Manna

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Magst du für mich beten?

23. März 2015, claudia - Mannablog

Amen.de

Heute morgen schickte mir ein Freund den Link von Amen.de. Neugierig wie ich bin, war mein Weg sofort auf diese Seite zu gehen und zu schauen.

Amen.de ist ein Angebot seine Sorgen abzugeben und für sie beten zu lassen. Das intensiv genutzte Angebot gibt es bereits seit 2013. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden auf diese Weise 2399 Gebete gesprochen, 158 Ermutigungen weiter gegeben und 46 neue Anliegen formuliert. 

Ein Blick auf mitfreuen, gibt einen kleinen Einblick in die vielen dankbaren Reaktionen derer die Gebet empfangen haben.

Magst du für mich beten? Dieser Satz beschreibt das Angebot von Amen.de sehr treffend. Menschen die Unterstützung im Gebet suchen, finden hier eine offene und herzliche Aufnahme, bei gleichzeitiger Verschwiegenheit.

Unsere Empfehlung: Amen.de - so soll es sein


5 Worte die glücklich machen

29. September 2013, claudia - Mannablog

Marcus befindet sich in Italien, daher gibt es heute einen alten Blog.

Gestern habe ich eine sehr schöne Geschichte gehört, über 5 Worte die glücklich machen. Weil sie so einfach zu merken ist, sei sie hier in Kurzform wieder gegeben.

Es war Ende des 19. Jh. im Norden der USA, als ein Prediger aufgefordert wurde in einem Hotel eine Andacht zu halten. Er tat dies unter der Bedingung, dass auch das Hauspersonal an der Andacht teilnehmen sollte. So geschah es. Danach gingen alle Zuhörer ihrer Wege, nur eine leicht schmuddelig aussehende Frau blieb und sprach den Prediger an. Sie bat ihn ihr zu helfen, weil sie immer so traurig sei. "Haben Sie bitte ein einfaches Gebet für mich, was leicht zu merken ist? Ich bin eine wenig gebildete Frau!" Seine Antwort waren 5 Worte, die sie jeden Tag zu Gott beten sollte.

"Zeige mir, wie ich bin."  

Nach einer Woche traf der Mann die Frau wieder und fragte sie nach ihrem Ergehen. Darauf antwortete die Frau: "Ach Prediger, diese Woche war ich noch trauriger. Immer mehr viel mir auf, wo ich überall Fehler mache und Schuld auf mich lade." - "Okay. Vergiss das Gebet, ich gebe dir ein anderes" Und er sagte ihr wieder ein Gebet: 

"Zeige mir, wie du bist." Sie sollte diese 5 Worte jeden Tag beten. Danach reiste der Prediger ab.

Einige Jahre später wurde der Prediger eingeladen eine neue Kirchengemeinde in dieser Region zu eröffnen. Dabei wurde er einem attraktiven Ehepaar vorgestellt, doch er erkannte die Frau nicht. Erst als die Frau sich bei ihm für dieses Gebet bedankte, erinnerte er sich. Sie dankte ihm, dass sein Gebet der 5 Worte sie zu einer glücklichen und attraktiven Frau gemacht hatte. "Noch heute", so die Frau, "bete ich diese 5 Worte jeden Tag und ich danke Gott, dass er dieses Gebet der 5 Worte erfüllt hat."


Fasten ist die stärkste Waffe, die ich kenne

31. Mai 2013, claudia - Mannablog

In der Regel kennen wir Fasten als den bewussten Verzicht auf Nahrung. Viele von uns tun es im Frühjahr, um den Winterspeck los zu werden oder einfach zu Entschlackung. Doch Fasten ist noch viel mehr, es ist die stärkste Waffe, die ich kenne.

Das Fasten, das ich meine, hat seine Basis im Buch Bibel. Dort ist Fasten ein Mittel um Gott, dem Schöpfer dieser Erde, die Dringlichkeit seiner Anliegen mitzuteilen. Mit meinen Worten heißt das:  hast du Not, Anliegen, Sorgen, Angst, dann lohnt es sich zu fasten und auf diese Weise ihm den Schöpfer zum Eingreifen zu bewegen.

Vielleicht klingt das etwas wie Kuhhandel. Ich weiß auch nicht so genau warum Gott einen Unterschied zwischen einem normalen Gebet mit Anliegen und Fasten mit Anliegen macht, aber aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass es so ist. Ich erlebe, dass Fasten ein Turbo ist, um Probleme wegzubringen. Die Lösungen sind immer wieder erstaunlich und kreativ. Leider brauche ich manchmal etwas um mit Gottes Lösung einverstanden zu sein.

