Manna

Gefiltert nach Tag syrien Filter zurücksetzen

Wochenrückblick - oh happy day

09. Oktober 2015, claudia - Mannablog

oh happy day - der Blick nach vorne

Letzte Woche bekamen wir einen langersehnten Bescheid. Doch der Reihe nach, will ich die ganze Geschichte erzählen.

Im Frühjahr lernten wir eine junge syrische Christin kennen die in Schweden gestrandet war und nun versuchte nach Deutschland zu kommen. Eines Tages hieß es, dass sie gelandet sei. Doch gemäß Dublin Abkommen wurde der Antrag auf Asyl abgelehnt.

An das Telefonat mit ihr kann ich mich noch gut erinnern. Wir waren auf dem Weg in den Urlaub. Eine tiefe Machtlosigkeit machte sich breit. Sie erreichte uns noch viele hunderte Kilometer entfernt.

Beti stellte einen Antrag auf Prüfung ihrer Ablehnung und das Warten begann. Viele Wochen, einfach nur warten. Warten auf Antwort. In der letzten Woche nun kam endlich Antwort. 

Oh happy day. Was für eine Freude und Begeisterung, dass sie bleiben darf. Es war richtig zu spüren, wie die Entspannung über die Nervenbahnen durch den Körper zog. Was für eine gute Nachricht. Eine Nachricht, die den Blick nach vorne richtet und Neues entstehen läßt.

oh happy day - Ordination heißt Neues beginnt

Ein paar Tage später waren wir zur Ordination eines neuen Pastors in die Kreuzkirche der Baptisten eingeladen. Für mich war es das erste Mal, dass ich an einer Ordination teilnahm und ich war schon sehr gespannt.

Da ich in einem anderen Projekt derzeit viele Räume und Gebäude besichtige, war ich auf das Gebäude gespannt. Wir fanden große und helle Räume vor, die Offenheit ausstrahlen, eine Vielzahl von Kinderräumen, die schön gestaltet und dekoriert waren. Ein großer Mittelraum der eine Art Verbindungsglied zwischen den einzelnen Bereichen bildet und gleichzeitig auch den Treffpunkt bildet, ist sicher auch ein symbolischer Knotenpunkt, der junge und alte miteinander vereint.

Ordiniert und damit für den Dienst als Pastor eingesegnet wurde Johnatan Walzer. Er hat in München Theologie studiert und lebt bereits seit 6 Jahren mit seiner Familie in der Gemeinde. Mit seiner Einsegnung beginnt für die Familie ein neuer Lebensabschnitt, Neues beginnt. Er ist nun der offizielle Pastor der Baptisten in Landshut geworden. 

In der Predigt ging es um vier Elemente die für einen Pastor im Dienst wichtig sind. Das erste Element stellt den Blick auf Jesus in den Mittelpunkt. Die Feierstunde wurde von viel Musik und Gesang zur Ehre Jesus umrahmt. Im Nachgang gab es gutes Essen und selbstgebackenen Kuchen, oh happy day.

oh happy day - ein neuer Fußbodenbelag

Es gibt noch ein sehr persönliches oh happy day. In der kommenden Woche beginnen in unserer Kirche die Arbeiten am Fußboden. Über 25 Jahre ist der Fußboden nun schon in Benutzung. Nach einer langen Vorbereitungszeit, beginnen in der kommenden Woche die Arbeiten daran.


Allein und doch nicht allein

04. April 2015, claudia - Mannablog

Freunde von uns sind syrische Christen. Sie sind in den letzten Monaten aus Syrien geflohen. Das was sie berichten macht mich Fassungslos. Mein Verstand hört es, ich weiß intellektuell um die Bedeutung ihrer Berichte, doch mein Mensch sein weigert sich, diese Berichte aufzunehmen. 

Um sie zu unterstützen sind wir ganz vielfältig aktiv. Es macht einfach Freude ihre strahlenden Augen und ihre tiefe und ehrliche Dankbarkeit zu erleben.

Doch was ist mit den Christen die noch in Syrien sind? Ich kann es machen wir mancher hier im Land und einfach folgendes sagen.: Gut das es dort noch Christen gibt, denn ohne sie erfahren die Menschen dort unten von Jesus nichts mehr.

Sehe ich in die Augen meiner Freunde, dann kann ich das nicht. Ich erlebe ihre Sorge um die Familie und Freunde. Gerne würde ich ihnen helfen, doch wie?

Da erinnerte ich mich an eine Briefaktion, an der ich vor Jahren teilgenommen hatte. So etwas wollte ich auch tun. Wenn ich schon nicht nach Syrien reisen kann und kein Ticket für Deutschland schicken, dann wenigstens schreiben.

So entstand nachfolgender Brief, der ins arabische übersetzt wurde. Viele Freunde haben ihn unterschrieben. Jetzt ist der Brief auf der Reise um unsere Freunde in Syrien zu erreichen. 

 

 

Nach dem Bericht aus der Bibel wurde Jesus am Freitag gekreuzigt. Samstag ist der Tag, an dem er für die Menschen damals tot war. Jeder wusste wo er beerdigt ist und konnte zu der Höhle gehen. Es war der Tag der Trauer und der Enttäuschung. 

Manchmal scheint es, als ob alle Hoffnung vergebens ist. Schauen wir nach Syrien, scheint es auch so zu sein. 

Doch einen Tag später ist Jesus wieder lebendig. Er war wieder da und er ist es bis heute! 

deshalb gilt diese Zusage:


Wann endlich bricht das Eis?

26. März 2015, claudia - Mannablog

Heute bin ich froh, kein Journalist zu sein. Ich muss nicht Worte für etwas finden, für etwas das mich mit Entsetzen füllt. Und ich muss diese meine Wahrnehmung von mir selbst nicht mit anderem Inhalt überdecken.

Der Absturz der Germanwings Maschine, mit all den Informationen die jetzt bekannt werden, macht es mir unmöglich. Als ob das nicht schon genug wäre, habe ich mich in den letzten Stunden mit der Situation der syrischen Christen befasst. 

Wann endlich bricht das Eis in den Herzen von uns Menschen?

 

 

Foto: PublicDomainPictures, CC0 Public Domain, Pixabay

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