Manna

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Was die Natur, die Wilhelma und das Kreuz miteinander zu tun haben

18. Juni 2017

Rob Bell - Everything is spiritual

Vor einigen Jahren waren Alex und ich in den USA unterwegs. In einem Buchladen fanden wir eine DVD mit einem Vortrag von Rob Bell "Everything is spiritual" und nahmen diese mit nach Deutschland. Immer wieder haben wir den Vortrag fasziniert gelauscht.

Darin erzählt er von der Größe und Vielfalt dieser Erde. Er setzt ganz große Dinge wie unser Sonnensystem ins Verhältnis zu kleinen Dingen wie dem Quarks

Dabei ist sein Redestil unterhaltsam und anschaulich. Für uns als naturwissenschaftliche Laien ist mit dem Vortrag dann auch noch gleiche eine Nachhilfestunde in Bezug auf unsere Natur verbunden.

Gegen Ende dieses Vortrags kommt er auf das Geschenk vom Kreuz zu sprechen. Er redet von dem erstaunlichen Opfer Jesus am Kreuz.

Entweder ist dort mein Englisch ausgestiegen, hm ich weiß es nicht. Denn wie er zu Jesus kommt, konnte ich nicht genau erklären was die Natur und der Tod Jesus miteinander zu tun haben. 

Er redet von der Liebe Gottes, aber für mich war sein Vortrag an dieser Stelle unbefriedigend. Für mich fehlte ein Bindeglied, zwischen den Wundern der Erde und Jesus.

... und so vergingen die Jahre

Die Wunder und die Liebe

Die Familie von Alex lebt in der Nähe von Stuttgart. Immer wieder erzählte Alex von der Wilhelma und wie schön es dort sei

Doch am Wochenende, wenn das Parkhaus bereits vor Öffnungsbeginn überfüllt ist, wollten wir nie hin. So hat es 15 Jahre gedauert bis ich das erste Mal in die Wilhelma hinein kam. Aus Anlass eines runden Geburtstages gab es Urlaub und die Wilhelma war dran. 

Obwohl wir nicht bei den Erdmännchen waren, was einen neuerlichen Besuch innerhalb der nächsten 15 Jahre rechtfertigt, war es ein sehr schöner kurzweiliger Nachmittag.

Die Anlage mit der Mischung von zoologischem und botanischem Garten läßt jeden Besucher seine persönlichen Favoriten finden.

Während wir so von den Pflanzen zu den Vögeln, Fischen, Insekten zu den Seepferden und großen Raubkatzen gingen, erstaunte mich die unendliche Vielfalt auf unserer Erde.

Wenn wir uns von unserem Alltag gefangen nehmen lassen, dann fällt jegliche Vielfalt unserer Natur schnell hinten runter. Da geht es nur um eine schnelle Internetleitung, reibungslose Prozesse und wenig Verkehr auf der Straße. Doch Natur, die Vielfalt um uns herum fällt dabei komplett aus unserer Wahrnehmung.

So stand ich staunend im Zoo und fragt mich, was sich Gott wohl dabei gedacht hat. Hat er lachend da gestanden, als der Elefant seinen langen Rüssel bekam. Was hat er sich überlegt als er die Hummel schuf, ein Tier was aus menschlicher Sicht nicht fliegen können sollte. 

Während wir so von Tier zu Tier gingen, wurden mir zwei Dinge neu bewußt:

1. Gott liebt! Sonst wären die Tiere nicht so kreativ. Nur Liebe läßt Kreativität wachsen und gibt Raum zum Entfalten.

2. Gott kann Dinge tun von denen wir weniger als keine Ahnung haben. YHWH der Gott der Bibel läßt sich von uns Menschen nicht in unser Denkschema pressen. Er ist anders, weil er liebt.