Ich faste und bringe meine Anliegen im Gespräch (Gebet) zu Gott. Dadurch bekommen diese Anliegen einen Bearbeitungsstempel der heißt: besonders wichtig. Deshalb werden diese auch in besonderer Weise von Gott und seinem Team bearbeitet. Leider (oder zum Glück) habe ich keinen Einfluss darauf wie meine Anliegen bearbeitet werden, aber ich kann mir sicher sein, dass sie sofort bearbeitet werden. Da wir aber nur die Umsetzung sehen, den Bearbeitungsprozess dazu aber nicht, kann es manchmal etwa dauern oder anders sein, als wir uns wünschten. Dann heißt es warten und zuschauen auf Gott und sein Handeln.

Hier meine Bedienungsanleitung zum Thema Fasten:

  1. Faste nur, wenn du es wirklich erst meinst.
  2. Mache gleich als erstes mit ihm klar Schiff und entschuldige dich für dein Nicht-auf-ihn-hören-(Wollen) und alle Schuld die trennend zwischen euch steht.
  3. Falle nicht gleich mit der Tür ins Haus, wie sich das für eine gute Beziehung gehört. Sondern danke ihm für das viele Gute was du bereits von ihm empfangen hast. (Hast du keine Idee was du sagen sollst, dann danke ihm für das was du nicht weißt, er aber trotzdem getan hat.)
  4. Faste nur, wenn du auch bereit bist dich und deine Meinung zu ändern. Willst du deinen Willen durchsetzen, dann faste bitte nicht.
  5. Faste nur, wenn du Gottes Willen akzeptierst. Sowohl in seinem Handeln, als auch das, was er dir in seinem Wort der Bibel aufgeschrieben hast.
  6. Prüfe deine Anliegen. Stimmen sie mit Gottes Willen überein? Schau in seinem Buch Bibel nach.
  7. Fasten heißt durch Verzicht Gott die Dringlickeit klar zu machen. Damit ist jeglicher Konsum gemeint. Also Essen, Computer, Internet, Fernsehen, Zeitung, Sport.... Nimm etwas, was für dich eine Bedeutung hat und nicht etwas was dir unwichtig ist.

Es wird immer etwas geschehen, was dich vom Fasten abzuhalten versucht. Dann musst du beweisen, dass du es ernst meinst. Da gilt es stur dabei zu bleiben und nicht umzufallen. Hältst du dich daran, dann wird dein Fasten erfolgreich sein.

Weil es mir so wichtig ist, hier nochmal: Fasten ist kein Ritus/Ritual. Fasten ist eine mächtige Waffe in den Händen aller Menschen die sich zu Jesus Christus und damit zu Gott bekennen. Fasten verändert handeln und Geschehen auf dieser Erde, denn Gott greift persönlich ein. Er tut es zum Wohl seiner Kinder. Er tut es um seine Macht klar zu stellen. Ich kann es dir persönlich empfehlen.

 

 


Was geschah eigentlich an Pfingsten?

17. Mai 2013, claudia - Feiertag, Mannablog

Pfingsten steht vor der Tür und viele freuen sich auf Ferien. Wenn schon nicht Ferien, dann wenigstens ein paar Tage frei.

Doch was geschah nun eigentlich an Pfingsten?

Wenn Weihnachten mit einer Geburt etwas recht Normales war und wir ganz großzügig mit Ostern umgehen und es mit Tod in Verbindung bringen, dann ist Pfingsten der totale Exot unter den Feiertagen.

Jesus war wieder auferstanden und in den Himmel abgereist. Dabei hatte er seinen Freunden aufgetragen, dass sie die Stadt Jerusalem nicht verlassen sollten, denn er wollte ihnen etwas schicken. Leider hatte er ihnen nicht gesagt, wie lange sie warten sollten und was genau geschehen wird. Jesus hatte dies damit begründet, dass sie diese Unterstützung brauchen würden für die Erfüllung des Jobs. So warteten sie und die Zeit verging.

Das was die Freunde Jesus an Pfingsten bekamen, war das volle Set an Selbstverwirklichung. Plötzlich konnten sie viele unterschiedliche Sprachen sprechen. Sie konnten Menschen gesund machen und gute Reden halten. Sie bekamen Mut und Vertrauen. Pfingsten war also ein aktives Fit machen seiner Freunde.

