Manna

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Meine Fahrt von Bonn nach Landshut

05. März 2015, Mannablog

Quelle: Adventure Center Seelscheid

Letzte Woche habe ich etwas erlebt, von dem ich euch berichten möchte:

Mein Wahlpflichtseminar fand letzte Woche im Adventure Center in Seelscheid (NRW) statt, zu dem ein weiterer FSJler aus Landshut, namens Tom und ich fuhren.

Recht schnell war der Weg zum Seminar klar, wir würden mit dem Zug nach Erlangen fahren und von dort aus mit einem FSJler mit dem Auto zum Seminar.

Die Planung für die Rückreise jedoch wurde etwas Problematisch, da der FSJler mit dem Auto nach dem Seminar nicht zurück nach Erlangen fahren wollte.

An dem Wochenende bevor das Wahlpflichtseminar statt fand, haben wir nochmal nach einer Verbindung von Seelscheid nach Landshut gesucht.

Eine Idee war, dass wir mit einem Fernbus fahren. Das wäre günstiger als der Regionalzug und schneller obendrein. Jedoch fuhren die Fernbusse ziemlich blöd, sodass wir bis zum Freitag Abend hätten warten müssen.

Doch Tom stärkte meine Motivation und mein Vertrauen in Gott, sodass ich gelassen blieb. Einen Tag vor der Abreise fanden wir dann die perfekte Verbindung um wieder zurück zu kommen:

Von Bonn nach München gab es eine IC/ICE Verbindung, welche für zwei Personen 49,- EUR gekostete. Wir waren begeistert! (Claudia bei dem Fahrpreis auch)

Bis Bonn nahm uns dann einer der anderen FSJler mit. Wir mussten jedoch in Nürnberg umsteigen, was mir wieder Sorgen bereitete, da die Umstiegszeit nur vier Minuten betrug.

Doch wie soll es auch anders sein, wurde unser Vertrauen nicht enttäuscht. Wir erwischten unseren Anschlusszug und kamen so recht zügig in München an. Von dort aus dauerte es dann noch ca. 45 Minuten bis nach Landshut.

Wenn ich mir die Preise so anschaue, dann war das Ticket von Landshut nach Erlangen teurer, als das Ticket von Bonn nach München. (Um 6:30 Uhr morgens konnten wir noch kein Bayernticket nutzen)

Das zeigte mir wieder, dass ich Gott vertrauen kann!


Unbeschwert leben

03. November 2014, claudia - Mannablog

Am Wochenende waren Freunde bei uns zu Besuch und wir schauten "Die Chroniken von Narnia an". Danach diskutierten wir über den Film, seinen Inhalt und vor allem über den Autor C.S. Lewis. Es ging um Vertrauen. 

Im Film kommt rüber, dass Vertrauen sehr viel mit Beziehungen zu tun hat. Je enger eine Beziehung ist, umso eher bin ich bereit zu vertrauen, bzw. es neu zu wagen.

Für uns Erwachsene beginnt Vertrauen oft mit einer Entscheidung, die in einem ja oder nein endet. Die Datenlage im Erinnerungsspeicher hat dabei einen sehr großen Einfluss darauf. Manchmal will ich ja so gerne vertrauen, doch es fehlt mir die emotionale Beziehung die das Vertrauen in der Realität erlebbar macht.

Und so saß ich da und versuchte dieses Wissen in meine Emotionen zu überführen. Dabei wurde mir eines klar. Es ist die Unbeschwertheit des Kindes. Ein Kind macht sich keinen Kopf, ob es seinen Eltern vertrauen kann. Es testet nicht ob und inwieweit es vertrauen kann und analysiert auch nicht die Entscheidungen der Eltern. Die Wissenschaft nennt das Urvertrauen. Sie haben herausgefunden, dass dieses Urvertrauen eine wichtige Basis für ein gutes Leben ist.

