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Gefiltert nach Tag schlafen Filter zurücksetzen

Der gestörte Rhythmus der "Inneren Uhr"

03. August 2014, marcus - Mannablog

Jeder Mensch lebt im eigenen Rhythmus in der Zeit.
Jeder Mensch lebt im eigenen Rhythmus in der Zeit.

Schlafen, Wachsein, Hunger, alles folgt einem bestimmten Rhythmus. Der Taktgeber für den Ablauf dieser Abfolge ist unsere sogenannte "Innere Uhr". Unschön wird es, wenn die äußeren Uhren dagegen arbeiten und stören. 

Jeder Mensch auf dieser Welt hat seinen eigenen Rhythmus, dem er folgt. Schlafen, Wachsein, Essen, alles folgt einem bestimmten Schema. Phasen mit viel Energie wechseln sich ab mit Zeiten, in denen wir unsere Ruhe wollen. Leider sind wir aber nicht die einzigen, die gerne unseren Tag bestimmen wollen — bestimmte Verpflichtungen bringen den Feind des natürlichen Aufwachens ins Spiel, den Wecker. 

Im Rhythmus der Welt

Unser Körper wird von einer Uhr gesteuert, die uns unseren Rhythmus vorgibt. Das ist auch in der Natur nichts neues, es gibt Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sommer und Winter und alles hält sich im großen und ganzen daran. Von daher ist es auch logisch, dass uns unser Schöpfer eine Uhr eingebaut hat, die uns hilft, uns in diesen Rhythmus einzufinden und uns darin wohl zu fühlen. Wir werden abends müde, wachen auf, wenn die ersten Sonnenstrahlen unsere Augen kitzeln und bekommen prompt Hunger, damit wir essen und somit Energie für den Tag haben. Ebenso empfinden wir unserem Rhythmus entsprechend eine gewisse "Energiekurve", die uns Zeiten mit viel oder wenig Energie erleben lässt. 

Rhythmusstörungen

Leider kann alles, was einen Rhythmus hat, auch aus diesem kommen. Wir sind abends lange wach, weil wir tagsüber zu wenig draußen waren und zu wenig Bewegung hatten. Die Bildschirme, in die wir schauen strahlen blaues Licht in unsere Augen und verhindern, dass wir müde werden. Wir müssen früher raus, als wir eigentlich wollten und werden entgegen unserem Schlafrhythmus vom Wecker unsanft in die Wirklichkeit zurückgeholt. Unser Körper ist zu schlecht erholt, wodurch auch unser Appetit leidet. Noch schlimmer wird es, wenn wir unregelmäßig arbeiten und zusätzlich am Wochenende bis drei in der früh wach sind. Hinzu kommt, dass auch die zweimal im Jahr stattfindende Zeitumstellung  inzwischen für "Jetleg"-Symptome und Gesundheitsprobleme verantwortlich gemacht wird.

"Den Schlaf hole ich mir zurück"

Am Wochenende  versuchen viele, sich den entgangenen Schlaf der Woche zurückzuholen. Allerdings zeigt die Wissenschaft inzwischen, dass dieses Denken ein Trugschluss ist: einmal verlorener Schlaf kann nicht mehr nachgeholt werden. Man weiß mittlerweile sogar, dass man nicht mehr als acht Stunden im Bett verbringen sollte, weil sich der Effekt der Erholung sonst ins Gegenteil verkehrt. Man fühlt sich gerädert, trotz jeder Menge Schlaf. Die Folgen von zuwenig oder zuviel Schlaf reichen bis hin zu Herzproblemen und Fettleibigkeit. 

Auf den Körper hören

Wie gut, dass uns unser Körper eigentlich immer sagt, was er gerade braucht. Ob wir in dem Moment dann darauf hören können oder wollen, steht auf einem anderen Blatt. Die richtige Dosis Schlaf beträgt für die meisten Menschen zwischen sieben und acht Stunden. Wer also um 6:00 Uhr aufstehen muss, der sollte eigentlich gegen 22:00 Uhr im Bett sein. Wecker sind schlecht, zumindest ist die "Innere Uhr" die bessere Wahl. Die Alternative sind "intelligente Wecker", die die Schlafphasen überwachen und einen in der optimalen Zeit Wecken. Funktioniert nach meiner Erfahrung bestens — ich nutze z.B. die App "Sleep Cycle" fürs iPhone dafür. 