Wenn wir uns wundern warum Christen nicht so sind wie damals die Freunde Jesus, dann sollten wir an diesem Punkt anfangen zu forschen. Jesus sagte ganz klar, erst mache ich euch fit und dann geht los. Für mich ist dabei ein Detail an Pfingsten besonders interessant. Die Freunde trafen sich viel, lange und oft um miteinander und mit Jesus im Gebet zu sprechen. Das Gespräch im Gebet scheint also wichtig zu sein. Wenn wir uns ein zweites Pfingsten wünschen, dann sollten wir mit beten anfangen.


Pubertät und Erziehung

30. April 2013, gastbeitrag - Mannablog

 Pubertät. Jede Mutter, die das erlebt hat, freut sich, wenn der „Jakobsweg“ der Erziehung hinter ihr liegt. Erziehung: Geht in der Pubertät nicht mehr. Entweder du hast erzogen oder du spürst jetzt deine Versäumnisse. Jetzt hilft nur noch  Schweigen, Beten und Worte der Ermutigung aussprechen.
Danach aber können Momente wie diese folgen: Du besuchst deine Tochter in der ersten eigenen Wohnung. Die Wohnung ist sauber, aufgeräumt, gemütlich. Sie vertraut dir ihren Wohnungsschlüssel in ihrer Abwesenheit an. Abends kuschelst du mit ihr auf dem Bett bei einer Tasse Tee und schaust gemeinsam „Voice of Germany“.  Große Talente auf der  Bühne und Menschenkenner und Mutmacher  in der Jury. Eine selten gute Unterhaltungssendung im Fernsehen.
Gefühle der Dankbarkeit steigen hoch und du denkst: Du musst wohl doch nicht alles falsch gemacht haben. Ermutigen! Ein Wort der Hoffnung aussprechen. Das Gute, das im Herzen noch verborgen ist, warum auch immer, mit Worten herauskitzeln. Dem anderen sagen, das mag ich an dir. Du wirst es schaffen. Versuch es mal heute. Aber erwarte kein Wunder. Saat braucht Keimzeit.


Während der Prüfungen ...

10. April 2013, gastbeitrag - Mannablog

Heute gibt es was Besonderes und ich freue mich sehr darüber: Wir haben einen Gastbeitrag von Philipp. Er ist Informatikstudent in Paderborn und möchte gern hin und wieder über seine Erlebnisse mit und seine Gedanken über Gott und Jesus schreiben. Aber nun lest selber:

Erstes Semester Informatikstudium. Prüfungsphase. Ich betete: „Wenn du willst, dass ich weiter Informatik studiere, dann lass mich die Prüfungen gut überstehen [du bist mein Vater], wenn nicht, lass mich in allen 3 Modulen durchfallen!“

Ich bestand 2 (selbst das schwere Modul) und trotz Gebetes, auch von anderen Seiten, fiel ich als Programmierer in „Grundlagen der Programmierung 1“ durch, welch „Ironie des Schicksals“. Ich bereitete mich mehr praktisch und breitgefächert vor, abgefragt wurde jedoch nur speziell erweiterte Übungsaufgaben, der Schwierigkeitsgrad war überzogen, das stellte nicht nur ich fest. Selbst einer sehr Guter aus meiner Gruppe erreichte „nur“ eine 1.7. Ich entschied mich, direkt einen zweiten Anlauf zu nehmen, aber auch Gott zu fragen, warum ich gerade in dem Modul so unterwartet durchgefallen bin.

Für den 2. Prüfungstermin musste ich extra eine Woche in meine Studienstadt. Das war aber im Nachhinein betrachtet ganz gut, denn, mit dem Heiligen Geist getauft, konnte ich am Mitarbeitergespräch des Studentenbibelkreises teilnehmen.

Und dann war die Prüfung, nun sehr viel leichter als letztes Mal. Und dann kam das Ergebnis: beste Arbeit, 1.0! Man muss wissen, eine bestandene Prüfung darf nicht wiederholt werden. In der ersten Prüfung wäre höchstens eine 3 drin gewesen. Danke Herr! 

Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir von Gott geleitet- und seine Wege sind immer die Besten. In seiner Gnade hat er sich uns angenommen und möchte uns den Weg zeigen. Nicht immer wirst du alles auf einmal verstehen, vielleicht kommt manchmal der Gedanke hoch, dass Gott unmoralisch oder ungerecht ist. Was ich aber gelernt habe: Gott ist unser Vater, auch im Alltäglichen, dem ich vollkommen vertrauen kann. „Wie groß sind deine Werke, HERR! Sehr  tief sind deine Gedanken. […] Er ist mein Fels, und kein Unrecht ist an ihm.“ Auszug Ps. 92


Unruhig? Innere Ruhe finden, Antwort hier im Blog

12. Januar 2013, claudia - Mannablog

Es gibt Zeiten in unserem Leben, die einfach unruhig sind. Egal was wir tun und versuchen um zur Ruhe zu kommen, es will alles nicht so richtig gelingen. Die Themen, Sorgen und Ängste wollen einfach nicht verschwinden.

