Manna

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Klatsch und Tratsch, Interpretation und Gerücht, Lüge und Wahrheit

21. Oktober 2014

Nichts ist so schön wie über andere herzuziehen. (Solange sie es nicht mitbekommen.) Gestern Abend saßen wir in einem Restaurant, als am Nebentisch der Klatsch und Tratsch des Ortes analysiert und umgerührt wurde.

Gerade habe ich in Bild.de vorbeigeschaut und musste mal wieder feststellen, dass sich das Gespräch vom Nachbartisch und die Qualität bei Bild nicht wirklich unterschieden. Etwas Ebola und Pistorius, die Pilotengewerkschaft Cockpit und eine Prise Royal Soap. Etwas Wahrheit und Lüge miteinander vermischt und fertig ist das Gerücht.

Wehe dir, wenn du das Objekt der Begierde bist. Es ist völlig egal welches Verhalten du zeigst, du bist dran. Deshalb hatte Christian Wulff damals auch recht, als er sagte "es geht vorbei". Nur wie es vorbei geht und mit welchem Ergebnis, weiß man erst hinterher.

Ist es die Lust der Eigenpositionierung, die uns zu dem Spiel um Klatsch und Tratsch treibt? Prüfen wir unser Verhalten ob es der Sache um die es geht, angemessen ist. Nicht immer können wir mit ruhigem Gewissen unser Handeln für gut befinden. Fragen wir unseren eigenen Bauch mahnt er uns meistens zur Verbesserung.

Nicht umsonst heißt es: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Die große Kunst ist es zu erkennen, wann was dran ist. Wir sind nicht perfekt, wir werden also aneinander schuldig, auch in der Art wie wir miteinander und über einander reden. Deshalb wünsche ich mir von mir und dir, dass wir lieber schweigend zusammen sitzen, als Klatsch und Tratsch mit Lüge und Wahrheit umzurühren.

claudia

Miteinander reden, Grenzen erweitern

16. Oktober 2014

Miteinander reden ist einfach. Miteinander reden, so dass beide das Gleiche hören und meinen ist eine Kunst. Wir Menschen reden jeden Tag viele Worte und manche davon sollten wir uns lieber schenken. Es gibt aber auch Worte, die nicht gesprochen werden, obwohl sie so dringend nötig wären.

Mein Denken ist von meinem Erleben und meiner Weltsicht geprägt. Genau so geht es jedem Menschen. Weil wir wissen, dass Reden unsere innersten Empfindungen preisgibt, verstummen wir zu oft. Unser Bedürfnis nehmen wir wahr und suchen Hilfe bei Menschen von denen wir ausgehen, dass sie es besser können.

Auch ich in meiner Kommunikation bin Lernender. Immer wieder stoße ich an meine Grenzen.

Am Wochenende habe ich eine Lernhilfe entdeckt, die immer funktioniert, immer verfügbar ist und nichts kostet. Meine Freundin nimmt diese Lernhilfe auch in Anspruch. Welche das ist?

Ich frage Jesus, was ich sagen soll. In meinem Fall hatte ich 10 Minuten Zeit zur Vorbereitung. Meine Freundin hatte nur ein paar Sekunden. Wir beide können diese Lernhilfe sehr empfehlen. Wenn du nicht weißt, was du reden sollst oder wie, dann frage doch bei Jesus nach. Er wird dir die richtigen Worte geben, du musst sie "nur" aussprechen.

Viel Freude beim Reden!

claudia

Glückliche Dreiecksbeziehung

17. Januar 2013

Kennst du die Erwartung an das Leben, dass es irgendetwas geben muss, das dich vollkommen erfüllt und glücklich macht? Ich kenne diesen Wunsch von mir und vielen anderen auch, dass sich irgendwann so ein dauerhaftes Gefühl der Zufriedenheit und des inneren Friedens einstellt. Besser geht’s nicht und so. Ich habe hier, mit Ausnahme von einigen Momenten, nichts gefunden, das mich total glücklich macht. Meistens hat mich irgendetwas enttäuscht und wenn es nur Kleinigkeiten waren, die Enttäuschung, dass wieder keine Vollkommenheit da war, wo ich hoffte sie zu finden.

Ob geschenkt oder erarbeitet – in unserem Beruf oder einer Partnerschaft und wo auch sonst noch können wir nicht auf Dauer erfüllt werden. Die Dinge sind schnelllebig, sie gehen irgendwann vorbei, Schönheit verblasst, Erinnerungen verschwinden, die Liebe eines Menschen ist seine eigene Entscheidung und mit Mühe verbunden. 

