Die Parkuhr

Ich war heute wieder mit den abonnierten Zeitschriften unterwegs. Als ich in die kleine Seitenstraße der Ansbacher Straße einbog, hörte ich bereits das Mähen der Schafe und das Gaggern der Hühner und Gänse. Ich blieb für einen Augenblick stehen und schaute über den Zaun. Da sah ich kleine Meerschweinchen. Die erblickte ich heute zum ersten Mal. Ich liebe diesen kleinen Zoo. Ein paar Schritte weiter am Gartentor stand die Frau, die hier wohnte. Ich sprach sie an und erzählte ihr, dass ich mich jede Woche freue, hier mit dem Rad vorbeizufahren. Wir redeten über die Tiere, die Meerschweinchen, die Gänse. Sie erzählte von ihren Kindern, die sich auch an den Tieren erfreuen. Da fiel mein Blick auf eine alte Parkuhr, die sie im Hof stehen hatte. Freudig sagte ich ihr, dass ich dies genial finde. Sie meinte, die Parkuhr haben sie aus dem Schuppen geräumt und nun neben die Bank gestellt. Und jeder der sich hinsetzen will, muss was reinwerfen. Das war natürlich nur im Spaß gemeint. Ich kam ins Nachdenken. Eine Parkuhr an einer Bank. Bezahlen fürs Ausruhen? Um seine Haushaltskasse aufzubessern ist dies eine lustige Idee. Viel schöner ist es aber, wenn man umsonst einen Ruheplatz bekommt, auftanken kann, verschnaufen darf. 
In der Bibel lesen wir in Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Wie schön ist doch dieses Angebot. Gott stellt uns eine Bank zur Verfügung, auf der wir Platz nehmen dürfen.
Haben auch wir in unserem Garten, vor unserem Haus eine Bank auf der sich unsere müden und erschöpften Nachbarn ausruhen dürfen?

sw

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