Manna

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Danke

21. April 2014, gastbeitrag - Mannablog

Danke.

Wie geht es euch mit dem Geschenke und Gefälligkeiten annehmen?

Könnt ihr Danke. sagen? Also, dass ihr euch bedankt, klar! Aber könnt ihr nach dem

Danke einen PUNKT setzen?

Ich kann es nicht.

Wenn ich selber was gebe, Geschenk oder Hilfe, macht es mir Freude, ist ok und ganz

normal. Aber wenn mir jemand etwas schenkt, oder hilft, kann ich keinen Punkt nach dem

Danke setzen. Aber ich will es lernen. Im Kleinen klappt es schon recht gut, aber wenn das

Kleine sich häuft oder sogar groß, riesengroß wird, oh je.

Fragen kommen: warum macht sie das? Will er dafür eine Gegenleistung? Wie kann ich

das nur wieder gut machen?

Nicht nur ich hab da meine Probleme, sondern auch immer mehr Menschen!

Wenn dann auch noch jemand Fremdes einem was Gutes tut, nett und zuvorkommend ist

oder auch etwas schenkt, kommt kaum einer damit klar. Das Misstrauen ist so groß

geworden.

Beispiel: Ich war mit meiner Tochter und meiner Mutter im Lidl. Als wir dann Richtung Kasse

fuhren, war da eine Frau, aufgeregt, mit der Situation etwas überfordert.

Weil sie eigentlich nur paar Dinge brauchte, hatte sie nur einen Korb, der aber überquoll.

Auch ihre Arme brauchte sie schon um alles zu tragen. „Warum hab ich bloß keinen

Wagen mitgenommen? Sonst nehme ich immer einen?“

Ich schaute in meinen Wagen.

„Wollen sie meinen haben? Ich hab nicht viel, und meine Tochter kann mir beim Tragen

helfen!“

Sie schaute mich verwundert an.

„Ach nein, das kann ich doch nicht machen!“

„Doch, es ist wirklich kein Problem! Nehmen Sie ihn.“

„Ja, wirklich?“

„Ja!“

„Also danke. Muss aber schauen, ob ich einen Euro hab!“

„Ist ein Chip drin. Können sie behalten, ist ok!“

„Nein, nein. Sie bekommen ihn draußen wieder!“

„Ist ok“

„Danke nochmals“

Kleinigkeit! Aber Menschen haben damit Probleme.

Wir (ich) sollten das so akzeptieren können:

Mal sind wir in der Lage zu helfen, und Mal die anderen.

Und wenn andere uns was Gutes tun, sollten wir auch nach dem DANKE einen Punkt

setzen!

DANKE.


Heute geht’s mir schlecht. Basta.

31. Januar 2014, Mannablog

Gefühle folgen Taten. Das klingt für mich teilweise wie verkehrte Welt und vielleicht ist es das auch, weil ich dieses Denken nicht gewöhnt bin. Viel zu oft sind Gefühle der Antreiber, und ich sage „Heute ist ein guter Tag!“, weil mich die Sonne wach gekitzelt hat, das Wasser warm genug war und ich mir nicht beim Teetrinken die Zunge verbrannt habe. Aber wehe, wenn dieses zarte Gebilde an Erwartungen wankt.

Gut, nicht jeder Tag weckt im Menschen das Sensibelchen und wirkt wie ein Reiz in die Blackbox mit einer absehbaren launischen Reaktion unsererseits. Aber es gibt eben diese Tage, da lassen wir mit unseren Gefühlen machen, was „wer auch immer“ will. Wir lassen sie und damit uns gehen und kümmern uns nicht richtig um unser seelisches Wohl.

Vielleicht klingt das abgedroschen – auf sich achten, schön mit Samthandschuhen anfassen und so. Nein, ich meine damit, dass es wichtig ist, sich nicht das (paradoxerweise oft erhobene) Privileg zur miesen Laune erkämpfen zu wollen. Oder besser gesagt: sich ihm geschlagen zu geben. Ja, jeder Tag ist gut – bis auf den einen und da darf ich machen, was ich will. Da esse ich meinen kompletten Schokoladenvorrat auf, ich darf meine Familie anmotzen und meinen Freund anschweigen und wenn ich gestern versprochen habe, dass ich mich um das und das kümmere – na und? Heute geht’s mir schlecht! Basta.

