Führen und Leiten

Diese Woche war bei mir irgendwie das Thema Führen und Leiten angesagt. Eigentlich ist es das schon länger, da ich dahingehend eine Weiterbildung mache, aber die letzen Tage hat es mich auch in einigen privaten Bereichen ereilt. 
Was ich dabei extrem gemerkt habe ist, dass es ganz erheblich vom Leiter abhängt, wie es den Menschen – seinem Team – geht. Leiten funktioniert nämlich auf verschiedene Arten, verschiedene „Führungsstile“. 
Im Laissez-faire Stil hat der Leiter nicht genug Biss sich durchzusetzen, und lässt deshalb alles einfach geschehen. Dort setzen sich dann meist willensstarke Mitarbeiter an die Spitze und werden somit zum „heimlichen Chef“. 

Führungsstil

Im autoritären Stil behandelt der Leiter seine Mitarbeiter von oben herab und diktiert seine Vorstellungen ohne Rücksprache und Gespräch auf seine „Lakaien“ herab. Es gibt kaum Kooperation, kaum Raum für Entfaltung.
Erst heute war eine sehr gute Freundin bei uns und hat uns ihr Herz ausgeschüttet. Mitarbeiter scheinen seit geraumer Zeit im stillen gegen sie gehetzt zu haben. Ihr Chef hat sie zum Gespräch zitiert, und liess ihr den Termin erst am selben Tag ausrichten. Erfahren hat sie es dann fünf Minuten zu spät – von der Reinigungskraft. Das Verhalten des Leiters selbst im Gespräch widersprach allen Regeln der Kommunikation, die ich momentan auch lerne, und kann mit gutem Gewissen als Mobbing bezeichnet werden.

Menschlichkeit

Es ist traurig, wie viele Leiter jegliche Menschlichkeit abgelegt haben, und ihre Mitmenschen wie ein wertloses Stück Fleisch behandeln. Sie haben das wahre Führen und Leiten schon lange verlassen. Es geht ihnen nicht um den Menschen, sondern allein um Geld, Einfluss und Macht.
Ich muss unweigerlich daran denken, wie Jesus seinen Jüngern erzählt hat, was Leiten und Führen eigentlich wirklich bedeutet. Jemand der über Andere Chef sein will, soll eigentlich ihr Diener oder Angestellter sein. Er soll seine Macht also zum Besten einsetzen, für die Menschen, die ihm anvertraut sind. Er macht uns sogar selbst vor, wie er das meint. Er kam auf diese Welt, um den Menschen zu dienen, um sie zu heilen und an ihrer Seite zu stehen. Alles was er tat, geschah aus Liebe, bei Gott gibt es keinen Zwang. Sein Herz voller Liebe zu den Menschen drängte ihn zu dem Leben, das er lebte. Obwohl er sich nie als Chef aufführte, niemandem Geld zahlte, damit er mit ihm mit ginge, und niemanden zu etwas zwang, taten die Menschen bereitwillig worum er sie bat. Er brauchte kein autoritäres Verhalten, denn er hatte Autorität. Er zeigte uns Menschen damit einen anderen Führungsstil. Man würde heute wahrscheinlich „Kooperativer Führungsstil“ dazu sagen.
Gott bezieht dich in seine Führung mit ein. Er möchte dass du verstehst worum es im Leben geht. Er möchte dich fördern und das Beste aus dir herausholen, ganz ohne Druck und ohne Zwang, allein durch seine Liebe große Liebe zu dir.
Wie hast du seine Führung in deinem Leben erlebt? Wie führst du andere?

Marcus
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