Was lernen wir nun daraus? Hör auf deinen Körper. Bist Du müde leg dich hin oder mach eine kurze Pause. Wenn Du wach wirst und dich gut fühlst, steh auf. Wenn Du jung bist, hör auf meine Worte, wenn Du schon älter bist, weißt Du eh wovon ich spreche. Gott hat uns wunderbare Alarmsysteme einprogrammiert — wir müssen nur darauf hören. 


zu warm zum schlafen - Tips um sich Abkühlung zu verschaffen

12. Juni 2014, claudia - Mannablog

Der Süden Deutschlands leidet immer noch unter südländischen Temperaturen. Gestern Abend wollte ich es nicht glauben, 28 Grad Celsius waren um 20 Uhr noch auf dem Thermometer zu lesen. Wahnsinn!

Und so waren nicht nur wir, sondern auch die Nachbarn noch bis 22 Uhr im Garten. Ans schlafen gehen war gar nicht zu denken. Was also tun um selbst abzukühlen und das Schlafzimmer, bzw. Bett auch.

So fingen wir an kreativ zu spinnen. Was läßt sich tun? Hier unsere Sammlung möglicher und unmöglicher Ideen zur Abkühlung:

1. Tiefkühlung

Unsere Tiefkühlung ist nicht so groß, dass ein ganzes Bett hinein paßt. Da unsere Bettdecken derzeit aber nur aus dem Bettbezug bestehen, ist es gar kein Problem die Bettdecken in einer Tüte in die Tiefkühlung zu stecken. Frisch heraus genommen, ist das ein herrliches Gefühl.

2. der Profane - die Lüftung

Wenn es am Abend kühler wird, Fenster auf und Durchzug. Am Besten ohne Licht, dass keine Mücken oder ähnliche Plagegeister den Weg herein finden. Wenn es am morgen kühler ist, lüften wir alle Räume intensiv und machen es dann den Italienern nach. Es werden alle Fenster geschlossen, inkl. Rolladen. Das gibt dann untertags eine ganz witzige Stimmung.

3. Wasser marsch

Ein Freund von uns duscht immer kalt. Derzeit machen wir es ihm nach. Am Abend vor dem Bett gehen duschen wir kalt. Das ist eine herrliche Erfrischung nach Wärme und Staub des Tages. Wer sich dann nicht ganz abtrocknet, sondern durch die Luft trocknen läßt, erlebt dadurch noch einen zusätzlichen Kühleffekt.

4. Körnerspeicher

Vom Primelchen kam der Tipp das Körnerkissen oder Kühlaccus in die Tiefkühlung zu legen und am Abend mit ins Bett zu nehmen.

5. Genießen

Wenn immer möglich, sollten wir die Zeit am Abend genießen. Gemeinsam mit der Familie oder Freunden auf der Terrasse oder im Biergarten sitzen, Zeit miteinander verbringen und die lauen Abende und Nächte bewusst erleben. Viel zu schnell geht die Zeit vorbei und es wird wieder kalt. 

Noch mehr Empfehlungen gibt es im Netz zu finden. Was auch immer du von diesen Tipps übernimmst, wir wünschen dir eine gute Nacht!


Schlafen und fittes Erwachen für Schlafsuchende - Gründe, die dagegen sprechen

13. Juni 2013, claudia - Mannablog

Die Aussage, dass jeder 2.-4. in unserem Land nicht gut schläft, erstaunt mich immer noch. Alex und ich haben uns beim Frühstück übers Schlafen und mögliche Gründe dagegen unterhalten. Drei weitere Gründe sind uns dazu eingefallen.

Essen und Trinken: Es gibt ein wunderbares Hotel in Österreich mit vier Gängen zum Dinner. Wenn wir gegen 22 Uhr das Restaurant verließen fühlten wir uns wie im 7. Himmel. Allerdings war unser Körper die restliche Nacht gut damit beschäftigt. Der Schlaf war nicht so erholsam. Unsere Konsequenz daraus (auch wenn sie uns nicht gefiel: zu viel Essen am Abend verhindert einen guten Schlaf.

