Manna

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Ein letztes Mal Winter am Irschenberg

28. Februar 2015

Schnee am Irschenberg
Schnee am Irschenberg

Bevor der Frühling kommt, ist es am Irschenberg für dieses Jahr ein letztes Mal Winter.

 

Ob das wirklich so sein wird, kann ich nicht hundertprozentig sagen (Das Bild ist auch schon etwa zwei Wochen alt und ich wohne nicht direkt dort). Zumindest fühlt es sich aber so an. Die letzten Tage ist bei uns hier der Schnee ordentlich dezimiert worden und die kleinen weißen Flocken, die ansonsten im Winter vom Himmel fallen, sind grauen Regentropfen gewichen. Wandert man durch unseren kleinen Ort, begrüßen einen bereits die ersten Krokusse. 

Wieder einmal können wir staunend miterleben, wie scheinbar tote Flecken Erde mit neuem Leben erfüllt werden. Scheinbar aus dem Nichts werden auch diesen Frühling hunderte Arten von Blumen und Blüten erscheinen. Keine davon ist selbstverständlich. Alles wird frisch und saftig aussehen und endlich wird es wieder richtig warme Sonnenstrahlen geben.

Auch wenn ich den Winter mitsamt Schnee wirklich mag und Ende März nochmal eine Woche bei Snowboarden sein werde (hoch oben in der Schweiz) – ich freue mich richtig auf den Frühling. Du bestimmt auch.

 

 

marcus

Mehr Zeit für Schönheit

14. Dezember 2014

In der Hektik des Alltags bleibt die Zeit für Schönheit oft auf der Strecke. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Vergangene Woche auf dem Nachhauseweg von der Arbeit musste der Strassenverkehr richtig um meine Aufmerksamkeit buhlen. Links neben ihr befand sich ein atemberaubend schönes Sonnenuntergangspanorama, das die Berge und Wälder samt Wolkenmeer in ein kräftiges, rosafarbenes Panorama verwandelte. In solchen Situationen würde ich am liebsten mitten auf der Straße anhalten, aussteigend und auf die nächstgelegene Wiese gehen um den Anblick zu genießen. Denn meistens sind diese wunderschönen Momente nicht von langer Dauer, nach etwa einer Viertelstunde ist das Phänomen meistens wieder vorbei.

In solchen Momenten wird mir dann wieder bewusst, wieviele schönen Momente wir jeden verpassen, weil wir einfach zu beschäftigt sind. Tausend Dinge auf unseren To-Do-Listen haben unsere Aufmerksamkeit den ganzen Tag fest im Griff und verstecken eine Welt voller Wunder um uns herum.

Wenn Du Dich in meinem Erlebnis wiederfinden kannst, dann wünsche ich uns beiden vier Dinge. Ein klein wenig mehr Zeit. Gutes Zeitmanagement. Offene Augen für die Schönheit und die Wunder unserer Welt. Und die Ruhe diese richtig genießen zu können.

Das Bild ist übrigens in der Situation entstanden. Es ist nicht wirklich schön, aber es zeigt meiner Ansicht sehr gut unser Problem. Keine Zeit für die Schönheit.

Sonnenuntergang an der Hauptstraße.
Sonnenuntergang an der Hauptstraße.

marcus

Der unsichtbare Feind

19. November 2014

Quelle Foto: CC0 Public Domain, WikiImages

Gestern Abend habe ich angefangen meinen Rechner aufzuräumen. Dabei habe ich diesen Blog von mir gefunden. Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern wo und wann ich ihn geschrieben habe, aber der Inhalt hat mir gefallen. Deshalb gibt es heute Abend einen Sommerblog zum lesen.

Bei wunderbaren angenehmen Temperaturen fallen die Hüllen schnell und geben Platz für diverse kleine stechende Tierchen.

Vor mich hin träumend auf einer blühenden Wiese merkte ich die unsichtbaren Feinde nicht. Sie kündigten sich weder durch einen kleinen Luftzug noch durch Flügelschlag an. Noch im Anflug wurden die Stechwerkzeuge ausgefahren. So schnell wie der Stich saß konnte ich gar nicht reagieren und schon war es zu spät.

Eilige zog ich den Rückzug an, fleißig mit den Armen um mich herum wedelnd. Wahrscheinlich sah ich dabei so aus, wie mein unsichtbarer Feind auf dem Trockenen.

Es waren keine großen philosophischen Gedankengänge nötig, um eine parallele zu unserem Alltag zu finden. Wie viele unsichtbaren Feinde haben wir doch jeden Tag um uns herum. Auch sie stechen uns und verursachen damit vielfältige Beschwerden.

