Manna

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Gefiltert nach Tag ruhe Filter zurücksetzen

Mehr Zeit für Schönheit

14. Dezember 2014

In der Hektik des Alltags bleibt die Zeit für Schönheit oft auf der Strecke. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Vergangene Woche auf dem Nachhauseweg von der Arbeit musste der Strassenverkehr richtig um meine Aufmerksamkeit buhlen. Links neben ihr befand sich ein atemberaubend schönes Sonnenuntergangspanorama, das die Berge und Wälder samt Wolkenmeer in ein kräftiges, rosafarbenes Panorama verwandelte. In solchen Situationen würde ich am liebsten mitten auf der Straße anhalten, aussteigend und auf die nächstgelegene Wiese gehen um den Anblick zu genießen. Denn meistens sind diese wunderschönen Momente nicht von langer Dauer, nach etwa einer Viertelstunde ist das Phänomen meistens wieder vorbei.

In solchen Momenten wird mir dann wieder bewusst, wieviele schönen Momente wir jeden verpassen, weil wir einfach zu beschäftigt sind. Tausend Dinge auf unseren To-Do-Listen haben unsere Aufmerksamkeit den ganzen Tag fest im Griff und verstecken eine Welt voller Wunder um uns herum.

Wenn Du Dich in meinem Erlebnis wiederfinden kannst, dann wünsche ich uns beiden vier Dinge. Ein klein wenig mehr Zeit. Gutes Zeitmanagement. Offene Augen für die Schönheit und die Wunder unserer Welt. Und die Ruhe diese richtig genießen zu können.

Das Bild ist übrigens in der Situation entstanden. Es ist nicht wirklich schön, aber es zeigt meiner Ansicht sehr gut unser Problem. Keine Zeit für die Schönheit.

Sonnenuntergang an der Hauptstraße.
Sonnenuntergang an der Hauptstraße.

marcus

Lukas schreibt Blog an Claudia

30. Oktober 2014

Es gibt Leute, die wollen es einfach nicht kapieren! 

Sie haben Kopfschmerzen, Bauchschmerzen brauchen am Tag 10 Packungen Taschentücher, und sollten damit eigentlich im Bett liegen. Trotzdem arbeiten sie.

Meiner Meinung nach sollte man sich auch mal eine Auszeit nehmen. Vor allem dann, wenn man krank ist.

Wenn ich krank bin, gehe ich zum Arzt, lass mir was verschreiben, wenn es notwendig ist und dann liege ich mich daheim ins Bett, mit einem leckeren Kamille-Tee.

Wenn schon das nicht verlockend ist, dann hilft vielleicht das Argument: Zudem wird man durch eine Runde Schlaf und Ruhe schneller wieder fit und kann so wieder konzentrierter arbeiten.

Vom Ende der Geduld

12. Oktober 2014

Wer Geduld hat erträgt etwas, was er eigentlich lieber nicht ertragen würde. Wo fängt Geduld an und wo hört sie auf? Ein individueller Erklärungsversuch.

Geduld ist eine Eigenschaft, die jeder in seinem Leben irgendwann schon einmal gebraucht hat bzw. noch des Öfteren brauchen wird. Geduld beschreibt laut Duden die „Ausdauer im ruhigen, beherrschten, nachsichtigen Ertragen oder Abwarten von etwas“. Wer also von Natur aus ein eher ruhiger und beherrschter Mensch ist, der nachsichtig mit seinen Mitmenschen ist, hat es wohl leichter geduldig zu sein.

Der Sonntagsfahrer am Montag

Ich kann mich an unzählige Situationen erinnern, die sich in meinem Auto abgespielt haben und mit relativem Zeitdruck und langsam voranschleichenden Verkehrsteilnehmern vor mir im Auto zu tun hatten. Gedanken wie „Das gibt´s doch nicht“, „Fahr endlich weiter du .......“ oder „Gib endlich Gas!“ entwickeln sich dabei am laufenden Band und lösen einander ab. Besser wird es erst, wenn die Gelegenheit zum überholen da war. Ahhhhh. Tief durchatmen und endlich wieder entspannt in den Sitz lehnen. 

