sich selbst, Gott, die Feinde. Und Gott schießt sie vor: eine Liebe, die erwidert werden möchte. Eine Liebe, die uns Grenzen aufweist, die wir selbst austesten dürfen. Aber wie oft habe ich erlebt, dass die Grenzen – Gottes konstruktive Kritik, wenn man so will – so gut gemeint waren und die Freiheit dahinter nach dem Überschreiten unattraktiv und hässlich zu sein schien. Die Freiheit, nach meinem Gutdünken zu entscheiden, was gut für mich und andere ist – nach Laune und Tagesform, nach Kontext und Gegenüber. Wie froh bin ich da eigentlich, dass ich einen Gott als Gegenüber habe, der eine Kontinuität in das Konzept des Gutseins bringt, die beeindruckt und gleichzeitig ihresgleichen sucht.

Kommen wir dort an, die Liebe dieser „Korrektur“ zu erwidern, in der Erkenntnis ihres Senders?

Das gute Gefühl des Erfolgs

08. Juni 2014

Wechsel der Bremsblöcke.
Wechsel der Bremsblöcke.
Die neuen Bremsblöcke sind gut zu erkennen.
Die neuen Bremsblöcke sind gut zu erkennen.

Erfolg ist ein gutes Gefühl, und die meisten von uns haben es hoffentlich schon wenigstens einmal gehabt. Aber was macht Erfolg aus, was ist das eigentlich?

Wenn Du an Erfolg denkst, dann kommt Dir wahrscheinlich etwas anderes in den Sinn als deinen Freunden oder mir. Manche sehen den Erfolg im prallgefüllten Bankkonto eines Businnessmans, andere in den vollgefüllten Konzerthallen eines Superstars und manche in der abgeschiedenen, einsamen Bezwingung des eigenen Körpers auf einem der höchsten Berge der Erde. Bedeutet das jetzt aber wiederum, dass wir kleinen Normalos keinen Erfolg haben können? Ist uns das gute Gefühl des Erfolgs nicht vergönnt?

Ich wachse über mich hinaus

"Soll ich es machen? Ach, ich weiß nicht. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Ich traue mich nicht." So oder ähnlich klingt es, wenn ein Mensch es nicht wagt, etwas zu tun, was er vorher noch nie getan hat. Die Angst vor dem Ungewissen, vor dem Versagen und vor den spottenden Blicken anderer ist ein großer Faktor in dieser Unsicherheit. Ebenso mit von der Partie sind mangelndes Selbstvertrauen und manchmal auch Bequemlichkeit. 

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe noch keinen Menschen mit dieser Einstellung gesehen, der das Gefühl von Erfolg annähernd sichtbar an sich trägt. Wer auch immer Erfolg erlebt hat, konnte diesen mit Sicherheit nicht vor dem Abendprogramm des Fernsehers mit einer Tüte Chips in der Hand erreichen. Wer Erfolg hat, wächst über sich hinaus, wagt etwas und gewinnt dabei. 

Das Ziel vor Augen erreichen

Erfolg haben heißt laut Definition, selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Jetzt kommen wir der Sache also schon näher. Echter Erfolg hat also primär nichts mit Geld oder Berühmtheit zu tun. Denn es gab auch reiche Leute die sich das Leben genommen haben oder berühmte Leute, die lediglich durch zweifelhaftes Betragen auffielen. Erfolg haben kann also nur, wer sich selbst Ziele steckt und dann alles daran setzt diese zu erreichen. Das müssen auch gar keine weit entfernten Ziele sein. Es reicht ja schon, wenn Du vornimmst, heute fünf Kilometer zu laufen und dies dann auch schaffst. Natürlich kann es auch sein, dass Du Dir ein größeres Ziel vornimmst, für das Du dann Zwischenerfolge verbuchen kannst. Kein Marathonläufer wird anfangs daran gedacht haben, sofort     die ganze Strecke auf einmal zu laufen. Aber eines hat mit Sicherheit keiner von Ihnen: Das Ziel vor den Augen verloren. 