Unbekümmert leben bedeutet, nicht immer zu Sorgen haben müssen, sondern zu wissen, dass Jesus sich um mich kümmert. Ist es nicht genau das, was wir wollen? Ich schon, ich will mir nicht immer über alles Gedanken machen müssen und in Angst vor der Zukunft leben. Auch so ist es schon anspruchsvoll genug. Unbeschwert leben, das Lebensmodell gefällt mir.


Ich sehe was, was du nicht siehst

22. Februar 2014, Mannablog

Ich erlebe immer wieder, wie Christen ihre Statements zu bestimmten Themen abgeben und darin relativ wenig Liebe zu finden ist. Vielleicht aus Angst um und Verantwortungsgefühl für andere, aus Unsicherheit oder aus simplen Wortgefechten heraus. Eine gut durchdachte und von Gott bestätigte Meinung ist voll in Ordnung. Aber es gibt auch in der Bibel den Hinweis darauf, dass das, was wir ohne Liebe tun, sinnlos ist: „Wenn ich in Gottes Auftrag prophetisch reden kann, alle Geheimnisse Gottes weiß, seine Gedanken erkennen kann und einen Glauben habe, der Berge versetzt, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nichts.“ 1. Korinther 13,2 Und in Vers 1 heißt es auch, dass alle Engelszungen nichts bringen, wenn sie lieblos daher reden.

Wir können das Wort „Liebe“ also herumschreien, können die Pinnwände unserer Facebookfreunde mit Liebesbekundungen tapezieren oder lieblose Kommentare schreiben, nur um unser Recht zu bestreiten. Die Liebe wird davon nicht stärker, geschweige denn ist das alles ein Nachweis für ihre Existenz.

 

Dem vertrauen, der mich liebt

Das Thema ist wirklich nicht immer leicht. Wenn Jesus sagte, das neue Gebot für uns ist die Liebe zu Gott und dem Nächsten, dann ist manchmal unklar, was Liebe bedeutet. Sich an die Ordnung Gottes zu halten, aber den anderen liebevoll anzunehmen, genau so wie er ist?

Bei Gott ist Erkennen und Liebe oft auf einer Ebene angesiedelt. Genauso Weisheit und Ehrfurcht vor Gott. Gottes Willen für mein Leben zu erkennen setzt voraus, dass mir seine Perspektive wichtig ist. Liebe ergibt sich aus meinem Vertrauen auf die Liebe, die er für mich hat. Wenn Gott von sich sagt, er ist die Liebe höchstpersönlich, kann ich ihm dann vertrauen, dass seine Wege für mich von dieser Liebe geprägt sind? Und kann ich diese liebevollen Wege Gottes auch anderen zumuten?

 

Eine gute Freundschaft?

Liebe soll eine Tür sein, die zum Echtsein einlädt und die eine Atmosphäre der Wertschätzung schafft. Jede gute Freundschaft sollte irgendwann an so einen Punkt kommen. Meine Freunde geben mir nicht nur positives Feedback. Ich verrenne mich vielleicht in eine Sache und komme allein nicht raus und mir sagt ein Freund – Hey, das fällt mir bei dir auf, und du scheinst damit nicht besonders glücklich zu sein. Kann ich dir helfen? Willst du mal das und das versuchen?

Ich bin sehr dankbar für solche Freunde. Die Jahre vergehen manchmal und man bemerkt währenddessen kaum von selbst, wo man in Gewohnheiten o.ä. abdriftet, die ungesund sind. Klar kann sich das Ego schnell aufplustern, wenn man plötzlich damit konfrontiert wird. Erst recht, wenn man bisher keinen Änderungsbedarf gesehen hat. Aber mein Gegenüber ist ein Freund, nicht wahr? Jemand, der mich kennt und der mich liebt. Wenn ich schon nicht den Bedarf in meinem Leben sehe, den Rat anzunehmen – nehme ich immerhin wahr, dass sich dieser Freund um mich kümmert, sich Gedanken um mich macht, mit mir Lebenserfahrung teilt, die ich vielleicht noch nicht habe?