Jetzt kommt allerdings die Krux: Schon mal versucht in so einer Situation Geduld zu haben? Das ist nämlich extrem schwer! So sehr ich mich anstrenge, meist wird es doch nur verkrampftes Ausharren oder ein hoffnungsloses Ergeben in die Situation. Mit „ruhigem, beherrschtem, nachsichtigem Ertragen“ hat das an sich meistens eher wenig zu tun....

Der Sonntagsfahrer wenn ich besser drauf bin

Ebenso kann ich an genügend Situationen zurückdenken, an denen ich in der selben Situation die Ruhe selbst gewesen bin. Ruhig und ausgeglichen folgte ich in aller Seelenruhe entspannt dem allgemeinen Verkehr inklusive meinem langsam vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer. 

Mit „ruhigem, beherrschtem, nachsichtigem Ertragen“ hatte das allerdings auch in diesem Fall nicht viel zu tun, da ich ja von vorneherein die Ruhe selbst war. Wo fängt also eigentlich Geduld an und wo hört sie auf? Wie kann ich Geduld bekommen, in den Situationen, in denen ich sie wirklich brauche?

Geduld ist, sich in den anderen hinein zu versetzen

Aus meiner Erfahrung ist es unmöglich, Geduld eben mal dann zu bekommen, wenn man sie gerade braucht. Geduld hat laut Definition damit zu tun, dass ich „nachsichtig“ bin. Nachsicht kann ich allerdings nur bekommen, wenn ich versuche mich in den Anderen hineinzuversetzen und mich nicht selbst als den Nabel der Welt betrachte. Denn nur so kann ich verstehen, dass Andere die Dinge anders machen als ich, aus verschiedensten Gründen länger brauchen als ich, etwas vielleicht erst lernen müssen, und so weiter. 

Ruhig und beherrscht sein, dass sind eher Eigenschaften als Verhaltensweisen. Da gibt es also etwas im Vorfeld zu lernen, bevor ich überhaupt in die Situation komme, diese Eigenschaften zu benötigen.

Ruhe und Frieden als Geschenk

Manche Menschen sind von Natur aus mit einer fast göttlichen Ruhe und gesegnet, während Andere Hitzköpfe sind, die nur auf die richtige Gelegenheit warten, um zu explodieren. Für mich ist die Sache etwas einfacher, da ich mich eher zu ersten Gruppe zählen darf. Ich weiß nicht, zu welchen Menschen Du Dich zählst, aber selbst wenn Du eher ein Hitzkopf bist, gibt es dennoch auch für Dich die Aussicht auf Ruhe, Frieden und Geduld.

Es gibt einen Frieden, von dem Jesus sagt, dass nur er ihn uns Menschen geben kann. Niemand sonst. Es soll sogar ein anderer Frieden sein, als der, den wir aus eigener Kraft auf dieser Welt erlangen können. Egal in welcher Situation Du Dich das nächste Mal befindest und fast am ausflippen bist, versuch es mal mit einem Hilferuf an Gott. Noch besser ist natürlich, Du lässt Dir jeden Tag bereits im Voraus die Kraft für den neuen Tag schenken. Und auch wenn es einfach mal nicht klappen will, kannst Du Dich trösten: Irgendwann ist auch die längste Geduld mal zu Ende.

marcus

Ein Leben wie ein Urlaub?

01. Juli 2014

Bestimmt kennst du diese stolzen Posts in den sozialen Netzwerken: „Aah, Urlaub! Der Himmel auf Erden, endlich!“ Und dazu dann ein filterbelastetes Instagramfoto.