Mut, etwas zu schaffen

Es stimmt, es kostet Mut etwas neues schaffen zu wollen. Aber ich kann Dir nur Mut zusprechen. Fang mit kleinen Dingen an. Kleine Erfolge machen Lust auf mehr und öffnen Potenziale in Dir, die Du Dir vorher niemals hättest erträumen können! Mein letztes Erfolgserlebnis, war z.B. die Reparatur meines Autos, welche Wechsel der Scheinwerferanlage inklusive Frontblinker und Wechsel der Bremsblöcke umfasste. Für manch andere ist so etwas vielleicht alltägliche Arbeit, aber für mich erhielt für diesen "Mut" das tolle und lang andauernde Gefühl des Erfolgs. 

Egal was es ist, was Du eigentlich schon lange gerne machen würdest, was hält Dich zurück? Zeig deinem inneren Schweinehund, dem ewigen Angsthasen und Couchpotato die Zähne! Ich wünsche Dir alles was Du vielleicht dazu brauchen könntest: Mut, Begeisterung, Durchhaltevermögen und Kraft. Und natürlich wünsche ich Dir dabei letztendlich viel Erfolg! 

marcus

Eine bessere Gelegenheit

27. April 2014

Eine bessere Gelegenheit gibt es meistens nicht mehr, um endlich zu handeln. Wir Menschen sind Meister darin, Dinge aufzuschieben und auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Leider dauert es oft sehr lange, bis dieser besondere Moment kommt. Oder er kommt überhaupt gar nie mehr, denn es lässt sich immer eine Ausrede finden, warum man noch warten sollte. Das schlimme am Aufschieben ist, dass man so mit dem jedem Tropfen Zeit aus kleinen Rinnsalen irgendwann reißende Flüsse macht. Und mit jedem Tropfen wird es schwieriger und schwieriger den Fluss zu überqueren und heil an das andere Ufer zu gelangen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, wie sich dieses Prinzip auf so gut wie alle Bereiche unseres Lebens anwenden lässt. Da ist der Vorsatz für das neue Jahr ist, den man nun doch nicht einhält (ich fange Morgen damit an, ganz bestimmt!) Da ist die Gitarre, die schon seit Wochen ungespielt in der Ecke steht. Da ist das Buch, das du eigentlich schon viel zu spät anfängst zu lesen in Vorbereitung auf den Test. Da ist der Mensch, den du verletzt hast, und dem du mit jedem Tag der vergeht weniger in die Augen sehen kannst. 
Die Gute Nachricht ist, dass es nicht so sein muss. Wenn du bereits solche Flüsse in deinem Leben hast, dann nimm dir einen nach dem anderen vor. Der erste ist der Schlimmste, er kostet dich am meisten Überwindung. Der Zweite wird schon leichter, denn du weißt jetzt bereits wie gut es tut, wenn die Last abfällt. Mit jeder Brücke, die du baust, entrümpelst du gleichzeitig deine Seele ein klein wenig mehr. Und am Besten lässt du es gar nicht mehr soweit kommen, denn du bist nicht dafür gemacht mit Last und Schuld durch dein Leben gehen zu müssen. 
Die Menschen Früher waren allerdings auch nicht schlauer in dieser Hinsicht, denn sogar ihnen hat Jesus schon damals den Tipp gegeben, Probleme noch am gleichen Tag zu lösen:
"Wenn du zum Altar gehst, um Gott deine Gabe zu bringen, und dort fällt dir ein, dass dein Bruder oder deine Schwester etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuerst hin und söhne dich aus. Danach komm und bring Gott dein Opfer?." (Matthäus 5:23,24)
Und auch Paulus, ein Freund von Jesus hat den Lesern seiner Briefe schon diesen Rat gegeben:
"Versündigt euch nicht, wenn ihr in Zorn geratet! Versöhnt euch wieder und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." (Epheser 4:26)
Das ganze scheint also ein uraltes, menschliches Problem zu sein. Der Rat unsere Probleme zeitnah zu lösen scheint mir heutzutage allerdings aktueller als jemals zuvor. Ich wünsche uns, dass wir uns diesen Tipp zu Herzen nehmen und danach handeln. Es würde uns manchmal eine Menge Kummer ersparen. 

marcus

Die Qualität der robusten Dinge

06. April 2014

iPod mit ausgetauschter Batterie. Copyright: Marcus Eitzenberger
iPod mit ausgetauschter Batterie. Copyright: Marcus Eitzenberger
Gute Qualität: Auf den Boden aufgeschlagenes Apogee One funktioniert noch. Copyright: Marcus Eitzenberger
Gute Qualität: Auf den Boden aufgeschlagenes Apogee One funktioniert noch. Copyright: Marcus Eitzenberger

 

Im Laufe seines Lebens nutzt ein Mensch viele Gegenstände. Manche sind von guter Qualität und halten lange, andere nicht. Doch kaum ein Gegenstand hält so lange wie der Mensch selbst.