 

Ein goldener Apfel

Dann rumort diese Sache vielleicht in mir und es tut vielleicht auch ein bisschen weh und es ist unbequem aus einer Gewohnheit herauszukriechen. Aber das Wissen um die Liebe und die Unterstützung schleift die harten Kanten der Worte.

Schon die Sprüche der Bibel fassen dieses Thema mit einer ähnlichen Quintessenz zusammen: „Ein gutes Wort zur rechten Zeit ist so lieblich wie goldene Äpfel in einem silbernen Korb. Eine weise Ermahnung ist dem, der sie beachtet, ebenso kostbar wie Schmuck aus reinem Gold.“ Sprüche 25, 11-12

 

Was ist Liebe denn überhaupt?

Und bei alledem ist es gut sich immer wieder klar zu machen, was das Wesen der Liebe ausmacht. Sie hofft immer, sie verzeiht. Sie kämpft gegen Ungerechtigkeit. Sie setzt sich für den Vorteil der anderen ein. Das sind ziemlich herausfordernde Worte in 1. Korinther 13. In Römer 5,5 wird denjenigen zugesagt, die Gottes Heiligen Geist bekommen (haben), auch die Liebe Gottes in sich zu tragen. Wo „Liebe Gottes“ drauf steht, da ist auch Liebe Gottes drin – davon können wir ausgehen, oder? Ich wünsche mir, dass wir lernen aus der Liebe, wie sie beschrieben wird, zu lieben und zu geben. Mehr aus dem Vertrauen zu Gott zu leben als aus dem Drang, immer die besseren Argumente haben zu müssen. Aus Gottes Frieden heraus Dinge anzusprechen, aber auch ruhen zu lassen und anderen Freiheit dem entgegen zu überlassen, was wir in Liebe sagen. Zu wissen, wann es dran ist, den den ersten Stein werfen zu lassen, der ohne Sünde ist. (vgl. Johannes 8,7)

 

Wenn Steine auf die Erde fallen und Staub aufwirbeln

In dieser geschilderten Szene, in der die Ehebrecherin gesteinigt werden soll, ist Jesus wie der verstörende und doch ruhende Bildfehler: er zeichnet in den Sand. Er schenkt der Szene keine Beachtung, hängt sich nicht an den wütenden Mob und wird dennoch zu Rate gezogen. Seine gerechte Liebe war wohl irgendwie spürbar und sie war der einzige Weg beide Parteien sprachlos zu machen. Die religiösen Ankläger lassen ihre Steine heimlich fallen und stehlen sich beschämt davon. Die Frau, die ihren Mann betrogen hat, bleibt still, vielleicht schuldbewusst, erstaunt, ängstlich oder dankbar - bis Jesus sie fragt, wo denn ihre Ankläger seien. Sie sind weg. Und mit ihnen auch jede weitere Anklage. Denn Jesus spricht ihr Vergebung zu und gibt ihr einen Rat mit. Der Betrug war nicht richtig, aber er trennt sie nicht von der Liebe Gottes. Anstatt blind gesteinigt zu werden, wird ihr in die Augen gesehen und ein ehrlicher Rat gegeben, der sie in ihrem Leben fördern soll. Ist das nicht Liebe?


Karriere für Anfänger

17. Januar 2014, Mannablog

Na, träumst du von dem großen Aufstieg? Karriere machen und Träume verwirklichen? Das Angebot bekommt man ja heute an jeder Ecke, ob es im Lebensmitteldiscounter ist oder im Bankgeschäft, egal. Hauptsache man strengt sich an und ist am richtigen Platz.

Das Buch Daniel gehört zum Alten Testament der Bibel und birgt in sich eine ganz interessante Geschichte über einen jungen Mann, der die Karriereleiter in großen Schritten nimmt. Meine Bibel beschreibt vor dem Buch kurz die Vorgeschichte. Dort kann ich nachlesen, dass der Daniel wirklich noch sehr jung war, als es mit ihm los ging. Mit 15 bis 20 Jahren wurde er wohl von Jerusalem nach Babylon verschleppt.