Ich geb ganz ehrlich zu: natürlich kenne ich viele Tage, an denen ich merke, dass ich launisch etwas abdrifte. Solange ich schön vor mich hinarbeite, kriege ich davon nicht so viel mit. Aber dann kommt der Härtetest, der Kontakt mit anderen. Bäm. Da steht die Spannung plötzlich und ich weiß nicht – soll ich mich jetzt fragen, was heute mit mir los ist? Ich grabe in meinem Gedächtnis nach Gründen, suche in meinem Umfeld nach Entschuldigungen. Ja, ich hatte heute nicht mein Koffein, oder vielleicht war es der rutschige Weg in die Uni oder … puh. Findet sich schon was.

Aber solche Suchereien machen mich nicht glücklicher. Ich leide darunter, dass ich mit anderen oder Dingen nicht so umgehe wie sonst. Und ich denke, gerade an solchen Tagen bekommen wir von Gott eine wertvolle Chance serviert, um seine etwas andere Logik abzustauben und anzuwenden.

Positiv denken ist schön und gut. Aber positives Denken gründet sich allein auf einem Wunschdenken und nicht auf Fakten oder einem Versprechen. Fakten wären „Es werden heute Nachmittag 30° C und Bombenwetter.“ – was für einige Leute ein größerer Grund zur Freude wäre als das Versprechen einer Person „Ich verspreche dir, dass ich dir helfen werde heute nicht hinzufallen und ich bringe dich bei diesem Wetter heil nach Hause.“ Das Eis bleibt und vielleicht sollte man nicht rennen, um das Hinfallen zu provozieren. Aber das Versprechen hat statt der Fakten eine andere Komponente: die persönliche Zuwendung und Liebe.

Also, welche Logik Gottes meine ich? Ich meine, dass er uns viele, viele ermutigende Worte sagt, die unser Fokus sein können. Praktisch gibt mir das die Motivation, nicht durchzudrehen, wenn ich meine Teetasse aus Versehen runter geschmissen habe (ja, so was ist mir schon öfter passiert…) oder die Person, die sich heute irgendwie grummelig verhält, so zu behandeln, wie ich es von ihr heute vermisse. Ich weiß, man tendiert doch oft dazu, ungerechtes Verhalten ebenso zurück zahlen zu wollen. Das ist auch einfach bequem, man muss sich dazu nicht anstrengen. Aber ich kann aus eigener Erfahrung der letzten Zeit sagen, dass es sich lohnt sich genau so zu verhalten, wie man es eigentlich gerade nicht tun wollte: nämlich im positiven Sinne. Als ich vor Kurzem so ein Problem hatte, ist die Person selbst darauf gekommen, dass etwas anders ist. Gott zeigt Leuten manchmal Dinge eher, wenn wir dafür beten und sie weiterhin respektvoll behandeln.

Ich hatte vor etwa einem Jahr eine ziemlich eindrückliche Begegnung mit Jesaja 58 (Verse 6-10). Erst hat mir Gott unabhängig von der Bibel beim Beten erzählt, warum etwas in meinem Leben falsch läuft und was ich machen soll und am nächsten Tag habe ich dann das Kapitel aufgeschlagen und das hat für mich das Bild geschlossen. Jetzt nach einem Jahr mit etwa einer Woche Differenz taucht es durch eine Bekannte, die für ein Wort für mich dieses Jahr gebetet hat, wieder auf. Nur geht es im Fokus einen Vers weiter:

 

Der Herr wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle niemals versiegen.“ Jesaja 58,11 

Das war ein kleiner Flash, ich wollte es fast nicht glauben. Aber bei Gott gibt es keine Zufälle. Und ich glaube, dieser Vers unterstützt auch das Thema von oben: lass dich von Gott durch die Wüste leiten, die dich umgibt. Lass deine Seele von ihm satt machen und zieh das Wasser aus seiner Quelle.

Diese Aussagen scheinen eine ziemliche Autorität zu haben. Die Standhaftigkeit einer uralten Eiche, ein stabiles Haus mit 24/7-Stromversorgung. Interesse? Probieren kann man es ja mal und ich selbst will auch nicht das Paradebeispiel darstellen. Jeder kann selbst langsam daran wachsen und das hat dann ganz bestimmt auch Auswirkungen auf eine Gemeinschaft.