 

 

Würde man einen Menschen am Ende seines Lebens mit sämtlichen Dingen fotografieren wollen, die er jemals besessen hat, würde man ziemlich viel Platz benötigen. Platz für sämtliche Hosen, T-Shirts, Sweater, Schuhe, Rucksäcke, Taschen, Möbel, Autos sowie Gegenstände für Hobbies wie Ski, Instrumente oder Werkzeuge.

 

Qualität

 

Jeder dieser Gegenstände hat eine gewisse Qualität und damit auch eine bestimmte Lebensspanne, die er überdauern kann. Je nach Robustheit, Häufigkeit der Nutzung und Anwendungsgebiet hält ein Gegenstand länger oder kürzer. Manche Dinge sind dafür ausgelegt, möglichst lange in Verwendung sein zu können. Ihre Qualität ist so gut, dass der Hersteller seine Kunden auch mit erhältlichen Ersatzteilen versorgt, um kleinere Reparaturen selbst vornehmen zu können. Meist spielen solche Waren allerdings in einer etwas höherpreisigen Liga. Andere wiederum sind günstig zu kaufen, weisen allerdings bereits oft bei der bestimmungsgemäßen Benutzung Mängel oder Nachteile auf und sind oft auch sehr viel schneller kaputt.

 

Robustheit

 

Robustheit zeichnet sich dadurch aus, dass mit einem Gegenstand auch mal etwas härter und weniger sorgsam umgegangen werden kann, ohne dass dieser gleich kaputt geht. Qualitative Ware ist oft sogar daraus ausgelegt, eine bestimmte Menge an „Brutalität“ gut verkraften zu können, besonders wenn es um Profiequipment geht.

 

Der zähe Mensch

 

Es gibt allerdings nur wenige Gegenstände, die die Lebenszeit eines Menschen bei andauernder Beanspruchung überdauern. Und wenn sie es tun, dann meist nur wenn man sie gut pflegt und alle paar Jahre kleinere Reparaturen daran vornimmt. Im Gegensatz dazu ist der Mensch ein wahres Meisterwerk an Robustheit und Qualität. Man muss ihn fast schon als zäh bezeichnen, im Hinblick auf die vielen Anforderungen, sowohl körperlich als auch psychisch.

Das ist nur möglich, weil der Körper mit allerhand Reparaturprogrammen ausgestattet ist, die sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene unverzüglich Verletzungen wieder selbst heilen. Von kleineren Abschürfungen bis hin zu Knochenbrüchen – der Körper bekommt fast alles wieder repariert. 

 

An alles gedacht

 

Der Ingenieur unseres Körpers hat wirklich an alles gedacht, damit wir lange Freude an unserer Gesundheit und unserem Leben haben. Er hat nicht gespart und nur beste Materialien verwendet um Höchstleistungen und äußerst lange Lebensdauer zu ermöglichen. Durch eine Art „Notfallprogramm“ können wir unseren jetzigen Körper zukünftig sogar gegen einen ganz neuen eintauschen, inklusive neuer Erde. Alles neu. Dann brauchen wir unser altes Hab und Gut hier nicht mehr. Bis es allerdings soweit ist, kann ich jedem empfehlen lieber etwas mehr Geld auszugeben und gute Qualität zu kaufen. In den meisten Fällen zahlt es sich richtig aus.

marcus

Trockenheit

31. März 2014

Es ist Frühling, wie wunderbar! Alles in unserem Garten ist auf dem Weg zum blühen. Unsere Forsythie leuchtet in einem satten goldgelb, zur Freude für uns alle und weithin sichtbar.

Während wir uns an der Pracht des zurück kehrenden Lebens freuen, sind wir etwas erschreckt von der großen Trockenheit. Ja, es ist ein erstaunliches Frühjahr. Noch nie war die Natur Ende März so weit voran geschritten und noch nie mussten wir bereits im März intensiv gießen, damit die Pflanzen ihre Kraft erhalten und weiter wachsen.

