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Menschliches Versagen

09. März 2014, marcus - Mannablog

Der Regenbogen mitten im Sturm. Copyright: Marcus Eitzenberger
Der Regenbogen mitten im Sturm. Copyright: Marcus Eitzenberger

Wenn Unfälle passieren, bei denen man nicht genau weiß, was der Auslöser war, geht man der Sache auf den Grund. Technische Systeme werden überprüft und Menschen befragt. In nicht wenigen Fällen lautet das Ergebnis „Menschliches Versagen“.

Wir Leben in einer Welt, in der Unfälle leider an der Tagesordnung stehen. Täglich hören wir von Verkehrsunfällen, Explosionen oder Bränden in Fabriken, Gebäudeeinstürzen und vielem mehr. Woran das Problem liegt, lässt sich meist auf den ersten Blick nicht erkennen. Um der Ursache auf die Spur zu kommen müssen Untersuchungen eingeleitet werden, die die Sachlage aufzuklären versuchen.

Technischer Defekt oder menschliches Versagen?

Letztendlich läuft es bei Unfällen in so gut wie allen Fällen auf zwei mögliche Ursachen heraus: Technischer Defekt oder menschliches Versagen. Technischer Defekt bedeutet, dass ein Bauteil seine Bestimmung nicht mehr erfüllen konnte und durch den Defekt ein abnormales Verhalten an den Tag gelegt hat oder überstrapaziert wurde. Das Gute am technischen Defekt ist, dass primär erstmal kein Mensch daran Schuld ist, außer es wird festgestellt, dass bei der Konstruktion grobe Fehler begangen wurden. Der Unfall war halt „Pech“.

Menschliches Versagen bedeutet….ja was bedeutet das eigentlich? Laut Definition bedeutet menschliches Versagen folgendes:

1. das Geforderte, Erwartete nicht tun, leisten können, nicht erreichen; an etwas scheitern

2. plötzlich aufhören zu funktionieren, nicht mehr seine Funktion erfüllen

Wenn ein Mensch die Anforderungen die an ihn gestellt werden plötzlich nicht mehr erfüllen kann, wenn er dem nicht mehr nachkommen kann, was man vom ihm erwartet, dann versagt er. Vielleicht geht es lange gut, aber es kommt der eine Moment, wo er plötzlich aufhört zu funktionieren. Wenn dadurch ein Unfall ausgelöst wird, der auf tragische Art viele Menschenleben kostet, ist das natürlich besonders schlimm. Der arme Mensch, der diese Tragödie durch sein Versagen auslöst, ist dann der Sündenbock der Nation, auch wenn ihn vielleicht andere dazu gebracht haben, seine Grenzen so lange zu überschreiten bis er nicht mehr kann und ihm ein Fehler passiert.

Das persönliche Versagen

Meist brauchen wir allerdings gar nicht so weit von uns wegsehen, wenn wir von versagen sprechen. Ohne dass ich dich kenne weiß ich, dass Du dieses Gefühl des Versagens genauso kennst wie ich. Die nicht bestandene Prüfung, die kaputte Beziehung, das falsche Wort, schon wieder das gleiche falsche Verhalten. Die Gute Nachricht ist, dass Versagen zum Leben gehört, denn keiner von uns ist perfekt. Wir leben in einer Welt, die nicht perfekt ist und genauso haben wir als Menschen Fehler und Schwächen. Das Problem beginnt da, wo wir mit diesem Versagen umgehen müssen. Je größer das Versagen, desto schwieriger ist es natürlich auch damit umzugehen, denn die Schuldgefühle können massiv sein – besonders wenn andere Menschen in Mitleidenschaft oder sogar in den Tod gezogen worden sind. 

Vergebung

Die Lösung für das Drama des menschlichen Versagens ist Vergebung. Vergebung nimmt die Schuld eines Menschen weg und gibt ihm die Möglichkeit wieder frei atmen zu können. Leider gibt es manchmal Schuld, die eine Vergebung braucht, die kein Mensch mehr gewähren kann, weil die Last viel zu groß ist, als dass sie ein Mensch wegnehmen oder tragen könnte. Wie gut, dass der Urheber der Vergebung kein Mensch ist sondern Gott selbst. Die letzte Instanz der menschlichen Existenz, der Schöpfer allen Lebens und jeglicher Intelligenz hat dir bereits vergeben. Du kannst frei sein, egal welche Last du trägst. Du kannst deine Last abgeben und ein freies Leben führen, denn Gott hat dich lieb und hat schon vor langer Zeit für eine Lösung gesorgt. Gottes Vergebung ist wie ein Regenbogen mitten im Sturm. Gib ihm die Chance, dir zu helfen.