Karriere für Anfänger

17. Januar 2014, Mannablog

Na, träumst du von dem großen Aufstieg? Karriere machen und Träume verwirklichen? Das Angebot bekommt man ja heute an jeder Ecke, ob es im Lebensmitteldiscounter ist oder im Bankgeschäft, egal. Hauptsache man strengt sich an und ist am richtigen Platz.

Das Buch Daniel gehört zum Alten Testament der Bibel und birgt in sich eine ganz interessante Geschichte über einen jungen Mann, der die Karriereleiter in großen Schritten nimmt. Meine Bibel beschreibt vor dem Buch kurz die Vorgeschichte. Dort kann ich nachlesen, dass der Daniel wirklich noch sehr jung war, als es mit ihm los ging. Mit 15 bis 20 Jahren wurde er wohl von Jerusalem nach Babylon verschleppt.

Er war also jung, aus königlichem Geschlecht und vermutlich ehrgeizig genug, um den großen Aufstieg zu planen. Könnte man meinen. Auslandserfahrung kann nicht schaden, dazu sah er wahrscheinlich auch gut aus, nahm einen schicken babylonischen Namen an und gleichzeitig verzichtete er noch freiwillig auf das feine Essen der Königstafel und isst mit seinen Kumpels nur Gemüse. Mit dem Ergebnis, dass die Jungs nach einer Probezeit sogar noch attraktiver aussahen als die Fleischesser. Doch Daniel hatte noch mehr im Kopf als nur Gemüse. Bald war er erste Wahl als Traumdeuter am babylonischen Königshof.

War das Erfolgsgeheimnis dieses Mannes also Veganismus, eine vorbildliche Integration in ein neues Land und junger, attraktiver Esprit? Vielleicht! Fakt ist aber, dass Daniel und seine Freunde nicht vergaßen, wo sie herkamen. Sie denken nicht nur an den Gott ihrer Vorfahren, sie reden auch aktiv mit ihm und sie machen ihr ganzes Leben von ihm abhängig. Sie essen das Fleisch am Hof nicht, weil es vor Gott damals unrein war, anderen Göttern geweiht. Daniel fleht zu Gott, um die Träume des Königs deuten zu können. Zu seinem Gott und nicht zu den babylonischen Göttern.

Mit dem Ergebnis, dass er eines Tages mit einem grausamen Urteil konfrontiert wird: Tod allen Wahrsagern des Königs. „Na super, da hat uns Gott ja toll beschützt!“, hätten Daniel und Co. jetzt mosern können. Da haben die babylonischen Wahrsager Zeit geschunden, nicht gewusst, was der König geträumt hatte, geschweige denn, was der Traum nun bedeuten sollte. Als Scharlatane sollten nun alle miteinander beseitigt werden.

Interessant ist, wie Daniel wirklich mit der Situation umgeht. Statt im Angesicht des Todes durchzudrehen, weiß er genau, was zu tun ist. Ich habe sein Vorgehen mal in sechs Punkten zusammengefasst:

1.  Eigeninitiative statt Konkurrenz: Daniel nimmt die anderen Wahrsager in Schutz und erklärt, er werde sich um die Sache kümmern und brauche etwas Zeit.

2.  Gemeinschaft und Einheit: Daniel sucht die Gemeinschaft mit seinen Freunden und Leidensgenossen und hält sie dazu an, intensiv zu Gott zu beten.

3.  Intensives Gespräch mit Gott: Die Freunden bitten Gott um Gnade, dass er ihnen das Geheimnis des Traumes zeigen möge.

4.  Ausdruck der Dankbarkeit in Anbetung: Nachdem Daniel in der Nacht eine Vision über den Traum und seine Bedeutung bekommen hatte, lobt er Gott voller Begeisterung. „Denn sein ist beides, Weisheit und Macht.“ Daniel 2,20b

5.  Diskrete Ankündigung der Lösung: Daniel prahlt danach nicht mit seiner Erleuchtung, sondern nimmt den Scharfrichter zur Seite und erzählt ihm, er habe die Deutung erhalten.