Das erinnert mich an den Bon vom Wochenende. Alex und ich schauten gemeinsam "Ein Quantum Trost". In dem James Bond Film geht es um die für uns alle lebenswichtige Ressource, Wasser. Der bereits 2008 gedrehte Film zeigt nur einen kleinen wahrscheinlich dafür sehr realen Kampf der bereits um Ressourcen wie Wasser gekämpft wird. Der Film geht offen aus.

So geht es uns derzeit auf dieser Erde auch. Wir kämpfen um Ressourcen von seltenen Rohstoffen und um Wasser. Heute stellt der Weltklimarat seinen aktuellen Bericht vor. Kurz ausgedrückt heisst es: 

Weltklimarat warnt vor Dürre, Hitze und Überflutung 

Das Szenario was sich darin für unsere Zukunft darin findet, ist alles andere als erbaulich. Laut Bericht haben wir wohl nur die Wahl zwischen zu viel ungenießbaren Wasser und zu wenig.

Schuldig wird darin der Mensch gesprochen. Seine Ausbeutung und Gier nach Profit, treiben den CO2 Ausstoß immer weiter in die Höhe. Die Aufforderung an die Staaten der Welt gemeinsam an einer Lösung für den Erhalt der Erde zu arbeiten verhallen bis jetzt ohne Konsequenz.  

Wenn ich nur alleine den Bericht in der Süddeutschen Zeitung zu Ende lese, entwickelt sich ein schaler Geschmack auf die Zukunft. Es dauert einige Sekunden, bis sich ein Hoffnungsschimmer in meinem Gesicht breit macht.

Bereits in der Bibel steht, dass der Mensch die Erde zu Grund richten wird. Doch gleichzeitig mit dieser negativen Ankündigung, gibt es einen Rettungsanker. Weil wir Menschen uns nicht selbst aus dem Sumpf ziehen können, wurde ein Plan entwickelt uns Menschen zu befreien. Dieser Plan wurde umgesetzt und ist immer noch aktiv. Wenn diese Erde einmal nicht mehr zu retten sein wird, dann kommt Jesus und wird eine neue Erde schaffen.

Das Geniale an dieser neuen Erde ist, dass die darauf lebenden Menschen nicht mehr dem Gesetz der Gier und des Profitstrebens unterliegen werden. In dem Jesus uns Menschen raus zieht, gibt er uns auch die Möglichkeit das alles los zu lassen. 

Lese ich diese Prognosen über die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte, dann erfüllt es mein Herz mit Trauer über uns Menschen. Doch gleichzeitig bin ich voller Hoffnung, weil ich weiß das es nicht das Ende ist. 

claudia

Light oder Premium

07. März 2014

Ich möchte an der Stelle Schleichwerbung vermeiden, deshalb etwas abstrahiert ausgedrückt: vielleicht bist du auch Nutzer des grünen Musikstreaminganbieters. Für mich ist das liebe Programm wirklich ein Geschenk des Himmels und dass es jetzt sogar gratis auf Smartphone und Co nutzbar ist, hat dem Anbieter von meiner Seite gleich ein paar Sympathiepunkte mehr eingebracht.

Wie dem auch sei – ich bin zugegebenermaßen ein durchschnittlicher Nutzer der Gratisversion. Das heißt, ich muss mit Werbung leben. Ist okay. Besonders unaufdringlich sind dabei die Banner, die sich tonlos über die Playlisten schieben. Umso ausdrucksvoller sind für mich die präzisen Botschaften wie „Premium klingt besser“.

So schlecht klingt die kostenlose Version doch gar nicht, dachte ich mir bei der ersten Konfrontation mit dieser Werbebotschaft. Eigentlich sogar ziemlich gut, nach meinem Empfinden! Ich weiß sozusagen gar nicht, was ich verpasse, bis ich mal in den unfassbar phänomenal guten Hörgenuss der Premiumversion eingeweiht werde. Danach werde ich wohl immer den Aufwärtsvergleich im Hinterkopf haben. Oder so ähnlich.

Mich hat das an unsere Welt erinnert. Wir leben eindeutig nicht in einer Welt, die grenzenlos und endlos ist. Ein mal um die Welt und dann kommt da nichts mehr. Und nicht nur reisetechnisch kommen wir an unsere Grenzen. Jeder einzelne Mensch wird nach einem ereignisreichen Tag müde und muss seinen Energietank mit Schlaf neu aufladen. Konzentration braucht Zucker, der Magen was zu essen. Und so weiter. Wir wissen selber, welche Grenzen wir haben, auch wenn wir uns vielleicht was anderes vormachen wollen.