Jesus heilt heute Kranke- meine Geschichte

24. September 2013, gastbeitrag - Mannablog

Heute kommt der Beitrag von Philipp, vielen Danke an dich, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt!

In der Bibel stehen viele Gebete zu Gott, von Völkern und Königen gesungen. In einem davon (Psalm 103) können wir nachlesen, wie sich ein König an die vielen Dinge jubelnd erinnert, die er mit Gott erlebt hat. Vergebung, alle Krankheiten geheilt, viel Geschenktes, aber auch die Ehre haben, beten zu dürfen und daraus resultierend ein Leben, dass nie vollkommen zum Erliegen kommt. Als Jesus vor ca. 2000 Jahren hier auf dieser Erde war, wird massig von übernatürlicher Krankenheilung berichtet. Aber auch danach, so kann man es in der Apostelgeschichte nachlesen, geschahen Wunderheilungen - Wunder zwischen vielen anderen Wundern. Und dies hat bis heute nicht abgerissen.

Ich möchte in diesem Manna von einer persönlichen körperlichen Heilung schreiben. Ich saß an dem Tag im Gottesdienst, ein Stuhl stand vorne, da das Lobpreisteam auf das Herz gelegt bekommen hat, dass heute Heilung, im Bereich Rücken und zu kurze Beine, geschehen soll. Es begann die Lobpreiszeit und ich wollte Gott stehend  im Gesang loben und preisen. Doch mit der Zeit fing mein verkrümmter Rücken an sich zu melden, wie eigentlich jedes Mal bei längerem Stehen. Ich erinnerte mich an die Worte des Lobpreisleiters, während meine Rückenschmerzen weiter zunahmen, und ich fragte mich, ob ich das Heilungsangebot nicht einfach mal ausprobieren soll. Schlimmstenfalls kann ja nur nichts passieren. Doch ich war mir unsicher und forderte in Gedanken Gott auf, dass wenn ich nach vorne gehen soll,  er jemandem folgenden Satz eingibt: „Hier ist noch einer mit Rückenschmerzen, aber du traust dich nicht nach vorne…“ Eine Minute später sagte der Lobpreisleiter genau diesen Satz; somit setzte ich mich vorne auf den Stuhl. Schließlich kam eine Christin und legte mir gemäß der Bibel die Hände auf. Auf einmal spürte ich die Nähe Gottes, das Licht und die Kraft von ihm, extrem stark. Ich kniete einige Zeit nieder - wow! Letztlich stand ich auf und ging zu meinen Platz zurück, die Rückenschmerzen waren erst einmal weg. Dies war vor ein paar Monaten und seit diesem Tag hatte ich selbst bei größerer Rückenbelastung niemals mehr Rückenschmerzen… Danke, Jesus!

Jesus heilt auch heute, körperlich und psychisch, als Zeichen dafür, dass wir seinen Worten ruhig glauben können. Für dich hat er ebenfalls diese wunderbaren Zusagen! In ihm liegt die Vergebung aller Schuld, er ist der Erretter und Barmherzige, der jugendliche Kraft gibt. Das größte aber ist, und darum geht es letztlich, dass er uns,  das ewige Leben verspricht, ein ewiges Leben nach dem Tod ohne Tod, Krankheit, Nacht und Trübsal. Er starb für unsere Schuld, wir müssen dazu nur JA sagen. Unser jetziger Körper wird irgendwann sterben, er ist einfach nicht für die Ewigkeit gedacht. Auch nicht jede Krankheit wird heute übernatürlich geheilt werden. Aber ich will daran gedenken, was er, der sich (beispielsweise durch Wunderheilung) offenbart, uns zugesagt hat.


Müllpaketentsorgung ist möglich

19. September 2013, claudia - Mannablog

Jeder Mensch macht Fehler, also auch du und ich. Wir machen Fehler und fühlen uns schuldig, uns selbst oder anderen gegenüber. Schuld ist wie ein 20 kg-Müll-Paket. Es ist schwer und du musst es tragen, weil es keine Möglichkeit zur Entsorgung gibt.

Jesus macht das Angebot das Paket zu übernehmen und für uns zu entsorgen. So gibt es die Möglichkeit von dieser Schuld frei zu werden. Dieses Angebot anzunehmen geht im ersten Moment recht einfach:

Ich sage: Hallo Jesus, ich habe Mist gebaut und folgendes getan was nicht richtig war…. Bitte entschuldige und nimm mir dieses Schuld - Müll - Paket weg.

Dann geschieht etwas Spannendes, was du im ersten Moment vielleicht gar nicht merkst. Dieses Schuldpaket wird von dir weg genommen und du bist den Müll los. Jesus hat deine Schuld genommen.