In mir steigt dann manchmal eine gewisse Sehnsucht auf, es den Leute gleich zu tun. Ist ja auch schon längst bestätigt, dass Facebook depressiv und eifersüchtig macht, blabla. Diese Gefühle vergehen bei mir aber relativ schnell wieder, wenn es ein paar Tage später heißt: „Heute geht’s wieder nach Hause, ich will nicht!! Es war einfach sooo schön hier.“ Dann noch das obligatorische Schmollmundselfie und diverse weinende Smileys geben den Rest.

Urlaube kommt und gehen. Ich habe diese Woche den Spruch „Choose quality over quantity“ gelesen. Weise Worte und ich kann dem eigentlich zustimmen. Etwas richtig gut zu machen statt durch 100 Dinge zu hetzen, klingt plausibel. Ist aber auch in einem vollen Alltag nicht so leicht umsetzbar. Ich kriege zur Zeit auch immer mehr die Folgen von Bachelor- und Masterumstellung zu spüren. Studieren mit allem drum und dran kann richtig viel Zeit beanspruchen, zumal man so viel mehr Rollen ausfüllt als nur die des Studierenden.

Ich glaube, deshalb wollen Menschen sich diese „Aus“-Zeiten gönnen. Wo das Rennen hinter der To-Do-Liste mal aufhört (oder wer jagt hier eigentlich wen?) und man Qualität (er-)lebt. Aber sollten wir, so gut Urlaub auch tut, nicht dennoch jeder für sich mal hinterfragen, was Qualität des Lebens wirklich bedeutet? Ist das Qualität, wenn ich krampfhaft nach dem besten Urlaubsangebot suche und meine Begleitung anmotze, weil wir fast unser wasauchimmer verpassen? Ist das Qualität, eine Beziehung schleifen zu lassen, von wegen „Nein, Schatz. Essen gehen ist nicht drin – wir wollen doch in den Urlaub fahren!“

Klar, hier ist die Grenze zur Geduldslosigkeit leicht überschritten. In einigen Aspekten ist es gut, warten zu lernen und geduldig zu sein, nicht alles zu bekommen, was man meint zu brauchen. Aber das Extrem, nur auf die Höhepunkte im Monat, im Jahr zuzuleben beobachte ich doch auch!

Dabei muss Arbeit und Alltag ja nicht immer total spaßig sein, aber zumindest einem Zweck dienen, Sinn vermitteln. Uns so einteilbar sein, dass ich immer wieder Inseln finde, auf denen eine Pause möglich ist – wo ich Mensch bin, mit allen seinen Bedürfnissen und Funktionen außerhalb von Arbeit und Pflichten.

Man muss sich mal vorstellen, wie jeder Mensch so vor sich hin ackert, sich und seine Aufgaben wahrscheinlich oft zu wichtig und zu ernst nimmt und am Ende seines Lebens zerrieseln er und sein Werk zu Erde – wenn es gut lief, hat seine Arbeit etwas mehr bewirkt als mit seinem Tod zu enden.

Wenn ich mir vorstelle, dass da mal mein himmlischer Vater vor mir stehen wird und mit mir mein Leben anschaut – glaube ich wirklich, ihn beeindruckt es, wenn ich unter Dauerstress stand, alles erledigt habe und meinte, alles überblicken zu müssen?

Vielleicht reicht es manchmal, in den Dingen, in denen das möglich ist, nur für heute zu denken und zu planen. Heute zu leben, so wie sich das wahrscheinlich jeder schon oft vorgenommen hat. „Deshalb sorgt euch nicht um morgen - der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat.“ Matthäus 6,34

Was mir sonst so eingefallen ist:

- Musik, Menschen und Natur erleben.

- Mehr auf das 'wie' als auf das 'was' achten. Hat die Qualität von Leben am Ende nicht auch damit zu tun, 'wie' ich in der anstrengenden Zeit mit xy umgegangen bin und mit welchem Motiv ich diese Aufgabe xy freiwillig übernommen habe? Ja, warum tu ich eigentlich, was ich tu?