Recht schnell kommt man im Internet zu allen möglichen obskuren Seiten, die einem helfen wollen zur Ruhe zu kommen. Hoffnung keimt auf nach Hilfe und innerer Ruhe. Es wird wieder ausprobiert und getestet. Dabei ist der Einsatz von Zeit und Geld oft nicht das eigentliche Thema. Viel schlimmer ist, das immer wieder enttäuschte Vertrauen. Ruhe finden. Ich glaube, mit einer Lösung lässt sich tatsächlich Geld verdienen.

Auf der Suche nach Ruhe bin ich zu einer einfachen und unspektakulären Antwort gekommen. Manche meinen, dass sie kostenlos ist. Ich bin mir da nicht sicher. Es gibt ja die Aussage, was nichts kostet das taugt auch nichts. In meinem Leben konnte ich feststellen, dass der Wunsch zur Ruhe kommen zu wollen, der Anfang eines Prozesses ist. Es erfordert Nachdenken und Entscheidungen und es erfordert die Bereitschaft mit neuen Augen auf etwas zu schauen und das ist nicht einfach. Von daher ist es nicht kostenlos.

Doch was heißt zur Ruhe kommen nun konkret? Liest du meinen Blog öfter, dann wirst du schmunzeln und kennst die Antwort schon.

Ich komme zur Ruhe, wenn ich ein Gespräch mit dem Erbauer dieser Erde führe. Wenn ich mit ihm rede (und bereit bin auf ihn zu hören), dann gibt er mit Antwort. Manchmal sieht die ganz anders aus, als ich das gerne hätte. Aber egal, es funktioniert. Mit der Sicht meines Erbauers, bekommt die Welt ein anderes Gesicht und ich komme zur Ruhe. Das Coole an der Sache ist, dass dies immer wiederholbar ist.

Es lohnt sich, probiere es mal aus!


Umstellung der Webseite

12. November 2012, claudia - Mannablog

Gestern begann bei uns die heiße Phase der Umstellung auf das neue Design.

Ende November kannst du dich nicht nur auf ein neues Design freuen, auch im Inhalt wird es Veränderungen geben. Mit dem neuen Design fangen wir an, die Bandbreite der modobonum-Webseite zu erweitern. So wird es nicht mehr nur den Manna-Blog geben, sondern eine Menge mehr.

Am Anfang des gestrigen Tages stand ein großes Fragezeichen, gefolgt von einer Phase des Schwitzens. Als klar wurde, dass die Aktivierung einiger Funktionalitäten klappt, setzte eine gewisse Entspannung ein. Nun beginnen wir die neuen Inhalte in die Datenbank einzupflegen. Aus Ressourcengründen geschieht dies im laufenden Betrieb der Datenbank.

Deshalb könnten Veränderungen sichtbar sein oder die Seite komisch aussehen. Es sind nur Kleinigkeiten, doch sie lassen sich nicht immer verhindern. Also nicht wundern, wenn etwas anders ist als bisher, dann liegt es daran, dass wir in unsere Datenbank viel Neues einfüllen. Wenn alles optimal läuft, dann ist aber gar nicht sichtbar und alles bleibt wie gewohnt.

Willst du uns unterstützen, dann kannst du das tun, indem du uns Fotos schickst und Bibeltexte, die dir gefallen.

Und vor allem kannst du Support leisten, indem du unseren Auftraggeber bittest uns zu helfen. Danke für deine Fürbitte.


Wie ich Christus näher kennenlernte

04. Oktober 2012, gastbeitrag - Mannablog

Heute gibt es wieder einen Gastbeitrag. Dieses Mal aus München von Christian: Wie ich Christus näher kennenlernte

Mein Zwillingsbruder war damals “unser Benjamin” und eines Tages entdeckte ich mein eigenes biblisches Vorbild – mit etwa zehn Jahren. Auch Joseph kämpfte in der Fremde um seine Identität. Lange vor dem babylonischen Exil musste er bereits eine Art von Jerusalem in seinem Herzen beschworen haben (Jer 51,50).

