26. Juli

Dieses Datum ist etwas ganz Besonderes für mich!

Deshalb, weil mein Sohn Geburtstag hat, aber auch weil mein Sohn und ich diesen 26. Juli vor 12 Jahren um Haaresbreite nicht überlebt hätten.

Ich war damals 21 Jahre alt. Hochschwanger. Der Arzt hatte mich schon vorgewarnt, dass das Baby groß sei. Aber wie groß, das hatte selbst der Arzt nicht gedacht.

Hier die Eckdaten: um 8.30 Uhr begannen die Wehen. Kurz nach 10 Uhr war ich im Krankenhaus und nur gute 3 Stunden später war er – Stefan – da. Stefan = 55 cm Körpergröße, 4110 g, 11 cm Kopfdurchmesser. Fazit: viel zu schnell für so ein großes Baby.

schwere Geburt

Ich verlor extrem viel Blut bei der Geburt. Und das Baby wollte einfach nicht rauskommen.
Ich sah die Sorgenfalten in den Gesichtern des Arztes und der Hebamme.
Nach einer Zeit wurden die beiden hektischer, unruhiger, lauter.
 „Was ist los?“, fragte ich. „Der Puls des Kleinen ist kaum mehr messbar!“ Die Antwort hörte ich nur noch wie im Halbschlaf, und so leise und fern. 
 Ich sah kaum mehr etwas hell und deutlich. „Bleiben Sie wach! Nicht einschlafen!“ rief mir die Hebamme zu, während sie mich rüttelte.
Endlich war er draußen. Ich kam so langsam wieder zu mir.
Benommen fragte ich die Hebamme, was los sei, ob es dem Baby gut geht, warum es noch nicht schreit. Die Sekunden schienen wie Stunden. Und dann die Erlösung: ER SCHRIE.
Sie legte mir ein blaues Kind auf den Oberkörper und dann legte die Hebamme meine Hand auf mein Baby (ich war noch zu schwach).
Ich danke Gott, dass Er uns an diesem Tag beschützt hat.
Dass wir jedes Jahr am 26. Juli Geburtstag feiern dürfen.
Und das ist doch soooo ein schönes und großes Geschenk, oder?
Danke Gott.

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