Wie du mich ansiehst

Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Jahreslosung 2014, Psalm 73, 28

Der Losungsvers für dieses Jahr ist für mich gleichzeitig bewundernswert und herausfordernd. Ich finde es toll, dass da jemand sagt, dass er nur Gott braucht, um glücklich zu sein. Das könnte ja, wenn man das auf einen beliebigen anderen Menschen erweitern kann, die ultimative Glücksformel sein!

Zum anderen fordert mich der Vers heraus: Ich weiß, dass es mir gut geht, wenn ich Gott nahe bin. Mit anderen Worten, wenn ich ihn kennenlerne und mit ihm in einem innigen Zwiegespräch stehe, durchgehend. Er als mein erster Ansprechpartner, als mein Freund, mein Geliebter, mein Vater. So viele Rollen, die sich gegensätzlich anhören und doch für mich durch Jesus, den Vater-Gott und den Heiligen Geist erfahrbar sind.

Glaube fordert auch heraus

Dennoch ist mir nicht immer klar, dass Gott nahe zu sein das volle Glück bedeutet. Vielleicht sind meine Emotionen ja nicht der Gradmesser von Glück. Der Glaube erfordert – ja, eben meinen ganzen Glauben, Hingabe und auch eine gewisse Disziplin, um die neue Realität von Gottes verändernder Kraft in meinem Leben umzusetzen.

Ich weiß, wenn ich bei Gott bin und mich verstanden weiß, wenn ich offen mit ihm reden kann und er mir vertraut ist, dann macht es mich zufrieden, gibt mir Frieden. Mein Schöpfer stillt meinen Hunger nach allem, was mich nur auf Zeit satt macht. Gott nahe zu sein verlangt von mir aber auch, dass ich ruhig sitzen bleibe. Er schaut mich an und wartet darauf, dass ich seinen Blick erwidere. Zu oft ist mein Blick auf so viel anderes gerichtet. Unterhaltung, Beruf, Zukunft, andere Menschen und ein dickes Ego drängen sich mir ins Blickfeld … oder ich suche sie selbst, wie man es sehen will.

Vorhaben für dieses Jahr

Für das neue Jahr möchte ich mir vornehmen, Gott in mein Blickfeld zu nehmen. Jesus klopft an unsere Herzenstüren, er poltert geradezu aus Sehnsucht nach jedem einzelnen Menschen. Wenn wir ihn hineinlassen wird er uns in den Arm nehmen und mit uns essen. Ja, er isst mit uns – so steht es in der Bibel! Jesus nimmt sich Zeit, unterhält sich mit uns, erzählt uns seine tiefsten Gedanken und teilt mit uns sein Brot des Lebens. Er ist der Bräutigam, der eifersüchtig um seine Braut wirbt. Geh ich darauf ein?

Wie wollen wir dem Liebes-Gebot jemals nachkommen können, wenn wir die Liebe zu Gott hinten anstellen und alles andere statt ihr füttern? Wenn wir Gott lieben, lieben wir auch andere und aus der Liebe zu Gott wird alles andere wachsen. Gott hat uns versprochen, wenn wir ihn an die erste Stelle setzen, wird uns alles andere hinzugegeben.

Möchtest du in diesem Jahr herausfinden, ob dieses Versprechen trägt? Wir sind mehr für ihn als die Spatzen, die Gott nicht ungesehen vom Himmel fallen lässt. 

Anne
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