Ein paar persönliche Gedanken zur Freiheit

Freiheit ist eine gefährliche Sache. Diese Erkenntnis kam nicht nur mir alleine, irgendein kluger Mann vor mir hat das wohl auch schon mal formuliert. Warum aber ist das so?

Wir alle sehnen uns nach Freiheit. Freiheit wird besungen, in Filmen, Romanen und Geschichten beworben und erträumt. Das Wort Freiheit scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen. Überall wo Freiheit beworben wird, gibt es eine Anzahl Menschen die diesem Angebot folgen wollen. 

Definition von Freiheit

Ich habe für Freiheit folgende Definition gefunden: Freiheit ist die Möglichkeit, durch persönliche Entscheidungen sein Leben selbst zu gestalten, mit allen Konsequenzen, die diese nach sich ziehen. Anders ausgedrückt: Freiheit bedeutet, dass ich die freie Wahl habe zwischen mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. 

Wir leben in einer Welt mit vielen Abhängigkeiten. Manches Mal scheint es, als ob es immer einen (oder mehrere) andere Menschen gibt, die einem die Entscheidung abnehmen (wollen) oder die andere nach ihrem eigenen Willen beeinflussen wollen. Manches Mal scheint es als ob wir alle Möglichkeiten der Entscheidung selbst tragen – das kann die Familie sein, die Gesellschaft um einen herum, der Arbeitgeber. 

Entscheidungen

Da gibt es die großen Entscheidungen unseres Lebens mit Beruf und Partnerwahl und es gibt die kleinen Entscheidungen: Was kaufe ich und auf wen höre ich? In der Regel haben wir die Freiheit der persönlichen Entscheidung. Wir können wählen, welchen Weg wir gehen.

Manchmal passiert es, dass der Berg, auf den wir schauen, so groß ist, dass er unbezwingbar scheint. Die Freiheit gibt uns die Möglichkeit den Berg zu umgehen, davor stehen zu bleiben, darüber zu steigen oder eine Schaufel zu nehmen und ihn in kleinere Berge zu zerteilen. Welche Variante wir wählen, ist unsere persönliche Entscheidung. Wir alleine sind dafür verantwortlich. Wir können auch niemanden anders dafür verantwortlich machen. 

Ja, ich weiß, dass manchmal Dinge geschehen, in denen wir nicht die Freiheit einer Entscheidung hatten. Doch bereits beim Umgang mit dem Erlebten greift unsere persönliche Freiheit. Um beim Bild mit dem Berg zu bleiben, stellt sich die Frage: Beherrsche ich den Berg oder der Berg mich?

Freiheit heißt die Wahl zu haben. Diese Wahlmöglichkeit ist das große Geschenk Gottes YHWH an uns Menschen. Immer wieder bin ich erstaunt, wie hoch er diese Entscheidungsfreiheit von uns Menschen einstuft. Er akzeptiert auch die Entscheidungen, die aus seiner Sicht nicht gut für uns sind. Manche Entscheidung in meinem Leben lassen mich heute beschämt zu Boden blicken. Als ich diese Entscheidung damals traf, hat er mich gewarnt, aber er hat mir die Freiheit meiner Entscheidung gelassen.

Wählen können

Freiheit heißt die Wahl zu haben. Denn nur wer die Wahl hat, kann selbständig handeln und ist damit für sein Handeln auch selbst verantwortlich. Wer selbst verantwortlich ist, kann dafür auch selbst zur Verantwortung gezogen werden. Als Christen sind sie der Überzeugung, dass Gott Gerechtigkeit schaffen wird. Dafür ist die persönliche Freiheit zur Entscheidung zwingende Grundlage.

Wir sind nicht gezwungen einen Berg, eine Situation über uns herrschen zu lassen. YHWH sagt uns zu, dass uns nichts bezwingen kann. Es sei denn, wir wollen das. So steht unsere Entscheidung am Anfang allen Handelns.  

Manchmal müssen Berge scheinbar alleine bezwungen werden und manchmal braucht man Freunde, die mit einem gemeinsam die Schaufel in die Hand nehmen und den Berg bezwingen wollen.

Du sagst, du schaffst das nicht? Nur Mut, du schaffst das! Ich bin mir sicher! Willst du dich dem Berg stellen und ihn bezwingen, dann hast du alle Unterstützung von YHWH, die du brauchst. Er hilft dir dabei erfolgreich zu sein. Am Beginn aber steht deine Freiheit, die Freiheit deiner Entscheidung. Ist diese Entscheidung getroffen, wird vielleicht noch manche Träne fließen, doch du wirst Sieger sein.

So gesehen ist Freiheit etwas sehr Bemerkenswertes. Freiheit gibt uns die Möglichkeit unser Leben in die Hand zu nehmen und selbst zu gestalten.

Claudia
was soll ich schreiben, lies einfach selbst
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