3. Die Natur dieser Erde besteht auch heute noch aus einer Unmenge an nicht erklärbaren Wundern. Egal wie sehr wir Menschen uns auch bemühen und wie viel wir auch versuchen zu erklären und zu bestehen, Wunder werden bleiben und neue Wunder werden dazu kommen.

Riesenschmetterling
 

Das Wunder am Kreuz

Kannst du jemanden in einfachen Worten erzählen, wieso der Tod Jesus am Kreuz alles gut macht?

Wir verstehen, dass wir jemanden brauchen der den ganzen Schmutz und alles Versagen heilt. Wir können beschreiben, das Jesus das am Kreuz getan hat. Wir können aus unserem eigenen Leben erzählen, wie er Neues schafft. Doch ganz am Ende geht es darum, dass was die Bibel über Jesus schreibt zu glauben oder nicht. Ganz am Ende ist es einfach eine Entscheidung: JA oder NEIN.

In der Bibel wird immer wieder davon geschrieben, dass wir Menschen Gott durch die Natur erkennen können. Und damit sind genau die Wunder in der Natur gemeint. Lassen wir uns auf die Vielfalt und die Kreativität Gottes ein, dann können wir ihm begegnen. 

Sehen wir seine Größe, dann fällt es uns leichter JA zu sagen zu dem was wir nicht verstehen können.

Doch es gibt noch mehr, aber das ist ein anderer Blog.

claudia

Gelassenheit und Wunder

02. April 2015

Ob es diese Trennung in kleine und große Wunder wirklich gibt, bin ich nicht ganz sicher. Alles was sich unserer direkten Einflußnahme entzieht, sowie aus unserer Sicht unvorstellbar ist, landet meist in der Kategorie Wunder. So auch bei mir.

So etwas geschah als ich am Dienstag Abend auf das modobonum Konto bei der GLS Bank schaute. Der eigentliche Grund für meinen Blick auf das Konto war der Blick auf den Geldeingang. Waren Spenden für eine Teilnahme an der Esoterikmesse gekommen oder nicht. Der Blick dorthin war ernüchternd. 

Mein Blick glitt über die Buchungen und blieb dann bei der Erstattung eines Fluges hängen. Dort standen 198 EUR. Momentmal, das kann nicht sein! So das Signal meines Kopfes. Ein Blick auf die Stornobestätigung belegte dies. 

Und doch hatte die Service Abteilung auf meine eMail bei der Stornierung reagiert. Sie erstatteten den gesamten Betrag und nicht nur einen Teil.

Wann Wunder geschehen? Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass ich bei der Stornierung mit Monika darüber gesprochen habe. Im Gespräch ging es darum, dass Jesus uns bitte die Kosten für den stornierten Flug zurück erstattet. Doch als die Mail mit der Erstattung von 49 EUR ankam, hatte ich keine Hoffnung mehr.

Außer meiner Mail an die Fluggesellschaft und einem Gebet, habe ich nichts getan. Ich kann nicht sagen, dass ich besondere Worte in der Mail verwendet habe oder in besonderer Weise gebetet habe. Der Flug wurde erstattet und ich habe im Grunde nichts dazu getan. 

Jetzt nachdem die Kosten komplett zurück sind, reflektiere ich neu. Denke ich an die Erstattung, bin ich erstaunt und fasziniert! Ich stelle mir die Frage, warum das so einfach geklappt hat und anderes scheinbar gar nicht. Wo ist der Unterschied? Liegt er bei mir, beim Thema oder in meiner Beziehung zu meinem großen Bruder Jesus? Ich weiß es nicht! 

Denke ich an die Erstattung, bin ich auch begeistert und etwas beschämt. Ich merke, dass mein Umgang mit Jesus doch immer wieder auch eine Art "Ich-wünsche-mir-was ich-mir-vorstelle" ist und viel zu wenig einer Beziehung gleicht. (Beziehung bedeutet für mich vertrauen, auch wenn mein Gegenüber nicht macht was ich für richtig halte.) 

