Der Schwibbogen und das Licht

© Alexander de Jong

Winter steht an, so sagt es mein Kalender. Schaue ich in die Natur, scheint bereits Frühling zu werden. Die Rosen blühen immer noch vor unserem Fenster, während die Schneeglöckchen bereits im Anmarsch sind. Bei herrlichem Sonnenschein, gingen wir heute über die Felder spazieren. 

Das alles mit Weihnachten in Verbindung zu bringen, fällt mir etwas schwer. 

In meiner Kindheit war Weihnachten etwas tolles. Draußen war es dunkel und kalt. In den Fenstern standen Schwippbögen und leuchteten in die Nacht hinaus. Sie zeugten von Wärme und Geborgenheit. Das Licht der Kerzen leuchtete hell und freundlich in die Nacht hinaus. 

Obwohl alles dunkel war, konnte die Dunkelheit dem Licht der Schwippbögen nichts anhaben. Das Licht leuchtete in die Dunkelheit hinein, überall wo das Licht war, war es hell.

Denke ich an mein Elternhaus, sehe ich das Licht in den Fenstern hell hinaus in die Nacht leuchten. 

Der Schwippbogen im Erzgebirge

Im Erzgebirge wurde schon über die Jahrhunderte viel Bergbau betrieben. Erst waren es Zinn und Silber, mit Ende des 2. Weltkrieges wurde Uran abgebaut. In den Wintermonaten erlebten die Kumpel (Bergleute) für viele Monate hinweg nahezu kein Tageslicht. Zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen.

So wurde der Schwippbogen zu einem Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht. Für die zu Hause wartenden Familien war der Schwippbogen ein Ausdruck für den brennenden Wunsch auf eine sichere Heimkehr der Bergleute. 

Heimkehren, das wünschen wir uns heute noch. Wir sehnen uns nach einem Ort der Geborgenheit und Liebe. Nicht nur im jetzt und hier, sondern tief in uns spüren wir die Sehnsucht nach dem einen Ort. Zu keiner Zeit im Jahr wird dieses werben um uns Menschen so sichtbar wie jetzt, mitten in der Dunkelheit.

In der Bibel schreibt Johannes gleich im ersten Kapitel folgendes: Das Leben selbst war in ihm, und dieses Leben schenkt allen Menschen Licht. Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen. Doch obwohl die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannte die Welt ihn nicht, als er kam. Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. 

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott. Er, der das Wort ist, wurde Mensch und lebte unter uns. 

Wenn das nicht ein Grund zum feiern ist!

Claudia
was soll ich schreiben, lies einfach selbst
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