Nehmen wir mal an, diese Welt ist nicht alles und diese Lightversion gefällt uns eigentlich trotz mancher Mängel ganz gut. Könnten wir den Gedanken wagen, dass wir uns damit zufrieden geben, weil wir nicht wissen, was besser ist? Ich meine damit nicht das unterdrückte Bedürfnis nach Revolution, nicht die Illusion, dass wir die Welt, wie sie ist, einfach mal umkrempeln können.

Ich meine den festen Glauben und die Hoffnung darauf, dass diese Welt nur der Anfang ist und einen Ausblick auf das Premiumpaket geben soll. Aber wie kommen wir an das vollkommene Leben, in Ewigkeit, Fülle, eben „all inclusive“ ran? Gott bietet uns an, das Ticket dafür bei ihm abzuholen. Und nicht nur das – er möchte nicht nur namenlose Gäste auf dem himmlischen Traumschiff, er möchte jeden seiner Gäste wie einen VIP behandeln. Darunter zählt eine enge Beziehung, eine Festanstellung im Personal, Notrufmöglichkeiten, Body Guards und Care-Pakete. Freier Zugang zum Boardbuffet.

Premium klingt besser. Premium lebt sich besser, aber man muss halt was dafür bezahlen. Aber wie ist das mit den guten Dingen? Was nichts kostet, ist auch nichts wert. (Im Fall von dem gratis Musikstreaming muss ich da allerdings vorsichtig widersprechen…) Interessante Denkanstöße zu diesem Thema, eine sehr spannende, lebensnahe und gleichzeitig verwirrende Story hat sich der Autor Thomas Franke für seinen neuen Roman„Der Spiegel des Schöpfers“ überlegt. Lies doch mal rein – ich kann es kaum aus den Händen legen.

Instrumente der Welt und ihre Klänge

19. Januar 2014

Sattel einer Violine. Bild: Wikimedia Commons, PTJ56.
Sattel einer Violine. Bild: Wikimedia Commons, PTJ56.

Auf der ganzen Welt gibt es Musik, die mit verschiedensten Instrumenten gemacht wird. Jedes der Instrumente hat seinen ganz eigenen Klang.

Gestern sind meine Frau und ich auf eine „musikalische Reise“ gegangen. Leider nicht real, aber zumindest auf der Couch und unserem iPad. Viele Hersteller von Instrumenten oder auch Verkäufer stellen mittlerweile Videos und Klangbeispiele online. Auch auf diversen Videoplattformen wie z.B. Youtube findet man so einiges. Da wir beide begeisterte Musiker sind, war die Reise für uns somit sehr entdeckungsreich.

Unterschiedlich und doch überall gleich

Eines ist uns auf unserer Entdeckungsreise durch das Internet besonders aufgefallen: Musik wird wahrscheinlich so gut wie überall gemacht. Die dazu verwendeten Instrumente basieren dabei meist auf ähnlichen Prinzipien. Sie haben alle einen hohlen Klangkörper, der durch verschiedene andere Bestandteile in Schwingung versetzt wird und dadurch einen Ton abgibt. Meist kommen Saiten oder Klöppel bzw. Stäbe zum Einsatz, um den Klangkörper zum Schwingen zu bringen. Je nach Dicke und Beschaffenheit der Saiten oder Stäbe und auch des Klangkörpers, entsteht ein anders geartetes Klangbild. Viele der Instrumente sehen ähnlich aus, unterscheiden sich aber in bestimmten Einzelheiten. Ebenso klingen sie zwar ähnlich, hört man genau hin, erkennt man dennoch Unterschiede.

Manche der Instrumente sind extrem primitiv aufgebaut, was aber nicht sofort auf ihren Klang schließen lässt. Wieder andere sehen sehr edel aus und sind in höchster Handwerkskunst gefertigt.

Der Klang macht die Musik

Das Tolle an Instrumenten ist, dass eigentlich für jeden etwas dabei ist. Es gibt komplizierte und schwer zu erlernende, aber auch einfach aufgebaute und dadurch auch leicht zu erlernende. Viele der leicht zu erlernenden oder auch ohne Vorkenntnisse zu verwendenden haben dennoch oft einen wahnsinnig tollen Klang. Jedes der Instrumente klingt schon für sich alleine, im Zusammenspiel mit anderen entfaltet sich meist jedoch noch einmal eine ganz andere „Klangwelt“.

