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MÜV statt TÜV

10. Februar 2013, marcus - Mannablog

Letzten Monat war mit einem unserer Autos der zweijährige Besuch beim netten Herrn vom TÜV fällig. Zuerst war ich ja noch recht optimistisch was den Zustand unseres Schmuckstücks betraf, wurde dann aber durch die prüfend - Fehler - aufzählende Art des TÜV - Prüfers schnell meiner Hoffnungen beraubt. Ein Mangel gesellte sich zum Nächsten, und am Ende hatte ich eine ziemliche Liste in der Hand, die meinem Auto „gravierende“ Mängel bescheinigte. Eigentlich war ich mir schon fast im Klaren darüber gewesen, dass ja nicht alles so toll sein konnte, wie es äußerlich den Anschein machte. Die Fehler lagen halt eben doch tiefer...
Ich habe mich dann also mit der Liste daheim hingesetzt und die Ersatzteile bestellt. Wie gut, dass ich einen Papa habe, der mit sämtlichen Werkzeugen inklusive Hebebühne ausgestattet ist und nebenbei auch vor keiner noch so schwierigen Reparatur zurückschreckt. Das ganze gestaltete sich darüber hinaus auch noch äußerst schwierig und war nur durch Spezialwerkzeug und jede Menge Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen lösbar. Die Reparaturen zogen sich über mehrere Tage, aber diesen Freitag war es dann endlich soweit: wir waren fertig!
Jetzt habe ich wieder ein Auto dass nicht nur außen super aussieht, sondern auch im Fahrwerk hält was es verspricht.
Ach ja - TÜV heisst übrigens Technischer Überwachungsverein. 

Interessant ist, dass so ziemlich alles was man kaufen kann irgendwie geprüft wird, ob es auch den Anforderungen entspricht, die man an es stellt. Egal ob das nun ein Auto ist, ein Fön oder ein Kinderhochstuhl. Im Falle der Autos sind dann ja auch Nachprüfungen notwendig, um die Funktionsfähigkeit auch im fortlaufenden Betrieb immer wieder festzustellen.
Dabei ist mir der Gedanke gekommen, ob es nicht auch sinnvoll wäre, eine Art MÜV einzuführen, einen „Menschlichen Überwachungsverein“. Ok, sagen wir mal so: Den gab es schon des öfteren mal in der Geschichte der Menschheit. Da hieß er dann halt meistens anders (z.B. STASI) und wurde eigentlich immer gegen die Menschen eingesetzt. So etwas meine ich nicht. Ich meine eher eine Hilfe, dass es einem gut geht, dass das Leben halt so läuft wie es eigentlich gedacht ist. Allerdings gibt es keinen Menschen, der in einen so „hinein schauen“ kann, so wie man das bei einem Auto macht. Und das ist wahrscheinlich auch gut so. Gut, dass diesen Part unser Schöpfer übernehmen kann. Er kennt uns genau, kann bis ganz hinein sehen und weiß auch was es zu reparieren gibt. Vergiss also TÜV, MÜV, oder wie sie alle heißen. Der Profi in dieser Hinsicht ist GOTT. Und das Beste: Der Service kostet dich nichts außer der Treue zu seiner Werkstatt. 


Gespaltene Herzen

07. Dezember 2012, Mannablog

Es geht gerade eine Werbung durch die Fernsehsender und Internetvideos: du kannst sein, was du willst, und auch mehrere Rollen gleichzeitig spielen. Auf den Plakaten der Kampagne sind „gespaltene Personen“ zu sehen.

Ich bin eigentlich kein Gegner davon, dass zum Beispiel jüngere Mütter auch arbeiten gehen können oder Studenten neben ihrem Studium auch schon den einen oder anderen Job annehmen. Und was es noch für Beispiele geben mag. Aber wenn man sich mal etwas in das Prinzip dieser Kompromisse eindenkt, wird klar: nicht alles, nicht alle Lebensentwürfe lassen sich so leicht kombinieren. Ein Teil wird auf jeden Fall den Kürzeren ziehen und in irgendeiner Weise vernachlässigt werden.

Und wie ist das mit unserem Glauben? Faule Kompromisse und geteilte Herzen gibt es in diesem Bereich doch schon genug. Ich vermute, dass er auf der Welt zahlreiche Christen, wenn nicht sogar alle irgendwann mal trifft: der harte Kampf zwischen Gast- und Bewohner-Sein auf dieser Welt. Wir wollen uns ausleben, wir haben Träume, wir haben Vorstellungen, was uns glücklich macht oder machen soll.