Er war also jung, aus königlichem Geschlecht und vermutlich ehrgeizig genug, um den großen Aufstieg zu planen. Könnte man meinen. Auslandserfahrung kann nicht schaden, dazu sah er wahrscheinlich auch gut aus, nahm einen schicken babylonischen Namen an und gleichzeitig verzichtete er noch freiwillig auf das feine Essen der Königstafel und isst mit seinen Kumpels nur Gemüse. Mit dem Ergebnis, dass die Jungs nach einer Probezeit sogar noch attraktiver aussahen als die Fleischesser. Doch Daniel hatte noch mehr im Kopf als nur Gemüse. Bald war er erste Wahl als Traumdeuter am babylonischen Königshof.

War das Erfolgsgeheimnis dieses Mannes also Veganismus, eine vorbildliche Integration in ein neues Land und junger, attraktiver Esprit? Vielleicht! Fakt ist aber, dass Daniel und seine Freunde nicht vergaßen, wo sie herkamen. Sie denken nicht nur an den Gott ihrer Vorfahren, sie reden auch aktiv mit ihm und sie machen ihr ganzes Leben von ihm abhängig. Sie essen das Fleisch am Hof nicht, weil es vor Gott damals unrein war, anderen Göttern geweiht. Daniel fleht zu Gott, um die Träume des Königs deuten zu können. Zu seinem Gott und nicht zu den babylonischen Göttern.

Mit dem Ergebnis, dass er eines Tages mit einem grausamen Urteil konfrontiert wird: Tod allen Wahrsagern des Königs. „Na super, da hat uns Gott ja toll beschützt!“, hätten Daniel und Co. jetzt mosern können. Da haben die babylonischen Wahrsager Zeit geschunden, nicht gewusst, was der König geträumt hatte, geschweige denn, was der Traum nun bedeuten sollte. Als Scharlatane sollten nun alle miteinander beseitigt werden.

Interessant ist, wie Daniel wirklich mit der Situation umgeht. Statt im Angesicht des Todes durchzudrehen, weiß er genau, was zu tun ist. Ich habe sein Vorgehen mal in sechs Punkten zusammengefasst:

1.  Eigeninitiative statt Konkurrenz: Daniel nimmt die anderen Wahrsager in Schutz und erklärt, er werde sich um die Sache kümmern und brauche etwas Zeit.

2.  Gemeinschaft und Einheit: Daniel sucht die Gemeinschaft mit seinen Freunden und Leidensgenossen und hält sie dazu an, intensiv zu Gott zu beten.

3.  Intensives Gespräch mit Gott: Die Freunden bitten Gott um Gnade, dass er ihnen das Geheimnis des Traumes zeigen möge.

4.  Ausdruck der Dankbarkeit in Anbetung: Nachdem Daniel in der Nacht eine Vision über den Traum und seine Bedeutung bekommen hatte, lobt er Gott voller Begeisterung. „Denn sein ist beides, Weisheit und Macht.“ Daniel 2,20b

5.  Diskrete Ankündigung der Lösung: Daniel prahlt danach nicht mit seiner Erleuchtung, sondern nimmt den Scharfrichter zur Seite und erzählt ihm, er habe die Deutung erhalten.

6.  Hinweis auf Gottes Gunst: Vor dem König, der ihn fast umgebracht hätte, verweist er auf den, von dem er die Deutung bekommen hat. „... aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart.“ (Daniel 2,28a)

Vielleicht gibt diese Geschichte dem einen oder anderen einen Impuls, um neu über „Karriere“ nachzudenken und über den Umgang mit Problemen. Muss ich andere ausbooten? Muss ich mein eigenes Ding durchziehen? Muss ich meine eigene Genialität raushängen lassen, so dass es auch ja jeder mitbekommt?

Kann ich mich auch auf jemand anderen als nur meinen eigenen Verstand einlassen und verlassen? Kann ich einsehen, dass ich selbst nicht allwissend bin und nicht alles kann? Kann ich die Gaben und Talente, die ich bekommen habe, gewinnbringend einsetzen und dabei trotzdem oder vielleicht gerade dann auf ihren Geber verweisen?