Krankheit: Nicht immer sind wir gesund und manchmal wissen wir es noch nicht einmal. Krankheit kann ein Schlafräuber sein. Wir wollen, aber der Schlaf zur Erholung gelingt einfach nicht. Dagegen hilft nur zum Arzt zu gehen und die Ursache finden. Dabei ist ein Rezept für Schlafmittel eine mögliche Anfangstherapie, aber behandelt die Ursache nicht. Deshalb ist es wichtig, die Ursache zu finden und diese zu behandeln.

Gelassenheit: Das vielleicht wichtigste Mittel gegen unzureichenden Schlaf ist Gelassenheit. Davon haben wir oft viel zu wenig. Beschäftigt dich deine Vergangenheit, dann denke daran, dass es geschehen ist und versuche deshalb die Zukunft zu ändern. Gestalte dein Leben in Gelassenheit und baue dir selbst keinen Druck auf und lass dir keinen Druck machen. Keep cool! Dein Leben läuft immer nur im heute aktiv. Dieses Heute kannst du gestalten. Das gibt Gelassenheit, wenn du es willst.


Schlafen und fittes Erwachen für Schlafsuchende - Thema: Sport

11. Juni 2013, claudia - Mannablog

Derzeit habe ich eine Miniserie zum Schlafen laufen. Ursprung war eine Aussage, die in einer populären deutschen Tageszeitung stand. Dort war zu lesen, dass jeder 4. mit Einschlaf-, bzw. Durchschlafproblemen kämpft. Am nächsten Morgen ist an ein fittes Erwachen nicht zu denken.

Gestern ging es um die Bedeutung der 2-3 Stunden vor dem Einschlafen. In dieser Zeit sollten wir unserem Körper die Möglichkeit geben runterzufahren, also zu entspannen.

Sport ist gesund

Ich weiß nicht so genau, wem der Ursprung des Zitates zuzuschreiben ist, ich kenne das Zitat von Georg Kreisler. [youtube:fnJYO6JzK7k] Auch wenn Herr Kreisler nicht so ganz Unrecht zu haben scheint, so ist eine sportliche Aktivität für einen guten Schlaf unerlässlich.

Im Grund ist Sport ein viel zu hochgegriffenes Wort. Um gut schlafen zu können, langt eine halbe Stunde zügig laufen und das drei Mal in der Woche.

Ich finde es erstaunlich, dass unser Körper eine Belastung für sich selbst benötigt. Bekommt er diese Beanspruchung nur für die graue Masse im Gehirn, ist es einfach zu wenig.

Wer einfach gehen uncool findet, der hat das gesamte Programm an sportlichen Möglichkeiten. Im Grunde gibt es keine Beschränkung, auch Umgraben im Garten oder Holz hacken erfüllt den schlaffördernden Zweck.

Eine einfache Grundregel sagt: 2-3 Mal in der Woche für mindestens eine halbe Stunde echte körperliche Belastung, beser an frischer Luft als drinnen.

In diesem Sinn: gutes Schwitzen!


Schlafen und fittes Erwachen für Schlafsuchende - Thema: Abschalten

10. Juni 2013, claudia - Mannablog

Je nach recherchierter Quelle hat jeder 2.-4. in Deutschland seine Schwierigkeiten mit dem Schlafen. Sei es das Einschlafen, was nicht so gelingen will oder ein frühes Erwachen mitten in der Nacht, am Morgen fühlen wir uns wie gerädert und wollen einfach nur im Bett bleiben. Von dem Phänomen sind nicht nur die älteren Jahrgänge betroffen. Die Herausforderung "Schlafen" betrifft alle Altersgruppen gleichermaßen. Weil Schlafen für uns so wichtig ist, entstand eine kleine Serie mit Ideen und Gedanken zum Schlafen und Erwachen.

Abschalten vom Tag

Wir alle hören, sehen und erleben eine ganze Menge jeden Tag. Das kann in Form von persönlicher Aktion sein oder auch nur passiv am Fernseher, im Internet und an der Spielekonsole. All dieses Erleben will unser Kopf aufräumen und an die dazu gehörenden Zellen schicken. Dazu braucht er Zeit und vor allem Pause.

