Gravity – Im Vakuum des Weltalls

Sonne über der Erde
Sonne über der Erde

Das Weltall ist ein Ort, der nicht für Menschen gemacht ist und übt gerade deshalb große Faszination aus. Der Film „Gravity“, zu deutsch „Schwerkraft“ führt uns an die Grenzen der menschlichen Existenz.

Es sieht alles so schön aus dort. Es ist einerseits unheimlich dunkel und andererseits leuchtet die Erde in ihrem makellosen blauen Schimmer. Man hört nichts, absolute Stille beherrscht den Raum. Einzig die Funksprüche der Astronauten und den von der Bodenstation übermittelten Radiosender kann der Zuschauer hören. Die Atmosphäre ist erhaben und zugleich bedrückend, es ist jederzeit offensichtlich, dass dieser Ort nicht für Menschen gemacht ist. Allein der Schutzanzug schützt die Crew vor dem Ersticken und der eisigen Kälte.

Das Inferno

Trümmer fliegen umher und bedrohen den Einsatz. Als das Inferno losbricht, die Kommunikation zur Erde unterbrochen wird, da sämtliche Satelliten in einer Kettenreaktion zerstört werden, und der einzige Ankerpunkt, das Spaceshuttle, zerstört ist, wird urplötzlich offenbar was vorher niemand wahrhaben wollte: Dieser Ort ist nicht für Menschen. Einsamkeit. Abgeschnitten vom Leben. Der Sauerstofftank des Raumanzugs fast leer. Niemand ist mehr da, der einen hört.

Letztendlich gibt es nur noch eine Überlebende, die verzweifelt versucht, einen Weg zurück zur Erde zu finden. Am Ende ist sie soweit, dass sie mit dem Tod rechnen muss, da ihr Rettungsshuttle keinen Treibstoff mehr hat. Sie versucht verzweifelt einen Funkpartner auf der Erde zu finden und schafft dies sogar – er versteht sie allerdings nicht. Allein und am Ende ihrer Hoffnung angelangt, gibt sie auf.

Es fällt nicht schwer, sich in diese Frau hineinzuversetzen, gibt es ihre Situation doch tausendfach auf dieser Erde. Dieser Moment, wenn kein Mensch mehr da ist, der einem helfen könnte, ganz egal ob jemand physisch anwesend ist oder nicht. Das Gefühl vollkommen allein zu sein, ohne auch nur ein einziges Wesen, dass den Schmerz und die Angst verstehen und einem helfen könnte. Die Angst, dass es gleich alles vorbei ist und das Leben endet.

Gerne hätte ich der einsamen Frau in ihrem Shuttle gesagt, dass sie nicht allein ist. Dass es jemanden gibt, der bis ans Ende der Welt mit ihr geht. Der selbst an Orte mitgeht, die nicht für Menschen gemacht sind. Die Angst an solchen Orten kann unfassbar groß werden und doch lässt uns der Gott des Weltalls und der Erde eines wissen: Seine Liebe kann uns jegliche Angst nehmen. Zu wissen, dass er uns liebt, besiegt die Angst und ist stärker als der Tod.

Marcus
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