Deshalb ist mein persönliches Fazit die Aufforderung zu mehr persönlicher Gelassenheit und zu einer größeren Portion Vertrauen zu meinem Bruder Jesus . 

claudia

Ein Baby - Wunder des Lebens

30. November 2014

Große und kleine Hand.
Große und kleine Hand.

Wir haben in der Familie seit etwa sechs Wochen ein neues Baby. Auch wenn jeder von uns einmal eines gewesen ist, jedes einzelne ist ein Wunder des Lebens. 

Sie können noch nichts, sie brauchen bei allem Hilfe und machen auch nich jede Menge Dreck. Trotzdem lieben wir sie einfach so wie sie sind. Bedingungslos, ohne irgendeine Erwartung überhäufen wir sie mit unserer Liebe und drücken Sie ganz fest an uns - Babies.

Ein Wunder des Lebens

Obwohl Babies etwas ganz natürliches sind und jeden Tag auf dieser Welt zu Tausenden ins Leben gebracht werden, ist jedes einzelnes etwas ganz besonderes. Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der nicht zugeben würde, dass im Körper einer Frau heranwachsendes Leben das größte Wunder überhaupt ist.

Der Ursprung der Wunder

Über den Ursprung dieses Lebens wird viel diskutiert. Für die einen ist es, obwohl wahnsinnig komplex, durch reinen Zufall entstanden. Für die anderen gibt es eine höhere Macht, die in der Entwicklung des Lebens ihre Finger irgendwie im Spiel hatte. Für mich ist jeder Mensch nach der "Vorlage" Gottes gemacht. Wir sind nach seinem Aussehen und seiner Wesensart gemacht. 

Die Liebe Gottes in uns

Die Liebe, die wir einem Neugeborenen Baby gegenüber empfinden fühlt sich wohl am ehesten so an, wie Gott seine Liebe uns gegenüber fühlt. In der Bibel werden Menschen als Kinder Gottes bezeichnet. Gott liebt uns mit der Liebe einer Mutter und eines Vaters. Er hat soviel von dieser Liebe, dass er jeden einzelnen Menschen ohne Probleme sogar noch von dieser Liebe abgeben kann! Die Bibel geht sogar soweit zu behaupten, dass Gott die Liebe selbst ist. Kein Wunder, dass sein Vorrat an echter Liebe unerschöpflich ist. 

Gottes Liebe für dich 

Wenn es Momente gibt, in denen du nicht glauben kannst, dass Gott dich liebt, dann denk einfach daran, wie sehr wir die Babies unserer Welt lieben. Wie klein und hilflos sie sind, wie sie nur Dreck machen und bei allem Hilf brauchen. Und dann sei dir gewiss, dass Gott dich noch unendlich viel mehr liebt, als die Liebe einer Mutter oder eines Vaters jemals sein könnte. 

marcus

Mein Zeitwunder

28. September 2014

Es soll ja so kopflastige Menschen geben, und ja – ominöserweise denke ich da an mich, die ihre Woche in To-Do-Listen vor sich hertragen. Wie ein kleiner Computerbildschirm im Gehirn spult sich vor dem inneren Auge ab, was ich - für die Uni zu tun hab, was regelmäßig gemacht werden muss, was spontan reingekommen ist und natürlich, was für schöne Vorhaben ich habe.

Und – das kommt noch hinzu – ich liebe es normalerweise, diese Dinge alle aufzuschreiben. Listenweise, weil das Abhaken so schön ist. Ich dachte jedenfalls, dass dieses Listenschreiben mich entlastet. Sozusagen den Druck von innen nach außen aufs Papier oder den Desktop-Notizzettel abzuleiten.