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wünsche ich euch ein schönes Wochenende!


Mein Gott, ich hab dich gar nicht erkannt

27. September 2013, Mannablog

Fragst du dich auch manchmal, wie Gott ist? Voraussetzung dafür ist wahrscheinlich, dass du dich dazu aufgerafft hast, ihm deinen Glauben zu schenken. Aber auch wenn du das nicht getan hast, spielt es eine große Rolle, als wen du ihn dir vorstellst.

Mit den Jahren kommen mir auch mehr Fragen darüber, wem ich da mein Leben und mein Vertrauen gegeben habe. Die Frage, ob ich Gott kenne, wirft in mir Zweifel auf, ob der Gott, den ich meine zu kennen, der Gott ist, der diese Welt geschaffen hat.

Es gibt im Leben eines Christen unterschiedliche Zeiten und sie sind sicherlich bei jedem anders. Soweit kann ich nur von mir reden. Ich habe Gott in meiner Kindheit erklärt bekommen. Ich habe seinen Charakter vorgelebt bekommen und oftmals auch nicht – und in diesen Situationen aber seine Gnade und Vergebung erlebt. Mit den Jahren wächst ein Bild heran, in der Jugendzeit wird es in Frage gestellt. Man stellt einfach mehr Fragen an das Leben, an sich, an den Schöpfer. Oder man ist so sehr abgespeist mit einem Bild, dass man keine Fragen stellt. Der Glaube ist dann mehr oder weniger bewegungslos, vielleicht sogar tot?

Ich merke, dass es Fragen gibt, die ich wahrscheinlich nicht gestellt habe, weil ich meinte, Gott ist so, wie ich ihn die letzten zwanzig Jahre erlebt und erzählt bekommen habe. Alles, was ich über ihn schreibe, ist nur ein Abbild von meiner eigenen Erfahrung, von dem, was ich aus der Bibel seinem Charakter zuschreibe und dem, was andere mir über ihn erzählen. Diese Woche ist mir etwas bewusster geworden: dass Gott meine engstirnige Sicht nicht nötig hat. Und dass ich es nötig habe, über den Erfahrungsrand zu sehen.

Warum? Das Bild, das wir von Gott haben, prägt in starker Weise, ob und wie wir mit ihm in Kontakt treten, welche Beziehung sich zwischen ihm und uns entwickelt und ob wir Liebe weitergeben oder Dogmen. Ich beneide manchmal die Menschen, die Gott erst in der Mitte ihres Lebens kennenlernen und dann aber wirklich als den Gott, der er ist. Ich glaube, weil sie vorher ganze Sache mit sich und ihrer Weltanschauung ohne Gott gemacht haben, lassen sie sich dann auch so richtig auf Gott ein.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass langjährige Christen etwas zaghaft sind und bloß nichts falsch machen wollen. Eben genau das Bild widerspiegeln, das man von verstaubten Kirchenbänken bekommen kann. Ein festes Bild von Gott und als Lebensaufgabe, dieses starre und womöglich kranke Bild von ihm weiterzugeben? Sind wir uns zu fein oder zu ängstlich, um uns die Hände „schmutzig“ zu machen und ignorieren dabei Stagnation und Staub? Bequem? Vielleicht, aber unfrei und dumm.

Schauen wir uns doch mal an, wie Gott ist – neugierig und nicht besserwisserisch. Er hat ein Universum geschaffen von unglaublicher Größe und ausbalancierter Genauigkeit. Er hat die Erde geschaffen, auf welchem in liebevoller Detailverliebtheit lebendige Wesen denken, kommunizieren, Generation für Generation ihren Planeten mitgestalten. Eine Natur, die gewaltig und bunt ist, vielseitig und in ihrer unberührtesten Form den Menschen in seinem Innersten berührt. Die großen Canyons oder eine blühende Wüste, ein Wasserfall – das ist beeindruckend, oder nicht?