Manche dieser Feinde können wir noch rechtzeitig tot schlagen oder wenigstens vertreiben. Leider gibt es aber immer wieder viel zu viele die schneller stechen als wir mit den Armen wedeln können.

Einmal gibt es die unsichtbaren Feinde in uns selbst. Neid und Angst, Frust und Faulheit. Dazu kommen die externen unsichtbaren Feinde. Da gibt es den falschen Rat von falschen Freunden oder Kollegen oder die scheinbar glückbringenden Vorstellungen unserer Gesellschaft.

Doch am Ende ist es der Stachel der Sticht und uns zu Rückzug oder Angriff treibt.

Hoffentlich haben wir immer die Weisheit zur richtigen Entscheidung.  Einen unsichtbaren Feind zu bekämpfen gelingt erst, wenn der Feind erkannt ist.

Bei meinen Bremsen in der Wiese war es recht einfach und in unserem Alltag?

claudia

Sonnige Grüße vom Thiersee bei Kufstein

02. November 2014

Ruderboot am Thiersee. (c) Marcus Eitzenberger
Ruderboot am Thiersee. (c) Marcus Eitzenberger
Spiegelung am Thiersee. (c) Marcus Eitzenberger
Spiegelung am Thiersee. (c) Marcus Eitzenberger

Wer bei Bilderbuchwetter nach einem schönen Panorama sucht, der muss meistens gar nicht weit fahren. Bei mir um die Ecke befindet sich der Thiersee, in der Nähe von Kufstein an der Deutsch-Österreichischen Grenze. 

Das Thierssetal ist ein wirklich malerischer Ort und lädt zu einem kleinen Spaziergang rund um den Thiersee ein. Als kleinen "Appetitmacher" habe ich euch hier zwei Bilder mitgebracht.

marcus

Sonnenuntergang ein Moment zum chillen

23. September 2014

Diese Woche ist Lukas auf seinem Einführungsseminar zum FSJ und ich merke, wie schnell man sich doch an Abläufe gewöhnen kann. Eine der Aufgaben von Lukas ist es, die Blogs vorzubereiten. 

Da Manuela krankheitsbedingt noch einige Zeit ausfallen wird, ist Manna eine seiner Aufgaben geworden. 

Über den Grund für die Wahl des Sonnenunterganges als Mannabild kann ich nicht sehr viel sagen, aber ich kann etwas spekulieren. Entweder wollte er gerne nach Hause oder er fand das rot so schön. Auf jeden Fall lockt es etwas zum spekulieren. Vielleicht ist es auch einfach ein Moment zum chillen.

Das ist es jedenfalls, was ich dir wünsche. Ich wünsche dir einen Moment zum abhängen und träumen.

claudia

Eine bessere Gelegenheit

27. April 2014

Eine bessere Gelegenheit gibt es meistens nicht mehr, um endlich zu handeln. Wir Menschen sind Meister darin, Dinge aufzuschieben und auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Leider dauert es oft sehr lange, bis dieser besondere Moment kommt. Oder er kommt überhaupt gar nie mehr, denn es lässt sich immer eine Ausrede finden, warum man noch warten sollte. Das schlimme am Aufschieben ist, dass man so mit dem jedem Tropfen Zeit aus kleinen Rinnsalen irgendwann reißende Flüsse macht. Und mit jedem Tropfen wird es schwieriger und schwieriger den Fluss zu überqueren und heil an das andere Ufer zu gelangen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, wie sich dieses Prinzip auf so gut wie alle Bereiche unseres Lebens anwenden lässt. Da ist der Vorsatz für das neue Jahr ist, den man nun doch nicht einhält (ich fange Morgen damit an, ganz bestimmt!) Da ist die Gitarre, die schon seit Wochen ungespielt in der Ecke steht. Da ist das Buch, das du eigentlich schon viel zu spät anfängst zu lesen in Vorbereitung auf den Test. Da ist der Mensch, den du verletzt hast, und dem du mit jedem Tag der vergeht weniger in die Augen sehen kannst. 
Die Gute Nachricht ist, dass es nicht so sein muss. Wenn du bereits solche Flüsse in deinem Leben hast, dann nimm dir einen nach dem anderen vor. Der erste ist der Schlimmste, er kostet dich am meisten Überwindung. Der Zweite wird schon leichter, denn du weißt jetzt bereits wie gut es tut, wenn die Last abfällt. Mit jeder Brücke, die du baust, entrümpelst du gleichzeitig deine Seele ein klein wenig mehr. Und am Besten lässt du es gar nicht mehr soweit kommen, denn du bist nicht dafür gemacht mit Last und Schuld durch dein Leben gehen zu müssen. 
Die Menschen Früher waren allerdings auch nicht schlauer in dieser Hinsicht, denn sogar ihnen hat Jesus schon damals den Tipp gegeben, Probleme noch am gleichen Tag zu lösen:
"Wenn du zum Altar gehst, um Gott deine Gabe zu bringen, und dort fällt dir ein, dass dein Bruder oder deine Schwester etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuerst hin und söhne dich aus. Danach komm und bring Gott dein Opfer?." (Matthäus 5:23,24)
Und auch Paulus, ein Freund von Jesus hat den Lesern seiner Briefe schon diesen Rat gegeben:
"Versündigt euch nicht, wenn ihr in Zorn geratet! Versöhnt euch wieder und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." (Epheser 4:26)
Das ganze scheint also ein uraltes, menschliches Problem zu sein. Der Rat unsere Probleme zeitnah zu lösen scheint mir heutzutage allerdings aktueller als jemals zuvor. Ich wünsche uns, dass wir uns diesen Tipp zu Herzen nehmen und danach handeln. Es würde uns manchmal eine Menge Kummer ersparen. 

