Ideale Unzufriedenheit

Hast du ideale Beziehungen in deinem Leben oder welche die krankmachend sind? Es kann in solchen Fällen durchaus so sein, dass du es nicht sofort merkst. Aber es schleicht sich mit der Zeit ein ungutes Gefühl ein. Warum ich wieder über Freundschaften schreibe ist einfach der Fakt, dass das Leben von sozialen Beziehungen so sehr geprägt wird. Freunde und Bekannte geben uns Feedback, ihr offenes Ohr, sie sind da und sie prägen nicht nur unsere Zeit, sondern auch uns selbst. 

Mir ist aufgefallen, dass ich dazu neige, eine Person, die mir sehr wichtig ist, sehr für mich einzunehmen. Ich möchte, dass es ihr gut geht und möglichst viel Zeit mit ihr verbringen. Klar unternehme ich auch gern was mit anderen Freunden, aber bei diesem Menschen ist mir jede Stunde kostbar und wenn ich ihn lange nicht sehe, denke ich, wir verpassen wertvolle gemeinsame Zeit. Wie ich feststellen musste und auch von außen gehört habe – sind Männer anders gestrickt als Frauen! 😉 Sie brauchen Freiraum und Zeit für sich und ihre Kumpels. Erdrücken hilft nicht, loslassen aber umso mehr. 

Beziehungen

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Beziehungen unter Mann und Frau

Ich konnte diese Woche die Erfahrung machen, dass es mich innerlich freier und zufriedener macht, Beziehungen loszulassen und ausgewogen zu leben. Zu wissen, dass ich nicht immer alles haben muss und dass ich nichts verpasse. Vielleicht hast du auch Freundschaften, die dir mehr wert sind als andere. Vielleicht die Beziehung zu deinem Partner. Ich habe schon viele Beispiele von Menschen gesehen und erlebt, die enttäuscht und verbittert einem Ideal hinterher gerannt sind. Einem Ideal der Person, die sie eigentlich lieben sollten. Ein Ideal, das immer Zeit hat und immer die volle Aufmerksamkeit schenkt. Mit dieser Einstellung schaden wir uns selbst, das kann ich aus vollstem Herzen bestätigen. Diese Unzufriedenheit ist Gift für unsere Dankbarkeit Gott gegenüber und für unsere Beziehung an sich. Es kann sein, dass eine Freundschaft schon so bitter geworden ist, dass sie beiderseitig nur aus Erwartungen besteht. 

Aber: es ist nicht zu spät, daraus auszubrechen. Anfangs kann es wirklich schwer sein, die unguten Gefühle zu überhören und sich zu überwinden, aber du kannst dich wirklich mit Gottes Hilfe für ein besseres Leben entscheiden. Ich glaube, dass Gott gerade im Umgang mit anderen Menschen von uns erwartet, dass wir ihm unsere Hand hinstrecken. Er nimmt sie und geht mit uns Schritt für Schritt. Wenn wir einen Unterschied machen und dafür ein Lächeln ernten, dann können wir darin Gottes Zuzwinkern sehen – er ist bei uns. Für ihn leben wir, für ihn leben wir auch in Beziehungen. Sie sollen nicht nur füreinander gesund sein, sondern unserem Gott gerecht und ihn ehren. 
Ich wünsche euch viele gute Erfahrungen dabei, es lohnt sich! Nicht nur sehr einnehmende und unzufriedene Freundschaften können verändert werden, auch uneinsichtige. Vielleicht hast du Schwierigkeiten, Rat von einem Freund anzunehmen? Schau mal genau hin und beobachte deine Beziehungen. 

Anne
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