Nach einiger Zeit kommt die Herausforderung. Du hörst dich denken: wie so einfach kann das doch gar nicht sein. Meine Schuld ist so groß, ich kann mir selbst nicht vergeben. Hörst du in dieser Weise auf dich selbst, dann kommt dein Paket wieder zu dir zurück. Denn du beweist damit, dass du an das Angebot von Jesus nicht wirklich glaubst. Indem du so denkst, beleidigst du Jesus. Er schleppt dein Paket zur Müllentsorgung. Wenn Jesus deine Schuld hat, dann kannst du sie ja selbst nicht mehr haben. Denn das Paket kann nur einer haben, entweder er oder du.

Dein Ruf, ich kann mir nicht vergeben, fordert Jesus auf, das Paket an dich wieder zurück zu geben. Deshalb ganz wichtig: Versucht dir irgend jemand, (auch du selbst) weis zu machen, dass die Schuld noch da ist, oder du dir nicht selbst vergeben kannst, dann baue einen Stopp in deinen Kopf.

Schuld weg ist weg!


Vergeben und verzeihen

13. Juli 2013, claudia - Mannablog

Immer wieder erleben wir, wie Menschen an uns schuldig werden und wir an ihnen.

Immer wieder werden wir verletzt. Meistens geschieht dies ohne Absicht. Der andere sagt oder tut etwas und schon ist es geschehen, Verletzungen sind entstanden. Dass Worte verletzten können, wissen wir alle. Ist es einmal geschehen, ziehen wir uns zurück. Doch irgendwann merken wir, dass es so nicht weiter geht und begeben uns auf die Suche nach Hilfe.

Letzte Woche hielt ich einen Vortrag über das Thema Vergebung und habe zugesagt, dass der Inhalt hier zu finden ist. Deshalb gibt es heute die Folien dazu hier bei Manna.

 

 

 
 

Ohr ab – arm dran?

29. März 2013, Mannablog

Am Sonntag ging es im Gottesdienst um das Thema Vergebung. Es wurde nicht nur an der Oberfläche geschabt, sondern die Notwendigkeit des Vergebens und Loslassens ganz klar betont – damit ein Leben in Freiheit möglich ist. Schließlich hat die ganze Gemeinde Gott viele Lebensaspekte gebracht, die Vergebung brauchten.

In den Osterfeiertagen und der Karwoche liegt das Thema Vergebung eigentlich ganz nahe. Was Jesus am Kreuz eigentlich getan hat, ist viel mehr als die Hingabe in den Tod. Er hat uns vergeben. Er hat unsere Berge von Schuld vergeben.

Mir ist klar geworden, dass Jesus seinen Kindern nicht nur die Schuld vergibt, die irgendwie gerechtfertigt ist. Wenn mir jemand etwas getan hat, dann habe ich oft überlegt, ob er denn irgendwie rechtfertigen kann, warum er das so und so gemacht hat. Aber bedingungslose Vergebung, das ist es, was wir Menschen wirklich nötig haben. Weil wir so oft ohne legitime Rechtfertigung Dinge tun, denken, sagen, die andere verletzen. Handlungen, die unverantwortlich mit Zeit und anderen wertvollen Gütern umgehen. Es ist nicht immer nachvollziehbar, entschuldbar, was wir tun. 
Als Jesus im Garten Gethsemane von den Soldaten gefunden und von Judas verraten wurde, schlug Petrus, ein enger Freund von Jesus, einem der Soldaten das Ohr ab. Jetzt könnte man meinen, Jesus hätte das, gerade unter diesen Umständen, als berechtigt abtun können. Aber nein, so ist er nicht – entgegen jeder Erwartung und so tief verankert in seinem liebevollen Wesen vergibt er – beiden. Und nicht nur das. Er legt auch noch seine Hand auf die Verletzung und heilt das Ohr! Ist das nicht Wahnsinn? Er nähert sich seinem Feind nicht mit einer drohenden oder abwehrenden Geste, sondern mit einer liebevollen, heilenden. Wer muss da perplexer gewesen sein – Petrus oder der Soldat?

Ich wünsche dir, dass du an diesem Osterfest neu erfährst, was für ein großes Geschenk Jesus uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung gemacht hat. Dass die Vergebung, die er uns erkauft hat, unendlich viel wert ist und dass wir sie so bitter nötig haben, um selbst ein Leben leben zu können, das anderen nicht mühselig die Schuld hinterher trägt.


Schuld sind immer die anderen

01. März 2013, claudia - Mannablog

Seit gestern läuft der Film "Schuld sind immer die anderen" in den deutschen Kinos.