6.  Hinweis auf Gottes Gunst: Vor dem König, der ihn fast umgebracht hätte, verweist er auf den, von dem er die Deutung bekommen hat. „... aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart.“ (Daniel 2,28a)

Vielleicht gibt diese Geschichte dem einen oder anderen einen Impuls, um neu über „Karriere“ nachzudenken und über den Umgang mit Problemen. Muss ich andere ausbooten? Muss ich mein eigenes Ding durchziehen? Muss ich meine eigene Genialität raushängen lassen, so dass es auch ja jeder mitbekommt?

Kann ich mich auch auf jemand anderen als nur meinen eigenen Verstand einlassen und verlassen? Kann ich einsehen, dass ich selbst nicht allwissend bin und nicht alles kann? Kann ich die Gaben und Talente, die ich bekommen habe, gewinnbringend einsetzen und dabei trotzdem oder vielleicht gerade dann auf ihren Geber verweisen?

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wünsche ich euch ein schönes Wochenende!


Weihnachten im Schuhkarton – viel geben und viel bekommen

08. November 2013, Mannablog

Ich bin diese Woche durch sämtliche Läden gezogen, in denen es Dinge gibt, die Kinderherzen höher schlagen lassen. Rosa Handschuhe, bunte Sticker, viele verschiedene Mützen, Süßigkeiten und Zeichenutensilien haben mich angelacht und es teilweise über den Ladentisch geschafft.

Es ist wieder soweit: Weihnachten im Schuhkarton, eine Aktion, die ich schon einige Jahre sehr gerne mitmache, geht in eine neue Runde.

Weißt du noch, wie es war, als Kind seine Weihnachtsgeschenke zu öffnen? Da war man gespannt und hibbelig und wollte den ganzen Abend damit spielen. Das Papier wurde zerrissen und im Wohnzimmer verteilt. Und dann saß in dem ganzen Wust aus Papier und Geschenken ein Kind mit leuchtenden Augen

Ich finde es toll, dass ich als Studentin die Möglichkeit habe, an so einer Freude mitschuldig zu sein. Weihnachten im Schuhkarton ist verhältnismäßig günstig und spricht eben in der Vorweihnachtszeit ganz bestimmt mehr Menschen an als im restlichen Jahr.

Ich kann mir überlegen, welches Kind ich überraschen möchte – zumindest was Angaben wie Geschlecht und Altersspanne betrifft. Die meisten in Geschenkpapier verpackten Schuhkartons landen in Osteuropa. Eine schöne Vorstellung, dass ein frierendes Kind sich die flauschigen Handschuhe überzieht und stolz sein neues Kuscheltier herumzeigt, oder?

Wenn sich schon Kinder in reichen Ländern über Geschenke freuen, dann muss ein kleiner Karton voller Kleinigkeiten wie Schokolade, Bälle, Buntstifte, Malbücher, Armbänder und Zahnbürste doch erst recht abenteuerlich sein für ein Kind, das diese Dinge nicht gewöhnt ist. Ich wüsste manchmal gern, ob die Päckchen der vergangenen Jahr das Leben von diesen Kindern positiv geprägt haben und ob es ihnen Hoffnung gegeben hat. Ich hoffe es jedenfalls!

 

Wenn du auch an der Aktion teilnehmen willst, dann informiere dich am besten auf http://www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/so-gehts/ und schau dir das Video an. Noch eine Woche lang können Päckchen an den Sammelstellen abgegeben und Geld für den Versand gespendet werden. In der Gruppe zu packen ist besonders schön, weil man sich dabei die Geschenke aufteilen und z.B. ein gemeinsames Foto oder eine Karte mit in den Karton legen kann.

Überzeugt? Dann packe doch am besten ein Päckchen für einen Jungen, denn ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leute eher an die süßen kleinen Mädels denken und viele Frauen auch lieber aus der großen Auswahl der Mädchengeschenke die für „ihr Kind“ wählen.


5 Worte die glücklich machen

29. September 2013, claudia - Mannablog

Marcus befindet sich in Italien, daher gibt es heute einen alten Blog.

Gestern habe ich eine sehr schöne Geschichte gehört, über 5 Worte die glücklich machen. Weil sie so einfach zu merken ist, sei sie hier in Kurzform wieder gegeben.