Seit meiner Jugend wollte ich in die Grundlagen des Glaubens eindringen und habe ich mich zum Studium deshalb Anfang der 80er Jahre ganz bewusst in „Quarantäne“ begeben. Ich dachte, ich könne mich Gott denkend nähern, d.h. ich wollte jeweils begründen können, was ich im Glauben für richtig halte. Aus 40 Tagen wurden Jahre. –Gleichzeitig war ich aber auch jemand, der sein Leben immer wieder aufs Spiel setzte. Früher verletzte ich mich und andere durch Unerfahrenheit und Experimente. Als ich Ende der 80er Jahre auf meine erste Hochschulprüfung zusteuerte, zankte ich mich mit meinem Mitbewohner, sodass ich alles verlor: die Geliebte, die Wohnung und ihn.

Nach einigen Umwegen lernte ich schließlich Jesus Christus näher kennen – erstmals durch ein gleichalteriges Paar aus meiner Nachbarschaft. Ich hatte viel nachgedacht über Religion, aber vor dem Anspruch Jesu hatte ich mich immer gedrückt. Johannes der Täufer sagt uns: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Der von oben her kommt, ist über allen [Menschen]“ (Joh 3,30.31). Nach beinahe zehn Jahren des Studierens war ich in eine Sackgasse geraten, weil meine eigenen Ansprüche mich überforderten. Mit der Bitte um Hilfe ging ich auf die Knie und versprach ein Jahr lang die christliche Gemeinde meiner Nachbarn zu besuchen.

Jesus hörte mein Gebet. Zwei Monate später machte ich eine Erfahrung wie David, der Goliath überwand. Auf einer akademischen Geburtstagsfeier kam der letzte Sprecher aus meiner Heimatstadt. Er hatte das Publikum durch gewagte Thesen gegen sich aufgebracht. Schließlich sagte er zu den anwesenden Philosophen: “Sie kennen doch das 5. Buch Mose und die Aufforderung, den Sabbat zu heiligen, weil Gott sein Volk aus Ägypten befreit hat. Können Sie mir den Zusammenhang erklären?” In mir war plötzlich alles hellwach, obwohl der überwiegende Teil der Vorträge an diesem Tag wie in einer fremden Sprache an mir vorüber gegangen war. Ich kannte die Antwort selbst nicht. Dennoch meldete ich mich, nachdem alle anwesenden Professoren den unverhohlenen Spott ihres Kollegen machtlos hatten hinnehmen müssen.

Eine Kraft erfasste mich, mir fielen Zitate und Argumente zu, an die ich zu Beginn meiner Rede noch nicht gedacht hatte und nach einer langen Pause, in der man eine Stecknadel hätte fallen hören, gab sich mein Gegenüber geschlagen. Wenige Tage später erhielt ich mit einem Anruf die lang ersehnte Hilfe zugesagt: Mein Begleiter blieb mir die nächsten drei Monate bis zur Abgabe der Prüfungsarbeit treu. Denn Gott erhört Gebete, auch wenn seine Boten nicht mit zwei Flügeln sichtbar des Wegs kommen. Davon konnte Joseph rückblickend ebenfalls ein Lied singen.


Zweifel unerwünscht oder wie Gebet erfolgreich wird Teil 5

21. August 2012, Mannablog

Nach kurzer Unterbrechung hier nun der letzte Teil zum Gebet.

Wünsche an Gott haben wir alle viele. Viel Geld, ein toller Job, ein Haus, Urlaub, Familie, Gesundheit, Frieden. Beim darüber Nachdenken erlebt die Liste der Wünsche eine Veränderung. Wir fangen mit Besitz an und kommen dann erst zum eigentlichen Leben. Es trennen sich die Dinge, die unwichtig werden, die, die wir selbst erledigen können und die unmöglichen voneinander. Und es gibt die Kategorie der Zweifel. Am Anfang sind wir der Überzeugung, dass Gott alles kann. Doch schnell schleichen sich Zweifel ein. Will er das wirklich, kann er das, hat das für ihn eine Bedeutung? Ist das überhaupt sein Wille? Erfüllt er meine Bitte wirklich? Muss ich erst irgendwelche Leistungen erbringen? Bin ich gut genug? Wir alle kennen diese oder ähnliche Fragen. Die Frage ist, wie wir uns entscheiden. Ignorieren wir unsere Zweifel oder geben wir ihnen nach? Bin ich mir in einem Punkt nicht sicher, dann frage ich mich, ob das, was ich wünsche, seinem Willen entspricht. Wenn das der Fall ist, dann entscheide ich nicht zu zweifeln. Das ist nicht immer einfach aber erfolgreich. 


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