In der Bibel steht mehrfach, dass wir unsere Gaben für Gott einsetzen und nicht untätig herum sitzen sollen - wozu wären wir sonst hier zu Gast? Und Gott gibt uns auch Träume, auf die wir zu leben. Aber es ist ein Unterschied, ob wir uns von unseren Gefühlen und Erfahrungen diktieren lassen, was uns gut tut oder ob wir Gott vertrauen, dass seine Gebote und Verheißungen uns zum Besten dienen. Wenn wir mit unserem eigenen Kopf durch die Wand wollen, während Gott uns auf der anderen Seite die Tür aufhält, sind wir selbst die Leidtragenden.

Der Weg durch Gottes Türen ist oft der, der uns nicht sofort befriedigt und in Fast-Food-Manier ruhig stellt. Gottes Wege sind aber die, auf denen wir langfristig sicher, zufrieden und glücklich sein werden. Wenn wir uns an ihn halten, anstatt blind alle Rollen mitzuspielen, die uns so einfallen und gefallen, dann werden wir auch keine geteilten Herzen mit jeder Menge  

Überlege dir mal, wo du momentan vielleicht lieber schnell mit dem Kopf durch die Wand willst, obwohl Gott dir auf dem längeren Weg eine offene Tür und eine solide Grundlage verspricht.


Lebst du deine Sprache?

26. August 2012, marcus - Mannablog

In der letzten Ausgabe des „National Geographic“ war ein sehr interessanter Artikel über Sprachen. Genauer gesagt über Sprachen, die gerade dabei sind auszusterben. Viele dieser Sprachen haben nur noch weniger als fünfzig Muttersprachler, einige wenige befinden sich sogar nur noch im Gedächtnis einer einzigen Person. Global gesehen stirbt alle zwei Wochen eine Sprache unwiederbringlich aus. Es ist nicht in allen Fällen so, dass die sprechende Bevölkerung dort wegstirbt, sondern viel öfter übernimmt die junge Generation eine andere, größere, weit verbreitetere Sprache wie Spanisch, Englisch, Hindi, etc. Auf den ersten laienhaften Blick hört sich das ja gar nicht allzu schlimm an. Was ist schon eine Sprache mehr oder weniger? Doch mit der Sprache geht nicht nur eine ausgefeilte Ansammlung von Buchstaben und Grammatiken. Es geht auch Kultur, Weltanschauung, eine Art zu denken und zu leben. Die Interviews mit den letzten Überlebenden einer Sprache machen deutlich, dass die Sprache den Sprecher prägt. Ein einziges Wort in einer Sprache kann eine ganze Art zu Leben ausdrücken. Es gibt Sprachen, die so friedlich und weich sind, dass es fast unmöglich ist, auf ihrer Grundlage einen Krieg zu beginnen. Andere Sprachen wiederum sind hart und haben erheblich größeres Aggressionspotential. Die Sprache, die wir sprechen, beeinflusst uns als ganzen Menschen. Wir kennen das doch selbst hier im deutschsprachigen Raum, wie unterschiedlich die Sprachen und ihre zugehörigen Mentalitäten sind, oder?
Auch in der Bibel finden wir dieses Prinzip wieder. Von Petrus, der kurz vor dem Tod von Jesus geleugnet hat, diesen zu kennen, erfahren wir in dem selben Bericht, dass ihn seine Sprache verraten hat. Anhand der Art und Weise wie er redete, stellten die Menschen um ihn herum fest, dass er wohl auch etwas mit diesem Jesus zu tun haben musste.
Auch im Jakobusbrief geht der Schreiber auf dieses Problem ein:
„Wir alle sind in vieler Hinsicht fehlerhafte Menschen. Wer nie ein verkehrtes Wort redet, ist ein vollkommener Mensch; er ist fähig, auch seinen ganzen Leib im Zaum zu halten. Wir legen den Pferden das Zaumzeug ins Maul, damit sie uns gehorchen; so lenken wir das ganze Tier. Oder denkt an ein Schiff: Es ist groß und wird von starken Winden getrieben; trotzdem wird es mit einem winzigen Ruder gesteuert, wohin der Steuermann es haben will. Ebenso ist es mit der Zunge: Sie ist nur klein und bringt doch gewaltige Dinge fertig.“ (Jakobus 3:2–5)
Die Sprachwissenschaft bestätigt es. Unsere eigene Erfahrung sagt uns, dass es so ist. Gott selbst weiß um diese Sache. 
Wie wäre es, wenn wir uns dieses Prinzip zu nutzen machen, und ein kleines Experiment starten? Beobachte mal deine Sprache einen Tag lang und versuche die Gefühle zu erspüren, die sie auslöst. Deine Handlungen. Deine Art zu denken, zu leben. Vielleicht gibt es Wörter, die du ändern möchtest. Das machst du dann am nächsten Tag. Mal sehen, was dabei raus kommt. 