Darin geht es um Ben, einen jugendlichen Straftäter. In "Schuld sind immer die anderen" bekommt Ben im idyllisch gelegenen „Waldhaus“ die einmalige Chance auf einen Neuanfang. Als einer von sieben jugendlichen Straftätern soll er in der familiären Gemeinschaft soziale Kompetenz erlernen und Geborgenheit erfahren. Doch als er auf seine Hausmutter Eva trifft, ist er geschockt: Sie ist eines seiner Opfer. Sein brutaler Überfall auf sie wurde nie aufgeklärt. Während Ben alles versucht, um in der Gruppe nicht aufzufallen, wächst in Eva der Verdacht. 

Nicht nur der Tagesspiegel ist voll des Lobes über "Schuld sind immer die anderen": „Mit fast schon Shakespearescher Wucht und differenziertem Blick konfrontiert Lars-Gunnar Lotz in "Schuld sind immer die Anderen" einen jugendlichen Straftäter in einem Projekt des offenen Strafvollzuges mit dem Opfer seiner Gewalttaten. Die Komplexität von Schuld und Vergebung wird hier sorgfältig ausgelotet und gleichzeitig der allzu oft mit Stereotypen belegte Berufsstand des Sozialarbeiters gründlich rehabilitiert.“

 "Schuld sind immer die anderen" ist sicher keine leichte Kost. Der Film des 30- jährigen Lars-Gunnar Lotz über Schuld und Vergebung ist auf jeden Fall ansehenswert.


Die Empfehlung des Tages: besser leben ohne Schuld oder Zeit zum Vergeben

08. Januar 2013, claudia - Mannablog

Heute Morgen haben wir ein paar Verse in der Bibel gelesen, die uns nachdenklich in den Tag entließen. Das Erste, was mir nach dem Lesen dieses Textes einfiel, waren die Verantwortlichen bei Tepco in Japan. Die Führung tut wenig, um ihre Schuld wiedergutzumachen, sofern es überhaupt geht. Mein Mann richtet den Blick auf unser Leben persönlich.

In Matthäus 6,14.15 steht: Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben.

Schuld, Versagen ... Wir alle werden schuldig. Keiner ist unfehlbar. Wir töten mit Worten und Betrügen mit den Augen. Wir wollen mehr und mehr, zu Lasten anderer. Wir handeln wider besseres Wissen und sind damit alle gleich in Gottes Augen.

Die Bibel schreibt in Römer 3,12 "Keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger." Als Menschen eine Frau steinigen wollten, sagte Jesus zu den Verantwortlichen seiner Zeit: "Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen!" (Johannes 8,7)

Interessanterweise trennt Gott Schuld nicht in Kategorien. Für ihn ist Schuld Schuld, egal ob es eine Lüge ist oder ein Mord. Weil wir alle von ihm Vergebung brauchen, erwartet er das Gleiche auch von uns: "und vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden" (Lk. 11, 4).

Nicht immer ist das leicht und einfach. Der Text gibt uns eine wichtige Motivation, sich mit Erlebtemn auseinander zu setzen. Alles beginnt mit unserem Willen zum Leben. Nicht vergeben wollen ist wie ein Gift, was sich immer tiefer in uns hineinfrisst und und uns am Ende zerstört.


Ich helf dir ... gleich.

09. Dezember 2012, marcus - Mannablog

Letzten Dienstag wurde von der "New York Post" ein Foto auf der Titelseite veröffentlicht, das einen Mann zeigt, der in wenigen Sekunden von einer einfahrenden U-Bahn zerquetscht werden wird. Unter Tatverdacht steht ein 30-jähriger Obdachloser, der den 58-jährigen Familienvater Ki-Suck Han nach einem Streit auf die Gleise gestoßen haben soll. Sekunden nachdem der Fotograf der New York Post den Auslöser gedrückt hatte, endete das Leben dieses Menschen auf tragische Art und Weise.

Es sind mehrere Dinge, die mich an dieser Tragödie massiv erschrecken.

Warum stößt jemand einen anderen Menschen aufgrund eines banalen Streits vor eine einfahrende U-Bahn? Hat er keinen Respekt vor dem Leben? Hat er einfach nicht nachgedacht, also rein aus dem Moment heraus gehandelt, ohne die Konsequenzen zu bedenken? War er betrunken? Hat er - selbst wenn ihm der andere Mensch egal gewesen ist - nicht einmal an seine eigene Zukunft gedacht? Oder hat er vielleicht nichts mehr zu verlieren?