- Die Sabbathruhe suchen und finden. Sich zum Beispiel den Sonntag wirklich frei nehmen und Frieden und Ruhe (oder vielleicht brauchst du als Ausgleich ja gerade mal etwas Action, um den Kopf frei zu kriegen?) an Gottes Herz finden.

„Meinen Frieden gebe ich euch; einen Frieden, den euch niemand auf der Welt geben kann.“ Johannes 14,27

- Viel Wasser oder Tee trinken, schlafen.

- Aufgaben der Woche aufschreiben, wegstreichen – Erfolge visualisieren.

- Auch mal gute Dinge streichen, wenn sie so sehr zur Routine geworden sind, dass sie nur Zeit stehlen. Ein Hobby ist schön und gut, wenn es auch wirklich ein Ausgleich zur Arbeit ist und man wirklich dahinter steht. Wenn man immer auf die Uhr schauen muss bzw. nach dem Kino die halbe Nacht nacharbeitet, ist das auch blöd. Sich bewusst dafür entscheiden.

- Die Qualitätselemente des persönlichen Lebens in den Alltag integrieren. Platz schaffen. Ich habe mir jetzt zum Beispiel eine separate Kreativecke gebaut, eine andere als mein Schreibtisch, wo ich sonst arbeite.

Setzen wir unsere Erwartung letztlich nicht genau damit unter Druck und besonders hoch an, dass wir oft auf der Suche nach „Glück“ sind? „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Psalm 73,28 Das war die Jahreslosung von 2013. Vielleicht gilt sie ja auch heute, sogar für dich und mich.

Eine bessere Gelegenheit

27. April 2014

Eine bessere Gelegenheit gibt es meistens nicht mehr, um endlich zu handeln. Wir Menschen sind Meister darin, Dinge aufzuschieben und auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Leider dauert es oft sehr lange, bis dieser besondere Moment kommt. Oder er kommt überhaupt gar nie mehr, denn es lässt sich immer eine Ausrede finden, warum man noch warten sollte. Das schlimme am Aufschieben ist, dass man so mit dem jedem Tropfen Zeit aus kleinen Rinnsalen irgendwann reißende Flüsse macht. Und mit jedem Tropfen wird es schwieriger und schwieriger den Fluss zu überqueren und heil an das andere Ufer zu gelangen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, wie sich dieses Prinzip auf so gut wie alle Bereiche unseres Lebens anwenden lässt. Da ist der Vorsatz für das neue Jahr ist, den man nun doch nicht einhält (ich fange Morgen damit an, ganz bestimmt!) Da ist die Gitarre, die schon seit Wochen ungespielt in der Ecke steht. Da ist das Buch, das du eigentlich schon viel zu spät anfängst zu lesen in Vorbereitung auf den Test. Da ist der Mensch, den du verletzt hast, und dem du mit jedem Tag der vergeht weniger in die Augen sehen kannst. 
Die Gute Nachricht ist, dass es nicht so sein muss. Wenn du bereits solche Flüsse in deinem Leben hast, dann nimm dir einen nach dem anderen vor. Der erste ist der Schlimmste, er kostet dich am meisten Überwindung. Der Zweite wird schon leichter, denn du weißt jetzt bereits wie gut es tut, wenn die Last abfällt. Mit jeder Brücke, die du baust, entrümpelst du gleichzeitig deine Seele ein klein wenig mehr. Und am Besten lässt du es gar nicht mehr soweit kommen, denn du bist nicht dafür gemacht mit Last und Schuld durch dein Leben gehen zu müssen. 
Die Menschen Früher waren allerdings auch nicht schlauer in dieser Hinsicht, denn sogar ihnen hat Jesus schon damals den Tipp gegeben, Probleme noch am gleichen Tag zu lösen:
"Wenn du zum Altar gehst, um Gott deine Gabe zu bringen, und dort fällt dir ein, dass dein Bruder oder deine Schwester etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuerst hin und söhne dich aus. Danach komm und bring Gott dein Opfer?." (Matthäus 5:23,24)
Und auch Paulus, ein Freund von Jesus hat den Lesern seiner Briefe schon diesen Rat gegeben:
"Versündigt euch nicht, wenn ihr in Zorn geratet! Versöhnt euch wieder und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." (Epheser 4:26)
Das ganze scheint also ein uraltes, menschliches Problem zu sein. Der Rat unsere Probleme zeitnah zu lösen scheint mir heutzutage allerdings aktueller als jemals zuvor. Ich wünsche uns, dass wir uns diesen Tipp zu Herzen nehmen und danach handeln. Es würde uns manchmal eine Menge Kummer ersparen. 