Es war Ende des 19. Jh. im Norden der USA, als ein Prediger aufgefordert wurde in einem Hotel eine Andacht zu halten. Er tat dies unter der Bedingung, dass auch das Hauspersonal an der Andacht teilnehmen sollte. So geschah es. Danach gingen alle Zuhörer ihrer Wege, nur eine leicht schmuddelig aussehende Frau blieb und sprach den Prediger an. Sie bat ihn ihr zu helfen, weil sie immer so traurig sei. "Haben Sie bitte ein einfaches Gebet für mich, was leicht zu merken ist? Ich bin eine wenig gebildete Frau!" Seine Antwort waren 5 Worte, die sie jeden Tag zu Gott beten sollte.

"Zeige mir, wie ich bin."  

Nach einer Woche traf der Mann die Frau wieder und fragte sie nach ihrem Ergehen. Darauf antwortete die Frau: "Ach Prediger, diese Woche war ich noch trauriger. Immer mehr viel mir auf, wo ich überall Fehler mache und Schuld auf mich lade." - "Okay. Vergiss das Gebet, ich gebe dir ein anderes" Und er sagte ihr wieder ein Gebet: 

"Zeige mir, wie du bist." Sie sollte diese 5 Worte jeden Tag beten. Danach reiste der Prediger ab.

Einige Jahre später wurde der Prediger eingeladen eine neue Kirchengemeinde in dieser Region zu eröffnen. Dabei wurde er einem attraktiven Ehepaar vorgestellt, doch er erkannte die Frau nicht. Erst als die Frau sich bei ihm für dieses Gebet bedankte, erinnerte er sich. Sie dankte ihm, dass sein Gebet der 5 Worte sie zu einer glücklichen und attraktiven Frau gemacht hatte. "Noch heute", so die Frau, "bete ich diese 5 Worte jeden Tag und ich danke Gott, dass er dieses Gebet der 5 Worte erfüllt hat."


Entscheidungen treffen

17. September 2013, gastbeitrag - Mannablog

Ich habe etwas Wunderbares erlebt. Ich habe eine Musikanlage, die spielt nur Lieder, die ich mag. Sie ist programmiert mit meiner Musik. Wenn ich kein Album aussuche, stellt die Anlage die Lieder selbst zusammen. Ja, sie trifft sogar meine momentane Gefühlslage. So geschah es gestern, als ich das erste Lied hörte: "Als ich ganz unten war, da zogst du mich hoch, als ich am Ende war, da sagtest du mir, das was mir das Ende schien, der Anfang sei bei dir. Ich weiß nur eines, dass dir mein Leben gehört, mach was daraus, was du willst, du machst es nicht verkehrt." Ich fühlte mich gerade um einige Kilos leichter. Nicht, weil ich eine erfolgreiche Diät hinter mir hatte, nein, ich hatte endlich eine wichtige Entscheidung getroffen. Kennst du dieses Gefühl? Nach monatelangem Grübeln, nach schlaflosen Nächten, nach vielen Gesprächen und vielen unterschiedlichen Meinungen ist sie endlich da, deine Entscheidung. Kinder Gottes hören seine Stimme, heißt es. Aber du kannst die vielen Stimmen, die auf dich einprasseln von der Stimme Gottes manchmal nicht mehr unterscheiden. Dann fühle ich mich wie gelähmt, weil ich keine Fehlentscheidung treffen will. Eines weiß ich inzwischen: Wenn du Gottes Stimme hörst, dann zieht Frieden in dein Herz. Und wenn du darauf antwortest, dann kommt noch mehr Frieden und du möchtest tanzen. So ging es mir bereits, als ich das Lied von Manfred Siebald hörte und ich tanzte dazu. Muss ich eine Entscheidung schnell treffen, kann es mir passieren, dass ich voll daneben lande, obwohl ich nach Gottes Willen gefragt habe. Jesaja sagt über Gott: ?Mit eigenen Augen werdet ihr ihn als euren Lehrer sehen. Und kommt ihr vom richtigen Weg ab, so hört ihr hinter euch eine Stimme. Halt, dies ist der Weg, den ihr einschlagen sollt.? (Jesaja 30, 20) Also, entspann dich. Gott kennt dein Herz. Er will dein Bestes und passt auf dich auf. 