Warum gibt es niemanden, der dem Familienvater hilft? Selbst wenn sonst niemand anwesend gewesen wäre (was in einer U-Bahn Station äußerst unwahrscheinlich ist), dann hätte es immer noch den Fotografen und den Täter selbst gegeben. Warum drückt jemand lieber den Auslöser einer Kamera, anstatt die kostbaren Sekunden zu nutzen um zu helfen? Hatte er "zufällig" seine Kamera schon bereit oder musste er sie vielleicht erst noch aus einer Tasche holen?

Warum erkennt der Täter nicht, dass er krassen Mist gebaut hat und eilt seinem Opfer zu Hilfe?

Warum schockiert es uns nicht, dass ein solches Bild die Titelseite einer Tageszeitung schmückt? Sind wir es schon gewohnt, Zuschauer solcher Gewaltexzesse zu sein?

Haben wir uns schon an eine Welt gewohnt, in der 15-Jährige einen Linienrichter tot treten, weil er eine - in ihren Augen - falsche Entscheidung getroffen hat?

Ich muss mir in letzter Zeit sehr oft diese Fragen stellen. Wo in aller Welt - und vor allem wie - haben die Menschen dieser Welt ihr Herz verloren? Wo ist ihnen die Barmherzigkeit, Demut und Liebe abhanden gekommen? Wer hat ihnen das Einfühlungsvermögen, die Güte, Geduld und den Frieden geraubt?

Ich wünsche dir und mir ein Herz, dem es nie an Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung mangelt.

"Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und schenke euch ein Herz, das lebt." (Hesekiel 36:26)


Gott ist schuld!?

14. Juli 2012, Mannablog

So ungefähr könnte ein Gastbeitrag sein, wenn Gott YHWH ihn schreiben würde:

He du, ich will mich mal beschweren. Wie ich es mache, ist es doch falsch! Schicke ich Wolken und Regen damit alles wächst und grün bleibt, bekomme ich Kritik zu hören. Regnet es zu wenig, dann bekomme ich es um die Ohren geworfen. Ist es endlich mal warm und die Menschen sitzen und genießen die Wärme, so höre ich: oh ist das warm, kann es nicht kälter sein?

Immer ist irgendwas nicht in Ordnung und immer bin ich Gott YHWH Schuld. Ich bin Schuld für die Fehler der Menschen und ihr Verschulden an der Natur. Ich bin Schuld, dass sie keine treuen Verwalter sind, sondern die Erde ausbeuten. Ich bin Schuld, wenn etwas nicht nach ihrem Willen läuft und sie lieblos miteinander umgehen.

Dann kommen die Menschen und ich höre nur negative Worte. Wenn die Menschen dann fertig sind, fällt ihnen ein, dass ja alles durch Evolution von alleine entstanden ist. Warum kommen sie dann vorher überhaupt zu mir?

Hallo ihr Menschen, wenn es mich nicht gäbe wäre eure Erde bereits leer und tot. Wenn es mich nicht gäbe, würdet ihr euch alle gegenseitig umbringen und die Liebe wäre nicht mehr vorhanden. Ich bin für euer Verhalten nicht verantwortlich, sondern jeder einzelne Mensch selbst. Doch weil ich jeden einzelnen Menschen lieb habe, halte ich meine Hände über diese Erde. Und das obwohl ihr nur das Schlechte von mir denkt.

He du, siehst du nicht, wie ich jeden Tag meine ganze Liebe in deine Erde lege?


Auch ohne Schuld?

12. Juni 2012, claudia - Mannablog

Vor langer Zeit sollte eine Frau gesteinigt werden, weil sie fremd gegangen war. Als es um ihre Verurteilung ging, waren die Menschen sehr bemüht sie so schnell wie möglich umzubringen. Doch da geschah etwas ganz Erstaunliches. Ein Mann stellte sich gegen alle Anderen. Er verteidigte die Frau nicht mit einer flammenden Rede, er beschimpfte auch nicht die "Heiligen". Er veränderte die Situation mit einem einzigen Satz: "Wer unter euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein." Die Botschaft war klar und einfach und kam beim Publikum an. Ganz langsam löste sich die Gruppe der Anderen auf und der Mann war mit der Frau allein.

Wir alle erleben in unserem Umfeld Versagen. Wir versagen und andere versagen an uns. Schuld entsteht und diese Schuld steht zwischen uns, sie lähmt uns, bindet unser Denken und Handeln. Dieser eine Satz bricht alles auf und verändert. In unseren Urteilen sind wir schnell dabei, den anderen auch zu steinigen. Wir heben den ersten Stein und dann ... Hoffentlich ist dann dieser Mann an unserer Seite und ruft seinen Satz zu uns.


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