Der freie Wille

Die Tage bin ich am Lesen eines Buches, das unter anderem die Eigenart des „freien Willens“ behandelt. Dieser freie Wille ist schon eine interessante Sache, besonders im Zusammenhang mit der Unterschiedlichkeit der Menschen.Wenn du morgens aufstehst, dann liegt es primär einmal an dir selbst, wann du es tust. Du kannst entscheiden ob du duschst oder nicht, was du zum Frühstück isst oder ob du es sein lässt und lieber gleich auf das Mittagessen wartest. Du entscheidest sogar, ob du in die Arbeit gehen willst oder nicht. Allerdings gibt es für jede Entscheidung auch Einschränkungen, die mit Konsequenzen behaftet sind. Wenn du nicht aufstehst, kommst du zu spät zu Arbeit. Das klappt ein paarmal vielleicht auch ganz gut, aber irgendwann wirst du ordentlich Probleme mit dem Chef bekommen. Auch auf die Dusche kannst du prinzipiell verzichten, allerdings wird deine Umwelt mitunter empfindlich auf deine an dir haftenden Ausdünstungen reagieren. Ganz zu schweigen von deinen Arbeitskollegen.

Entscheidung

Die Entscheidung mit dem Frühstück ist dagegen im Bereich „harmlos“ anzusiedeln. Hier wirst du keine wirklichen Probleme zu befürchten haben, außer einem ordentlichen Hunger auf Nahrung. Genialerweise hast du den freien Willen aber auch in allen anderen und vor allem auch moralischen Fragen. Du kannst reden und lästern über wen und wann du willst, du kannst unfreundlich sein oder freundlich, du kannst sogar körperlich grob werden und andere verletzen. Es gibt sogar Menschen, die gehen bis zum letzen Schritt – sie bringen jemanden anderen um. Vielleicht hast du an dir selbst auch schon Grausamkeiten erlebt, die du einfach nicht vergessen kannst.Leicht zu verstehen ist das alles nicht. Warum lässt Gott das alles zu in deinem Leben? Könnte er das nicht verhindern? Das Problem an der ganzen Sache ist der freie Wille. Er ist Segen und Fluch zugleich. Jeder Mensch auf Erden hat Anspruch darauf aus freien Stücken zu lieben, sonst wäre es keine echte Liebe. Aber es hat auch jeder Anspruch darauf es nicht zu tun. Denn eine erzwungene Liebe wäre per Definition keine echte Liebe.

Es scheint also sehr böse Dinge auf dieser Welt zu geben, die Gott nicht einmal verhindern könnte wenn er wollte, weil er sich an unseren freien Willen gebunden hat.Es liegt also in deiner Hand, was du mit deinem freien Willen anfängst. Du kannst ihn zum Guten oder zum Schlechten einsetzen. Ich wünsche dir, dass du jeden Tag die richtige Entscheidung triffst. Hoffentlich ist es die Entscheidung deinen Mitmenschen – und damit auch dir – Gutes zu tun.

Marcus
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