Ich habe in den letzten Tagen viel mit Gott gesprochen, oder besser – er hat mit mir gesprochen. Ich habe mal bewusst nicht viel gesagt und er genaugenommen auch nicht, aber ich habe in vielen Situationen nicht nur die Dinge um mich herum wahrgenommen, sondern gleichzeitig meine geistlichen Antennen auf Empfang gestellt. Und so war es ein stiller Dialog, ein Abstimmen, was Gott jetzt denkt, wertschätzt, von mir möchte. Wo bei den anderen gerade der Schuh drückt, wie er mein Gegenüber sieht. Eine Art Vertrauen, dass er meine Aufmerksamkeit auf das lenkt, was ihm wichtig ist und dadurch, dass ich es wiederum vor ihn bringe, er sich darum kümmert.

In einer Zeitschrift habe ich gestern gelesen, dass wir Zeit, die wir in andere investieren, sowieso lieber abtreten und es uns selbst glücklich macht. Das Tolle an meinem himmlischen Papa ist, dass er dieses Glück im Prinzip in eine Dreiecksbeziehung stellt: er, ich, andere. Dadurch geht der Blick weg von mir, weg von meinen Problemchen, ich bekomme direkte Hinweise vom Chef des Universums überhaupt. Und während ich mehr auf andere achte, wird auch die Beziehung zu Jesus gestärkt, denn wenn ich viel mit jemandem rede, wird er mir auch wichtig. Das Vertrauen wird gestärkt und irgendwann ist es ganz selbstverständlich, dass ich ihn in alles einbeziehe.

Ein bisschen Training macht da echt was aus. Erwarte Antworten, genieße seine Gegenwart und Stille, sei einfach da, er ist es sowieso. Und sei gespannt, welche Sinne er anspricht.

Diese Art von Kommunikation mit Gott macht uns zufriedener und senkt die überzogenen Erwartungen, die wir an Umstände oder Mitmenschen stellen. Ich wünsche dir ganz tolle Erfahrungen damit!

Einfach spitze, dass du da bist

09. Juli 2012

Findest du es auch so toll, einfach mal gedrückt zu werden?
Findest du es auch so toll, nette Worte von jemandem über dich zu hören?
Findest du es auch so toll, wenn jemand dir sagt, dass er dich vermisst oder dass er dich gern hat?
Ja?
Find ich auch toll. Ich find es toll, dass ich solche Freunde haben darf.
Die mir ihr Ohr und ihre Zeit schenken, wenn mal der "Schuh drückt".
Die mich aufbauen, wenn ich am Boden bin.
Die sich freuen, die ein Strahlen ins Gesicht bekommen, wenn sie mich sehen.
Das tut gut!
Heute hab ich mal wieder eine Aufgabe für dich, mich und uns alle.
Du hast bestimmt auch solche Freunde, oder?
Und ich glaub es ist mal an der Reihe, dass wir ihnen danke sagen.
Vielleicht mit Worten, vielleicht mit einer lieben Nachricht, vielleicht mit einem Blümchen, oder doch eher was Süßes?
Bist du bereit?
Ach, was frag ich? Klar doch! Find ich spitze.
Vielleicht kannst du schreiben, für was du dankbar bist.
Und vielleicht kannst du anderen Tipps geben, wie du deinem Freund gesagt hast: "Einfach spitze, dass du da bist".
Ich freu mich. Und ich glaub, ich werde nicht die Einzige bleiben. 

Saunabekanntschaft

23. Juni 2012

Ich sitze an einem verregneten, etwas windigen Aprilabend in einem Schaukelstuhl im Ausruhraum der Sauna. In der Hand habe ich das Buch „Gott und die Hütte“. Ich vertiefe mich in die Zeilen um den Zusammenhang zu begreifen, während über mir der Lautsprecher versucht Musik in meine Ohren zu bringen. Da werde ich von einer Sauna-Kollegin auf das Buch angesprochen. Sie fragt mich, ob ich gläubig sei. Wir kennen uns schon lange, doch erst jetzt kommen wir ins Gespräch über Gott, den Glauben, Vertrauen und Vergeben. Es fasziniert mich immer wieder, wenn ich auf Menschen treffe, die Gott in ihr Leben aufgenommen haben, mit ihm reden, auf ihn hören. Sie erzählt mir, dass ihr Leben durch tiefe Täler geht, aber immer wieder ins Licht kommt. Da berichte ich ihr von der Botschaft, die ich durch das Buch „Die Hütte“ erhalten habe und die mir im Alltag Kraft gibt: Gott kann aus jedem Unglück, aus jedem Schicksalsschlag, aus jeder Traurigkeit etwas Gutes machen. 
Regina ging etwas eher nach Hause – ich lege mich noch auf die Bank und denke über unser Gespräch nach. Ich fühle mich wohl. Es tut so gut, ein schönes Gespräch geführt zu haben.
Ich freue mich nun schon auf den nächsten Saunabesuch, wo ich Regina wieder treffen werde. Wir haben etwas, das uns verbindet: die Liebe zu Gott und zu seiner Führung.