Es hat nicht geholfen. Im Nachhinein und nach vielen Monaten oder wahrscheinlich Jahren der Übung weiß ich – es hat mich nur noch mehr unter Druck gesetzt, vor mir eine Liste zu haben, die unerfüllt darauf wartet, geleert zu werden. Und das ist nicht das Einzige: es kommt dazu, dass ich mich mehr und mehr wie eine aufgabenerfüllende Maschine gefühlt habe und das nicht nur bei den Verpflichtungen, sondern auch die Verabredungen und schönen Vorhaben kamen und gingen und kamen und gingen und alles ging irgendwie durch den Fleischwolf der Planung und Erfüllung.

 

Mir hat das in letzter Zeit sehr zu schaffen gemacht und ich habe Gott gebeten, mir diesen Druck zu nehmen. Gott ist keine Maschine, genauso wenig wie wir, und er hat sich – und mir- Zeit gelassen, genug Zeit, um mir klar zu machen, dass ich wirklich nicht mehr alleine kann.

 

Und dann, ohne Vorwarnung, war ich ruhig. Ich kann es nicht anders beschreiben! Ich war diese Woche im Gottesdienst und der Pastor hat für Gottes Frieden für uns gebetet und hat den Himmel sich öffnen gesehen und die Gedanken beruhigten sich. Und es hält immer noch an.

 

Mein Gott, der alle Zeit in seinen Händen hält und der weiß, was morgen ist – im Gegensatz zu mir, der lässt mich jetzt in kleineren Schritten denken. Er hat mir die Last der Pflichten im Hinterkopf genommen, sodass ich ganz entspannt sogar mehr schaffe als vorher. Ich tu einfach, was ich tun muss, wenn ich Zeit habe – und die Zeit ist irgendwie plötzlich einfach mal hier, mal da, vorhanden. Dadurch, dass ich nicht mehr dokumentiere, was ich alles tun muss oder will, hat sich eine Leichtigkeit breit gemacht, die manches vergisst, was ich erfüllt habe, aber genau so auch in genau diesem Moment lebt und glücklich ist, dass Gott die Zeit hält und für mich bereit hält.

Ich bin dafür echt total dankbar und wünsche allen von euch, die auch ihre Probleme mit der Zeit und dem damit verbundenen Druck haben, ein Zeitwunder. Übrigens hatten wir in unserer Hochschulgruppe vor Kurzem einen Abend dazu und ich habe Gott um genau dieses Zeitwunder gebeten – schon als mir das Problem noch gar nicht so bewusst war. Gott kennt uns und unsere Schwächen, schon lange bevor wir selbst uns und sie wirklich kennen. 

Wir haben ein Wunder erlebt

09. April 2014

Gerade haben wir ein großes Wunder erlebt.

Ein Wunder ist etwas was geschieht, an dem wir keinen Anteil haben und was wir auch nicht erklären können. Wir können das Erlebte beschreiben, unsere Begeisterung ist spürbar, doch rational erklären können wir es nicht wirklich.

Wir von modobonum sind ein kleines und wenig finanzkräftiges Team. Doch wir haben einen großen Traum. Unser Traum ist allen Menschen in unserem Land zu erzählen, dass sie frei sein können. Sie müssen nicht mehr in sich selbst gefangen sein. Sie können frei sein von negativen Bindungen und Verhaltensweisen. Sie können neue Beziehungen knüpfen, stabile Beziehungen von Vertrauen getragen.

An der Realisierung dieses Traums arbeiten wir. 

Manchmal denken wir, dass es unser eigenes tun ist. Und wir mühen uns und kämpfen und kämpfen. Die Zeit vergeht und die Ergebnisse lassen zu wünschen übrig.

Heute morgen nun wurden wir daran erinnert, dass wir nicht der Kopf sind. Jesus ist der Kopf von modobonum. Er hat uns sehr eindringlich daran erinnert, dass er Türen öffnen kann die uns verschlossen sind.

Er hat eine Tür geöffnet in die Zukunft und in die Realisierung dieses Traumes. Mit großem Erstaunen stehen wir da und sind begeistert. Begeistert von seinem Commitment zu uns und den Menschen in unserem Land.