marcus

Brünnstein, der "brennende Berg"

30. März 2014

Brünnstein. Copyright: Marcus Eitzenberger
Brünnstein. Copyright: Marcus Eitzenberger
Walchsee mit Kaisergebirge. Copyright: Marcus Eitzenberger
Walchsee mit Kaisergebirge. Copyright: Marcus Eitzenberger

Gestern war ich mit Freunden am Walchsee in der Nähe des Kaisergebirges unterwegs. Der Sonnenuntergang bescherte uns dann den "Brünnstein" als "brennenden Berg".

Die Wanderung um den Walchsee führt teils auf geteerter Straße und teils auf befestigten Uferwegen um den See herum, umgeben von einer malerischen Bergkulisse. Durch den günstig gelegen Winkel des Tals, genießt man dort die Sonne, bis diese am Horizont direkt hinter einem der Hausberge untergeht, dem "Brünnstein". Der Nachhauseweg mit Auto fiel genau in den Zeitraum des Sonnenuntergangs und ließ uns ein prächtiges Naturschauspiel erleben: Der Brünnstein stand tatsächlich in "Flammen". Wir parkten das Auto und hielten den Moment in Bildern fest. 

Der Anblick öffnete unsere Gedanken obendrein für den Namen des Berges, "Brünnstein". Dieser hört sich vor diesem Hintergrund fast an wie "brennender Stein". Wäre gut möglich, dass der Felskopf tatsächlich seinen Namen von der untergehenden Sonne hat. Eine Recherche im Internet hat hierzu leider nichts ergeben.

Wer Gottes Natur in seiner majestätischen Pracht erleben möchte, dem kann ich einen Spaziergang um den Walchsee nur empfehlen. Wer die Runde in die Abendstunden legt, könnte auf dem Nachhauseweg vielleicht sogar dem "brennenden Berg" begegnen.

marcus

Licht in der Mitte des Sturms

02. März 2014

Vieste, Gargano. Copyright: Emma Eitzenberger.
Vieste, Gargano. Copyright: Emma Eitzenberger.

Mitten im Sturm gibt es Momente, in denen alles aufklart und hell wird. Die Sonne erscheint und für einen Moment ist alles gut.

 

So einen Moment haben wir im letzten Jahr auch in Süditalien erlebt, in der Stadt Vieste im Gargano, direkt am Meer. Es war sehr windig und rings umher dunkle Wolken. Das Meer war aufgewühlt und verteilte seinen salzigen Duft überall in der Luft um uns her. Die dunkelblaue Stimmung erhielt urplötzlich einen fast magischen Glanz, als die Sonne durch die Wolkendecke brach und alles in ein goldenes Licht tauchte. Die Stimmung war einfach unbeschreiblich – es war windig und warm zugleich, dunkel, neblig und bedrohlich aber auch hell und voller Glanz. Meine Frau und ich werden diesen Moment wohl niemals vergessen.

Wir wollen Dich an diesem tollen Moment teilhaben lassen, zumindest mit einem der Bilder, die meine Frau und ich in diesem Moment geschossen haben. Und wenn bei dir einmal die Wolken und der Sturm überhand nehmen, dann denk immer daran: die Sonne ist immer da, auch wenn Du sie nicht sehen kannst.

marcus