Ich – ein Engel?

Ich brachte meine Tochter gestern Mittag nach Wicklesgreuth zum Bahnhof. Sie wollte mit ihren Freundinnen nach Nürnberg zum Shoppen fahren. Am Bahngleis mussten wir noch ein paar Minuten warten. Es war sehr kalt. Eine Frau sprach uns an, sie erzählte uns, dass der Zug um 11.05 Uhr, Richtung Neuendettelsau nicht gekommen ist und ob wir wüssten, was da los sei. Sie habe einen Arzttermin und hoffe nun, dass der nächste Zug kommt. Wir kamen ins Gespräch. Sie berichtete uns von ihrer Knieoperation und überlegte, wie sie wieder nach Hause komme, wenn auch da kein Zug fährt. Ich fragte sie, zu welchem Arzt sie müsse? Zum Orthopäden nach Neuendettelsau. Diesen Arzt kannte ich und ich bot ihr an, sie hin zu fahren. Ihr Gesicht erhellte sich und sie fragte, ob ich dies wirklich tun würde. Natürlich war dies ein ernst zu nehmendes Angebot von mir. Wir warteten noch bis der Zug kam, der meine Tochter nach Nürnberg bringen sollte. Der Zug kam, die Freundin rief aus der Tür und Selina stieg zu ihr ein. Ich ging mit der 73-jährigen Dame zum Auto. Sie musste langsam laufen, denn sie hatte ihre Krücken nicht dabei. Während der Fahrt zum Arzt konnte sie ihre Freude nicht bremsen. Sie sagte: „Wenn es mal nicht mehr weiter geht, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her“, und meinte, ich sei ein Engel. Auch ich habe mich über die Begegnung gefreut. Wie sie mir danken kann, fragte sie. Ich sagte, sie soll einfach DANKE sagen. Und die nette Dame sagte beim Aussteigen, dass sie mich in ihren Gebeten einschließen werde. Wenn ich in den nächsten Tagen was Nettes erlebe, dann ist dies auf ihr Gebet zurück zu führen. Dies waren ihre Worte. Es tut gut, einem Menschen zu helfen. 

sw

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