Auf das wir nie vergessen, sei es für uns selbst hier aufgeschrieben. 

claudia

Faszination und Staunen

08. Februar 2014

Bis eben war mein Fenster zu. Es ist draußen noch etwas kühl, nachdem der Schnee von neulich wieder weggeschmolzen ist. Zumindest kommt es mir kalt vor im Gegensatz zu der Heizungsluft, die mich umgibt.

Das Fenster ist jetzt offen, weil ich trotz der recht guten Abdichtung Gepiepse gehört habe. Draußen unterhalten sich lautstark kleine Vögel. Gezwitscher füllt die Atmosphäre, die sonst von den Autos dominiert wird, die ihre Fahrer ins Wochenende bringen. Diese Freude, die die kleinen Geschöpfe ausdrücken, ist total ansteckend. Sie sind aufgeregt und eigentlich weiß ich nicht warum. Aber es weckt so eine Sehnsucht nach dem Sommer in mir, naja, Frühlingsgefühle wahrscheinlich. Vielleicht haben die Tiere keinen besonderen Anlass, aber scheinbar verschwenden sie großzügig ihre Zeit um ein Liedchen nach dem anderen zu trällern.

 

Das Wetter ist in den letzten Tagen echt ein Phänomen. In Kombination mit dem endenden Semester hat der strahlend blaue Himmel und die warme Sonne, die in die Uni geschienen hat, wirklich Wunder gewirkt. Na gut, vielleicht schiebe ich das jetzt einfach darauf. Aber ich konnte mich kaum dagegen wehren, dass ich mich unweigerlich gefreut habe, wenn der Tag angefangen hat. Heute Morgen war ich noch ziemlich müde, aber beim Blick aus dem Fenster hat mich der rosa Sonnenaufgang einfach begeistert. Als würde Gott mich mit einem Blumenstrauß begrüßen und Farbe in den Tag gießen.

Als Kind bin ich viel draußen gewesen und habe Natur auf ganz andere Weise wahrgenommen als heute. Ich weiß noch, dass ich im Garten herumgerobbt bin, Gras ausgerupft und darauf gepfiffen und Sauerampfer probiert habe. Ich habe Kränze aus Blumen geflochten, meiner Mama Fliederblüten gebracht, damit sie sie ins Wasser stellt. Mit meinen kleinen Freunden habe ich Regenwürmer aus der Erde gegraben, Marienkäfer auf der Hand krabbeln lassen, habe bunte Raupen bestaunt und bin vor Ohrwürmern abgehauen. Im Wald habe ich Bäumen die Rinde abgeschält und konnte das frische Holz riechen.

Ich bin über tauende Eisflächen auf Feldern und Wiesen gelaufen, habe schöne Steine auf Wegen aufgesammelt und Gräser von unten nach oben abgezogen. Im Herbst konnten wir Kastanien und Eicheln sammeln und für wenige Pfennige pro Kilo beim Förster abgeben. Wenn wir auf Bäume geklettert sind, hatten wir Harz an den Fingern und die Äpfel aus dem Garten waren sauer und hatten braune Stellen. Barfuß ging es im Sommer über den warmen Asphaltboden, um dann in die trockenen Straßengräben zu rutschen.

Ich glaube, die Beispiele reichen aus, damit man mir glaubt, dass ich ein Dorfkind war. Ziemlich witzig, dass man nach so vielen Jahren, in denen das Dorf auch so langweilig war, das alles doch so einen nostalgischen Charme bekommt. Es brauchte damals nicht viel, um glücklich zu sein. Die Welt war spannend und total reich an Möglichkeiten. Wenn uns Kindern langweilig war, haben wir im Garten Suppe aus Gräsern „gekocht“ und fantasievoll überlegt, was wir sonst mit dem anfangen, was wir zur Verfügung hatten. Durch den Rasensprenger zu laufen war cooler als jedes Schwimmbad.

