Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Am Wochenende war ich endlich mal wieder meine Familie besuchen. Nur zwei Tage, aber immerhin. Als ich am Pfingstmontag in den Zug stieg, hatte ich im Kopf, nach max. 4,5 Stunden zu Hause anzukommen und dann endlich mal mein Rad sommertüchtig zu machen. (Das hab ich schon seit Wochen vor…)

Es sollte aber anders kommen. Nach einem Umstieg, 50 Minuten Aufenthalt und 5 Min. Verspätung kam mein Zug, der daraufhin noch mal etwa eine Stunde fuhr. Dann blieb er stehen. Und stand und stand… geschlagene 2,5 Stunden, bis überhaupt mal eine Ansage kam, wie es weiter geht! Vorher wurde nur gesagt, dass es Gleisstörungen gibt und sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögert.

Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich natürlich nicht mit dem Zug gefahren! Aber nun saß ich da und wusste ja nicht, wie lang sich das Ganze ziehen würde. Und dass ich 3,5 Stunden länger unterwegs sein würde.
Meine Laune war eigentlich ganz gut, die Leute in meinem Abteil sind herum gewuselt, haben das Security-Personal zugetextet und ich fand’s ganz lustig ihnen zuzusehen. Jeder zweite hatte sein Handy am Ohr und ließ Verwandte und Bekannte im Internet nach dem Grund des Übels recherchieren.

Verspätung – und nun?

Und ich? Ich konnte mich wunderbar meinen Uniaufgaben und ebenfalls zahlreichen Anrufminuten widmen und an einem Geschenk weiter basteln. Nach etwa 1,5 Stunden Stillstand schaute ich dann zwischen den Sitzen hindurch zum anderen Ende des Abteils und da schaute mir tatsächlich ein Kommilitone entgegen. Genialer Zufall jedenfalls und so war ich den Rest der Fahrt inklusive erneuter späterer 55 Minuten Aufenthalt nicht allein.

Was sagt mir das? – Solche Unterbrechungen der menschlichen Pläne können manchmal ganz gut sein. Mein Rad ist immer noch nicht geputzt, aber ich hab ein kleines bisschen gelernt, meine Pläne auch mal über den Haufen zu werfen und spontan das Beste aus einer Situation zu machen. Außerdem ist Gott die ganze Zeit dabei gewesen und deshalb bin ich auch zu Hause angekommen, irgendwann ;).
Wie reagierst du auf solche Zwischenfälle?

Anne
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