Gespräch im Mutterleib

Zweifel und Unglaube sind wie zwei Personen, die mich ständig daran hindern, ein Land zu erreichen, in dem es mir richtig gut geht. Wenn ich Jesus kennenlerne und ich mich auf ihn einlasse, dann kommt Glaube in mein Herz. Glaube, so klein wie ein Senfkorn. Mit diesem Samen kann ich Berge versetzen. Doch dann beginnt ein Streit wie in folgendem Gespräch.

Gespräch von Zwillingen im Mutterleib: Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal Zwillinge: ein Glaubender und ein Zweifler. Sie unterhalten sich:

Zweifler: „Glaubst du wirklich… an ein Leben nach der Geburt?“

Glaubender: „Ja, natürlich glaube ich an ein Leben nach der Geburt! Unser Leben hier ist doch nur eine Vorbereitung auf das Leben nach der Geburt.“

Zweifler: „Blödsinn, so etwas gibt es nicht! Wie soll das denn aussehen, ein Leben nach der Geburt?“ Glaubender: „Das weiß ich auch nicht genau, aber es wird sicher viel heller sein als hier und wir werden herumlaufen und mit dem Mund essen.“

Zweifler: „So ein Quatsch! Bist du jemals herumgelaufen? Und mit dem Mund essen, hast du so etwas etwa schon mal gesehen? Überlege doch mal, wozu du die Nabelschnur hast!“

Glaubender: „Ich bin davon überzeugt, dass das alles irgendwie gehen wird. Es wird eben alles anders sein als hier, aber wir werden es trotzdem erleben.“

Zweifler: „Jetzt höre mal her. Es ist noch nie jemand von „nach der Geburt“ zurückgekehrt. Somit ist es erwiesen, dass das Leben nach der Geburt zu Ende ist. Und das Leben hier ist zwar eine einzige Quälerei, auf engem Raum und dunkel, aber der einzige Sinn des Lebens ist, an der Nabelschnur dran zu bleiben. Das siehst du doch wohl.“

Glaubender: „Nein, ich bin überzeugt, dass wir nach der Geburt unsere Mutter wirklich sehen werden. Das scheint mir viel sinnvoller zu sein.“

Zweifler: „Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo soll die denn bitte sein?“

Glaubender: „Na überall um dich herum. Wir sind in ihr und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.“

Zweifler: „Ach, hör‘ doch auf! Mutter! Ich will nichts mehr davon hören.“

Glaubender: „Aber höre doch. Psst, sei mal bitte leise! Manchmal, wenn wir ganz ruhig sind, dann kannst du sie singen hören oder spüren, wenn sie unsere kleine Welt streichelt. Ich glaube wirklich, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt.“

Spürst du, wie Gott dich streichelt?

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