Geduld ist nicht meine Stärke

05. Juni 2013, Mannablog


Kennst du das? Geduldig sein und warten auf etwas, was du nicht beeinflussen kannst? Irgendwie warten wir doch alle auf etwas.
Dass es Abend wird und der Partner heimkommt, dass die Kinder groß genug bzw. selbständiger sind, dass der neue Kinofilm endlich anläuft. 
Im Moment warte ich auf neue Arbeit. Viele Bewerbungen sind geschrieben und einige Arbeitgeber haben geantwortet, ein Großteil noch nicht. Ein paar vielversprechende Angebote sind dann doch geplatzt – kurzum: Ich sitze und warte, wo ich arbeiten darf. Daran hängt noch mehr: Umzug, neuer Ort, Wohnung suchen, … 
Ich muss leider sagen, dass mich diese Ungewissheit nicht so gelassen bleiben lässt, wie ich das gern hätte. Gott weiß ja schon, wo er mich haben will, wo ich leben und arbeiten soll.
Die Ungewissheit nervt mich, die Zeit drängt und es gibt so viel zu tun. Ich will mich nicht auf den letzten Drücker um alles kümmern müssen. Ich will mich darauf verlassen, dass er das Beste für mich vorbereitet hat.
Kennst du diese Spannung? Dann schreibe mir doch, wie du mit solchen Situationen umgehst.


24 Stunden, 7 Tage die Woche

20. Mai 2013, marcus - Mannablog

Heute ist Pfingstmontag, und vielleicht bist du ja einer der glücklichen Menschen, die heute frei haben. Endlich einmal nichts tun, Auszeit haben, entspannen. Vielleicht hast du dir aber auch was vorgenommen und freust dich bereits darauf oder ärgerst dich darüber. Falls es tatsächlich so ist, dass du heute frei hast, und keinerlei Verpflichtungen gegenüber deinem Arbeitgeber hast, dann gehörst du eventuell sogar zu den Berufsgruppen, die man nur Wochentags zwischen 7:30 Uhr und 16:00 benötigt. Freu dich darüber! Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viele Menschen es gibt, die man rund um die Uhr, jeden Tag, die Woche braucht? Und ich denke keineswegs nur an medizinische Versorgung. Egal ob das Telefon spinnt, du einen Wasserrohrbruch hast, deinen Strom auch am Wochenende beziehst oder du irgendwo unterwegs bist und ein Taxi brauchst. In vielen Berufen gibt es Menschen, die bereit stehen, weil jemand anders sie gerade braucht, und sei es zu den unmöglichsten Uhrzeiten. 
Viele dieser Dinge sind nicht einmal unbedingt lebensnotwendig, andere wiederum schon. Es ist schon ein cooles Gefühl nachts um 00:30 Uhr an der Hotline des Telefonanbieters einen Menschen aus Fleisch und Blut am anderen Ende der Leitung zu haben, der mir bei meinen Problemen weiterhelfen kann.
Oder am Sonntagnachmittag mit dem Riesenschnitt in der Hand ins Krankenhaus fahren zu können, und dort jemanden zu haben, der den Defekt beheben kann.
Allerdings gibt es auch Sorgen und Probleme, über die man mit niemandem sprechen kann oder möchte. Es gibt Dinge, die sind so krass, die wiegen so schwer, da existiert einfach kein Mensch, der einem weiterhelfen könnte.
In solchen Fällen bin ich froh, dass mein Gott sich freiwillig bereit erklärt hat, 24 Stunden, 7 Tage die Woche Bereitschaftsdienst zu machen. Egal ob ich ihn morgens darum bitte, tagsüber bei mir zu sein, ob ich abends den Stress des Tages bei ihm ablade, oder um 00:30 Uhr nachts nicht schlafen kann, weil mir etwas auf der Seele liegt. Seine Dienstzeit geht solange, wie ich ihn brauche. Oder du. Oder dein Nachbar.
Und sollte bei dir mal jemand ungelegen klingeln, dann sei froh darüber, dass du gebraucht wirst. Vielleicht bist du ja der einzige, der dem anderen jetzt noch weiterhelfen kann.


Ein Stück Zufriedenheit und Glück

07. Mai 2013, gastbeitrag - Mannablog

Der heutige Blog kommt von Anita Eitzenberger. Wir danken dir für deinen Beitrag! 