marcus

Sabbat, Ruhe, Alltag, Lust und Gott

23. November 2013

Als ich eben darüber nachdachte, was ich zu Ruhe schreiben soll, fiel mir ein Text ein, der von Lust handelt. Also ab ins Internet, gesucht und gefunden. Hier ist er: "Tut an meinem heiligen Tag, dem Sabbat, nicht, was ihr wollt, sondern erlebt ihn als Wonne und ehrt den heiligen Tag des Herrn. Ehrt ihn, verfolgt nicht eure eigenen Interessen, geht nicht euren Geschäften nach und spart euch leeres Geschwätz." (Jesaja 58, 13) In der Übertragung "neues Leben" ist die Lust durch Wonne ersetzt, eigentlich schade. Ich finde die Lust zu schön.... Gott hat einen Tag reserviert, an dem wir ruhen können. Wer die Bibel liest, stellt fest, dass ihm der Tag wichtig ist. Gott sagt klar, dass er diesen Tag ausgesondert hat und er formuliert selbst wie er sich diesen Tag vorstellt. Schon alleine das finde ich erstaunlich. Dadurch, dass Gott persönlich diesen Tag ausgewählt hat, bleibt sein definierter Sinn bestehen. Sogar wenn wir das anders sehen. Du fragst was ehren heißt? Nun das ist einfach, die Erklärung steht im Text, sofort dahinter. Wenn du nicht in deinem Alltag weiter gehst, sondern von deiner Arbeit ruhst, dann ehrst du diesen Tag. Geschäfte meint nicht das einkaufen, sondern alles das was deinen Alltag bestimmt. Bist du ein Kind des Computers, dann lasse die Kiste doch auch Sabbat machen, .... (Ich weiß, ist nicht einfach, aber ein klasse Gefühl.) Ach und das Geschwätz,... Schau einfach mal worüber du den ganzen Tag so quasselst. Je mehr ich darüber nachdenke um so mehr ahne ich was hinter einem Sabbat als Ruhetag stecken kann. Wie sehr wir doch während des Sabbat im Alltag gefangen sind, egal ob im Kopf oder den Händen. Herr, Gott, bitte Hilfe!

claudia

Gott handelt

02. November 2013

Wenn Gott immer so handeln würde, wie wir wollen, dann wäre er kein Gott.

Das war der Spruch, den ich gerade beim Mittagessen zu hören bekam. Auch wenn es uns Menschen nicht gefällt es scheint wohl was dran zu sein.

Stell dir mal vor, Gott würde immer nach deinem und meinem Willen tanzen. Mal ehrlich, wäre das gut? Und wer bekommt den Vorzug, wenn die Wünsche sich widersprechen?

Oder du würdest sein Handeln immer verstehen und es wäre immer so gleich unserem Denken. Ich weiß nicht ob das so gut wäre.

Deshalb gilt der Satz wohl doch: Wenn Gott immer so handeln würde wie wir wollen, dann wäre er kein Gott.

claudia

Ruhe, Sabbat und ein Grund zum Feiern

12. Oktober 2013

Claudia hat mir die Aufgabe gegeben einen Blog über Ruhe zu schreiben. Um es etwas schwerer zu machen kam sie mit einem Text um die Ecke, der in 2. Mose 21 steht. Es geht um den Sabbat und hier sind meine Gedanken dazu:

Gott gab Mose das Sabbatgebot. Sabbat - was ist das für dich?