Dieses Staunen und das damit verbundene Lebensgefühl kann man verlieren. Man kann Bildschirme und Smartphones vor den Augen haben, oder den Terminplan oder – du weißt bestimmt selbst, was alles. Ich vermute, wenn jemand Kinder hat, wird er wieder mehr mit dem Staunen konfrontiert und mit der Frage, ob man sich noch mal darauf einlassen möchte. Ich denke, sich von der Schöpfung faszinieren zu lassen, ist der simpelste Weg Gottes, unser Herz zu erreichen und zu berühren. Eine Reinform von Anbetung für den Schöpfer.

Mir ist klar, dass das Leben eines Erwachsenen im seltensten Fall so ist wie das eines Kindes. Das soll auch überhaupt nicht so sein. Aber wenn dir das Staunen fehlt und du vielleicht auch denkst, dass es deiner „erwachsenen“ Welt fehlt, dann fang doch langsam wieder damit an. Du kannst dir die Kamera schnappen und die Natur fotografieren, die dadurch eine besondere Plattform bekommt. Schau dir mal einen Naturbildband an, wenn du in der Bahnhofsbuchhandlung auf den Zug wartest. Oder steh früh auf und schau dir den Sonnenaufgang an. Für ein Picknick ist es wahrscheinlich noch zu kalt, aber Valentinstag steht ja vor der Tür. Vielleicht will sich ein Pärchen mal warm einpacken und dann auf eine Grünfläche setzen? Natur macht kreativ, denke ich, weil sie selbst total kreativ gemacht ist. Und es gibt sicher viele kreative Wege, die uns das entdecken lassen.

Jesus heilt heute Kranke- meine Geschichte

24. September 2013

Heute kommt der Beitrag von Philipp, vielen Danke an dich, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt!

In der Bibel stehen viele Gebete zu Gott, von Völkern und Königen gesungen. In einem davon (Psalm 103) können wir nachlesen, wie sich ein König an die vielen Dinge jubelnd erinnert, die er mit Gott erlebt hat. Vergebung, alle Krankheiten geheilt, viel Geschenktes, aber auch die Ehre haben, beten zu dürfen und daraus resultierend ein Leben, dass nie vollkommen zum Erliegen kommt. Als Jesus vor ca. 2000 Jahren hier auf dieser Erde war, wird massig von übernatürlicher Krankenheilung berichtet. Aber auch danach, so kann man es in der Apostelgeschichte nachlesen, geschahen Wunderheilungen - Wunder zwischen vielen anderen Wundern. Und dies hat bis heute nicht abgerissen.

Ich möchte in diesem Manna von einer persönlichen körperlichen Heilung schreiben. Ich saß an dem Tag im Gottesdienst, ein Stuhl stand vorne, da das Lobpreisteam auf das Herz gelegt bekommen hat, dass heute Heilung, im Bereich Rücken und zu kurze Beine, geschehen soll. Es begann die Lobpreiszeit und ich wollte Gott stehend  im Gesang loben und preisen. Doch mit der Zeit fing mein verkrümmter Rücken an sich zu melden, wie eigentlich jedes Mal bei längerem Stehen. Ich erinnerte mich an die Worte des Lobpreisleiters, während meine Rückenschmerzen weiter zunahmen, und ich fragte mich, ob ich das Heilungsangebot nicht einfach mal ausprobieren soll. Schlimmstenfalls kann ja nur nichts passieren. Doch ich war mir unsicher und forderte in Gedanken Gott auf, dass wenn ich nach vorne gehen soll,  er jemandem folgenden Satz eingibt: „Hier ist noch einer mit Rückenschmerzen, aber du traust dich nicht nach vorne…“ Eine Minute später sagte der Lobpreisleiter genau diesen Satz; somit setzte ich mich vorne auf den Stuhl. Schließlich kam eine Christin und legte mir gemäß der Bibel die Hände auf. Auf einmal spürte ich die Nähe Gottes, das Licht und die Kraft von ihm, extrem stark. Ich kniete einige Zeit nieder - wow! Letztlich stand ich auf und ging zu meinen Platz zurück, die Rückenschmerzen waren erst einmal weg. Dies war vor ein paar Monaten und seit diesem Tag hatte ich selbst bei größerer Rückenbelastung niemals mehr Rückenschmerzen… Danke, Jesus!