Nachbars Katze und die singenden Vögel

06. August 2012, claudia - Mannablog

Lass mich doch mit deinem Gott in Ruhe! Heute saßen wir auf der Terrasse, als auf Nachbars Balkon im ersten Stock die Katze auf der Balkonbrüstung erschien. Einen Meter davon entfernt steht eine Tuje, die noch höher ist als der Balkon. In dieser Tuje saßen Vögel und sangen ihr morgendliches Lied, zur persönlichen Erregung der Katze. So saß sie in Springposition in Ruhe auf DEN Moment wartend. Doch zum Leidwesen der Katze und zum Glück der Vögel, tauchte in diesem Moment der Hausherr auf und nahm die Katze in seine Arme. Während er die Katze streichelte, redete er in einer Mischung von Liebkosen und Ermahnen auf die Katze ein. Die Reaktion der Katze ließ uns erahnen, dass dieses Gespräch nicht das erste seiner Art war und Mieze um das Springverbot wusste. Während Alex und ich das beobachteten, stellten wir uns die Frage ob die Katze den Sprung in die Tuje hinbekommt und wie das Ganze ausgehen würde. Woher weiß Mieze ob das funktioniert oder ob sie Hals und Beine bricht? Wenn die Katze so ist, wie wir Menschen, dann weiß sie es wohl nicht. Sondern startet einfach einen Versuch, weil die Gier nach Vogel einfach zu groß ist. Nun, wenn ich Katze wäre, würde ich mir wohl auch lieber in Ruhe mein Fell kraulen lassen, als meine Haut zu riskieren. Mein Vater ist wohl vergleichbar mit dem Hausherrn bei besagter Katze.


Der Blick im Tunnel oder wo auf der Treppe stehst du?

15. Juni 2012, claudia - Mannablog

In den letzten Tagen sind Alex und ich viele Tunnel gefahren. Es ging rein in den Tunnel und war schlagartig dunkel. An der Seite waren ein paar Positionierungslichter für die Orientierung und wir fuhren. Die Straße ging um die Kurve, sie ging nach unten oder stieg an, aber was auch war wir fuhren weiterhin im Tunnel. Doch dann irgendwann wurde es wieder hell, wir sahen das Ende des Tunnels und plötzlich waren wir draußen.

Genau so ist unser Leben auch. Es gibt immer irgendeinen Tunnel. Sei es die Arbeit, eine Situation in der Familie, die Finanzen. Als bei mir mein ganzes Leben in Scherben schien, bekam ich ein Bild von einem befreundeten Maler gemalt. Dieses Bild hängt bei uns an einer zentralen Stelle und erinnert uns an die Vergänglichkeit von "Glück".

Damals galt für mich nur das Prinzip Hoffnung. Doch wie das aussehen sollte hätte ich nicht beantworten können. Je nach Situation definierte ich für mich eine Position auf der Treppe. Mal bin ich ganz oben und schaue auf das was kommt und manchmal stehe ich ganz unten und habe die Treppe noch vor mir.

Was wir in unserem Leben gelegentlich vergessen ist die kleine schwarze Tür der persönlichen Entscheidung. Während wir die Treppe nach oben steigen, kommen wir nicht nur der Perspektive näher, sondern auch dieser Tür. Immer wieder habe ich festgestellt, dass Menschen am Ende nicht die Perspektive wählten, sondern die Tür.

Wo stehst du? Wie entscheidest du?


Die Melodie des Regens

15. Mai 2012, claudia - Mannablog

Draußen ist es trüb und grau. Es regnet und sieht nicht so aus als würde es in nächster Zeit besser. In der Regel ist dies ein Grund auch trüb und grau durch die Gegend zu laufen.

Wenn ich allerdings die herrlich gelb blühende Forsythie sehe und wie sie sich in Wind und Regen bewegt, dann ist das einfach ein herrliches Bild. Unsere Natur freut sich über den Regen. Er war so dringend nötig.

Wann hast du dich das letzte Mal einfach in den Regen gestellt und zugehört? Hörst du das Prasseln auf deinen Kopf? Klingt das nicht herrlich? Ich mag die Melodie des Regens. Wenn du dem Regen zuhörst, dann hörst du seine Melodie. Obwohl oft kopiert, ist es doch niemanden gelungen. Ist diese Melodie nicht Balsam für unsere Seele, so still und beruhigend?

Wir wünschen dir einen guten Tag mit Freude am Regen.


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