Sabbat bedeutet (mit etwas) aufhören; (von etwas) ruhen“ sowie „feiern“. Feiern - das heißt, es gibt jede Woche einen Feiertag, das ist total genial. Wer sonst kann sagen, dass er einmal pro Woche ein Fest feiert? Gottes Volk wird sich von allen anderen durch den Sabbat unterscheiden, dem Fest am Ende der Woche. Nach der ganzen Arbeit, dem Stress in der Woche und den vielen Terminen hast du einen ganzen Tag, an dem du dich davon erholen kannst. Du kannst Kraft schöpfen für die neue Woche und du kannst dir Zeit nehmen, denn es sind 24 h ohne Arbeit und Terminen! Wenn das nichts ist!

Ich geh am Sabbat in den Wald und genieße die Ruhe dort, lausche dem Vogelgezwitscher und freue mich über die wunderbare Natur. Es gibt nichts Schöneres für mich als einen Waldspaziergang.

Gott hat so wunderbar geplant und vorausgedacht. Alle 7 Tage ein Feiertag. Mancher sucht nach einem Grund zum Feiern, dabei ist das doch ganz einfach.

Und: Gott selbst nahm diesen Feiertag für sich in Anspruch, denn "am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich." (2. Mo 31,17). Stell dir vor, Gott erquickte sich. Ich würd zu gern mal sehen, wie das ausgesehen hat. Gott, der nicht schlafen muss, ruht sich aus. Ich finde das lustig.

Ich wünsche dir jedenfalls auch einen herrlichen Sabbat. Feier an diesem Tag und nimm dir Zeit zum Ruhen.

Beziehungspflege geht nur mit Ruhe und nicht auf der Überholspur

06. Oktober 2013

Wir war deine Woche? Kannst du dich noch daran erinnern oder musst du deinen Kalender zur Hand nehmen um zu überlegen was alles gewesen ist? Unser beider Woche war nur halb gut. Halb weil wir nicht zusammen waren und nur wenig Zeit hatten miteinander zu telefonieren. Wenn wir miteinander sprachen, merkte ich, dass wir unzufrieden waren. Erst als ich Ruhe hatte um darüber nachzudenken, was mir fehlt, wurde mir bewusst, dass es mein Mann war. Wir alle leben in Beziehungen zueinander. Manche sind enger und manche lockerer, doch alle zeichnet ein Band aus, was uns Menschen miteinander verbindet. Wenn unser Leben nur auf der Überholspur ist, kann es passieren, dass wir die Menschen um uns herum verlieren (vielleicht fahren sie in einer anderen Lebensgeschwindigkeit). Deshalb ist es wichtig, dass wir uns nicht nur Zeit nehmen für die Beziehungspflege, sondern auch in Ruhe über die Menschen, mit denen wir verbunden sind, (nach)denken. Ohne diese Ruhe wird uns nicht bewusst, was wir aneinander haben. Dann sind wir viel schneller bereit diese aufs Spiel zu setzen. Wenn du und ich uns Zeit nehmen, über unsere Familie und Freunde nachzudenken und an sie zu denken, merken wir wieder, was für wunderbare Menschen in unserem Umfeld leben. Dabei ist der Blick auf den anderen das, was wichtig ist, wenn wir zur Ruhe kommen. Wann bist du das letze Mal zur Ruhe gekommen und hast von deinem Partner oder einem engen Familienmitglied geträumt? Wenn das schon lange her ist, dann wäre heute ein guter Tag um das zu ändern und in Ruhe zu träumen. PS: Für alle auf der Überholspur: Es gibt auch Parkplätze wo mann sich treffen kann.

claudia