Mit anderen Worten, aufräumen kommt vor Abschalten. Wer bis zu letzt aktiv ist, braucht erst einmal etwas Zeit im Bett das Erlebte zu verarbeiten, bevor er abschalten kann. Hilfreich ist es deshalb 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen die Aktivitäten runter zu fahren. 

Allestun: Das betrifft Multitasking besonders. Vieles gleichzeitig zu tun ist eher Kontraproduktiv, als eine Möglichkeit um runter zu fahren. Deshalb gilt vor dem Schlafen gehen, immer nur ein Ding gleichzeitig tun.

Aufarbeiten: Ich gehe noch weiter, wer schlafen will, wenn er ins Bett geht, der sollte seine Abendgestaltung überarbeiten. Hilfreich ist ein Gespräch bei dem der Tag aufgearbeitet wird. Alex und ich tun das, indem wir miteinander über unsere Tageserlebnisse reden. Aktives aufarbeiten des Tages fördert den Abschaltenprozess des Körpers. Das zur Ruhe kommen gelingt dann in der Regel schneller.

Abschalten: Zum Abschalten kann auch der Fernseher, das Internet oder ein Buch gehören. Alles das beschäftigt unser Unterbewusstsein und kann uns den Schlaf rauben. Sogar dann, wenn wir anderer Meinung sind als unser Körper.

Arbeit:

Ausprobieren: Jeder von uns hat andere Wege zur Ruhe zu kommen. Deshalb gilt, was bei dem einen klappt, heißt nicht, dass es bei jedem klappt. Ausprobieren ist deshalb angesagt. Finde raus, was du für ein Abschalttyp bist. Probiere immer eine Woche lang aus und schau dann wie du schläfst.

In dem Sinn: gutes Erwachen!

Morgen geht es um Sport.


Endlich nicht mehr schlafen

13. Mai 2013, marcus - Mannablog

Letztens bin ich mit meiner Frau morgens im Auto unterwegs gewesen. Wir fuhren in Richtung Sonnenaufgang, und wie es der Tag so wollte war es einer von diesen Sonnenaufgängen, die einfach nur wunderschön sind. Zartes Rot hat sich wie auf einem Aquarell vermischt mit allen möglichen Blautönen und hinter uns wurde es zunehmend dunkler, da der anbrechende Tag sich den Weg bis zum anderen Horizont noch nicht vollständig erobert hatte.

Müde wie wir waren, fuhren wir so, und genossen das sich uns dort zeigende Panorama. Wir unterhielten uns, und plötzlich kam mir der Gedanke in den Sinn, wie es denn wäre, wenn wir nicht mehr schlafen müssten. Denn eigentlich sind diese schönen Momente sehr kurz, und der Großteil des Tages wird doch meist bestimmt von Arbeit und Pflichtveranstaltungen. Man fährt in der Früh zur Arbeit, meist ist es noch dunkel, und wenn man viel Glück hat, dann bekommt man - so wie an diesem Morgen - noch einen schönen Anblick als Aufmunterung und Start in den Tag. Je nachdem was man dann arbeitet ist man mehr oder weniger viel drinnen, und kommt dann erst abends wieder raus, wenn es meist schon fast dunkel ist. Manchmal erlebt man noch einen schönen Sonnenuntergang, und dann ist der Tag - zumindest im Winter - schon wieder dahin.

Wer jetzt erst mal frei hat, der ist wirklich zu beneiden, denn meist geht es ja dann zu Hause noch weiter mit irgendwelchen Tätigkeiten. Mir vergeht die Zeit dann viel zu schnell, und wenn ich dann endlich fertig wäre, und bereit mich auf die Couch zu setzen und einfach mal etwas zu lesen, dann bin ich schon so müde, dass meistens nicht mehr viel möglich ist. Ich zögere den Schlaf zwar oft hinaus - was auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, da ich es dann spätestens am nächsten Morgen zu spüren bekomme - aber irgendwann muss ich mich dann doch hinlegen. So ist es nun mal in dieser Welt. Wie schön wäre es, wenn man einfach nicht mehr schlafen müsste. Was man da alles tun könnte, es wäre genial.

