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Schnee auf dem Liftsessel oder das Beste im Leben geben

04. April 2015, marcus - Mannablog

Schneeleuchten an der "Porte du Soleil".
Schneeleuchten an der "Porte du Soleil".

Schnee auf der Piste ist gut, Schnee auf dem Liftsessel nicht. Was ein nasser Hintern mit faulem Liftpersonal zu tun hat oder wie man das Beste im Leben gibt.

 

 

Letzte Woche war ich beim Snowboarden in der Schweiz, genauer gesagt in der französischen Schweiz, in Val d'Illiez. Wir waren insgesamt zehn Leute, die sich vor Ostern auf die Pisten gewagt haben. Leider war das Wetter nicht das Beste, aber dafür gab es durchgehend Neuschnee als frische Pistenauflage. 

 

Schnee und Wasser auf dem Sessellift

Leider war es an einem Tag so warm, dass der herunterfallende Schnee auf dem von den Hintern der Leute angewärmten Seesellift-Sitzen zu Wasser wurde. Dieses sammelte sich leider nicht nur auf den Sitzen, sondern vor allem in unseren Hosen, die inklusive unserer Handschuhe (vom Abwischen der Sitze) bis Mittag komplett durchnässt waren. Währenddessen saß das französisch-schweizerische Liftpersonal seelenruhig in ihren Kanzeln und las wahrscheinlich nasebohrenderweise irgendwelche Magazine, telefonierte oder starrte Löcher in die Luft. 

 

Österreich - Schweiz 1:0

Also wenn ihr mich fragt, dann hat mich das Verhalten dieser Leute wirklich genervt. Gravierend fand ich, dass es kein Einzelfall war. In dem ganzen fetten französisch-schweizerischen Skigebiet hat es nicht ein einziger Angestellter für nötig gehalten, den zahlenden Kunden einen guten Service zu bieten. Ganz ehrlich: Das konnten die Österreicher in den Skigebieten in denen ich bisher war besser. Da wurden Sessellifte von Schnee befreit und bei Bedarf sogar abgewischt. Österreich gegen Schweiz 1:0.

 

Im Job das Beste geben?

Im Endeffekt kommen wir da wieder beim Punkt Dienstleistung an. Gute Dienstleistung will zufriedene Kunden produzieren. Und wenn sie ihren Job richtig macht, dann sind die Kunden nicht nur zufrieden, sondern sogar begeistert. Ich finde zahlende Kunden haben es sich verdient bestens behandelt zu werden, und das Personal ist eben nun mal dafür zuständig, die Kunden eines Unternehmens bestens zu behandeln.

 

Natürlich könnte man jetzt mildernden Umstände geltend machen, wenn der Arbeitgeber ein Schwein ist und das Liftpersonal total ausnutzt, unterbezahlt und übermässig arbeiten lässt. Aber ganz ehrlich: Wer von uns hätte nicht gerne etwas mehr Geld in der Tasche? Deswegen kann ich nicht die Kunden schlecht behandeln.

 

Ein Job hat es verdient in bestens auszuführen.

 

Im Leben das Beste geben

Die ganze Situation hat mich zum Nachdenken gebracht über meine eigene Einsatzbereitschaft im Leben. Egal ob im Privatleben, in der Arbeit, im Studium, für Freunde und für Menschen, die ich nicht einmal kenne. Bin ich bereit gute Arbeit zu leisten, einfach weil es richtig ist? Bin ich bereit im Studium mein Bestes zu geben, damit ich gut werden kann, in dem was ich lerne? Bin ich bereit, für meine Freunde da zu sein, auch wenn ich gerade lieber nasebohrenderweise auf der Couch „herumgammle"? Bin ich bereit Fremden Menschen zu helfen, selbst wenn ich dafür meine Bequemlichkeit aufgeben muss? Tue ich das ganze für gute Bezahlung, umsonst und sogar, wenn ich dafür etwas hergeben muss?