Und jetzt die Frage: Kann ein Gott, der so etwas geschaffen hat, ein böser grauer Schlucker sein, der es nötig hat, mit dem Hammer auf seinen selbst errichteten Richtertisch zu schlagen, um sein Selbstwertgefühl zu pushen? Diese Frage schreit quasi zum Himmel – und die Antwort müsste vielmehr laut lachend zurück schreien: Der Gott, der das alles geschaffen hat und zudem Mensch wurde, um den Menschen in seine ursprüngliche Verbindung mit ihm zu bringen, der muss wahnsinnig kreativ, vielschichtig, bunt, humorvoll, intelligent und unbegreiflich sein. So unbegreiflich, dass wir wohl die Ewigkeit damit verbringen werden, seine Schönheit zu erfassen. Fangen wir doch jetzt schon an.


Die Pflaume in unserem Garten und ihre Botschaft

08. August 2013, claudia - Mannablog

Die Pflaume in unserem Garten lehrt uns Geduld und Vertrauen.

Vor nunmehr sieben Jahren bekamen wir für unseren Garten eine Pflaume geschenkt. Es war ein schöner kleine Pflaumenbaum, den wir in unseren Garten eingruben. Das erste Jahr verging, die Blätter kamen, Blüten und dann wurde Herbst und die Blätter fielen. Eine Pflaume war aber nicht am Baum gewesen. Die Enttäuschung war groß.

Im nächsten Jahr erging es uns und unserer Pflaume nicht anders. So verging ein Jahr ums andere. Irgendwann wurden wir ungeduldig. Es wurde über die Pflaume eine Art Gericht gehalten. Wir stellten uns um die Pflaume und diskutierten über ihre Zukunft. Pflaume, wenn du keine Früchte bringst, dann mußt du aus unseren Garten gehen, wir hacken dich ab. So die eine Argumentation. Dann kam Mama und sagte, nein noch nicht. Ich will die Pflaume düngen und gießen und vielleicht bringt sie ja doch noch Früchte.

Als hätte uns unsere Pflaume verstanden. Im Jahr darauf hatte sie die ersten 4 Früchte. Ganze vier Stück! Trotzdem haben wir uns riesig gefreut. Darauf hin entschieden wir uns unserer Pflaume noch ein weiteres Jahr zu geben und ihr zu vertrauen. Sie wurde wieder viel gegoßen und gedüngt.

Investieren lohnt sich

In diesem Jahr nun zeigt sich der Erfolg der Mühe. Es ist der Dank für die viele Mühe und Fürsorge die unsere Pflaume in den Jahren bekommen hat. Unsere Pflaume hat eine reiche Last zu tragen. Noch sind sie grün, aber sie wachsen und werden wunderbare, saftige Pflaumen werden. 

Manchmal kommt es mir so vor, als ob wir viel zu schnell aufgeben. Sei es bei uns selbst oder bei anderen. Wir geben keine weitere Chance, sondern hacken den Baum Vertrauen/Beziehung einfach raus. Schade drum!

Dabei lehrt gerade unsere Pflaume, dass düngen und investieren Sinn machen. Auch wenn der Erfolg lange auf sich warten läßt, manchmal sehr lange, so lohnt sich der Einsatz.


Unser persönlicher, dynamischer Weckdienst

22. April 2013, claudia - Mannablog

Gestern abend waren wir uns unschlüssig über den heutigen Tag. Auf unserer Liste stehen viele unterschiedliche Aufgaben, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen. So stellte sich die Frage, wann aufstehen. Lieber früher aufstehen oder ausschlafen? Wir waren unschlüssig. Also beantragten wir den Wecker bei YHWH, unserem Vater im Himmel.

Wir erzählten von unseren Gedanken zum heutigen Tag und baten ihn um die richtige Zeit zum Wecken. Wie immer funktionierte dieses wunderbar. 