Ein Klang, der berührt

Die ganze Welt hört Musik, viele Menschen besonders die Charts rauf und runter. Mir ist aufgefallen, dass es im Gegenzug dazu eigentlich verhältnismäßig wenige Menschen sind, die selbst Musik machen. Ich kenne Haushalte, in denen es kein einziges Instrument gibt. Das ist sehr schade, denn den meisten ist gar nicht bewusst, was ihnen dadurch entgeht. Ein Instrument selbst zu spielen, bedeutet in unmittelbarer Nähe zum Klang zu sitzen, ihn nicht nur zu hören sondern die Vibrationen in der Luft und des Instruments zu spüren. Man ist selbst Urheber der Bewegung und Schwingung, kann den Klang des Instruments beeinflussen und das was man innerlich fühlt wie durch ein Ventil nach außen lassen.

Wie bereits erwähnt, muss es ja kein teures Klavier oder eine Gitarre sein. Viele Instrumente sind weder teuer, noch sind sie schwierig zu erlernen.

Wir wissen, dass Musik zu machen schon sehr, sehr lange ein Bestandteil der Menschheit ist. Schon in der Bibel werden relativ früh die ersten Instrumentenbauer als Berufsgruppe erwähnt.

Ich weiß nicht, welchen Bezug du zur Musik und zu Instrumenten hast. Wenn du bereits ein Instrument spielst ist das super für dich. Wenn nicht, dann kann ich dich nur ermutigen, auf die Suche nach „deinem“ Instrument zu gehen. Bei all der Vielfalt ist mit Sicherheit auch ein Instrument für dich etwas dabei, vielleicht sogar mehrere!

marcus

Probleme einfach überhören

24. März 2013

Ich habe letztens ein Programm einem Test unterzogen, das dafür gut ist Knacken, Rauschen und andere Störgeräusche aus Aufnahmen zu entfernen. Man kann das Ganze zum Beispiel auch verwenden, um Schallplatten zu digitalisieren und anschließend von unschönen Geräuschen zu befreien. Da ich weder Plattenspieler noch Platten habe, machte ich mir mit Hilfe eines Audio-Werkzeugs einfach welche: Es fügt Knacken, Kratzen, und andere Störgeräusche in beliebiger Intensität zu Aufnahmen hinzu. Nachdem ich meine „Schallplatten“ fertig hatte, testete ich die Software auf Herz und Nieren und verglich die Ergebnisse mit den Originaldateien. Ich war wirklich zufrieden mit der erbrachten Leistung des Programms und malte mir schon aus, ein durchweg positives Review zu schreiben.
Zuhause angekommen wollte ich es allerdings nochmal genauer wissen und nutzte zum Abhören diesmal mein Audio-Interface und meine guten alten Beyerdynamic DT770 Pro Kopfhörer. Was sich mir damit dann offenbarte, konnte ich anfänglich kaum glauben. Ich hatte das Gefühl, die Dateien überhaupt gar nicht bearbeitet zu haben. Da waren sie wieder, die Störgeräusche! Anscheinend hatte ich die Geräusche mit der eingebauten Soundkarte und den kleinen Kopfhörern einfach nicht wahrnehmen können. Und so musste ich meine Meinung noch einmal revidieren….

Die Geschichte hat mich wieder einmal gelehrt, dass man manchmal schon etwas genauer hinsehen bzw. -hören muss, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Oft sind wir Menschen sehr schnell dabei, ein Vorurteil zu fällen, dass dann auch andere noch beeinflusst. Und meistens haben wir von der ganzen Sache überhaupt keine Ahnung, sonst wäre es ja auch kein Vorurteil. Und hätten wir die Sache näher betrachtet, dann hätten wir sogar noch Verständnis und würden das dumme Gerede gleich sein lassen.

Ich möchte dich ermutigen, alles, was dir begegnet, erst einmal zu hinterfragen und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Es könnte sein, dass du etwas Wichtiges übersehen hast. Es gibt nur einen, der alle Details kennt, und selbst obwohl er das tut, behandelt er jeden Menschen so, als würde es nur Gutes zu berichten geben. Gott macht das so, und wir sollten es wenigstens versuchen. Wir haben in dieser Hinsicht noch sehr viel zu lernen. Also Kopfhörer auf und genau hinhören. 

marcus