 

Ich kenne die Antwort darauf nicht in jedem einzelnen Fall und ganz bestimmt nicht für die Zukunft. Aber ich kann nicht anders, als dabei an Jesus zu denken. Wenn jemand auf dieser Welt gelebt hat, von dem man sagen könnte, dass er sein Bestes gegeben hat, und das gerne, dann war es mit Sicherheit er. Und er war dabei noch zufrieden und ausgeglichen. Das wünsche ich dir und mir auch.


Der Frühling ist da!

17. März 2015, marcus - Mannablog

Heute habe ich anstatt einem Text zum Nachdenken einfach ein Bild zum Freuen. Dieser erste Frühlingsbote stammt aus unserem Garten und drückt die Gefühle aus, die auch meine Frau und ich haben:

Es wird langsam Zeit für den Frühling

Der Frühling bringt neuen Schwung, Gesundheit und Kraft, Leben und neue Perspektiven. 

Ich wünsche Dir einen wundervollen Frühling. Nicht nur in der Natur sondern auch in deinem Leben. 


Ein letztes Mal Winter am Irschenberg

28. Februar 2015, marcus - Mannablog

Schnee am Irschenberg
Schnee am Irschenberg

Bevor der Frühling kommt, ist es am Irschenberg für dieses Jahr ein letztes Mal Winter.

 

Ob das wirklich so sein wird, kann ich nicht hundertprozentig sagen (Das Bild ist auch schon etwa zwei Wochen alt und ich wohne nicht direkt dort). Zumindest fühlt es sich aber so an. Die letzten Tage ist bei uns hier der Schnee ordentlich dezimiert worden und die kleinen weißen Flocken, die ansonsten im Winter vom Himmel fallen, sind grauen Regentropfen gewichen. Wandert man durch unseren kleinen Ort, begrüßen einen bereits die ersten Krokusse. 

Wieder einmal können wir staunend miterleben, wie scheinbar tote Flecken Erde mit neuem Leben erfüllt werden. Scheinbar aus dem Nichts werden auch diesen Frühling hunderte Arten von Blumen und Blüten erscheinen. Keine davon ist selbstverständlich. Alles wird frisch und saftig aussehen und endlich wird es wieder richtig warme Sonnenstrahlen geben.

Auch wenn ich den Winter mitsamt Schnee wirklich mag und Ende März nochmal eine Woche bei Snowboarden sein werde (hoch oben in der Schweiz) – ich freue mich richtig auf den Frühling. Du bestimmt auch.

 

 


Schnee im Alpenvorland trotz globaler Erwärmung

28. Dezember 2014, marcus - Mannablog

Orchidee im Schnee. Foto: Marcus Eitzenberger.
Orchidee im Schnee. Foto: Marcus Eitzenberger.

Endlich ist der Schnee bei uns im Alpenvorland da. Und das trotz globaler Erwärmung, was bin ich froh.

Wissenschaftler malen ja schon düstere Bilder über die schneearme Zukunft unserer schönen Alpenvorlands. Was bin ich froh, dass diese Prognosen anscheinend noch etwas ausständig sind. Wenn ich heute morgen aus dem Fenster sehe und die kleinen Schneeflocken auf die Erde niederfallen sehe, dann wird es mir echt wehmütig ums Herz, bei dem Gedanken an tropisches Klima hier. Das kann mit getrost gestohlen bleiben ehrlich gesagt.

Wie denkst du darüber? Freust Du Dich über den Schnee oder hättest Du lieber Palmen?


Mein Schnee von gestern

28. Februar 2013, Mannablog

Deutschland, ein Wintermärchen. Für viele wird dieses Märchen inzwischen schon eindeutig zu lange dauern, wenn sich der Schneematsch in die Schuhe schleicht und die Kälte sich dazu gesellt. Auch die Straßen sind bei uns nicht gerade schneefrei, ganz abgesehen von den Fußwegen.