Immer wieder bin ich von unserem Weckdienst beeindruckt. Persönlicher und dynamischer geht es nicht. YHWH weiß viel besser, was ich an Schlaf brauche und wie der Tag werden wird. Er sorgt dafür, dass wir nicht verschlafen und aus dem Bett klettern. Er hat uns aber auch schon mal verschlafen lassen, weil unsere Erschöpfung so groß war. Dafür kümmerte er sich dann aber auch um die Verschiebung der nachfolgenden Termine.

YHWH ist unser beider Vater. Er liebt uns und deshalb wissen wir, dass er uns keinen Schaden zufügen wird. Darum können wir ihm auch in Bezug aufs wecken lassen vertrauen. YHWH ist unser persönlicher und dynamischer Weckdienst, der beste, den es gibt.


Sicherheit erhalten oder wie Gebet erfolgreich wird Teil 4

17. August 2012, Mannablog

Eines unserer großen Bedürfnisse ist Sicherheit. Wir sehnen uns nach Sicherheit im Leben, im Beruf, in der Familie und auch in unserer Beziehung zu unserem Vater im Himmel. Dann bitten wir ihn um etwas und das nächste, was wir denken ist: es passiert ja doch nicht. Sag mal, kommunizierst du so auch mit deiner Familie? Dann, muss ich dir sagen, solltet ihr an euerem Verhalten zueinander etwas ändern. Familie heißt einander vertrauen und vertrauen gibt Sicherheit. In unserer Familie lernen wir einander zu vertrauen, so geben wir einander Sicherheit. Vertrauen lernen wir aber nur, indem wir a) bereit dazu sind, dem anderen zu vertrauen, vor allem, wenn ich sein Handeln nicht verstehe, und b) indem ich dem anderen auch klar mache, dass ich ihm vertraue. (Dann sollte dein Verhalten aber nicht das Gegenteil zeigen.) Indem du vertraust, scheint es so, als ob du Sicherheit abgibst. Gleichzeitig bekommst du aber eine viel größere Sicherheit zurück. Es ist die Sicherheit, angenommen zu sein. Es ist die Sicherheit, dass dein Gegenüber dich wertschätzt und dieses Vertrauen unter keinen Umständen zerstören will. Genau das geschieht auch mit deinem Vater im Himmel. Du bekommst Sicherheit und das macht Gebet erfolgreich.


Nachbars Katze und die singenden Vögel

06. August 2012, claudia - Mannablog

Lass mich doch mit deinem Gott in Ruhe! Heute saßen wir auf der Terrasse, als auf Nachbars Balkon im ersten Stock die Katze auf der Balkonbrüstung erschien. Einen Meter davon entfernt steht eine Tuje, die noch höher ist als der Balkon. In dieser Tuje saßen Vögel und sangen ihr morgendliches Lied, zur persönlichen Erregung der Katze. So saß sie in Springposition in Ruhe auf DEN Moment wartend. Doch zum Leidwesen der Katze und zum Glück der Vögel, tauchte in diesem Moment der Hausherr auf und nahm die Katze in seine Arme. Während er die Katze streichelte, redete er in einer Mischung von Liebkosen und Ermahnen auf die Katze ein. Die Reaktion der Katze ließ uns erahnen, dass dieses Gespräch nicht das erste seiner Art war und Mieze um das Springverbot wusste. Während Alex und ich das beobachteten, stellten wir uns die Frage ob die Katze den Sprung in die Tuje hinbekommt und wie das Ganze ausgehen würde. Woher weiß Mieze ob das funktioniert oder ob sie Hals und Beine bricht? Wenn die Katze so ist, wie wir Menschen, dann weiß sie es wohl nicht. Sondern startet einfach einen Versuch, weil die Gier nach Vogel einfach zu groß ist. Nun, wenn ich Katze wäre, würde ich mir wohl auch lieber in Ruhe mein Fell kraulen lassen, als meine Haut zu riskieren. Mein Vater ist wohl vergleichbar mit dem Hausherrn bei besagter Katze.


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