Unverstandene Probleme oder der Microsoft–Support

Probleme sind zum lösen da. Wenn man mit seinem Problem allerdings nicht verstanden wird und sich auch niemand richtig Mühe gibt, ist das extrem frustrierend. So erging es mir mit dem Microsoft-Support.

Probleme gehören mit zu den normalsten Dingen auf dieser Welt. Mir ist kein Mensch bekannt, der sich damit brüstet würde, noch nie in seinem Leben überhaupt irgendein Problem gehabt zu haben. Der natürliche Wunsch eines jeden Betroffenen ist die Lösung seines Problems, und zwar möglichst rasch.

Lösbare Probleme

Ein Großteil der existierenden Probleme sind solche, die man selber lösen kann. Das heißt, es reicht, wenn man sich selbst hinsetzt, etwas nachdenkt und dann ohne Fremde Hilfe das Problem in Angriff nimmt. Vielleicht gibt es auch noch einen guten Freund, der mitanpacken muss, damit die Lösung in der Praxis durchführbar ist. Alles in allem liegt es aber in der eigenen Hand, für Abhilfe zu sorgen, und das ist auch gut möglich.

Unlösbare Probleme

Eine andere Kategorie nenne ich jetzt einfach einmal „unlösbare Probleme“. Hierunter fallen jene Angelegenheiten, die außerhalb des eigenen Einflussbereiches liegen. Zur Lösung des Problems benötige ich also eine weitere Person, ohne deren Hilfe ich nicht einmal Ansatzweise eine Besserung der Situation erreichen kann. Im schlimmsten Fall liegt die Lösung des Problems sogar komplett in der Hand eines anderen Menschen.

Solch ein Problem hatte ich die letzten Tage über und wurde hinsichtlich seiner Lösung bisher leider bitter enttäuscht. Eigentlich hätte ich nur jemanden beim Microsoft- Telefonsupport gebraucht, der meine Frage versteht und mich an den richtigen Ansprechpartner weitervermittelt. Leider war keiner der Supportmitarbeiter dazu fähig. Als Nutzer eines Mac-Computers habe ich sonst herzlich wenig mit Microsoft zu tun, hatte aber leider meine Office-Lizenz mit einem Benutzer-Account verknüpft und ein paar Wochen später den Nutzernamen nicht mehr in meinem Kopf gefunden. Er war einfach weg, weil ich mich darauf verlassen hatte, dass dieser in meinem Passwort-Manager gespeichert sei. War er leider nicht.

Der Anruf dauerte etwa eine Stunde, wobei ich die Hälfte der Zeit in Warteschleifen verbrachte und die andere Hälfte zu den verschiedensten Mitarbeitern durchgereicht wurde, die mir allesamt nicht weiterhelfen konnten. Stets hatte ich das Gefühl, nicht richtig verstanden zu werden und erhielt am Ende die Antwort „Das kann ich nicht.“ Meine Bitte, mich mit jemandem zu verbinden, der mehr Möglichkeiten hat, endete wieder am Anfang der Telefonschleife landete. Oh man.

Kompetenz und Interesse

Im Nachhinein ist der fade Beigeschmack geblieben, dass es den Support-Mitarbeitern einfach an Kompetenz und Interesse fehlte. Im Vergleich mit meiner Erfahrung beim Apple-Support liegen da wirklich Welten dazwischen. Keine Frage, wer hier einen Kunden gewonnen bzw. verloren hat.

Kundenservice: Daumen nach oben, Daumen nach unten.
Kundenservice?

Das Gute ist, dass es sich hier eigentlich um ein relativ kleines Problem handelt, gemessen an dem, was einem im Leben sonst noch alles passieren kann. Wenn es um richtig große Lebensprobleme geht, dann habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass man den besten Kundenservice, das größte Verständnis und die umfassendste Kompetenz bei Gott findet. Seine Service-Hotline endet nicht um 18:00 Uhr, sondern läuft rund um die Uhr. Gott kennt uns besser als unsere engsten Freunde. Er hat die schlimmsten Probleme auf dieser Erde als der Mensch Jesus selbst durchgemacht und deshalb Verständnis für unsere Situation. Er hat uns gemacht und weiß wie wir ticken. Und sein Interesse an uns hat er bewiesen, indem er sogar sein Leben für das unsere gelassen hat. Keine Frage, dass er mich damit als „Kunden“ gewonnen hat.

Marcus
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