Als ich diese Woche gerade dabei war, einen recht steilen Fußweg hoch zu stolpern, sah ich gegenüber eine Fußgängerin, die trotz Absatzschuhen und Gepäck schneller war als ich. Das hat mich motiviert, doch noch einen Zahn zuzulegen, da ich sowieso schon spät dran war.

Als ich nach einer Weile wieder hinüber sah, konnte ich erkennen, dass das ein hoffnungsloses Unterfangen werden würde. Auf der anderen Straßenseite war der Fußweg geräumt, auf meiner Seite ist mein Fuß mit jedem Schritt im Matsch gelandet und ein Stück zurück gerutscht.

Schnee von gestern. Hast du noch Schnee von gestern in deinem Herzen rumliegen, der dich daran hindert voranzukommen?

Schnee von gestern, das kann Verschiedenes sein: veraltete Vorstellungen über dich selbst, Vorurteile gegenüber anderen und Gott oder das Nachtragen und Nichtvergessenwollen von Fehlern deiner Mitmenschen und dir.

Wenn sich darüber noch eine Eisschicht bildet, wird es nicht nur für dich, sondern auch für andere gefährlich, die dir über deinen Schneeweg laufen. Bitterkeit ist dafür die beste Voraussetzung.

„Lass die Sonne nicht über deinem Zorn untergehen.“, hat Jesus gesagt und er wusste scheinbar, dass sich aufgeschobenes Schneeschieben nicht besonders positiv auf unser Vorankommen und unser Gestalten von Beziehungen auswirkt.

Er bietet dir seine Hilfe an beim Schneeschieben. Jetzt ist es an dir, die Schippe zu schnappen und bald wird dort, wo der Schnee den Weg versperrt hatte, nur noch eine austrocknende Pfütze übrig sein.


Schneeflocken-Blog

27. Januar 2013, marcus - Mannablog

Eine Woche ist es nun schon wieder her, dass ich meine Tage im Schnee verbracht habe. Mit Sicherheit hat der ein oder andere die Bilder gesehen, die ich dort gemacht habe. Es ist schon lange her, dass ich so viel Schnee gesehen habe, wie da in Österreich in dieser Gegend herumlag. 
Der Höhepunkt der Woche war für mich der Mittwoch, an dem es über Nacht etwa 20cm Neuschnee auf die Piste schweben lies. Wir waren die ersten auf der Piste und konnten unsere Spuren in den frischen Schnee ziehen. Da an diesem Tag kaum Menschen da waren, hat dieser Zustand auch fast die ganze Zeit angehalten. Besonders begeistert hat mich auch die Konistenz des Schnees, so locker und luftig, es war unmöglich den Schnee zum Zusammenkleben zu bringen. 
Könnte man an Ort und Stelle die einzelnen Flocken unter dem Mikroskop betrachten, würde man auch feststellen, dass jede von ihnen anders aussehen würde. Eine jede war auf ihrem Weg von den Wolken zur Erde anderen Bedingungen ausgesetzt und wurde durch diese auch etwas unterschiedlich gestaltet. So unterschiedlich sie sind, passen sie doch zusammen und verbinden sich gemeinsam zu einer wunderschönen Schneelandschaft. 
Mit uns Menschen ist es doch ähnlich: wir sind alle unterschiedlich und wurden durch unsere Erlebnisse im Leben und die unterschiedlichen Umstände anders geprägt. Und doch sind wir alle hier und müssen miteinander auskommen, ob wir wollen oder nicht. 
Wenn wir es aber tun, und gut mit unseren Mitmenschen Zusammenleben, dann kann daraus auch etwas wunderbares entstehen. Gott hat uns selbst durch den Schnee ein Beispiel dafür gegeben. 
Ich wünsche uns allen die Erfahrung eines harmonischen Zusammenlebens. 


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