Jesus heilt auch heute, körperlich und psychisch, als Zeichen dafür, dass wir seinen Worten ruhig glauben können. Für dich hat er ebenfalls diese wunderbaren Zusagen! In ihm liegt die Vergebung aller Schuld, er ist der Erretter und Barmherzige, der jugendliche Kraft gibt. Das größte aber ist, und darum geht es letztlich, dass er uns,  das ewige Leben verspricht, ein ewiges Leben nach dem Tod ohne Tod, Krankheit, Nacht und Trübsal. Er starb für unsere Schuld, wir müssen dazu nur JA sagen. Unser jetziger Körper wird irgendwann sterben, er ist einfach nicht für die Ewigkeit gedacht. Auch nicht jede Krankheit wird heute übernatürlich geheilt werden. Aber ich will daran gedenken, was er, der sich (beispielsweise durch Wunderheilung) offenbart, uns zugesagt hat.

gastbeitrag

Gott ist wie Lavendel

28. August 2013

Heute haben wir versucht, Gerüche zu beschreiben. Dabei fiel uns irgendwann auf, dass wir immer vergleichend beschrieben.
Das riecht wie Lavendel oder Rose. Eigentlich ist das ja aber nur eine Beschreibung, die auf etwas anderes vergleichend zurückgreift. Lavendel selbst ist eine Pflanze, die riecht.
Ich finde es total erstaunlich. Der Geruch ist für uns Menschen eine ganz zentrale Wahrnehmung und trotzdem können wir das, was wir riechen, nur beschreibend erklären.
Genau so geht es uns mit Gott. Wir lesen von Gott, wie er handelt und erleben ihn in unserem Leben. Werden Christen gefragt, wie Gott ist, dann beschreiben sie sein Wesen anhand von Eigenschaften und Verhaltensweisen. Gott ist Liebe, ist deshalb eine Aussage wie Gott ist Lavendel. Es beschreibt etwas.
Gott und Lavendel, beide sind für mich wichtig. Beide haben einen Platz in meinem Leben. Wenn ich an Lavendel rieche, vergesse ich die Welt um mich herum. Begegne ich Gott, ist es genauso. Nach der Begegnung sehe ich entspannter aus und die Mundwinkel haben die Bewegung nach oben gefunden.
Deshalb Gott ist wie Lavendel... einfach wunderbar.

claudia

Wunder geschehen, einfach so

21. August 2013

Manchmal geschehen Wunder, nur sind wir leider viel zu sehr mit anderem beschäftigt um sie wahrzunehmen.

Ein Wunder kann alles mögliche sein. Eine einfache Erklärung für Wunder liegt in der Unerklärlichkeit des Geschehens. Weil wir etwas nicht erklären können, darum ist es für uns ein Wunder.

Im Grunde gibt es bei einem Wunder keine Sortierung in größere und kleinere Wunder. Etwas Unerklärliches ist und bleibt unerklärlich, ob ein Herz wieder zu schlagen anfängt oder ein Mensch plötzlich seine Meinung ändert.

Unser Leben besteht aus vielen Wundern. Sie sind es, die dem Leben Spannung und Dynamik geben. Doch damit Wunder geschehen, müssen wir sie wahrnehmen und akzeptieren. Wir Menschen in der westlichen Welt, die von Wissenschaft, Erklärung und Logik geprägt sind, haben nicht immer Platz für Wunder. 

So kann es sein, dass sie unsichtbar bleiben. Sie geschehen trotzdem, nur leider sehen wir sie nicht. Oder aber sie geschehen nicht mehr, weil wir gar nicht daran glauben wollen. 

