Baume mit WLAN-Signal

Stell dir vor, Bäume würden WLAN-Signale abgegeben. Naturschutz leicht gemacht?

Ich habe heute auf Twitter einen Tweet gelesen, der in etwa folgende Aussage hatte:

„Stell dir vor, wie es wäre, wenn Bäume WLAN-Signale abgegeben würden. Wir würden wahrscheinlich tausendfach Bäume pflanzen und ganz nebenbei damit noch unseren Planeten retten. Zu schade, dass sie kein WLAN sondern nur den Sauerstoff produzieren, den wir atmen.“

Diese doch sehr sarkastische Aussage bringt eine sehr wahre Sache direkt auf den Punkt: wir schützen genau das, was es uns wert ist zu schützen. Die Dinge, die uns nutzen (oder von denen wir denken, das sie uns nutzen) gewinnen unsere Aufmerksamkeit und auch unsere Obhut und Pflege. Leider übersehen wir dabei oft wirklich elementare Lebensgrundlagen, ohne welche ein Überleben auf lange Sicht gesehen gar nicht möglich ist. Wie in unserem Beispiel mit den Bäumen. Sauerstoff umgibt uns von allen Seiten und ist uns so vertraut, ja selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr danach fragen, ob es noch genügend Bäume gibt, die ihn produzieren.

So gibt es unzählige weitere Punkte in unserem Leben, auf die ähnliches zutrifft. Besonders in unseren Beziehungen empfinden wir vieles als selbstverständlich, was besonders in Partnerschaften dann irgendwann zum Problem werden kann. 

Ich denke, es ist wieder einmal an der Zeit, uns bewusst zu werden, dass nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist. Weder unsere Geburt noch unser Leben. Nicht der Sauerstoff, das Wasser oder das Essen, welche wir benötigen. Jede Beziehung, die uns aus der Einsamkeit reißt, ist es wert, dass wir dafür danken.

Wenn du das nächste Mal einen Baum siehst, dann denk ruhig darüber nach, wie toll es wäre, wenn er dir Internet zur Verfügung stellt. Aber vergiss dabei nicht, dass er dir etwas Unbezahlbares schenkt: Luft zum Atmen. Und wenn du schon beim Nachdenken bist, dann denk auch an den, der die Bäume, und damit deinen Sauerstoff, gemacht hat: Gott. Du kannst ihn zwar nicht sehen, aber dasselbe gilt für den Sauerstoff. Und den atmest du ja trotzdem.  

Marcus
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