Es gibt Tage, an denen ich morgens aus dem Bett steige und nichts ist so, wie ich möchte. Die letzten Stunden verbrachte ich schon eher wach als schlafend im Bett, meine Beine schleppe ich mehr, als dass sie mich tragen und der Blick in den Spiegel zeigt mir jemanden, den ich heute wieder gar nicht mag. Nur die gewohnte Routine bringt mich gewaschen und gestriegelt einen Stockwerk tiefer um mir in der Küche das Frühstück zu machen bevor ich zur Arbeit fahre. Ach ja, ich darf meine Medikamente nicht vergessen einzunehmen, das tägliche Ritual, das ich eigentlich verabscheue, aber für meinen Körper mittlerweile lebensnotwendig geworden ist.

Meine Bibel liegt immer in unmittelbarer Nähe des Esstisches oder meist auch darauf. Vor längerer Zeit habe ich mir vorgenommen, alle Evangelien in kleinen Absätzen als tägliche Andacht zu lesen. Ich beginne im Wort Gottes zu lesen und es ist erstaunlich, wie schnell ich meine innere negative Stimmung ohne mein Zutun vorerst mal vergesse! Ich lese und bin in diesem Moment mit meinen Gedanken voll in Szene gesetzt. Ich kann miterleben als wäre ich selbst dabei, wenn Jesus mit seinen Jüngern am See Genezareth entlanggeht und in Bildern erzählt, oder wenn er vom Boot aus zu den vielen begeisterten Menschen am Ufer spricht, die von seinem Wort so fasziniert sind, dass sie sogar das Essen vergessen, sie verspüren erst Hunger als es Abend wurde! Jesus selbst sorgte durch ein Wunder dafür, dass alle Menschen mit nur einer Handvoll Lebensmittel speisen konnten. Ich bin voll dabei, als Jesus vor dem letzten Abendmahl seinen Jüngern die Füße wäscht und Petrus, einer seiner Jünger das so gar nicht verstehen kann, dass sein Heiland ihm die Füße wäscht und er es am liebsten ablehnen würde! Aber Jesus erklärt ihm liebevoll, dass diese Handlung notwendig ist und Petrus sonst keinen Teil an ihm haben würde. Dann sehe ich mich auch unter den Kranken, die Jesus entgegenlaufen, um ihn für einen kurzen Moment für sich zu haben und ihn um Heilung bitten....

Ein kurzer Blick auf unsere Wanduhr lässt mich wieder auf die Tatsachen dieses Morgens kommen, es wird Zeit, das Geschirr in den Geschirrspüler zu stellen, meine Tasche zu packen und mich auf den Weg zur Arbeit zu machen!

Jeden Tag ein kleines Erlebnis mit meinem Herrn! Er nimmt meine trübsinnigen Gedanken einfach mit, das habe ich schon oft erfahren dürfen. Das kann soweit kommen, dass ich nach kurzer Zeit ganz viel Energie bekomme und wie das Sprichwort sagt, Bäume ausreißen könnte oder dass ich rundherum Zufriedenheit und auch Glück verspüre, das ich dann unbewusst an meine Mitmenschen weitergebe!


Freud und Leid mit der Familie

22. März 2013, claudia - Mannablog

Aussage: Familie ist wichtig

Antwort: Warum?

Aussage: Weil wir Familie brauchen um gemeinsam durchs Leben zu gehen. Wir tragen und kümmern uns um einander.

Antwort: Ich dachte, ich muss alleine durchs Leben gehen.

Aussage: Nein

Es gibt Zeiten in unserem Leben, da spielt die Familie keine große Rolle. Wir suchen unseren Weg ins Leben, dabei scheint die Familie im Weg zu sein.

Erst später begeben wir uns wieder auf die Suche nach Familie. Familie ist nicht immer leicht und manchmal sogar unbequem. Trotzdem gehört Familie in unser Leben. Sie zeigt uns unsere Wurzeln und gibt auf manches Antwort.

Besonders wichtig an Familie ist für mich noch ein weiterer Aspekt: Familie hat die Aufgabe, füreinander einzustehen und einander zu tragen. Wir leben nicht jeder für uns alleine. Wenn wir uns um einander kümmern, ist das manchmal mühsam. Am Ende zeigt sich aber, dass genau diese Zeiten uns zusammenschweißen.

Ach, und an Familie lernen wir uns selbst nicht immer so wichtig zu nehmen. Über den eigenen Schatten springen, d. h. auch mal zurückzustecken, ist in der Familie notwendig, wenn Zusammenleben funktionieren soll.

Ich stelle immer wieder fest, dass es sich lohnt. Deshalb: Nur Mut und viel Spaß mit der Familie!


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