In der Regel wollen wir keine Wunder haben, denn wenn Wunder geschehen würden, hätte dies Konsequenzen für uns und unser Leben. Wir wären gezwungen unser Unwissen und unsere Ohnmacht einzugestehen. Und wer will schon sich selbst oder Anderen sein Unwissen preisgeben?

Ein Wunder geschieht nicht einfach so. Für ein Wunder muss es einen Initiator geben, jemanden, der Ursprung des Wunders ist. Gibt es diesen Initiator eines Wunders, dann fordert das Wissen um seine Existenz uns heraus. Wollen wir das? Ein Wunder einzugestehen, heißt die Erkenntnis für: es gibt noch mehr zwischen Himmel und Erde. 

Manchmal sind Wunder Geschenke an uns Menschen. Es sind Geschenke, dieses Initiators. Tragisch ist wenn sie eingepackt im Abholregal stehen bleiben. Das Wunder wurde bestellt und der Initiator hat das Wunder zur Abholung bereit gestellt, doch weil nicht an das Wunder geglaubt wird, wird es nicht abgeholt. So entgeht ein Geschenk und eine Chance. Schade!

Wunder geschehen, heute noch und immer wieder. Glauben wir daran?

claudia

Platzende Neugier

15. Februar 2013

Ein 4-jähriges Kind stellt am Tag mehrere hundert Fragen! Als ich das neulich gelesen habe, fand ich das gleichzeitig beeindruckend und erschreckend. Da muss man erst mal mit umgehen können. Je nachdem wie man antwortet, lernt das Kind seine Welt kennen und macht sich ein Bild von den Dingen. Zumindest ein vorläufiges. Also – kleine Verantwortung, oder? Und wahrscheinlich auch eine gewisse Vorbildfunktion.

Ich konnte mich von dem Phänomen Kinderfragen gleich gestern live überzeugen, als ich im Bus unterwegs war. Eine junge Mutti saß mit ihrem kleinen Racker hinter mir und er warf seine Fragen aller paar Sekunden in den Raum.

Sie: „Ich hasse Busfahren.“ - Er: „Ich hasse Busfahren auch!“ - Sie: „Nein, oh nein! Du liebst Busfahren natürlich!!“ Sehr witzig, als dieser Dialog zwischen den beiden zu vernehmen war.

Als ich gestern dann so durch den Schnee lief und mir die Natur, einfach den Himmel, die Erde, was um uns, unter und über uns ist, so angeschaut und darüber nachgedacht habe, ist mir auch eine irgendwie kindliche Art klar geworden, wie wahnsinnig wundervoll das alles gemacht ist! Ich meine, es rennen so viele Menschen durch die Welt, große wie kleine, die sich kaum Gedanken um ihren Schöpfer machen. Und was macht er? Er lässt die Sonne über allen aufgehen. Er lässt es schneien, er lässt den Schnee schmelzen, er gibt jeder Jahreszeit ihren Platz und hat alles unter Kontrolle. So schön und so beeindruckend. Wenn man sich dann noch anschaut, wie Menschen funktionieren und wie sie miteinander so harmonieren und etwas schaffen können – dann zeigt mir das noch mehr, was für eine Detailliebe unser Gott haben muss.

Kinder bringen mich umso mehr dazu, das zu erkennen. Ihr fragender Blick, die Neugier und Aufgeschlossenheit für Antworten ist so erfrischend in einer Gesellschaft mit verschlossenen Blicken und Herzen, die für sich alles geklärt hat.

Manchmal tut es ganz gut, wie ein Kind auf den Schoß unseres himmlischen Papas zu krabbeln, von ihm zu lernen, ihn zu fragen, mit ihm seine Welt zu erkunden und zu bestaunen. Und ihm das nachzuempfinden, was er uns vorlebt. Willst du das?