Natürlich wäre das auch nur dann genial, wenn man dann auch nicht müde und fertig ist vom Nichtschlafen, sondern immer, zu jeder Zeit voll mit Energie!

Hört sich nach einem tollen Szenario an oder? Ich sag dir was: Ich freu mich schon drauf. Wenn Gott - so wie es im Buch steht - wiederkommt, dann wird er die Erde und die Menschen, die zu ihm gehalten haben nämlich ordentlich umkrempeln. Und das was jetzt krank und schwach ist, das wird dann voller Gesundheit und Kraft sein. Von Schlaf wird da keine Rede mehr sein, denn ganz nebenbei: Die Nacht wird in Gottes Nähe abgeschafft sein!

Nachlesen kannst du das Ganze im Buch Offenbarung im Kapitel 21:1-6:

“Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: »Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.«  Der auf dem Thron saß, sagte: »Sieh, ich schaffe alles neu!« Und mich forderte er auf: »Schreib auf, was ich dir sage, alles ist zuverlässig und wahr.« Und weiter sagte er: »Alles ist in Erfüllung gegangen. Ich bin der Anfang, und ich bin das Ziel, das A und O. Allen Durstigen werde ich Wasser aus der Quelle des Lebens schenken.”

Und in Kapitel 22:4-5:

“Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen. Dort wird es keine Nacht geben, und man braucht weder Lampen noch das Licht der Sonne. Denn Gott, der Herr, wird ihr Licht sein, und sie werden immer und ewig mit ihm herrschen.”

Schreib mir doch einfach mal, was du jetzt schon mit all der Zeit machen würdest, wenn du nicht mehr schlafen müsstest. Also ich weiß da schon eine ganze Menge!


Einschlafen bei Titanic

26. April 2012, Alexander - Mannablog

Gestern habe ich es mir tatsächlich angetan: drei Stunden Überlängenkino in 3D. Titanic stand auf dem Programm und dem pärchenüberlasteten Kinosaal ins Gesicht geschrieben. Und wenn teilweise auch erst danach.

Auch 15 Jahre nach Produktion des Films und beim 4. Sehen geht er mir immer noch nahe. Die Szene, in der die Musiker auf dem Schiff weiterspielen, bis zum wirklich bitteren und kalten Ende. Die, in der eine Mutter ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt, bevor sich der Raum, in dem sie schlafen, mit Wasser füllt. Und zahlreiche weitere Szenen – sie regen bei den meisten Frauen (und vielleicht auch vereinzelten Männern?!) die Tränenproduktion an.

Als die Titanic schon fast zerbrochen war, kamen immer noch Leute aus den unteren Stockwerken gerannt bzw. wurden heraus geschwemmt. Ich habe mich gefragt, wieso sie erst so spät nach oben gekommen sind, wo doch schon einige Zeit viel Aufruhr und Chaos geherrscht hatte.
„Die haben einfach zu tief geschlafen...“, war die einfache Antwort meines Freundes. Und das mit fatalen Folgen.

Irgendwie hat mich das weiter beschäftigt. Als Student ist es so leicht, mal etwas zu verschlafen. Eine Vorlesung, wie ich heute fast. Oder man schläft so tief, dass man die Nachbarn beim Feiern nicht mehr hört. Aber auch metaphorisch gesehen, kann es doch passieren, dass ich zu tief „schlafe“, um mitzubekommen, dass Andere um mich herum Hilfe brauchen. Oder dass ich selbst in der Schieflage bin und mein Untergrund zu schwanken beginnt. Oder ich hole mir so viel Schlaf, dass ich keine Zeit dafür finde, darauf zu hören, ob der Kapitän etwas sagt. Was er sagt. In dem Zusammenhang kann schlafen vieles bedeuten – sprichwörtlich die Augen vor Dingen zu verschließen oder sie nur für Dinge zu öffnen, die eher irrelevant sind, zum Beispiel.

Gibt es auch in deinem Leben Schlafphasen, die dich unaufmerksam werden lassen? Wie wachst du auf?
ak


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