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Eine besondere Begegnung

30. August 2013

Letzte Woche hatte ich eine besondere Begegnung. Die Begegnung war sehr schmerzhaft und folgenreich dazu. Was war geschehen?

In unserem Garten wohnen im Meisenkasten Hornissen. Vom Prinzip nicht schlimm. In friedlicher Koexistenz teilen wir uns den Garten, sie lassen uns leben und wir sie. Angeblich sorgen die Hornissen für weniger stechende Insekten im Garten. Nur 10 Prozent der Hornissen können selbst stechen. Also alles in allen sehr nützliche und gute Tiere.

Letzte Woche nun war das Geruckel und der Lärm vom Rasenmäher unseren Hornissen wohl doch zu bedrohlich so direkt vor der Einflugschneiße. 

Auf jeden Fall hatte ich plötzlich ein sehr massives Schmerzerlebnis. Noch nie habe ich einen so starken Schmerz gefühlt, dass mir die Tränen in die Augen schossen zur Kompensierung des Schmerzes. Während die Hornisse(n) in meinen Haaren festsaß und aus Verzweiflung noch ein weiteres Mal zustach, stand ich mitten im Garten und schrie nur noch: "Herr hilf mir!" Dann hatte es die Hornisse endlich geschafft und meine Haare verlassen.

Kaltes Wasser unter der Dusche brachte keine Linderung, der Schmerz blieb durchdringend, die Tränen wollten nicht versiegen. Zwiebel? Doch was nützt mir eine Zwiebel, wenn ich merke wie alles anschwillt und ich nicht wirklich sagen kann wo die Hornisse(n) gestochen hatten. Also schrie ich noch mal unter der Dusch stehend zu Gott: "Was mache ich nun?" Da fiel mir unsere Hausärztin ein. Ein Blick auf die Uhr, sie ist noch da. Alles ignorierend, egal wie ich aussehe, Tränen überströmt, begab ich mich zu unserer Hausärztin. 

Die erkannte sehr schnell die Lage und schoss mich medikamentös komplett ab. Als ich eine Stunde später wieder brauchbar war, sammelte mich mein Mann ein. Noch jetzt denke ich mit Grauen an die Schmerzen zurück.

Warum das nötig war? Keine Ahnung, ich habe die Begegnung der anderen Art mit den Hornissen nicht gebraucht. Erklärungen kann ich nicht bieten. Im Blick zurück kann ich nur sagen, am Ende ist alles glimpflich abgelaufen, große Katastrophen sind ausgeblieben. Und das ist wahrscheinlich das eigentlich Erstaunliche. 

claudia

Informationsflut

03. Juni 2012

Ich sitze wieder einmal in meinem Bereitschaftszimmer in der Arbeit, und es geht mir momentan wirklich wieder gut. Zumindest gemessen an den letzten Tagen, in denen ich Kopfschmerzen, wohl auch etwas leichtes Fieber und Magenbeschwerden hatte. Das Schlimmste an der ganzen Sache waren wirklich die Kopfschmerzen, da ich es hasse wenn ich mich nicht mehr auf wichtige Dinge konzentrieren kann. Wobei - das stimmt nicht ganz. Auf die wichtigen Dinge kann ich mich schon noch konzentrieren, aber nicht mehr auf Sachen, die meine Aufmerksamkeit für längere Zeit binden. Eine der Sachen, die ich zwar gerne tue, die mir dann aber zunehmend schwerer fällt, ist Lesen. Dabei ist die Aufnahme von Information für mich eine schon fast lebensnotwendige Sache. So kommt es wohl auch dazu, dass das Internet für mich eine wahre Freiheit bedeutet. Ich kann zu jeder Zeit, an jedem Ort, wann immer ich will, Informationen abrufen. Leider ist es so, dass ich natürlicherweise tagsüber meinem Wissensdurst nicht mehr hinterherkomme. Das versuche ich dann abends - beziehungsweise fast schon nachts - nachzuholen und tue damit meinem Körper auch keinen Gefallen.

Ich bin mir also fast sicher, dass ich von höchster Stelle eine Art Auszeit verordnet bekommen habe. Ich hätte die letzten Tage nur noch schlafen können und habe auch zeitweise absolute Unlust gegenüber Informationsaufnahme gehabt. Und jetzt sitze ich hier auf meinem Bett, und habe etwas sehr, sehr Wichtiges gelernt. Es kann auch einmal sehr schön sein, einfach nur nichts zu tun. Ich glaube, dass ich das in Zukunft öfter einmal "nicht" tun werde!

Wenn dir also auch einmal alles zu viel wird, und dir dein Körper schon fast mit dem Prügel zeigt das es mal wieder Zeit ist umzudenken, dann mach es einfach wie ich: nichts.

marcus